Feministische Bibelgespräche

SklavInnen in der Gemeinde von Korinth

33 min · 16. feb. 2026
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Beskrivelse

Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht oder missbraucht werden. Die kleine messianische Gemeinde dort hatte eine hohe Anziehungskraft für versklavte Frauen und Männer. Warum war die Gemeinde für diese Menschen so attraktiv? Darüber sprechen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge mit der Theologin Kathy Ehrensperger. Im Gespräch zeigt sich, dass es damals wie heute darum geht, Menschenwürde zu schützen. Shownotes: Weiterführende Lektüre: Kathy Ehrensperger, „Zwischen Fact und Fiction: Genderrollen im antiken Judentum“, in: Stefan Schreiber/Konrad Huber/Karl Matthias Schmidt (Hg.), Geschlecht, Sexualität, Ehe. Sondierungen im Neuen Testament. München 2023, S. 10-28. Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth. Stuttgart 2013. Themenheft: "Ihr seid der Körper des Messias. Die Botschaft des 1. Korintherbriefs", in: Bibel und Kirche 3/2015 (mit Beiträgen von Luise Schottroff, Claudia Janssen, Luzia Sutter Rehmann u.a.).

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29 episoder

episode Paulus lesen im Schatten des Imperiums cover

Paulus lesen im Schatten des Imperiums

Die kühnste Vision des Paulus steht in seinem Brief an die Galater:innen: Es soll kein Über- oder Untereinander von jüdischen und griechischen, freien und versklavten, männlichen oder weiblichen Menschen geben. Im Gespräch mit der Theologin Brigitte Kahl zeigt sich, welche Freiheit Paulus entdeckt hat: eine ungeheure Kraft, die aus dem messianischen Miteinander erwächst. Herrschaftsstrukturen, die auf Dominanz und Ausgrenzung beruhen, werden von dieser Kraft schlicht vaporisiert. Shownotes: Bibelstellen zu dieser Folge: Galaterbrief 3,28 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Gal/3/28-/] und 4,9-11 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Gal/4/9-11/]. Weiterführende Lektüre: Brigitte Kahl, Galatians Re-Imagined: Reading With the Eyes of the Vanquished (2010). Brigitte Kahl, Galaterlektüre am Großen Altar von Pergamon. In: Texte und Kontexte, Nr. 4/2006, S. 3–23. Brigitte Kahl, Nicht mehr männlich? Gal 3,28 und das Streitfeld Maskulinität. In: Claudia Janssen, Luise Schottroff, Beate Wehn (Hrsg.): Paulus: Umstrittene Traditionen, lebendige Theologie. Eine feministische Lektüre. Gütersloh 2001, S. 129–145.

15. juni 202640 min
episode Jesu wahre Verwandte? cover

Jesu wahre Verwandte?

In einer Episode im Markusevangelium (Mk 3,30-35) fallen von Jesus die Worte: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“ In dieser Folge stellt Luzia Sutter Rehmann die gängige Auslegung, hier gehe es um einen Familienkonflikt, Wort für Wort und Schritt für Schritt in Frage: Warum eilen Jesu Mutter und Geschwister herbei und rufen Jesus heraus? Wird er gegen seinen Willen festgehalten? Ist er in einer Notsituation? Braucht er Hilfe? Aus einer befreiungstheologischen Perspektive gelesen, öffnet sich der Blick auf eine Todesbedrohung durch die Gefolgsleute des Herodes. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: Markus 3,30-3 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Mk/3/30-35/]5 Weiterführende Lektüre: * Luzia Sutter Rehmann, Dämonen und unreine Geister. Die Evangelien, gelesen auf dem Hintergrund von Krieg, Vertreibung und Trauma, Gütersloh 2023, S: 319-330. * Schalom Ben-Chorin, Mutter Mirjam. Maria in jüdischer Sicht, München 1982.

18. maj 202638 min
episode „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ cover

„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Die letzten Worte am Kreuz hat Jesus in seiner Muttersprache Aramäisch gesprochen: „Eli, eli, lema sabach thani?“ (Matthäus 27,46-50) Warum legen die Evangelien Jesus Worte aus Psalm 22 in den Mund? Und warum in seiner aramäischen Muttersprache? Je genauer Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich dem nachgehen, desto deutlicher wird, wie die Kraft des Psalms die Betenden aus der Nacht der Verzweiflung in das Morgenlicht führt. Bei ihrer Analyse stoßen die beiden Theologinnen auch auf die vielen Frauen, die Jesu Kreuzigung einrahmen – und auf deren Verbindung zur alttestamentlichen Königin Esther. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: Matthäus 27,46-50 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Mt/27/46-50/] Zum Weiterlesen: Bettina Wellmann, Ester und Psalm 22. In: Ester (Die Bibel erzählt …), hg. von Klara Butting, Gerard Minnaard, Marie-Theres Wacker, Wittingen 2005, S. 65-68. Die vielen Dimensionen von Psalm 22. Heft 1/2026 [https://www.bibelwerk.shop/produkte/die-vielen-dimensionen-von-psalm-22-1002601] von: Bibel und Kirche. Die Zeitschrift zur Bibel in Forschung und Praxis, Katholisches Bibelwerk, Stuttgart.

15. apr. 202636 min
episode Nicht sakrosankt: Das Schweigegebot auf dem Prüfstand cover

Nicht sakrosankt: Das Schweigegebot auf dem Prüfstand

Viele Bibelübersetzungen lassen noch immer das „Schweigegebot für Frauen“ (1 Kor 14,34-35) unkommentiert stehen, als ob es gottgegeben oder doch zumindest von Paulus wäre. Aber stammt das Schweigegebot überhaupt von Paulus? Und sollen christliche Frauen wirklich schweigen und sich unterordnen? Wie lässt sich mit solch frauenfeindlichen Sätzen heute umgehen? In dieser Folge prüfen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich das Schweigegebot gründlich und hätten da schon einige Vorschläge. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: 1. Korinther 14,34-35 Zur Vertiefung: * Marlene Crüsemann, Unrettbar frauenfeindlich. Der Kampf um das Wort von Frauen in 1 Kor 14 (33b) 34-35 im Spiegel antijudaistischer Elemente der Auslegung, in: Luise Schottroff / Marie-Theres Wacker (Hg.), Von der Wurzel getragen. Christlich-feministische Exegese in Auseinandersetzung mit Antijudaismus, Leiden / New York / Köln 1996, S. 199-223. * Carsten-Jochum Bortfeld, Katja Jochum, Lasset eure Weiber schweigen. Zu den Geschlechterverhältnissen in neutestamentlichen Briefen, in: leicht & SInn 1/2014 [https://leicht-und-sinn.de/lasset-eure-weiber-schweigen/].

16. mar. 202628 min
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SklavInnen in der Gemeinde von Korinth

Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht oder missbraucht werden. Die kleine messianische Gemeinde dort hatte eine hohe Anziehungskraft für versklavte Frauen und Männer. Warum war die Gemeinde für diese Menschen so attraktiv? Darüber sprechen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge mit der Theologin Kathy Ehrensperger. Im Gespräch zeigt sich, dass es damals wie heute darum geht, Menschenwürde zu schützen. Shownotes: Weiterführende Lektüre: Kathy Ehrensperger, „Zwischen Fact und Fiction: Genderrollen im antiken Judentum“, in: Stefan Schreiber/Konrad Huber/Karl Matthias Schmidt (Hg.), Geschlecht, Sexualität, Ehe. Sondierungen im Neuen Testament. München 2023, S. 10-28. Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth. Stuttgart 2013. Themenheft: "Ihr seid der Körper des Messias. Die Botschaft des 1. Korintherbriefs", in: Bibel und Kirche 3/2015 (mit Beiträgen von Luise Schottroff, Claudia Janssen, Luzia Sutter Rehmann u.a.).

16. feb. 202633 min