Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
Dass Crosby, Stills, Nash & Young unbedingt ein Livealbum brauchten, war spätestens seit ihrem viel umjubelten Gig beim Woodstock Festival im August 1969 klar. 1971 war es soweit: "4 Way Street" kam raus – das Live-Doppelalbum der Supergroup. Ein Album voller Gegensätze: rau, weich, akustisch, elektrisch und psychedelisch zugleich. MUSIK VS. MENSCHEN – STREITIGKEITEN BEI CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG Auf der Bühne und vor dem Publikum hat das Quartett immer gut funktioniert. Die Stimmen passten super zusammen, haben im Satzgesang toll funktioniert und auch instrumental hat die Gruppe für das Publikum das meiste aus sich herausgeholt. Hinter den Kulissen allerdings hat es immer geknirscht, erzählt der ehemalige Musikredakteur Christian Pfarr im Podcast. Da haben sich Crosby, Stills, Nash und Young überhaupt nicht verstanden. Was an vielen verschiedenen Faktoren und internen Konkurrenzkämpfen gelegen hat. Darüber hinaus war vor allem Neil Young oft einer der Streithähne, der zu dieser Zeit mit Depressionen zu kämpfen hatte. DIE SONGS AUF "4 WAY STREET" VON CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG WAREN KEINE GEMEINSCHAFTSARBEIT Auch wenn Crosby, Stills, Nash und Young gemeinsam ins Studio und auf die Bühnen gegangen sind, stammen die Songs jeweils eigentlich nur immer von einem der Songwriter der Gruppe. Jeder durfte für die Shows und die Alben Musik beisteuern, aber geschrieben wurden sie immer nur von einem der Bandmitglieder, was bei der eben erwähnten Stimmung untereinander kaum verwunderlich ist. > Im Prinzip ist es eine Mixtur aus Solostücken jedes einzelnen Künstlers. > > > Quelle: Stephan Fahrig, Musikredakteur im Podcast zu "4 Way Street" Auch wenn wir dem Album den Stempel "Meilenstein" geben, darf man dennoch Kritik an dem Album und an der Produktion äußern, und die ist doch durchaus angebracht, findet Musikredakteur Stephan Fahrig: > Wir müssen das Album ein bisschen vom Podest herunterheben, weil ich finde, es ist relativ bescheiden produziert. > > > Quelle: Stephan Fahrig, Musikredakteur im Podcast zu "4 Way Street" Und auch wenn bei der Produktion des Livealbums und in der Qualität der Performance noch "Luft nach oben" gewesen wäre, trifft das Album den Zeitgeist, ergänzt Moderator Frank König. Der ehemalige Musikredakteur Christian Pfarr ergänzt das noch, denn auf eine High-End-Produktion und Performance kommt es seiner Meinung nach gar nicht an, bei einem Album wie diesem und Künstlern wie Crosby, Stills, Nash und Young. > Es lebt nicht von der Perfektion, sondern es lebt von der Lebendigkeit. > > > Quelle: Christian Pfarr, ehemaliger Musikredakteur über die Qualität von "4 Way Street" POLITISCHE BOTSCHAFTEN AUF "4 WAY STREET" VON CROSBY, STILLS, NASH & YOUNG Auch wenn die Musik des Quartetts sich oftmals anfühlt wie romantische Lagerfeuermusik, wie zum Beispiel bei "Cowgirl In The Sand", so sind auf dem Album auch viele politische Botschaften enthalten. Es geht um Rassismus in den Südstaaten im Song "Southern Man" oder im Song "Ohio" auch um den Vorfall an der Kent State University, wo bei Studentenprotesten gegen den Vietnamkrieg vier Menschen von der Nationalgarde erschossen worden sind. ÜBER DIESE SONGS VOM ALBUM "4 WAY STREET" SPRECHEN WIR IM PODCAST (03:13) – "Suite: Judy Blue Eyes" (10:06) – "Teach Your Children" (14:50) – "Carry On" (21:02) – "Cowgirl In The Sand" (25:34) – "Southern Man" (34:13) – "Ohio" (39:09) – "Love The One You're With" ÜBER DIESE SONGS VOM ALBUM SPRECHEN WIR AUSSERDEM IM PODCAST (16:29) – "Questions" von Buffalo Springfield (27:36) – "Sweet Home Alabama" von Lynyrd Skynyrd
389 episoder
Kommentarer
0Vær den første til at kommentere
Tilmeld dig nu og bliv en del af Meilensteine - Alben, die Geschichte machten-fællesskabet!