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Susanne Fink-Knodel (62) - Nachbarschaftsheim St Pauli

1 h 11 min · 22 de dic de 2025
Portada del episodio Susanne Fink-Knodel (62) - Nachbarschaftsheim St Pauli

Descripción

Ich kann nicht wegsehen, wenn ich die Not her sehe. An Weihnachten trifft es sie am härtesten. Kein funkelnder Baum, kein Duft von Festessen, keine liebevoll verpackten Geschenke. Niemand, der am Esstisch Platz nehmen wird – wie die meisten Tage im Jahr. Nur die Stimmen aus dem Radio durchbrechen die Stille. Susanne Fink-Knodel (62) weiß, wie schmerzhaft das Fest für viele ihrer Senioren ist. Als Leiterin des Nachbarschaftsheims St. Pauli an der Silbersackstraße erlebt sie ihre Not jeden Tag. Für manche Kiezianer ist der Treffpunkt mehr Zuhause als die eigenen vier Wände und der einzige soziale Halt, der ihnen nach einem bunten Leben auf St. Pauli geblieben ist. Die Leiterin des Nachbarschaftsheims berichtet von ehemaligen Sexarbeiterinnen, Wirtschaftern, Barbesitzern und Kellnern. Von Armut, Erkrankungen und fehlenden Hilfsangeboten. Von bunten Nachmittagen mit Brettspielen, lautem Lachen und manchmal auch mit mächtig Zoff. Susanne erzählt von schweren Schicksalen, der Einsamkeit, dem demenzkranken Mann, dessen Leben ein tragisches Ende nahm und dem unermüdlichen Engagement ihres Teams.

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Michael Ehnert (58) ist Schauspieler, Polizistensohn und neuerdings auch Autor.

In seinem Roman erzählt er von der kleinen, dreckigen Schwester der Davidwache Die Wache 15 auf dem Kiez kennt jeder. Klar: die Davidwache. Mythos, Filmkulisse, Hamburg-Symbol. Doch die 16 an der Budapester Straße? Die kennt heute kaum noch einer. Dabei sei sie früher für die „besonders harten Fälle“ zuständig gewesen, sagt Michael Ehnert (58). Der Hamburger Schauspieler hat ein Buch über „die kleine, dreckige Schwester der Davidwache“ geschrieben. In „Hamburg, Wache 16“ erzählt er vom Kiez der 70er-Jahre. Von Gewalt, Rotlichtmilieu, Hells Angels, Trinkerkneipen und den Menschen, die dort Dienst taten. Zugleich ist es eine sehr persönliche Geschichte. Die seiner Familie. Der Schauspieler und Autor berichtet von seiner Kindheit in Mümmelmannsberg. Eine heile Welt, die schwer ins Wanken geriet, als seine Mutter ihr Coming-out hatte. Von seinem Vater, dem Polizisten an der Wache 16. Von brenzligen Einsätzen, Prostituierten „mit breitgeschlagenen Gesichtern“ und halbseidener Ganovenromantik. Von seiner Zeit als Punk auf St. Pauli und von seinem Weg vom Schulabbrecher zum Schauspieler.

27 de may de 20261 h 4 min
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Petra Roitsch (50) aka Panik Petra

Hebamme der Panik City Auf dem Kiez ist sie bekannt als Panik-Petra, die Frau mit den pinken Haaren und den Nerven aus Stahl. Udo Lindenberg taufte sie einst die „Hebamme der Panik City“. Jahrelang war Petra Roitsch (50) Betriebsleiterin seines Multimedia-Museums im Klubhaus St. Pauli an der Reeperbahn. Als Teil seiner „Panik-Familie“ lebte sie zwischen genialen Geistesblitzen, spontanen Aktionen und Nachrichten, die der Panikrocker gerne mal nachts um 3 Uhr verschickte, wenn er zu „Hochtouren“ auflief. Panik-Petra berichtet von ihrem ersten Treffen mit Udo und dem Moment, als er die Brille abnahm. Von seiner besonderen Art, seinem Perfektionismus und den nächtlichen Nachrichten. Sie spricht über schöne und skurrile Situationen mit dem Panikrocker und seinen Fans und warum eine Dame einmal zusammenbrach, nachdem sie mit Udo in der Panik City auf Rundgang war.

22 de abr de 20261 h 2 min
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Ricarda Belmar - Die Apartmentqueen von St.Pauli

In ihren Ferienwohnungen beherbergt sie die skurrilsten Gäste. Ricarda Belmar ist Gastgeberin, Hausmeisterin, Psychologin und manchmal auch Tatortreinigerin. Auf dem Kiez kauft sie alte Bordelle, baut sie zu Ferienwohnungen um und sammelt nebenbei Social-Media-Material für die skurrilsten Stories über „Dinkel-Dörte“ und „Hafer-Hans“, zurückgelassene Drogen, verwüstete Wohnungen und Gäste, die mit Chauffeur vorfahren. „Das ist hier ein Mikrokosmus. Eine Welt, in der es ganz schön irre zugeht“, sagt die 35-Jährige und grinst. Die Herbergsmutter berichtet, warum der Kiez für sie eine Kindheitserinnerung ist, wie sie anfangs mit viel Elan und wenig Ahnung anfing und dabei erst mal „die halbe Reeperbahn“ unter Wasser setzte. Sie erzählt vom schlimmsten Partyvolk, von der Spezies, die sie am wenigsten erträgt, von skurrilsten Fundstücken wie einem Huhn, welche Aufgabe sie auf keinen Fall mehr erledigt. Und von ihrem großen Traum.

25 de mar de 20261 h 18 min
episode Thomas Stutzki - Gastgeber vom Dollhouse und Hooters artwork

Thomas Stutzki - Gastgeber vom Dollhouse und Hooters

Ich sortiere die Gäste nach Gefühl. Das ist wie Tetris mit Menschen Wenn Thomas Stutzki (59) von früher erzählt, klingt es wie zwei Leben. Das eine spielt zwischen Börsentelefonen, Millionenbeträgen und schlaflosen Nächten im Anzug. Das andere zwischen Prominenten, Skandalen und durchfeierten Nächten im Tabledance-Club. Vor 28 Jahren wurde der heutige Kiez-Gastronom das Gesicht des „Dollhouses“ an der Großen Freiheit - dabei war er eigentlich Börsenmakler. Thomas Stutzki berichtet von Standleitungen zur Börse in Chicago und New York, von Hundertmillionen und Entscheidungen im Sekundentakt. Was das mit ihm gemacht hat und wie er danach ausgerechnet im „Dollhouse“ an der Großen Freiheit landete. Er erzählt von der harten Anfangszeit und dem Moment, in dem die Lawine losbrach. Der 59-Jährige spricht über lange Nächte, Partys mit Prominenten wie Eminem und über einen internationalen Star, der für einen handfesten Skandal sorgte. Thomas Stutzki berichtet von den Jahren danach, als er auf einmal Theaterdirektor wurde und von seinem Leben als Gastronom und Chef des „Hooters“, das momentan wegen einer Brandstiftung geschlossen ist.

4 de mar de 20261 h 18 min