Das Hamburger Hafenkonzert
Mehr als 80 Jahre ist das Ende des Zweiten Weltkriegs her – und die Lebensgeschichten derer, die damals fliehen mussten, drohen mit den letzten Zeitzeugen verloren zu gehen. Manfred Eisner ist einer von ihnen. 1935 in München geboren, wächst er als Sohn des jüdischen Kapellmeisters und Komponisten Erich Eisner in Bayern auf. Nach der Reichspogromnacht wird der Vater ins Konzentrationslager Dachau verschleppt, kommt frei und flieht über England nach Bolivien. Mutter und Sohn folgen im Frühjahr 1940 – eine abenteuerliche Reise mit dem Schiff über den Atlantik, durch den Panamakanal und schließlich mit dem Zug durch die Atacamawüste bis nach La Paz. In Bolivien überlebt die Familie die Naziherrschaft. Der Vater gründet dort das Nationale Symphonieorchester und komponiert als Danksagung an das Gastland die „Cantata Bolivia". Manfred Eisner kehrt Ende der 1950er Jahre nach Deutschland zurück – zunächst widerwillig. Heute lebt er seit mehr als einem halben Jahrhundert hinter dem Deich in Brokdorf an der Unterelbe und erzählt im Hafenkonzert-Podcast seine Geschichte: als Zeitzeuge, als Autor und als Mahner. Alle Ausgaben des Hamburger Hafenkonzerts gibt es unter ndr.de/hafenkonzert, in der NDR Hamburg-App und bei ARD Sounds.
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Rekisteröidy nyt ja liity Das Hamburger Hafenkonzert-yhteisöön!