Die fünfte Schweiz

Verena Renhorn aus Trelleborg – der südlichsten Stadt in Schweden

16 min · 18. juli 2021
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Description

Verena Renhorn war Swissair-Hostess, als sie 1962 mit einer Freundin für ein paar erholsame Tage nach Stockholm flog. Am Hafen lernte sie ihren künftigen Mann kennen: «Er lud mich auf einen Kaffee ein und dann hat es gefunkt zwischen uns!»  Über fünfzig Jahre ist es her, seit die Zürcherin der Liebe wegen nach Schweden ausgewandert ist. Heute lebt Verena Renhorn in der kleinen Stadt Trelleborg. Es ist die südlichste Stadt Schwedens und liegt rund dreissig Kilometer von Malmö entfernt. Verena Renhorn ganz in der Nähe des Strandes: «Die Ostsee ist wunderbar und von meiner Wohnung aus blicke ich ins Grüne.» «Die Schweden sind sehr hilfsbereit» Mit ihren 86 Jahren, ist Verena Renhorn trotz Arthrose emsig unterwegs: «Ich fahre immer noch Auto und gehe oft spazieren. Im Kopf bin ich voll da, das ist ein Geschenk!» Wenn sie Hilfe braucht, kann sie sich auf ihre Nachbarn und Freunde verlassen: «Die Schweden sind ungeheuer offenherzig und hilfsbereit.»

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Ernesto Hutmacher – Wie aus einer Ruine ein Biker Paradies wurde

Ernesto Hutmacher tauschte die Welt des Motorsports gegen ein verfallenes Haus in Massa Marittima in der südlichen Toskana. Daraus entstand vor vierzig Jahren eines der bekanntesten Bike-Hotels Europas und die Geschichte eines Mannes, der stets seinen Träumen folgte. Mit 75 Jahren blickt Ernesto Hutmacher auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Nach einer erfolgreichen Karriere als Mechaniker im Formel-1-Motorsport und einer sicheren Stelle in der Schweiz wagte er vor 41 Jahren den Neuanfang in der Toskana. Als Ernesto 1985 in die südliche Toskana auswanderte, hatte er vor allem eines im Gepäck: eine Vision. In der Nähe der historischen Stadt Massa Marittima, kaufte er ein heruntergekommenes Anwesen und machte daraus mit viel Leidenschaft das Bike-Hotel «Massa Vecchia»: «Als ich das Haus sah, wusste ich, ich muss es haben.» Ohne Italienischkenntnisse wagte Ernesto Hutmacher den Schritt in ein neues Leben. Vor Ort erwartete ihn kein Traumhaus, sondern eine Ruine: «Mit einem Freund habe ich zuerst die Brombeerhecken gerodet und die Zimmer vom Hühnermist gesäubert.» Heute pilgern Bike-Begeisterte aus ganz Europa an diesen besonderen Ort. 180 Kilometer Trails Das «Massa Vecchia» verfügt über 180 Kilometer eigens angelegte Mountainbike-Wege und Single Trails für Anfänger, Familien und erfahrene Biker, sagt Ernesto Hutmacher: «Die Naturwege wurden behutsam in die Landschaft eingebettet, ohne die Natur zu beeinträchtigen.»

19. juli 202645 min
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Theo Koch: «Für meine Enkel bin ich der Grosspapi aus Afrika»

Zwischen Schweizer Bodenständigkeit und kamerunischer Lebensfreude haben Theo und Suzanne Koch ihren Lebenstraum verwirklicht. Mit ihrem Projekt «Tin Ele» schaffen sie Perspektiven in einem Land voller Gegensätze. Reich an Kultur und Ressourcen, aber geprägt von Armut. Theo und Suzanne Koch verbinden zwei Welten. Der ehemalige Landwirt aus Meggen (LU) wollte vor seiner Pensionierung ein sinnstiftendes Projekt im Ausland starten. Suzanne Koch engagierte sich in der Schweiz für die Integration junger Frauen mit afrikanischen Wurzeln. Gemeinsam haben sie vor drei Jahren in der Nähe der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns das Projekt «Tin Ele» erschaffen. Mit viel Herzblut bauten sie eine Parkanlage mit Tieren auf, die weit mehr als ein persönlicher Rückzugsort ist: «Sie soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Region fördern», sagt Theo Koch. Dabei setzen sie auf den Austausch zwischen ihrer Schweizer und ihrer kamerunischen Heimat. «Kribi ist eine lebendige Küstenstadt am Atlantik und ist bekannt für ihre traumhaften Strände, die spektakulären Lobé-Wasserfälle und ihre tropische Natur.» Kamerun ein Land der Gegensätze Kamerun gilt als eines der vielfältigsten Länder Afrikas. Reich an Kulturen, Sprachen, Naturschätzen und landschaftlicher Schönheit. Gleichzeitig kämpfen viele Menschen trotz des Rohstoffreichtums des Landes mit Armut und schwierigen Lebensbedingungen: «Genau hier möchten wir einen Beitrag leisten und mit unserem Engagement vor Ort positive Impulse setzen.»

12. juli 202643 min
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Pascal Affolter – Direktor der Schweizer Schule in Barcelona

Vom Bülacher Sekundarlehrer zum Brückenbauer zwischen Kulturen. Pascal Affolter gründete in Kolumbien eine heilpädagogische Schule für Kinder mit Behinderungen und leitet heute die traditionsreiche Schweizerschule in Barcelona. Mitten in einer der vielseitigsten Städte Europas. Eigentlich wollte Pascal Affolter Diplomat werden. Stattdessen wurde der Bülacher Lehrer und zu einem Botschafter für Bildung. 1996 zog es ihn für ein Sozialprojekt nach Kolumbien. Dort erkannte er, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen kaum Zugang zu Bildung hatten. Mit viel Engagement gründete er in Cartagena de Indias die heilpädagogische Institution «ALUNA» und baute sie mit viel Herzblut auf. Pascal Affolter lebte achtzehn Jahre in Kolumbien. 2007 übernahm er die Leitung der Schweizer Schule in Bogotá. Heute lebt er mit seiner Familie in Barcelona und steht als Direktor an der Spitze der renommierten Schweizer Schule «Escuela Suiza de Barcelona». Die Schule blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und verbindet Schweizer Bildungsqualität mit internationaler Offenheit. Sie steht nicht nur Schweizer Familien offen, sondern fördert auch den Austausch mit der lokalen Bevölkerung. «Hier treffen viele Kulturen aufeinander», sagt Pascal Affolter: «Das macht unsere Schule zu einem besonderen Lern- und Begegnungsort.» Barcelona als Lebensgefühl Mit seiner Familie lebt Pascal Affolter in der Nähe der Schule. An Barcelona schätzt er die kulturelle Vielfalt, die Nähe zum Meer, die ausgezeichnete Gastronomie und das mediterrane Klima: «Barcelona ist wie ein lebendiges Freilichtmuseum, in dem sich Menschen aus aller Welt begegnen.» Für ihn ist die katalanische Metropole der ideale Ort, um internationale Bildung und kulturellen Austausch zu leben.

5. juli 202638 min
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Salome Schad in Ecuador: «Meine Heimat ist da, wo ich grad stehe»

Die Ethnologin Salome Schad hat in ihrem Leben über fünfzig Länder bereist. Seit zwei Jahren arbeitet die Baslerin in Ecuador an einer deutschen Auslandschule, hoch oben in den Anden. Als Lehrerin, Künstlerin, Dichterin und Weltenbürgerin verbindet sie Schulalltag, Kultur und Nachbarschaftsleben. Salome Schad hat viele Orte dieser Welt gesehen. Mit ihrer Tochter lebte sie unter anderem in Italien, Spanien, kurze Zeit in den USA und viele Jahre in Bolivien. Heute ist Ecuador ihre Heimat. In Cuenca, hoch oben in den Anden, unterrichtet die Ethnologin, Lehrerin und Künstlerin mit viel Herzblut an einer deutschen Auslandschule. Das weitläufige Schulareal ist umgeben von Bergen und wilder Natur, sagt die 52-Jährige: «Der Weg vom Klassenzimmer zur Bibliothek gleicht einer kleinen Wanderung.» Neben dem klassischen Unterricht verbindet Salome Musik und Malerei: «Die Kinder hören Beethoven und malen, was die Musik in ihnen auslöst. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.» «In Cuenca kann man richtig entschleunigen» Ihr Alltag ist intensiv umso wichtiger ist ihr die Zeit draussen. In der grünen Andenstadt, umgeben von Bergen, Flüssen und Thermalquellen, hat sie Nahe eines Waldstücks ein Zuhause gefunden: «Ich verbringe viel Zeit im Garten, grilliere mit meinen lieben Nachbarn, schreibe oder mache Kunst.» In der Nachbarschaft ist Salome inzwischen auch für ihre besondere Hundewasch-Aktion bekannt: «Viele Tiere haben Flöhe und Parasiten, also trommle ich jede Woche alle Hunde zusammen und wasche sie.»

28. juni 202636 min
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Claude Scheidegger vereint Familienglück und Karriere in Singapur

In Hongkong machte Claude Scheidegger aus Burgdorf (BE) eine steile Karriere in der internationalen Hotellerie. Heute lebt er mit Partner Stephen und der gemeinsamen Tochter Zoe in Singapur und reist für seine Arbeit regelmässig nach China. Claude Scheidegger legte den Grundstein für seine Karriere an der renommierten Hotelfachschule in Lausanne. Dort wurde er früh von einer internationalen Hotelgruppe entdeckt: «Viele grosse Hotelketten rekrutieren direkt in Lausanne. So konnte ich die Chance nutzen und beim Mandarin Oriental in Hongkong einsteigen.» Fünf Jahre lang blieb die pulsierende Metropole sein Zuhause und wurde auch privat zum Wendepunkt: «In dieser Zeit lernte ich meinen Lebenspartner Stephen kennen.» Heute lebt das Paar mit Tochter Zoe in Singapur: «Steve führt ein Family Office für ein angesehenes chinesisches Familienunternehmen», erzählt Claude Scheidegger. Beruflich ist er der Region treu geblieben: «Alle drei Wochen reise ich nach Hongkong, wo ich im Marketing- und Branding-Bereich für eine bekannte Hotelkette tätig bin.» So oft es geht, begleitet ihn seine Familie auf diesen Reisen und verbindet Beruf mit gemeinsamen Erlebnissen zwischen den Metropolen Asiens. «Singapur ist unglaublich familienfreundlich» Claude Scheidegger lebt mit seiner Familie in einem kleinen Wohnblock direkt beim botanischen Garten. Singapur sei äusserst sicher und besonders familienfreundlich, sagt der 30 Jährige: «Es gibt kostenlose Wasserparks, und der Zoo ist weltbekannt, vor allem für seine Nacht-Safaris, bei denen man wilde Tiere aus nächster Nähe beobachten kann.»

21. juni 202636 min