NachDenkSeiten – Die kritische Website

Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (20)

23 min · 6. kesä 2026
jakson Leserbeiträge „Erinnerungen gegen den Krieg“ – Aufruf zum 8. Mai (20) kansikuva

Kuvaus

„Einige Unbelehrbare, darunter natürlich auch ich, waren mit dem freiwilligen Gang in die Gefangenschaft nicht einverstanden, nahmen uns die passenden Waffen aus dem Haufen (ich zwei Eihandgranaten, eine Pistole und mehrere gefüllte Ladestreifen einer MPi, die das gleiche Kaliber hatte) und wir zogen eigene Wege, um uns, wie wir uns verständigt hatten, nach Berlin durchzuschlagen.“ In Weiterlesen [https://www.nachdenkseiten.de/?p=151546]

Kommentit

0

Ole ensimmäinen kommentoija

Rekisteröidy nyt ja liity NachDenkSeiten – Die kritische Website-yhteisöön!

Aloita maksutta

14 vrk ilmainen kokeilu

Kokeilun jälkeen 7,99 € / kuukausi. · Peru milloin tahansa.

  • Podimon podcastit
  • 20 kuunteluaikaa / kuukausi
  • Lataa offline-käyttöön

Kaikki jaksot

5137 jaksot

jakson NATO-Gipfel in Ankara – mit Erpressung zur Erneuerung des Vasallenverhältnisses kansikuva

NATO-Gipfel in Ankara – mit Erpressung zur Erneuerung des Vasallenverhältnisses

Während der türkische Präsident Erdogan hunderte Kritiker verhaften lässt, feiert die NATO in der Türkei die US-Angriffe auf den Iran und stellt die Weichen für den direkten Krieg gegen Russland. Unter US-Präsident Trumps offener Erpressung liefern sich die europäischen Vasallen gehorsam ans Messer – finanziell, militärisch und existenziell. Von Sevim Dagdelen. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Auf dem NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli 2026 in Ankara schickte sich der Militärpakt an, den Mythos der Werte- und Verteidigungsgemeinschaft noch einmal gründlich zu dementieren. Während der türkische Staatspräsident Erdogan hunderte Wissenschaftler und Journalisten im Vorfeld verhaften ließ, um Proteste gegen das Treffen der Militärallianz präventiv zu unterdrücken, bezeichnete NATO-Generalsekretär Rutte die jüngsten Angriffe des größten NATO-Mitglieds, der USA, auf den Iran als „absolut notwendig“. Vasallenverhältnis und US-Erpressung Angesichts wachsender Widersprüche in der NATO, die durch die Überspannung der eigenen Kräfte wie auch aus den sozialen Kosten der Aufrüstung wachsen, muss auf die Konstante des Vasallenverhältnisses der europäischen NATO-Mitglieder unter Einschluss der Türkei und Kanadas gegenüber den USA hingewiesen werden. Unter US-Präsident Donald Trump hat sich die Sprache der Erpressung zur Erneuerung dieses Vasallenverhältnisses durchgesetzt. Während US-Präsident Trump droht – etwa erneut mit der Annexion Grönlands oder dem Entzug des US-Schutzes –, müssen sich die Europäer fragen, wie sie Trump bei Laune halten können. Dabei haben die USA ihre wesentlichen Maßgaben gegenüber den Europäern ohne Abstriche durchgesetzt. Rekordrüstungsausgaben und Kriegsvorbereitung Die massive Erhöhung der Rüstungsausgaben der europäischen NATO-Mitglieder erweist sich als wahre Lizenz zum Gelddrucken für die US-Rüstungsindustrie wie auch für US-Investmentfonds wie BlackRock, die gewichtige Anteile etwa an deutschen Rüstungsschmieden wie Rheinmetall halten. Deutschland meldet jedenfalls in diesem Jahr Rekordrüstungsausgaben von fast 125 Milliarden Euro an die NATO. Für 2027 soll diese Summe nach dem Willen der Bundesregierung auf 140 Milliarden Euro steigen. Über ein Drittel des Bundeshaushalts wird für Rüstung verausgabt, in wenigen Jahren soll es fast die Hälfte sein. Kann man aber bei einem Land, das die Hälfte seines Budgets für Militär ausgibt, noch von Aufrüstung sprechen oder geht es nicht vielmehr um die Vorbereitung eines großen Krieges? Dazu passt, dass sich die USA auch bei Russland und der Ukraine komplett durchgesetzt haben. Die NATO stellt in Ankara die Weichen für einen Kriegseintritt gegen Russland. Doch es sind die Europäer, die ins Feuer gegen die Atommacht Russland geschickt werden. So wurde bereits im Vorfeld vereinbart, dass die Ukraine in den nächsten beiden Jahren 140 Milliarden Euro für die Fortführung des Krieges erhalten soll. Während sich die USA aus der Finanzierung zurückgezogen haben, ist Deutschland zum größten Finanzgeber Kiews avanciert. Wie sehr bereits jetzt der NATO-Stellvertreterkrieg in der Ukraine zum NATO-Krieg gegen Russland mutiert ist, war auch an den Äußerungen von NATO-Generalsekretär Rutte anlässlich eines Treffens mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Selenskyj ablesbar: > „Es ist wirklich großartig. Ihr seid erfolgreich damit, die russische Energie- und Verteidigungsinfrastruktur zu treffen, tief im russischen Staatsgebiet.“ Angriffe, die ohne die tätige Mithilfe der NATO wohl kaum möglich wären. In Ankara will die NATO hier den nächsten Schritt gehen, in der gefährlichen Illusion, die Atommacht Russland zur Kapitulation zwingen zu können. Ausschlachtung der europäischen Verbündeten Trumps Erpressungspolitik folgt zweckrationalen Überlegungen, den Niedergang der USA durch die Ausschlachtung der europäischen Verbündeten aufhalten zu können. Während die USA gegenüber Russland ihr Ziel bereits erreicht haben und die Europäer und insbesondere die Deutschen dazu ermutigen, ihren Krieg gegen Moskau zu führen, geht es Trump um ein stärkeres Engagement der europäischen NATO-Mitglieder in Ost- und Westasien gegen China und den Iran. Hier will er mit seinen Drohungen eine stärkere Beteiligung der Europäer an den völkerrechtswidrigen Kriegen gegen Teheran wie der Herausforderung Pekings erreichen. Alle bisherige Erfahrung zeigt, dass die USA auch hier über kurz oder lang erfolgreich sein werden, und koste es den Europäern und den Deutschen die Existenz. Titelbild: Vitalii Vodolazskyi / Shutterstock

Eilen5 min
jakson 1.000 Tage Völkermord in Gaza – UN-Bericht: Kinder werden gezielt getötet kansikuva

1.000 Tage Völkermord in Gaza – UN-Bericht: Kinder werden gezielt getötet

„Jede und jeder, die oder der seit Oktober 2023 in der israelischen Armee im Gazastreifen gedient hat, muss als Verdächtiger für die Begehung von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord angesehen werden.” Chris Sidoti, einer der weltweit anerkanntesten Experten für internationales Menschenrechtsrecht und Mitglied der UN-Untersuchungskommission zu Palästina, UN-TV, 16. Juni 2026. Ein Artikel von Annette Groth. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. „Wenn die Vereinten Nationen feststellen, dass eine Armee Kinder in einem industriellen Ausmaß tötet und verletzt, sie foltert und sexuell missbraucht sowie ihnen den Zugang zu Wasser und Medikamenten verweigert, hat der Rest der Welt eine klare Verpflichtung: Er muss dieser Armee den Zugang zu Waffen unterbinden und dafür sorgen, dass sie zur Rechenschaft gezogen wird.” Bill Van Esveld, Stellvertretender Direktor, Abteilung für Kinderrechte, Human Rights Watch, 26. Juni 2026 „Vater, werden wir morgen noch am Leben sein?“, fragte der Sohn von Dr. Eyad Amawi, Arzt aus Gaza und Mitglied bei den „Ärzten gegen Genozid“. Auf dem Zweiten Jüdischen Antizionistenkongress, der Ende Juni 2026 in Dublin stattfand, schilderte Dr. Amawi per Videoschaltung das Leben im Gazastreifen: „Sie (die Israelis – PC) zerstören alles. Sie zerstören die Infrastruktur. Sie haben unsere Umwelt in ein Gebiet voller Krankheiten und Infektionen verwandelt.” Dr. Amawi betonte, dass es kaum noch sauberes Trinkwasser gibt, weil viele Entsalzungsanlagen durch den Treibstoffmangel nicht funktionieren. Dadurch breiten sich Krankheiten in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern aus, während die medizinische Versorgung zusammenbricht. Für ihn sind diese Zustände weder zufällig noch einfach die unvermeidlichen Folgen des Krieges, sondern „bewusste Bemühungen zur Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft selbst“. „Was wir erleben, ist die systematische Zerstörung des sozialen Lebens und die gezielte Herbeiführung von Hungersnot.” [1] 1.000 Tage Völkermord Am 3. Juli sind genau tausend Tage vergangen, seit Israel den Völkermord in Gaza begonnen hat, keinen Tag ohne Tote oder Verletzte durch Bomben, Drohnen oder andere Waffen oder an vermeidlichen Krankheiten, verursacht durch Hunger oder verseuchtes Wasser. Anlässlich dieses „Jahrestages“ des andauernden Genozids hat das palästinensische Menschenrechtszentrum (PCHR) eine eindrucksvolle Beschreibung der letzten Jahre in Gaza veröffentlicht. PCHR erinnert an die Blockade Gazas, die die israelische Besatzungsarmee IOF (Israeli Occupation Forces, israelische Besatzungsarmee) 2007 verhängt hat, fast 20 Jahre, in denen nur sehr eingeschränkt bestimmte Waren nach Gaza hereinkommen und der Personenverkehr nahezu unmöglich ist. [2] Kritiker bezeichneten Gaza als das „größte Freiluftgefängnis der Welt“! Zwischen 2008 und 2021 überzog die IOF den Küstenstreifen mit vier großen Militäroffensiven, die Tausenden von Palästinensern das Leben kosteten, davon die überwältigende Mehrheit Zivilisten. Schon diese Kriege zerstörten Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Kulturstätten, Wohngebäude, Industrie- und Landwirtschaftsanlagen, Straßen, Stromnetze, Sanitär- und Wasserinfrastruktur. Durch die rigorose Blockadepolitik dauerte der Wiederaufbau sehr lange, viele Schäden wie beispielsweise an Solaranlagen konnten aufgrund fehlender Materialien nie repariert werden. Die vom Palästinensischen Zentrum für Menschenrechte (PCHR) durchgeführten Untersuchungen dieser Militäroffensiven zeigen, dass die IOF absichtlich auf Zivilisten und ziviles Eigentum abzielte und Kriegsverbrechen in großem Umfang beging. Diese Ergebnisse wurden von unabhängigen internationalen Untersuchungskommissionen bestätigt, darunter die Untersuchungsmission des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen, die nach der israelischen Offensive im Gazastreifen 2008 eingerichtet wurde: „Die Zerstörung von Nahrungsmittelversorgungsanlagen, Wassernetzen und Sanitäranlagen, Betonfabriken und Wohnhäusern war das Ergebnis einer bewussten Politik der israelischen Streitkräfte.“ [3] Laut offiziellen Angaben sind in den tausend Tagen über 73.000 Menschen getötet worden, darunter 21.500 Kinder und 12.500 Frauen, die etwa 55 Prozent aller Toten ausmachen. Das renommierte Max-Planck-Institut berechnete im November 2025 die Zahl der Toten zwischen 100.000 und 125.000. Für die palästinensischen Menschenrechtler war bereits nach den ersten groß angelegten militärischen Angriffen nach dem 7. Oktober die Absicht, Völkermord zu begehen, unverkennbar, zumal israelische Politiker und Militärs diese völkermörderische Absicht offen und wiederholt vor den Medien äußerten. Ein weiterer Hinweis war die massive Zerstörung, „die Zufügung schwerer Körperverletzungen, die vorsätzliche Zerstörung der Lebensgrundlagen sowie die Schaffung von Lebensbedingungen, die darauf abzielen, den Fortbestand der Palästinenser als nationale Gruppe unmöglich zu machen“. [4] PCHR bezeichnet Gaza als „lebende Hölle“, in der etwa 23.000 Menschen pro Quadratkilometer dicht gedrängt miteinander leben, da die Bevölkerung von etwa 2,3 Millionen Palästinensern in ein schmales Grenzgebiet von nicht mehr als 100 Quadratkilometern zurückgedrängt wurde, das sind 30 Prozent des Gazastreifens. Die anderen 70 Prozent hat die IOF unter seine Kontrolle gebracht. Für PCHR ist es unbegreiflich, dass die USA und viele westliche Staaten Israel nach wie vor Waffen und andere Ausrüstungsgüter liefern und sie politisch unterstützen. „Diese Staaten sind Schlüsselparteien für das Verbrechen des Völkermords, sei es durch direkte Unterstützung oder Komplizenschaft. (…) Das Verbrechen des Völkermords in Gaza ist das Ergebnis und Höhepunkt jahrzehntelanger westlicher Unterstützung für Israel und für die Politik der Immunität und Straflosigkeit. Es sind jedoch auch 1.000 Tage, an denen die internationale Staatengemeinschaft nicht nur keinerlei Maßnahmen getroffen hat, um den Genozid zu beenden; sondern viele Länder Israel weiterhin wirtschaftlich und/oder militärisch unterstützen. Es sind zudem 1.000 Tage, an denen die deutschsprachige Medienberichterstattung – sowohl in Deutschland als auch in Österreich – in einem erschütternden Ausmaß versagt hat.“ [5] Solange diese skandalöse Unterstützung und das Schweigen über die monströsen Kriegsverbrechen anhalten, wird die israelische Regierung Mord und Vertreibung – auch im Westjordanland, in Ostjerusalem und im Libanon – fortsetzen, darin sind sich alle Menschenrechtler einig. Bericht der Vereinten Nationen: „Israel begeht weiterhin Völkermord und andere Gräueltaten“ Ein erschreckendes Dokument ist der am 23. Juni 2026 vorgestellte Bericht der Vereinten Nationen mit dem Titel „Israel begeht weiterhin Völkermord und andere Gräueltaten“. [6] Dieser Bericht der „Unabhängigen Internationalen Untersuchungskommission der Vereinten Nationen für die besetzten palästinensischen Gebiete, einschließlich Ostjerusalem, und Israel“ betont, dass „die gezielte Bekämpfung von Kindern eines der Schlüsselelemente ist, die die Völkermordabsicht der israelischen Behörden und Streitkräfte belegen, die palästinensische Bevölkerungsgruppe im Gazastreifen ganz oder teilweise zu vernichten“. [7] Laut dem Vorsitzenden der Kommission, Srinivasan Muralidhar, zeigen Beweise, „dass palästinensische Kinder von den israelischen Streitkräften gezielt angegriffen und getötet wurden. (…) Selbst wenn die Bomben und Waffen im Gazastreifen und im Westjordanland verstummen, werden sich palästinensische Kinder nicht einfach über Nacht erholen. Die Zerstörung ihrer Gesundheit, Bildung und Entwicklung ist irreversibel”, betont Muralidhar. Er beklagt, dass auch nach dem Waffenstillstand vom Oktober 2025 weiterhin Kinder getötet und schwer verletzt werden, „während Israel den Waffenstillstand und den palästinensischen Kindern nach internationalem Recht zustehenden Schutz weiterhin missachtet”. [8] Die Kommission hat militärische Einheiten innerhalb der israelischen Streitkräfte identifiziert, die für die Tötung und Verwundung palästinensischer Kinder verantwortlich sind. Aussagen von Soldaten deuten darauf hin, dass sie davon ausgehen, vor Strafverfolgung geschützt zu sein. „Sie scheinen von der Rhetorik israelischer Politiker und Amtsträger beeinflusst worden zu sein, die alle Palästinenser*innen als legitime Ziele darstellen – eine Denkweise, die sich in den Reihen der israelischen Armee durchgesetzt hat.“ [9] Es wurden Fälle „untersucht und dokumentiert, die ein konsistentes Muster belegen, wonach Kinder von den israelischen Streitkräften im Gazastreifen gezielt ins Visier genommen wurden. Dazu gehören Fälle, in denen Kinder erschossen wurden, während sie versuchten, mit ihren Familien zu fliehen, sowie an Zufluchtsorten wie Vertriebenenlagern, Lebensmittelausgabestellen oder anderen Orten im gesamten Gazastreifen. Die Kommission hat Videos, Fotos und medizinische Berichte, einschließlich CT-Aufnahmen, gesammelt, analysiert und gesichert sowie Untersuchungsberichte mehrerer unabhängiger Stellen geprüft.“ [10] In dem Zusammenhang weist der UN-Bericht auf die ITVX-Dokumentation „Breaking Ranks: Inside Israel’s War” hin, in der mehrere israelische Soldaten, die im Gazastreifen im Einsatz waren, bestätigen, dass sie auf unbewaffnete Palästinenser, darunter auch Kinder, geschossen hätten. Ein Soldat sagte: „Der erste Schuss geht direkt in den Kopf.” Ein anderer Soldat berichtete: „Wir sahen zwei Teenager, die eine Art Karren schoben, und der erste Schuss ging direkt in den Kopf.” [11] Laut dem UN-Bericht wurden seit dem 7. Oktober 2023 über 1.655 Kinder im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, inhaftiert, davon 600 im Jahr 2025. Zum 31. Dezember 2025 befanden sich 51 Prozent der 351 palästinensischen inhaftierten Kinder in „Administrativhaft”, unter der Kinder wie Erwachsene ohne Anklage auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden. Die übrigen 49 Prozent der inhaftierten Kinder befanden sich in Untersuchungshaft, „wurden gemäß dem Gesetz über unrechtmäßige Kämpfer festgehalten oder verbüßten eine Strafe nach einer Verurteilung“. Kinder, die in Militärhaftanstalten oder Verhörzentren festgehalten werden, die außerhalb des Strafvollzugssystems betrieben werden, sind nicht erfasst. Seit dem 7. Oktober 2023 haben sich die Haftbedingungen erheblich verschlechtert. Der für Gefängnisse zuständige Minister, der wegen Rechtsextremismus verurteilte Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben Gvir, hat die Wärter angewiesen, den Gefangenen wesentlich strengere Bedingungen aufzuerlegen. Eine Kinderrechtsorganisation legte der Kommission die Aussage eines 17-jährigen Jungen aus Nablus vor, der seine Erfahrungen in der Jugendabteilung des Meggido-Gefängnisses detailliert schilderte. Dort blieb das Licht die ganze Nacht über an, es gab häufig unangekündigte Kontrollen während der Nachtstunden, wodurch die Inhaftierten am Schlafen gehindert wurden. Die Kinder mussten häufig die Gefängniszellen wechseln und waren täglich Beschimpfungen und Schlägen durch die Wärter ausgesetzt. Wie hoch die Zahl der inhaftierten Kinder aus dem Gazastreifen ist, ist unbekannt, da die israelischen Behörden keine Informationen über die festgenommenen Kinder herausgeben. 44 palästinensische Kinder, die nach dem 7. Oktober 2023 im Gazastreifen inhaftiert worden waren, wurden aber von Israel im Rahmen des Geiselaustauschabkommens vom Januar 2025 freigelassen. Ein Kapitel des UN-Berichts befasst sich mit der „sexuellen und geschlechtsspezifischen Gewalt gegen palästinensische Kinder“ und zieht den Schluss, dass „palästinensische Jungen und Männer aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Identität als Palästinenser spezifischen Handlungen sexueller Natur ausgesetzt waren, die mit dem Ziel begangen wurden, sie speziell für die am 7. Oktober 2023 begangenen Taten zu bestrafen und zu demütigen“. Die Kommission verwies auch auf einen früheren Bericht, in dem mehrere Vorfälle sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt, die von israelischen Streitkräften gegen Kinder – sowohl Jungen als auch Mädchen – begangen wurden, dokumentiert sind. Beschrieben wird auch die Zerstörung des Bildungssystems und seine Auswirkungen auf Kinder. „Vor den israelischen Angriffen auf Gaza ab Oktober 2023 wies Gaza historisch gesehen eine der höchsten Alphabetisierungsraten der Welt auf. Die israelischen Angriffe haben den Bildungssektor massiv getroffen. Kinder in Gaza haben drei Jahre formaler Bildung verpasst. Im Januar 2026 waren über 335.000 Kinder unter fünf Jahren aufgrund des Zusammenbruchs der frühkindlichen Betreuungseinrichtungen von schweren Entwicklungsverzögerungen bedroht. (…) Selbst dort, wo Kinder Zugang zu Online-Unterricht hatten, hat die harte Realität ständiger Angriffe, Hungersnot und unmenschlicher Lebensbedingungen ihren Fokus vom Lernen auf das Überleben verlagert. (…) Eine Mutter berichtete der Kommission, dass ihr 17-jähriger Sohn früher Klassenbester war, nun aber Zigaretten verkauft, anstatt zu lernen.“ [12] Erwähnt werden die Auswirkungen der Zerstörung der Infrastruktur, einhergehend mit der absoluten Unterversorgung von Energie, auf die Situation der Neugeborenen und ihrer Mütter. „In meiner gesamten beruflichen Laufbahn – und ich bin mittlerweile 72 Jahre alt – habe ich noch nie ein solches Ausmaß an Leid bei Neugeborenen gesehen, das absichtlich von Israel verursacht wurde. Eine derart extreme Situation hat es in Gaza noch nie gegeben. Es ist nicht normal, dass Neugeborene an Unterkühlung sterben.” – Ein Kinderarzt Das Kapitel über „Angriffe auf und Schäden an Einrichtungen zur Betreuung von Kindern (Waisenhäusern) im Gazastreifen und deren Auswirkungen“ befasst sich mit der Situation der Tausenden von Waisen: „Nach Angaben des Palästinensischen Zentralamts für Statistik lebten im Jahr 2020 in Gaza 26.349 Kinder (im Alter von 0 bis 17 Jahren) als Waisen, nachdem sie einen oder beide Elternteile verloren hatten. Zwischen dem 7. Oktober 2023 und dem 7. Oktober 2025 verloren schätzungsweise 58.554 Kinder einen oder beide Elternteile, und zwischen 17.000 und 18.000 Kinder waren unbegleitet oder von ihren Eltern getrennt.“ Die Kommission analysiert die psychische Gesundheit und weist auf eine Untersuchung von UNFPA vom März 2026 hin, der zufolge 96 Prozent der Kinder in Gaza das Gefühl hatten, der Tod stehe unmittelbar bevor. (UNFPA ist die Agentur der Vereinten Nationen für sexuelle und reproduktive Gesundheit) „Mehrere Quellen haben berichtet, dass Kinder über den Tod und das Sterben sprechen und Selbstmordgedanken unter Kindern weit verbreitet sind. Eine Krankenschwester berichtete der Kommission, dass sie in der Klinik in Tal al-Sultan einen Teenager gesehen habe, der durch das Trinken einer Chemikalie einen Selbstmordversuch unternommen habe.“ Bereits im Jahr 2024 schätzte UNICEF, dass fast alle der 1,2 Millionen Kinder in Gaza psychologische und psychosoziale Unterstützung bei Depressionen, Angstzuständen und Selbstmordgedanken benötigten. Westjordanland Auch im Westjordanland sterben jedes Jahr Dutzende Kinder durch die Kugeln israelischer Soldaten und Polizisten. 2025 waren es 58 getötete Minderjährige, mehr als ein Kind pro Woche – ein trauriger historischer Rekord, so die Reporter Philippe Levasseur und Claire Duhamel, die eine Reportage für den Fernsehsender Arte machten. Sie dokumentieren Schicksale von Kindern und Jugendlichen, die ermordet wurden, und machten einen ehemaligen Scharfschützen der israelischen Armee ausfindig, der vor der Kamera aussagte. Dieser Soldat prangert eine mörderische Fehlentwicklung an: „das Fehlen von offiziellen Untersuchungen von Seiten der israelischen Justizbehörden; die Konfiszierung der Leichen der Opfer und den Einsatz von Einheiten, die der Veteran der Armee als ‚Todesschwadronen‘ bezeichnet“. [13] Zwar versprechen die israelischen Behörden den trauernden Familien, dass sie alles untersuchen werden, doch diese Untersuchungen verlaufen in den meisten Fällen im Sand. So wird die Straflosigkeit perpetuiert und die Soldaten sind der Meinung, dass sie nichts Verbotenes tun, denn das Töten ist zur Normalität geworden. > „Ich habe gesehen, wie Eltern ihre Kinder in eine Notaufnahme trugen, obwohl sie bereits wussten, dass es keine Hoffnung mehr gab. Ich habe gesehen, wie Geschwister Namen riefen, die niemals erhört werden würden. Ich habe in die Gesichter von Kindern geblickt, deren Leben endete, bevor sie die Chance hatten, groß zu werden. Kein politisches Ziel, keine militärische Strategie, kein Vorwurf, keine Nation, kein Führer kann das jemals rechtfertigen. Wenn das wiederholte Töten von Kindern nicht etwas Entschlossenes und Kompromissloses in uns weckt, dann sind nicht nur diese Kinder die größten Opfer. Es ist unsere eigene Menschlichkeit.” Dr. Mark Brauner, US-amerikanischer Notarzt, der im Nasser-Spital in Gaza auf medizinischer Hilfsmission war, 1. Juli 2026. [14] Das ist das Erschreckende, die Menschlichkeit stirbt. Die Welt schaut dem Morden zu und die Bundesregierung unterstützt die mörderische und verbrecherische israelische Besatzungspolitik weiterhin mit Waffen und anderen Privilegien wie beispielsweise dem Cyberabkommen Anfang des Jahres 2026 – Innenminister Dobrindt nannte damals Israel „unser Premiumpartner“. Unsere viel beschworenen Werte wie Demokratie und Humanität sind nichts als Worthülsen. Und wenn der bayrische Ministerpräsident Markus Söder anlässlich der 15-Jahr-Feier des israelischen Generalkonsulats in München „die enge Verbundenheit Bayerns mit Israel“ betont und mit keinem Wort die aktuelle politische Situation in Palästina erwähnt, ist das einfach nur beschämend. Markus Söder und die Bundesregierung sollten sich jetzt dringend für die sofortige Freilassung des Arztes Dr. Hussam Abu Safiya einsetzen, dessen Leben in akuter Gefahr ist. Der Anwalt von Dr. Abu Safiya, Nasser Odeh, hat ihn am 2. Juli besucht und berichtete von einem äußerst besorgniserregenden Gesundheitszustand. Nach seinen Angaben ist Dr. Abu Safiya seit Dezember 2024 täglich Folter und Misshandlungen ausgesetzt. Während des Besuchs habe er kaum aufrecht sitzen können, äußerst verängstigt gewirkt und mehrfach beinahe das Bewusstsein verloren. „Dies ist das letzte Mal, dass du mich siehst … Sie haben mich hierher gebracht, um mich zu töten“, sagte Dr. Abu Safiya zu seinem Anwalt. Nach Angaben von Nasser Odeh haben sich Folter und Misshandlungen verschärft, seit im vergangenen Monat richterliche Anhörungen zu seiner Freilassung begonnen haben. „Wir rufen alle Akteur:innen, insbesondere Journalist:innen und Angehörige medizinischer Berufe, dazu auf, den öffentlichen und politischen Druck für die sofortige Freilassung des akut bedrohten Dr. Husam Abu Safiya und seiner Kolleg:innen zu erhöhen!“, so die IPPNW-Mailkampagne „Freiheit für Dr. Hussam Abu Safiya“ [https://www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/freiheit-fuer-dr-hussam-abu-safiya.html]. Titelbild: Screenshot Amnesty International Österreich [https://www.youtube.com/watch?v=28NfX2MscA4], (0:01) / Der palästinensische Kinderarzt Dr. Hussam Abu Safiya ---------------------------------------- [«1] palestinechronicle.com/father-will-we-still-be-alive-tomorrow-a-gaza-doctors-appeal-from-jazic/ [https://www.palestinechronicle.com/father-will-we-still-be-alive-tomorrow-a-gaza-doctors-appeal-from-jazic/] [«2] pchrgaza.org/one-thousand-days-of-genocide-in-the-gaza-strip/ [https://pchrgaza.org/one-thousand-days-of-genocide-in-the-gaza-strip/] [«3] Ebenda [«4] Ebenda [«5] Ebenda [«6] Originalbeitrag in englischer Sprache: ohchr.org/en/press-releases/2026/06/israel-continues-commit-genocide-and-other-atrocity-crimes-deliberately [https://www.ohchr.org/en/press-releases/2026/06/israel-continues-commit-genocide-and-other-atrocity-crimes-deliberately] [«7] Ebenda [«8] Ebenda [«9] Vollständiger Bericht abrufbar unter: ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session62/a-hrc-62-crp-2.pdf [https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session62/a-hrc-62-crp-2.pdf] [«10] Ebenda [«11] itv.com/watch/breaking-ranks-inside-israels-war/10a7329a0001B/10a7329a0001 [https://www.itv.com/watch/breaking-ranks-inside-israels-war/10a7329a0001B/10a7329a0001] [«12] ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session62/a-hrc-62-crp-2.pdf [https://www.ohchr.org/sites/default/files/documents/hrbodies/hrcouncil/sessions-regular/session62/a-hrc-62-crp-2.pdf] [«13] arte.tv/de/videos/131395-000-A/westjordanland-sie-schiessen-auf-kinder/?utm_source=ios&utm_medium=share&utm_campaign=131395-000-A [https://www.arte.tv/de/videos/131395-000-A/westjordanland-sie-schiessen-auf-kinder/?utm_source=ios&utm_medium=share&utm_campaign=131395-000-A] [«14] Aussendung vom Büro des Botschafters A34/2026, 3. Juli 2026, Vertretung des Staates Palästina in Österreich, Slowenien und Kroatien und ständige Beobachtermission des Staates Palästina bei der UN und den internationalen Organisationen in Wien, palestinemission.at [http://www.palestinemission.at]

Eilen20 min
jakson Klingbeil: „Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der Schwarzen Null verteidigen“ – Verteidigen? Werden wir angegriffen? kansikuva

Klingbeil: „Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der Schwarzen Null verteidigen“ – Verteidigen? Werden wir angegriffen?

„Dass wir Schulden machen, hat damit zu tun, dass wir unsere Bundeswehr aufrüsten, dass wir modernisieren. Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der Schwarzen Null verteidigen. Wir wollen, dass unser Land 20 Jahre lang wenig Ausgaben an Rüstung aufholt.“ Mit diesen Worten [https://www.welt.de/videos/video6a4b2b70ad32e994f875cda7/verteidigung-man-kann-sich-gegenueber-putin-nicht-mit-der-schwarzen-null-verteidigen.html?wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter] rechtfertigt der Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland einen Ausgaben- und Schuldenexzess, der gerade im Haushaltsentwurfs 2027 festgeschrieben wurde. Wer die Worte des Sozialdemokraten hört, wundert sich: Warum denn gegen Putin „verteidigen“? Hat Russland Deutschland angegriffen? Und: Wer ist „man“ und wer ist „wir“? Diese Politik nimmt das Geld der Bürger, um gegen einen herbeifantasierten Feind aufzurüsten. Ihr eigenes Feindbild macht sie zum Feindbild des ganzen Landes. Ein Kommentar von Marcus Klöckner. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Weil es gerade Mode ist: Nehmen wir an, es käme zu einem Krieg mit Russland. Wer würde dann kämpfen? Wer wäre „man“? Mit ziemlicher Sicherheit: Nicht Lars Klingbeil. Und bestimmt kein Politiker. Schon gar nicht all jene, die mit spitzer Zunge die Aufrüstungspolitik vorantreiben. „Man kann sich gegenüber Putin nicht mit der Schwarzen Null verteidigen“, sagt Klingbeil in einem Interview. Dem Finanzminister möchte man sagen: Aber mit der „Roten Null“ hat Deutschland im Krieg eine Chance gegen die Atommacht Russland, wie ein Nutzer der Plattform X anmerkt [https://x.com/MeierWerner44/status/2074359541731299830]. Klingbeil klingt mit seinen Worten wie jemand, der gerade die Weltformel der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Er hat Glück, dass der Journalist, der mit ihm spricht, nicht die Frage stellt, ob Russland Deutschland gerade angreift – denn diesen Eindruck vermittelt das Wörtchen „verteidigen“. Verteidigen setzt einen Angriff voraus. Aber alles ist friedlich. Es fliegen keine Raketen und keine Panzer rollen schießend durch das Land. Doch was kümmert die Politik die Wirklichkeit. Indes scheint die Formel von der Schwarzen Null beim Finanzministerium prima anzukommen. Das Ministerium hat das Zitat des Ministers prominent über den eigenen Kanal auf der Plattform X geteilt [https://x.com/BMF_Bund/status/2074165963272991188] – mit einer dazugehörigen Grafik, die veranschaulicht, wie die Ausgaben für das, was das Hohe Haus als „Verteidigung“ verstanden wissen will, aussieht. Von 108 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu rund 154 Milliarden Euro 2028. Die Bundesregierung besitzt die Dreistigkeit, in einer eigenen Veröffentlichung zum Haushaltsentwurf die Überschrift zu setzen: „Etat im Zeichen von Wohlstand und Sicherheit“ [https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/bundeshaushalt-2027-beschlossen-2446026?enodia=eyJleHAiOjE3ODM0MTMwMTQsImNvbnRlbnQiOnRydWUsImF1ZCI6ImF1dGgiLCJIb3N0Ijoid3d3LmJ1bmRlc3JlZ2llcnVuZy5kZSIsIlNvdXJjZUlQIjoiOTEuMjE0LjY1LjIzNSIsIkNvbmZpZ0lEIjoiOGRhZGNlMTI1ZmQyYzM5MzJiOTQzYjUyZTlkMmNkNjUwNTc1NGUxNjIyMTJhMmNlMWJiNWFmMTVjMGQ0YmJmZSJ9.8FK4AeRMeL5t94kKqYjwY2wpltuWw6gdUy9j2Za-n0o=]. Oh nein! Nicht Wohlstand und Sicherheit sind das Ergebnis dieser Politik, sondern Unsicherheit und wirtschaftlicher Niedergang. In den Medien heißt es gerade: „Regierung will 25-Euro-Zuschlag für arme Kinder streichen [https://www.focus.de/finanzen/news/regierung-will-25-euro-zuschlag-fuer-arme-kinder-streichen_d451c786-f584-465e-8a72-289b0400a3d3.html]“. Das passt ins Bild. Titelbild: KI – erstellt mit Grok[http://vg07.met.vgwort.de/na/862e20eddcc9483b82110cde525a9d3c]

Eilen3 min
jakson Doku-Film zur Nord-Stream-Sprengung: Beweismaterial wird unter Verschluss gehalten kansikuva

Doku-Film zur Nord-Stream-Sprengung: Beweismaterial wird unter Verschluss gehalten

„Wir jagen die Maus, aber übersehen den Elefanten“ – das sagt der Dokumentarfilmer Moritz Enders [https://www.nachdenkseiten.de/?p=108750] im NachDenkSeiten-Interview zur Nord-Stream-Sprengung. Zu dem schwersten Anschlag auf die Energieinfrastruktur in der Geschichte der Bundesrepublik hat Enders eine Dokumentation [https://nordstreamfilm.de/] für das Magazin Hintergrund veröffentlicht, die es in sich hat. Enders und sein Kollege Gunther Merz kommen zu dem Schluss, dass die sogenannte „Andromeda-Spur“ ein Ablenkungsmanöver ist. Enders spricht von Beweismaterial zur Sprengung, das in Schweden unter Verschluss gehalten wird. Der Film „Nordstream – die Sprengung“ [https://nordstreamfilm.de/] hatte gerade Premiere im Kino Babylon in Berlin und ist dort am 7. und 15. Juni nochmal zu sehen [https://babylonberlin.eu/film/10176-nordstream-die-sprengung]. Von Marcus Klöckner. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Marcus Klöckner: Herr Enders, Sie haben mit Ihrem Kollegen Gunther Merz einen Dokumentarfilm zur Nord-Stream-Sprengung gedreht. Vorab: Was haben Ihre Recherchen hervorgebracht? Wer ist verantwortlich? Moritz Enders: In dem Film geht es nicht nur um die Frage, wer den Anschlag auf die Pipelines vor Ort durchgeführt hat, sondern auch darum, wer davon besonders profitiert. Mit anderen Worten: Welche wirtschaftlichen sowie geo- und machtpolitischen Motive können für die Tat bestanden haben? Spoiler-Warnung: Mein Kollege Gunther Merz und ich sind zu der Auffassung gelangt, dass auf die eine oder andere Weise die USA dahinterstecken und auch die Hauptverantwortlichen sind. Wie weitreichend war dieser Anschlag für Deutschland – und Europa? Die Folgen sind verheerend, aber das gesamte Ausmaß des Desasters wird erst in den nächsten Jahren deutlich werden. Es liegt ja auf der Hand, dass die deutsche Industrie ohne den Zugang zu billiger Energie nicht wettbewerbsfähig ist. Der De-Industrialisierungsprozess ist bereits in vollem Gange, er dürfte aber noch weiter an Fahrt aufnehmen. Das ist – natürlich – ein wirtschaftliches Problem, denn es raubt künftigen Generationen Wohlstand und Entfaltungsmöglichkeiten. Es ist aber auch ein politisches und geopolitisches Problem, denn es zwingt Deutschland und die gesamte EU in eine noch stärkere energiepolitische Abhängigkeit von den USA, welche mit ihrem LNG Russland als Hauptgaslieferanten verdrängt haben. Ironie der Geschichte: Während sich die ehemalige Sowjetunion und später die Russische Föderation immer penibel an die Verträge gehalten haben, steht jetzt zu befürchten, dass die USA ihre neue Position als Druckmittel gegen Deutschland und die EU einsetzen werden. Damit wäre jede Debatte über eine „strategische Autonomie Europas“, wie sie u. a. vom französischen Präsidenten Macron angestoßen worden ist, vom Tisch. Waren die Gaspreise denn nicht schon vor der Explosion der Pipelines in die Höhe geschnellt? Das ist richtig. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass die EU seit den 2000er-Jahren die Liberalisierung des Gasmarktes vorangetrieben hat. Dabei wurden langfristige Lieferverträge mit stabilen Preisen und hoher Planungssicherheit zunehmend durch Spotmärkte – also tagesaktuelle Marktpreise – ersetzt. Dadurch konnten Finanzinvestoren und Händler von kurzfristigen Preisschwankungen profitieren. Auch der Emissionshandel – Stichwort: CO₂-Zertifikate – und niedrige Füllstände der europäischen Gasspeicher im Sommer 2021 dürften hierfür eine Rolle gespielt haben. Nichtsdestotrotz bleibt der Fakt, dass drei von vier Pipelineröhren gesprengt worden sind und eine Inbetriebnahme der vierten, noch intakten Röhre nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Damit beraubt sich die deutsche Politik der Möglichkeit, wirtschaftlich existenzgefährdenden Entwicklungen entgegenzuwirken. Wie bewerten Sie vor diesem Hintergrund den Umgang der deutschen Politik mit der Nord-Stream-Sprengung? Der Investigativ-Journalist Dirk Pohlmann bringt es in unserem Film ja auf den Punkt: „Die Deutschen, Schweden und Dänen wissen genug, um zu wissen, dass sie nicht noch mehr wissen wollen.“ Offen gestanden: Das kann ich verstehen. Denn sollte sich die deutsche Politik mit der Frage auseinandersetzen, ob die Seymour-Hersh-These stimmt und die USA hinter den Anschlägen stecken, dann müsste sie auch in Erwägung ziehen, dass ihr vermeintlich wichtigster Verbündeter einen kriegerischen Akt gegen ihr eigenes Land durchgeführt hat. Und – falls ja – müssten wir wohl unser aktuelles Bündnissystem, inklusive NATO, infrage stellen. Allerdings: Die alte Weltordnung befindet sich im Umbruch, die sogenannte multipolare Weltordnung zeichnet sich ab – und da brauchen Deutschland und die EU diplomatische Vielseitigkeit statt einer einseitigen Bindung an die USA. Der ehemalige US-amerikanische Sicherheitsberater Henry Kissinger soll gesagt haben: „Es ist gefährlich, Amerikas Feind zu sein. Aber Amerikas Freund zu sein, ist verhängnisvoll.“ Man kann von Kissinger halten, was man will – ein brillanter Analytiker war er. Was hat es mit der Seymour-Hersh-These, die Sie eben erwähnt haben, auf sich? Die Seymour-Hersh-These besagt, dass die USA die Pipelines gesprengt haben und zwar auf folgende Weise: Während des BALTOPS-Manövers – BALTOPS steht für Baltic Operations – im Juni 2022 brachten speziell ausgebildete Taucher im Auftrag der USA die Sprengsätze an den Pipelines an. Diese wurden dann am 26. September über eine Sonarboje, die akustische Signale aussendet, ferngezündet. Bei der Formulierung seiner Hypothese stützte sich Hersh auf nur eine Quelle, was ihm immer wieder vorgeworfen worden ist. Allerdings wurden die Aussagen dieser Quelle von dem emeritierten Professor der Physik am MIT und ehemaligen Pentagon-Berater Theodore Postol überprüft und als plausibel eingestuft. Doch anstatt diese Spur ernst zu nehmen und sie weiter zu verfolgen, haben sich die deutschen Ermittler auf die sogenannte „Andromeda-These“ fokussiert und halten nach wie vor an ihr fest: Es soll also eine Handvoll Taucher gewesen sein, die von einem Segelboot – der Andromeda – aus in die Tiefe getaucht ist und die mit einem Zeitzünder versehene Bomben an den Pipelines angebracht hat. Und was halten Sie von dieser Andromeda-These? Schon bevor wir mit dem Film angefangen haben, hatte ich mich gefragt, wie es möglich sein soll, von einem kleinen Segelboot aus einen derartig groß angelegten Anschlag durchzuführen: Da ging es um den Tauchvorgang selbst, aber auch um Fragen zur Logistik: Wie viel Ausrüstung müssten diese Leute mitgenommen haben, wie schwer müssten die Bomben gewesen sein, wie hätten sie diese zu Wasser gelassen, wie hätte das Segelboot die exakten Stellen finden und seine Position halten können, ohne abzudriften oder hätten sie dafür eine schwere Ankerkette benötigt? Diese Fragen haben viele argwöhnisch gemacht, aber unser Gesprächspartner Erik Andersson macht uns im Film auf noch zwei weitere Aspekte aufmerksam. Der eine betrifft die Reiseroute der Crew: Sie soll von Rostock aus losgesegelt sein und nicht von einem polnischen Hafen, der viel näher an den Stellen der Explosionen gelegen gewesen wäre. Der zweite bezieht sich auf die Sicherung des Beweismaterials, also die Überreste der Sabotage am Meeresgrund. Denn das wurde geborgen und wird nun in Schweden unter Verschluss gehalten, deutsche Ermittler haben keinen Zugang dazu. Man fragt sich: Sollte diese Andromeda-These tatsächlich stimmen, warum versucht man dann nicht, diese anhand des geborgenen Materials forensisch zu untermauern? Im Film gehen wir detaillierter auf diese Fragen ein. Sie glauben also, es ist nichts dran an der Andromeda-These? Dirk Pohlmann und Prof. Ola Tunander, die beide in unserem Film zu Wort kommen, sind der Meinung, es handele sich um eine Cover Story. Und Dirk Pohlmann sagt uns zudem: Die ideale Cover Story ist nicht gelogen, sondern sie stimmt. Die Andromeda-Crew ist also tatsächlich auf der Ostsee herumgesegelt, war an den Tatorten und in verschiedenen Häfen gut sichtbar – vielleicht zu gut sichtbar, wie Ola Tunander anmerkt. Aber wir jagen die Maus und übersehen den Elefanten im Raum. Wer die Wahrheit sucht, muss wohl tiefer graben – und versuchen, einzelne Ereignisse in einen breiteren geopolitischen Kontext einzubetten. In unserem Film bemühen wir uns darum. Es geht darin also nicht nur um die Frage: Wer war’s? Sondern es geht vor allem auch darum, wer von den Anschlägen am meisten profitiert und wie bestimmte Narrative gesetzt werden, die dann den medialen Diskurs bestimmen. Ihr Fazit? Die Sprengung der Pipelines war für Deutschland und die EU – oder sagen wir: für den allergrößten Teil ihrer Bewohner – sicherlich ein schwerer Schlag in die Magengrube. Doch wir sollten den Anschlag nicht isoliert als reine „Wer-hat-es-getan“-Frage betrachten, sondern die ökonomischen, geopolitischen und strategischen Interessen externer Akteure erkennen, die sich dahinter verbergen. Unser Film möchte dazu beitragen, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Moritz Enders ist Dokumentarfilmer, Regisseur und Schriftsteller. Er studierte Geschichte in Rom und Sevilla. Er ist Autor mehrerer Dokumentarfilme, unter anderem für das ZDF und arte. Zu seinen Filmen gehören unter anderem „Schüsse auf dem Petersplatz – Wer wollte den Papst ermorden?“ und „Tod eines Bankers – Der Skandal um die älteste Bank der Welt“ und der Film „Toxic NATO“ wurde von ihm selbst produziert. Lesetipp Moritz Enders: Die Prinzessin von Centocelle – Lebe dein Leben selbst, sonst tun es andere für dich [https://buchhandel.de/buch/Die-Prinzessin-von-Centocelle-9783910568990]. Verlag Hintergrund. 274 Seiten. 28 Euro. 16.02.2026. Titelbild: Screenshot – Hintergrund Nordstream – die Sprengung[http://vg07.met.vgwort.de/na/7b6091f2d8e2483a8b04e5ab532e9d74]

Eilen10 min
jakson Wer sich über Infantino echauffiert, darf auch zu Merz nicht schweigen kansikuva

Wer sich über Infantino echauffiert, darf auch zu Merz nicht schweigen

Die Aufregung war größtmöglich. Wie kann es sein, dass FIFA-Chef Gianni Infantino vor Donald Trump kuscht und die FIFA-Regeln im Sinne des US-Präsidenten ein wenig flexibler interpretiert? Die bessere Frage wäre: Wie kann es sein, dass irgendwer in Deutschland diese Frage ernsthaft stellt? Es ist natürlich einfach, sich über den servilen FIFA-Gnom zu echauffieren. Im Fußball würde man von einer Steilvorlage sprechen. Was aber ist mit den nicht minder servilen Friedrich Merz, Mark Rutte und Ursula von der Leyen, die Trump ebenfalls bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Allerwertesten kriechen? Immerhin geht es in diesen Fällen um Dinge, die weitaus wichtiger als eine Rote Karte im Fußball sind. Doch da gibt es nur dröhnendes Schweigen. Ein Kommentar von Jens Berger. Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar. Es gibt im Leben und im Fußball Geschichten, die sind so skurril, dass man sie zunächst für einen nicht mal originellen Witz hält. Dazu gehört die gestrige Pressemeldung [https://www.bild.de/sport/fussball/wm-2026-sogar-blatter-ist-fassungslos-ueber-infantino-eklat-6a4b5fc77bfb3e5e95d170e5], dass ausgerechnet der nunmehr 90-jährige Ex-FIFA-Boss Sepp Blatter sich öffentlichkeitswirksam Sorgen um die Integrität der FIFA unter seinem Nachfolger Gianni Infantino macht. Wer Blatter nicht kennt – das ist der Mann, der von der FIFA-Ethikkommission – allein dieser Begriff ist ja bereits ein Oxymoron – wegen seiner dubiosen Geschäfte zu sechs Jahren Sperre [https://www.spiegel.de/sport/fussball/fifa-reduziert-sperren-von-blatter-und-platini-auf-sechs-jahre-a-1079143.html] für alle mit dem Fußball verbundenen Tätigkeiten verurteilt wurde. Das ist ungefähr so, als würde sich die CSU über die Vetternwirtschaft der AfD aufregen. Lesen Sie dazu auch: Jens Berger – Schafft die Fifa ab! (Teil 1 [https://www.nachdenkseiten.de/?p=21995], Teil 2 [https://www.nachdenkseiten.de/?p=22012] und Teil 3 [https://www.nachdenkseiten.de/?p=22033]) Die FIFA ist so korrupt, wie Wasser nass ist. Und Gianni Infantinos Unterwürfigkeit gegenüber Donald Trump ist ja ebenfalls kein Geheimnis [https://www.nachdenkseiten.de/?p=143302]. Dass Trump nun seinen Buddy „Johnny“ angerufen und eine Aufhebung der Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun gefordert hat, sollte daher eigentlich niemanden so wirklich überraschen. Trump macht Trump-Sachen und Infantino macht Infantino-Sachen. Das kann und muss man kritisieren. Nun so zu tun, als falle man vor Überraschung aus allen Wolken, ist jedoch bestenfalls naiv und schlimmstenfalls verlogen. Aber in Sachen Verlogenheit sind „wir“ ja in der Tat, anders als im Fußball, Weltspitze. Bleiben wir doch ruhig zunächst auf fußballerischem Gebiet. Es ist ja beileibe nicht so, dass der Fall Balogun nun ein qualitatives Novum wäre. Wir drehen die Uhr zurück: Im November letzten Jahres verkürzte [https://www.espn.com/soccer/story/_/id/47096172/portugal-cristiano-ronaldo-escapes-world-cup-ban-red-card-ireland] die FIFA die Rotsperre des Megastars Ronaldo von drei Spielen auf ein Spiel und setzte den Rest der Sperre zur Bewährung aus, sodass er bei der WM von Anfang an kicken kann. Nun gut, es ist unwahrscheinlich, dass dies auf Anweisung des portugiesischen Präsidenten geschah. Dass die Sponsoren und Rechteverwerter hier interveniert haben, ist jedoch hochwahrscheinlich. Sauberer Fußball? Ach was. Wenn es um den großen Kommerz geht, dehnt man bei der FIFA gern die eigenen Regeln bis ins Unendliche. Darüber regt sich aber vor allem im sauberen Europa keiner mehr auf. Oder habe ich den lauten Protest europäischer Fußballfunktionäre gegen die Aufhebung der Ronaldo-Sperre nur überhört? Aber was rede ich da. Ronaldo ist ja ein Europäer, also im Grunde „einer von uns“. Und wer es noch nicht weiß: „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel!“ So formulierte es [https://www.bild.de/sport/fussball/wm-2026-brandrede-von-klopp-gegen-trump-und-infantino-6a4adf340b14ed961bb5325a] gestern nonchalant die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, der designierte Bundestrainer Jürgen Klopp. Dieser Ausspruch ist unfreiwillig komisch, wenn man bedenkt, dass Klopps offizielle Berufsbezeichnung immer noch „Head of Global Soccer“ [https://rbleipzig.com/de/news/juergen-klopp-head-of-global-soccer-red-bull-rb-leipzig] bei Red Bull ist – einem österreichischen und asiatischen Milliardären gehörenden Brause- und Sportimperium, das wie kein anderes für die Kommerzinteressen im Fußball steht. Gute Käuflichkeit, schlechte Käuflichkeit. Da haben wir’s. Wenn sich Milliardäre den Fußball unter den Nagel reißen, ist das also „unser Spiel“. Wenn sich korrupte Funktionäre den Fußball unter den Nagel reißen, aber nicht. Das kann man so sehen, aber das macht die Sache dann auch nicht besser. Dass unsere Medien zu diesen Widersprüchen schweigen, ist ebenfalls nicht wirklich verwunderlich. Kritisch geht es beim Fußball wie in der Politik ja nur zu, wenn es Gratismut zu verteilen gibt. Und was ist leichter und dankbarer, als sich über Gianni Infantinos Unterwürfigkeit gegenüber Donald Trump zu mokieren? Doch wo waren unsere ach so kritischen Medien eigentlich, als Friedrich Merz im Weißen Haus eine Schleimspur, breiter als der Strafraum im Fußballstadion, hinterließ? Ach ja, das war ja in den Worten des SPIEGEL „Krisendiplomatie“ [https://www.nachdenkseiten.de/?p=137398]. Ist Friedrich Merz im Grunde nicht auch nur ein etwas größerer Infantino mit etwas mehr Haaren auf dem Kopf? Und was ist mit dem NATO-Generalsekretär Mark Rutte? Im Vergleich zu dem Niederländer, der das Trump-Umschleimen so meisterlich wie Ronaldo die Schwalbe im Strafraum beherrscht, geht Gianni Infantino ja glatt als charakterstarker Ehrenmann mit Rückgrat durch. Und die kritischen deutschen Medien? Die verbrämen das, was Martin Sonneborn zu Recht als „astreine Arschkriecherei“ [https://www.instagram.com/p/DLShwGtIkZV/] bezeichnet hat, als „Verhandlungsgeschick“ [https://www.nachdenkseiten.de/?p=137398]. Wäre Infantino NATO-Generalsekretär, würde der SPIEGEL das sicher auch für ihn attestieren. Und was ist mit Ursula von der Leyen? Deren Unterwürfigkeit und Prinzipienlosigkeit gegenüber den USA sind ja legendär und im Handelsstreit mit den USA kapitulierte sie dann auch auf ganzer Linie [https://www.nachdenkseiten.de/?p=135974] vor dem „Dealmaker“ aus Washington. Korruption? Unfähigkeit? Vasallentum? Nennen Sie es, wie Sie es wollen – einen qualitativen Unterschied zwischen von der Leyen und Infantino kann ich beim besten Willen nicht erkennen. Es gibt jedoch einen großen Unterschied zwischen Infantino und seinen Ebenbildern aus der deutschen und europäischen Politik. Wenn Infantino den Bückling gegenüber Trump macht, geht es um so banale Dinge wie einen albernen „FIFA-Friedenspreis“ oder Rote Karten im Fußball. Bei den Kotaus von Merz, Rutte und von der Leyen geht es um Billionen, unsere Zukunft und, wenn es hart auf hart kommt, um Krieg oder Frieden. Das sollte man nicht gleichsetzen. Infantino mag ein glatzköpfiger korrupter Gnom sein. Die Auswirkungen seiner charakterlichen Defizite auf unser Leben sind marginal. Daher ist die allgegenwärtige Kritik an ihm auch wohlfeil. Merz, Rutte und von der Leyen treffen jedoch Entscheidungen, die für unser Leben elementar sind. Wer hier keine scharfe Kritik übt, ist selbst nicht besser als die Infantinos dieser Welt und zeichnet sich vor allem durch Unterwürfigkeit gegenüber den Mächtigen aus. Titelbild: Screenshot Magenta Sport via YouTube[http://vg07.met.vgwort.de/na/e9cd09d845514714b87b91080fcf6b38]

7. heinä 20267 min