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Pionierin: Vor 50 Jahren startet Dagmar Berghoff als erste Tagesschausprecherin

12 min · 16. juni 2026
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Beskrivelse

Während ihrer ersten Sendung als Nachrichtensprecherin stand neben ihr ein Mann. Aus Sicherheitsgründen. Sollte Dagmar Berghoff vor lauter Aufregung aus- oder umfallen, wäre er eingesprungen. Doch Dagmar Berghoff überzeugte sofort und wurde Deutschlands erste Miss Tagesschau. Im Gespräch mit SWR Kultur erzählt die Hamburgerin wie es dazu kam und dass sie bis heute Nachrichtenjunkie ist.

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episode Georg-Büchner-Preis 2026 für Christine Wunnicke: Eine gute Wahl? cover

Georg-Büchner-Preis 2026 für Christine Wunnicke: Eine gute Wahl?

GEORG-BÜCHNER-PREIS GEHT AN AUTORIN CHRISTINE WUNNICKE Es ist mit dem Büchner-Preis wie mit allen großen Preisen: Stets gibt es mehr geeignete Kandidatinnen und Kandidaten, die schon längst einen Preis verdient gehabt hätten, als es Auszeichnungen gibt. Der mit 50.000 Euro dotierte Büchner-Preis, den die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt, gilt nach wie vor als die bedeutendste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum.  EINE ÜBERRASCHUNG, KEINE ÜBERRASCHUNG? Dass er am 24. Oktober an die 1966 in München geborene Schriftstellerin Christine Wunnicke überreicht werden wird, ist so gesehen eine Überraschung und dann doch auch wieder nicht. Die Akademie hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für eher am Rand des Literaturbetriebs stehende Preisträgerinnen und Preisträger entschieden; man denke nur an den in seinem Schreiben auf den ersten Blick nahezu unverständlichen Oswald Egger [https://www.swr.de/kultur/literatur/oswald-egger-oskar-fiala-und-das-prinzip-der-kleinsten-wirkung-100.html].  TEXTE WIE KUNSTHANDWERK Das trifft auf Christine Wunnicke, die Büchner-Preisträgerin des Jahres 2026, nicht zu. Leicht zugänglich sind ihre stets schmalen und fein konzipierten Romane dennoch nicht. Genauer gesagt: Unter der Oberfläche gibt es stets ein großes System aus Referenzen, Verweisen und Anspielungen. Christine Wunnicke ist eine Autorin mit einer großen Anhängerschaft in den Feuilletons:  Für ihren Roman „Die Dame mit der bemalten Hand“ wurde sie 2020 bereits mit dem Wilhelm-Raabe-Preis ausgezeichnet. Eher skeptische Leser ihrer Bücher wittern in den fein ziselierten Wunnicke-Texten gelegentlich eine Nähe zum Kunsthandwerk.  BLICK FÜR DAS ABSEITIGE Aber: Wunnicke hat einen Blick für das Abseitige. Auch ihr letzter Roman „Wachs“ [https://www.swr.de/kultur/literatur/bestenliste-2025-03-03b-102.html], mit dem sie im vergangenen Jahr auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, spielt im 18. Jahrhundert.  Marie Marguerite Bihéron ist die reale Hauptfigur des Romans. Geboren 1719 in Paris als Tochter eines Apothekers, studierte sie Illustration, begann aber bereits in sehr jungen Jahren, sich mit Anatomie zu beschäftigen und Leichen zu sezieren.  Bihéron entwickelte in der Technik von Wachsmodellationen von Organen und Körpern ein Können, das sie zur Künstlerin machte.  ERFUNDENE FAKTEN Christine Wunnicke, die ausgesprochen öffentlichkeitsscheu ist, wehrt sich gegen die Zuschreibung, eine Verfasserin historischer Romane zu sein. Man könne ihr nichts von alldem glauben, was sie in ihre Bücher hineinschreibe, sagte sie in einem ihrer seltenen Interviews.  [https://www.swr.de/kultur/musik/gast-im-studio-die-schriftstellerin-christine-wunnicke-treffpunkt-musik-2026-03-07-100.html] Die Auszeichnung mit dem Büchner-Preis ist auch in dieser Hinsicht ein klares Statement gegen literarische Trends und Moden, allen voran die der Autofiktion. Bei dieser Preisträgerin sind – in der Literatur ist alles erlaubt – selbst die vermeintlichen Fakten erfunden.

10. juli 20262 min
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Künstliche Intelligenz kein Therapie-Ersatz –Freiburger Psychologe: „KI kann nur die Illusion von Empathie erzeugen“

Therapie-Plätze werden weniger, Psychotherapeuten verdienen weniger – und der Bedarf an Hilfe in psychischen Krisen wächst zunehmend. Insofern ist es nur logisch, dass in vielen Fällen auch Künstliche Intelligenz als Hilfe in Anspruch genommen wird, erklärt Dr. Tobias Kleinert vom Lehrstuhl für Biologische Psychologie an der Uni Freiburg im Gespräch mit SWR Kultur. Aber: „Menschliche Seelsorger können wahrhaftig und wirklich nachempfinden, was wir fühlen.“ Das könne eine KI nur imitieren. Es wäre ein großer Fehler, menschliche Therapie durch künstliche Therapie zu ersetzen, so Tobias Kleinert: „Die KI hat keine Psychotherapie-Ausbildung“. Hunderte Experten beraten ab 8. Juli beim 23. Weltkongress der Telefonseelsorge in Budapest unter dem Motto „The human touch“ darüber, wie KI sinnvoll in der Telefonseelsorge eingesetzt werden kann.

10. juli 20267 min