SWR2 Kultur Aktuell
Die Hochschule Kaiserslautern hat dazu im Vorfeld über 200 Apps und Websites von Kultur-Institutionen in aller Welt ausgewertet. „Wir wollten sehen: welche Funktionen bieten sie, wie sind die Reichweiten, wie sind die Apps aufgebaut“, erklärt Professor Hendrik Speck, der die Untersuchung geleitet hat. Eine Erkenntnis: Auch große Museen wie das British Museum in London oder der Pariser Louvre sind bei den App-Downloads und Click-Zahlen nicht besonders erfolgreich. OHNE AUFWAND WERDEN APPS UNATTRAKTIV Der Informatik-Professor Speck kommt zu dem Schluss: „Für normale, kleinere Einrichtungen ist es nicht einfach, so eine Sache nachhaltig zu betreiben.“ Vor allem Updates, interaktive Angebote, 3-D-Darstellungen und andere Dinge bräuchten einen massiven Aufwand, sonst sinke die Attraktivität. Speck schlägt vor, den Kultureinrichtungen in Rheinland-Pfalz ein zentrales Plattform-System anzubieten – „ähnlich wie eine umfangreiche Speisekarte.“ So könne sich jede Institution Zutaten wählen, die für sie passt. DAS REZEPT: BÜNDELUNG VON KOMPETENZEN Angesichts des rasanten Wandels im Informations- und Suchverhalten brauche es eine Bündelung, die die Inhalte von Museen und Kulturstätten erlebbarer und interaktiver werden lasse. Angesichts der Kosten meint Speckt: „Es braucht Geräte, es braucht Kompetenzen – es wird schon schwer, diese gebündelt vorzuhalten.“
10939 episoder
Kommentarer
0Vær den første til at kommentere
Tilmeld dig nu og bliv en del af SWR2 Kultur Aktuell-fællesskabet!