12 Leben – Verbrechen an Frauen
Charlotte, USA, 22. August 2025: Die 23-jährige Iryna Zarutska steigt nach Feierabend in die Stadtbahn, um nach Hause zu fahren. Minuten später wird sie von einem Mann attackiert, der hinter ihr sitzt. Niemand hilft. Zwei Wochen später gehen die Aufnahmen der Überwachungskamera um die Welt und mit ihnen eine Frage: Wie kann eine junge Frau den Krieg in der Ukraine überleben, in den USA glauben, endlich Sicherheit gefunden zu haben – nur um dort Opfer brutalster Gewalt zu werden? In dieser Folge sprechen wir über Irynas Leben, von ihrer Kindheit in Kiew, über ihre Flucht vor dem Krieg bis zu ihrem Neuanfang in North Carolina. Außerdem ordnet der Kriminologe Martin Rettenberger ein, was die Forschung bisher über Gewalt an Frauen in öffentlichen Verkehrsmitteln weiß. _ Triggerwarnung: Diese Folge enthält explizite Schilderungen von Krieg, brutaler Gewalt und Tod. Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen”: 08000 116 016 (rund um die Uhr) Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 (rund um die Uhr) Opfer-Telefon vom Weißen Ring: 116 006 (7-22h Uhr) RefuShe Hotline (traumasensible Unterstützung für Frauen & Mädchen mit Fluchtgeschichte): 030 386 555 45 Mehr Infos bekommt Ihr auf der Homepage der Online Datenbank für Betroffene von Straftaten: www.odabs.org _ Unsere wichtigste Quelle für die Rekonstruktion von Irynas Leben: https://www.charlotteobserver.com/news/local/article312080064.html Unsere Quelle für die Originaltöne: Ukraine: Air raid sirens heard in Kiev as Putin declares war, 24.02.2022: https://www.youtube.com/watch?v=iLEGDIzd-G0 _ Habt ihr Feedback oder möchtet ihr, dass wir einen Fall erzählen, der mehr Aufmerksamkeit verdient? Dann könnt ihr uns eine E-Mail schreiben: 12leben.podimo@gmail.com "12 Leben – Verbrechen an Frauen" ist ein Podcast von Podimo. Hosts: Helen Schulte und Massimo Maio Autorin dieser Folge: Helen Schulte Schnitt und Sound: Frieder Maurer & Luca Sartori (hipitch) Ausführende Produzentin: Madeleine Petry
75 jaksot
Kommentit
23Zu den Vorwürfen, niemand der Anwesenden habe Irina geholfen: man sollte nicht vergessen, dass die Personenn dem Täter ebenso ausgeliefert waren. Wenn da ein Typ mit Messer ist, der offenbar keine Hemmungen hat, spontan eine fremde Person anzugreifen, tu ich einen Teufel und greife direkt ein. Nein. Ich flüchte. Sonst bin ich selbst nämlich die nächste. So tragisch es ist, ich finde es falsch, den Anwesenden hier eine Mitverantwortung an dem Tod der Frau zu geben.
Den Hedanken hatte ich auch. Ich fahre selbst oft in den Öffis. Habe das Video gesehen und kann mir auch gut vorstellen, dass es gedauert hat, bis jemand gemerkt hat, dass etwas nicht stimmt. Ich habe selbst immer Kopfhörer drin und schaue aus dem Fenster, da bekommt man (leider) einfach nicht alles um sich herum mit. Man rechnet ja auch nicht mit so etwas.
Ich meine, versetzen wir uns doch mal in die Lage der Anwesenden. Man wird völlig überrascht von so einem Angriff. Dann muss man auch erstmal verstehen was genau passiert. Dann merkt man vielleicht dass ein Messer im Spiel ist. Wer da nicht zufällig eine Ausbildung beim SEK gemacht hat, tut wohl recht gut daran, zu fliehen und nicht den Heldentot zu riskieren. Mit dem Wissen das wir haben ist es leicht zu urteilen. Steckt man selbst in so einer Situation sieht es völlig anders aus.
na ja da waren ja mehrere menschen und da sollte eingreifen kein problem sein
Auch mehrere Personen können einen Menschen mit Waffe nicht so ohne Weiteres entwaffnen. Dazu braucht es Absprache. Dazu braucht es Technik. Hat man das alles nicht, ist die Gefahr gross, verletzt zu werden. Selbst wenn man zu dritt, zu viert ist.
Ich hab das Video gesehen, und nachdem der Täter weg war und die Kamera auf dem Mädchen stand, gingen die anderen Passagiere einfach an ihr vorbei, ohne zu helfen, als wäre nichts passiert und das ist etwas, was ich verurteile! Ich hätte die Mädchen, nachdem der Täter weg war, sofort geholfen! 
Habt ihr von dem Fall in den Medien mitbekommen?
Ja, das Video der letzten Minuten war sehr präsent und ich habe es auf TikTok gesehen…es ist wirklich richtig richtig furchtbar 😢
Habe (leider) auch das Video gesehen. In den Medien habe ich dazu nichts weiter mitbekommen, eben nur weil es 'viral' ging. Schrecklich.
Ja, war ja sehr präsent. Hat mich da schon fassungslos gemacht
Ich fahre selten öffentliche Strassenverkehr. Aber falls ich Mal im Dunkeln unterwegs bin, z. B zum Parkplatz, da hab ich immer Angst
Ein Mann ist doch bei ihr, als sie am Boden liegt. Ich weiß nicht, ob er das nicht auch bei einem Mann gemacht hätte.. Wenn er doch krank ist 😏
Ganz schrecklicher Fall. Erst der Krieg, dann die Tat. Die Familie tut mir sehr leid. Manche bekommen es knüppeldick 🙏🏻.
Ich höre euch recht gerne aber hier möchte ich mal Kritik äussern. Der Fall ist mir unbekannt und anderen geht es sicher auch so. Und für mich hat der auch nichts in einem Podcast verloren. Auch wenn nicht anzunehmen ist, das die Familie diese Folge hört, äussert sie sich ja genau deswegen nicht. Das Video soll nicht gesehen werden, warum erwähnt ihr das dann überhaupt? Natürlich schauen sich die Leute das dann erst recht an. Infos von irgendwelchen Profilen zusammen gesammelt weil die...
Familie nicht spricht...respektvoller Journalismus ist das nicht. Für Gewalt in öffentlichen Verkehrsmitteln gibt es genug andere Beispiele. Ich konsumiere auch gern Truecrime aber wenn es ganz offensichtlich nicht gewünscht ist, das die Tochter als Opfer in den Medien "verarbeitet" wird, dann sollte man es auch gut sein lassen. Ich lasse diese Folge deswegen aus.
@GwenySweet Ich hatte bis her auch immer handeln können. Habe aber auch erlebt wie Menschen von denen man erwartet hätte das sie helfen in eine Starre verfallen sind. Ich würde mir nie heraus nehmen das ich so cool bin und immer dazwischen gehe. Ich arbeite mit psychisch Kranken mit hoher Fremdgefährdung und dennoch würde ich nie von mir behaupten das ich jeder Zeit auf extreme Situationen richtig reagiere. Das gegenüber kann man nie einschätzen. Ob bekannt oder fremd
Es hätte ein Notruf gereicht. So viel Courage hätte sein müssen.
Ich habe von dem Fall in den sozialen Medien sehr viel gelesen. Ich würde aber auch sagen dass man den Menschen keinen Vorwurf machen kann dass sie nicht direkt geholfen haben - ein bewaffneter Täter ist eben immer noch jemand der schwer zu überwältigen ist. Da einfach mal hinzugehen und zu helfen macht einen automatisch selbst zur zielscheibe und es gab schon ganz andere Dinge, bei denen niemand geholfen hat und es wäre denkbar einfacher gewesen....
Wir hatten freitags eine Messerattacke auf einen Mann, der in Begleitung zweier Frauen war, dis Beiden Damen haben den Täter in die Flucht geschlagen. Ich denke, es kommt auf die Lage der Gesellschaft in der man lebt und ob man in Begleitung von Bekannten ist an. In diesem Fall in den USA besteht eine viel höhere Gefahr Opfer zu werden (Höhe der Kriminalitätsrate), die Solidarität untereinander vielleicht auch kleiner gegenüber fremden Personen…?
Eigenschutz geht vor Fremdschutz. Aber davon mal abgesehen, kein Lebensretter (Otto Normalverbraucher) geht geplant in gefährliche Situationen. Es passiert einfach es ist ein Impuls.
Grundsätzlich verstehe ich deinen Punkt nur sprich bitte nicht für alle "Normalos". Einige, so wie ich würden auf jeden Fall dazwischen gehen! Und das weiß ich, weil ich es schon häufig getan habe. Und dennoch denke ich dass es völlig verständlich ist, es nicht zu tun, weil man sich selbst schützen muss/will.
Ich finde Gewalt mit Messern in den Öffis sehr beängstigend. Es gab ja in letzter Zeit auch in Deutschland/Berlin mehrere solcher Vorfälle. Es kann jede:n zu jeder Zeit betreffen, ohne Vorwarnung, das macht es so beängstigend. Und man kann den öffentlichen Raum nicht meiden. Ich habe gelesen, dass bei einem Polizeieinsatz in Berlin in der U8 sehr viele Messer gefunden wurden. Warum hat man ein Teppichmesser bei sich? Ich finde das extrem beängstigend.
Bisher kommt mir der Fall unbekannt vor
Zu den Vorwürfen, niemand der Anwesenden habe Irina geholfen: man sollte nicht vergessen, dass die Personenn dem Täter ebenso ausgeliefert waren. Wenn da ein Typ mit Messer ist, der offenbar keine Hemmungen hat, spontan eine fremde Person anzugreifen, tu ich einen Teufel und greife direkt ein. Nein. Ich flüchte. Sonst bin ich selbst nämlich die nächste. So tragisch es ist, ich finde es falsch, den Anwesenden hier eine Mitverantwortung an dem Tod der Frau zu geben.
Habt ihr von dem Fall in den Medien mitbekommen?