Die fünfte Schweiz

Verena Renhorn aus Trelleborg – der südlichsten Stadt in Schweden

16 min · 18. heinä 2021
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Kuvaus

Verena Renhorn war Swissair-Hostess, als sie 1962 mit einer Freundin für ein paar erholsame Tage nach Stockholm flog. Am Hafen lernte sie ihren künftigen Mann kennen: «Er lud mich auf einen Kaffee ein und dann hat es gefunkt zwischen uns!»  Über fünfzig Jahre ist es her, seit die Zürcherin der Liebe wegen nach Schweden ausgewandert ist. Heute lebt Verena Renhorn in der kleinen Stadt Trelleborg. Es ist die südlichste Stadt Schwedens und liegt rund dreissig Kilometer von Malmö entfernt. Verena Renhorn ganz in der Nähe des Strandes: «Die Ostsee ist wunderbar und von meiner Wohnung aus blicke ich ins Grüne.» «Die Schweden sind sehr hilfsbereit» Mit ihren 86 Jahren, ist Verena Renhorn trotz Arthrose emsig unterwegs: «Ich fahre immer noch Auto und gehe oft spazieren. Im Kopf bin ich voll da, das ist ein Geschenk!» Wenn sie Hilfe braucht, kann sie sich auf ihre Nachbarn und Freunde verlassen: «Die Schweden sind ungeheuer offenherzig und hilfsbereit.»

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jakson Monica und Housi Korner glücklich in Süd-Schweden kansikuva

Monica und Housi Korner glücklich in Süd-Schweden

Monica und Housi Korner haben ihren Traum vom Leben in Schweden verwirklicht. Seit drei Jahren ist das Paar im südschwedischen Mönsterås in der Provinz Kalmar zu Hause. Angekommen zwischen Meer, Natur und neuer Freiheit. Aus einer Ferienliebe vor 25 Jahren wurde Schritt für Schritt ein neues Leben in Schweden. Monica und Housi Korner aus Rüdtligen (BE) zog es immer wieder in den Norden, bis sie sich entschieden, ganz zu bleiben. In Mönsterås, nördlich von Kalmar, fanden sie vor drei Jahren ihr neues Zuhause. Die kleine Gemeinde nahe am Meer ist auch ein beliebter Ferienort für viele Schweden, sagt Monica Korner: «Das Klima hier ist sehr mediterran, viele Stockholmer haben in Mönsterås ihre Ferienhäuser.» Das Paar geniesst seinen Ruhestand mit Gartenarbeit, langen Spaziergängen mit Hund «Linus» und allgemein viel Zeit draussen. «Es ist ein Ort der Entschleunigung, ein Paradies», schwärmt Housi. Grünes Haus mit viel Platz Monica und Housi Korner leben in einem typisch für Schweden farbigen Haus. Ihres ist grün mit den charakteristischen weissen Fensterrahmen. Umgeben von Birken, Tannen und einem grosszügigen Garten, mitten in der Natur. Da laufen auch schon mal Rehe, Hasen und Eichhörnchen vorbei.

7. kesä 202637 min
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Amanda Hessle – Reiseleiterin mit Herz in Schweden

Amanda Hessle aus Freienbach (SZ) lebt seit bald 30 Jahren auf der Insel Torsö im Vänern-See im Süden von Schweden. Als Reiseleiterin zeigt sie Gästen ihr persönliches Schweden. Von stiller Natur im Süden bis zu den Weiten des Nordens. Eine Studienreise auf dem berühmte Göte Kanal in Schweden veränderte das Leben von Amanda Hessle. Die Reiseleiterin verliebte sich damals in den Steuermann des Kanalschiffes. Mittlerweile ist sie Mutter von drei erwachsenen Kindern. Seit 26 Jahren lebt sie auf der Insel Torsö im See Vänern. Torsö liegt in der Provinz Västra Götalands län und ist Teil der Gemeinde Mariestad. Nur über eine Brücke erreicht man das Festland. Als Reiseleiterin hat sich Amanda Hessle vor allem auf Reisen in den Norden spezialisiert und arbeitet für verschiedene Reiseanbieter: «Immer wieder darf ich Gästen aus der Schweiz in meiner Heimat willkommen heissen und zeige ihnen meine Herzensplätze.» Für viele Schweizerinnen und Schweizer ist Schweden ein Sehnsuchtsort und ein Land voller Gegensätze, sagt Amanda Hessle: «Der hohe Norden mit seinen Nordlichtern und der Mitternachtssonne. Andere zieht es in den Süden auf den Spuren von Astrid Lindgrens abenteuerlichen Geschichten.» Auf der Insel Torsö scheint die Zeit stillzustehen Amanda Hessle lebt in einem umgebauten Bauernhof inmitten der Natur: «Ich habe Obstbäume und viel Wald rund herum, unweit vom Vänern See.» Die Insel ist geprägt von Wäldern, sanften Hügeln, weiten Wiesen und unberührter Natur. Rund 400 Menschen leben hier auf vereinzelten Höfen und es hat eine kleine Inselschule mit etwa 30 Kindern: «Es ist ein Ort zum Durchatmen, weitab vom Tourismus. Torsö ist mir in all den Jahren ans Herz gewachsen!»

31. touko 202644 min
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Andrea Schwyzer – Kennt Hannovers Kulturszene durch und durch

Andrea Schwyzer wollte eigentlich Sportlehrerin werden, doch dann führte sie ihre Stimme zum Radio und die Liebe nach Hannover. Heute arbeitet sie als freie Hörfunkjournalistin, Autorin und Moderatorin vor allem für NDR Kultur: «Ich verstehe mich als moderne Geschichtenerzählerin.» Andrea Schwyzer aus Wollerau (SZ) hat ursprünglich Sport an der ETH Zürich studiert. Doch ihr Weg nahm eine überraschende Wendung. Ihre Radiostimme wurde entdeckt und sie moderierte viele Jahre bei einem lokalen Sender am Zürichsee. Ihr journalistischer Weg führte sie weiter ins Ausland mit Praktika bei der Deutschen Presse-Agentur DPA in Washington sowie bei der ARD in New York und London. Über die Musik kam auch die Liebe ins Spiel, sagt die 46-Jährige: «Bei einem A-Cappella Festival in der Schweiz, lernte ich meinen heutigen Partner kennen und zog zu ihm nach Hannover.» Johannes arbeitet als Musik- und Deutschlehrer an einem Gymnasium. Gemeinsam lebt das Paar mit ihrer Tochter und ihrem Sohn mitten im Zentrum «Vahrenwald-List» von der niedersächsischen Landeshauptstadt: «Hier ist man hauptsächlich mit dem Fahrrad unterwegs.» Mehr als nur Durchgangsstadt Hannover wird oft als blosse Durchgangsstadt belächelt. Doch hinter diesem Image verbirgt sich eine überraschend lebendige Metropole mit einer pulsierenden Kulturszene, sagt Andrea Schwyzer: «Es ist nicht nur die grünste Grossstadt Deutschlands, hier wurden schon früh die ersten Langspielplatten produziert.»

24. touko 202636 min
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Karin und Stefan Bolliger – Unter Litauens weitem Himmel

Alles begann 2016 mit einer Motorradtour in den hohen Norden. Karin und Stefan Bolliger entdeckten Litauen und verliebten sich Hals über Kopf. Heute leben sie in der Nähe der Stadt Anykščių im Osten des baltischen Landes. Sie führen ein Hotel und engagieren sich mit Herzblut für die Gemeinde. Litauen ist das grösste der drei baltischen Länder und ist bekannt für seine traumhaften Küsten, Seenlandschaften und barocken Städte. Es war eher Zufall als Planung, als Karin und Stefan Bolliger 2016 auf einer Motorradtour Richtung Skandinavien durch Litauen fuhren. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dieses Land liess sie nicht mehr los, erinnert sich Karin Bolliger: «Die Weite, der Himmel, die Ruhe, all das fühlte sich für uns intensiver an als alles, was wir aus der Schweiz kannten.» Zurück in Hüntwangen (ZH) liess sie Litauen nicht mehr los. Sie kehrten zurück und kauften ein Stück Land. Heute leben Karin und Stefan Bolliger in der kleinen Ortschaft Mačionių, mitten in der Natur. Das Paar betreibt ein kleines Hotel und Restaurant direkt an einem See. Inzwischen führen sie auch eine lokale Manufaktur, die sich auf hochwertige Leinenbettwäsche spezialisiert hat. Soziales Engagement Was als persönliche Liebesgeschichte zu einem Land begann, ist längst auch ein gemeinschaftliches Projekt geworden. Karin und Stefan Bolliger sind tief in der Gemeinde verwurzelt und setzen sich gezielt für sozial benachteiligte Menschen ein, sagt Stefan: «Wir schaffen Arbeitsplätze in unserem Hotel und Restaurant und geben den Leuten so neue Perspektiven.» Karin wurde gar in den Gemeinderat gewählt: «Uns ist es wichtig, Teil der Gemeinde zu sein und uns zu engagieren!»

17. touko 202637 min
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Simone Blaser in Australien: «Ich bin ein Wasserbaby»

Simone Blaser ist mit ihrem Partner 2008 nach West-Australien ausgewandert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamilton Hill, in der Nähe von Fremantle. Dort hat sie ihre grosse Leidenschaft, das «Frei-Schwimmen» entdeckt. Mittlerweile hat die 47-Jährige etliche Ultramarathon bestritten. Sonne, Freiheit, endlose Weiten und vor allem aber das Meer zogen Simone Blaser aus Pfaffhausen (ZH) vor 18 Jahren nach Australien. Dort fand sie ihre Leidenschaft fürs «Open Water Schwimmen»: «Im offenen Wasser fühle ich mich frei und sorgenlos, aufgehoben und zu Hause.» Inzwischen hat Simone Blaser mehrere Marathon Schwimmen absolviert. Als weltweit erste Person schwamm sie rund 55 Kilometer am Stück durch den Upper Ord River. Der Fluss ist kein typischer Badeort. Er ist wild, rau und in einer der abgelegensten Landschaften Australiens. Für ihre bahnbrechende Leistung wurde Simone Blaser mit den «Yudovin Award» ausgezeichnet. Trotz der Ehre, bleibt die 47-Jährige bescheiden: «Ich bin eine ganz normale Frau mit einem ausgefüllten Familien- und Berufsleben.» «Im Wasser schwimmen ist Meditation» Aus ihrer Leidenschaft fürs Schwimmen entstand ein eigenes Business. Simone Blaser bringt Gleichgesinnte an besondere Orte: «Wir schwimmen zusammen in Flüssen, Seen oder dem offenen Meer, tauschen Tipps aus, machen Yoga und geniessen die gemeinsame Zeit.» Unter dem Motto: «Dare to swim wild», wage es wild zu schwimmen!

10. touko 202638 min