
alemán
Historia y religión
$99 / mes después de la prueba.Cancela cuando quieras.
Acerca de ERF Plus - Wort zum Tag
Die tägliche, alltagstaugliche Auslegung eines Bibelverses aus der „Losung“ oder den „Lehrtexten“ der Herrnhuter Brüdergemeine.
Gottes Tisch ist gedeckt
In der Bibel finden wir 150 Psalmen. Es sind Lieder und Gebete. Der Inhalt und die Länge sind ganz unterschiedlich. Es gibt Dankgebete, Fürbitten, Klagelieder und Lobpreisungen. Die ganze Bandbreite der menschlichen Gefühle kommt zur Sprache. Es wird geklagt, gelitten, gefreut, geliebt und gedankt. Der wohl bekannteste Psalm ist der 23. Psalm. Er wird auch „Hirtenpsalm“ oder „Psalm vom guten Hirten“ genannt. Kinder lernen ihn zum Teil im Kindergottesdienst, Jugendliche im Konfirmanden- oder Kommunionsunterricht auswendig. Und schon immer verbinden Menschen mit diesen Worten gute und schlechte Erinnerungen. Mit Hilfe dieser Worte klammern sich Beter an Gottes Zusagen und suchen Trost und Frieden in schwierigen Lebenssituationen. In dem kurzen Text fallen zwei Themen besonders auf. Einmal das Bild von Gott als Hirten einer Schafherde und das Bild von Gott als Gastgeber. In beiden Themen enthalten ist die Vorstellung von einem behütenden, umsorgenden, den Menschen und Lebewesen zugewandten Gott. Im 5. Vers des 23. Psalms lese ich: „Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über.“ Bei uns wird sonntags der Tisch festlicher gedeckt als sonst die Woche über. Vielleicht ist das bei Ihnen auch so? Und wie ist oder wäre das, wenn Gott den Tisch deckt? Gott als Gastgeber. Er stellt einen Tisch auf und ordnet auf ihm alles Nötige an. Nicht zuhause in der Küche oder guten Stube, wo wir unter uns sind und feiern und der böse Alltag draußen ist. Sondern im Angesicht der Feinde, mitten im Stress, mitten in dem, was mir zusetzt, was mich bedrängt und mir zu schaffen macht. Ich muss nicht warten, bis ich zur Ruhe komme. Sondern mitten im Leid, wenn ich unter Druck bin, Ablehnung und Hass erlebe, inmitten dieser Widerwärtigkeiten deckst Du mir erstmal den Tisch und lässt mich mein Dasein genießen. Und das, was er mir gibt, stärkt mich, baut mich auf – gerade dann, wenn andere mich runtermachen. Die Gaben, die Gott mir serviert, sind wie ein Schutzwall, den all meine Widersacher nicht überwinden können. Mein Sieg gegen all die Feindseligkeiten des Lebens besteht einfach im Essen und Trinken. Aber Gott als mein Gastgeber tut mehr als nötig. Außer Essen und Trinken für den Mund gibt es da noch Öl für den ganzen Kopf. Das Haupt mit Öl zu salben bedeutet Aufmerksamkeit, Würde und Zuwendung. In einer Welt, die oft von Eile und Mangel geprägt ist, erinnert dieses Bild daran, dass Gott den Menschen nicht nur versorgt, sondern ihn bewusst wahrnimmt. Öl lindert, heilt und duftet. Es sagt: Du bist willkommen, du darfst ankommen, du bist gesehen. Und noch ein drittes passiert. Gott füllt meinen Becher so, dass er überfließt. Das ist das Leben in Fülle, das über das strikt Notwendige hinausgeht. Gott gibt viel mehr als genug. Zusammengefasst bedeutet das: Wenn Gott den Tisch deckt, dann gibt er übermäßig und ich kann es mir gut gehen lassen. So stelle ich mir den Himmel vor. Gott hat den Tisch gedeckt. Aber die Entscheidung, mich hinzusetzen, die treffe ich ganz allein. Es macht keinen Spaß, an einem reich gedeckten Tisch zu sitzen und innerlich doch immer auf dem Sprung zu sein, weil gleich etwas passieren könnte. Auch wenn ich noch all die Bedrängnisse und Gefahren hier auf der Erde durchleben muss, auf Gottes Zusage ist Verlass. An seinem Tisch darf ich zur Ruhe kommen. Autor: Erika Best-Haseloh ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17313669.gif]
Ein wundervolles Zuhause
Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs. Er spricht davon, dass er bald nicht mehr bei ihnen sein wird. Die Jünger sind besorgt und ängstlich. Er sagt zu ihnen: Lasst eure Herzen nicht beunruhigt sein. Dabei ist es durchaus verständlich, dass die Jünger beunruhigt sind, als sie hören, Jesus verlässt uns. Jesus will nicht, dass ich ein Leben ohne Probleme habe. Jesus verspricht, dass ich selbst in einem unruhigen Leben ein unbeschwertes Herz haben kann. Jesus will, dass mein Herz ruhig ist, voll Frieden, nicht verwirrt und verängstigt, wie ich es oft in unserer Welt erfahre. Er hat einen Plan für mich trotz aller Schwierigkeiten, die auftauchen können und die mir Sorgen bereiten – zu Hause, im Beruf, in der Familie. Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Vertraut auf Gott und vertraut auf mich. – sagt Jesus Ihnen und mir zu. Jesus bittet uns nur um eines: Glaubt an Gott, und glaubt an mich! Der Glaube gibt Sicherheit, auch in schwierigen Situationen. Der Glaube baut auf Gott. Er vertraut auf Jesus. Er kann sich darauf verlassen, dass Gott uns nicht verlassen wird. Auch wenn es zeitweise stürmisch zugeht und wir nicht wissen, wo uns der Kopf steht, können wir auf Jesus vertrauen. Denn das Ziel ist uns bekannt und gewiss: das Haus des Vaters! Wir wissen, wohin wir unterwegs sind: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten, hat Jesus versprochen. Jesus spricht von dem Haus seines Vaters, in dem es viele Wohnungen gibt. Das ist ein wunderbarer Gedanke, der mir Hoffnung und Trost schenkt. Ich stelle mir vor, ich bin eingeladen, in dieser wunderbaren Residenz zu wohnen, die Jesus für mich vorbereitet hat. Wenn ich mich ganz auf diese Verheißung verlasse, kann ich auch in schwierigen Zeiten voller Zuversicht sein. Jesus sagt: Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Diese Bibelstelle hat mich seit meiner Kindheit fasziniert. Ich habe mir immer vorgestellt, wie das sein wird, eine Wohnung bei Gott höchst persönlich zu haben. Heute geht es mir nicht anders. Immer noch liebe ich diesen Bibelvers. Der Gedanke, dass es einen Ort im Himmel gibt, der für mich vorbereitet ist, diesen Gedanken finde ich großartig. Dass dieser Vers für mich noch einmal eine außerordentlich tröstliche Bedeutung bekommt, habe ich nicht geahnt, jedoch vor einigen Jahren erlebt. Der Ort ist eine Friedhofskapelle. Im vorderen Bereich stehen sechs Särge, die mit Namensschildern versehen sind. Die Stuhlreihen sind leer. Im hinteren Bereich sitzen sechs Frauen, zehn Kinder und ein Pastor. Es ist ein ungewöhnliches Treffen, ein Abschiedstreffen. In den Särgen befinden sich die Leichen der sechs Ehemänner, die zwei Wochen vorher mit einem Kleinflugzeug abgestürzt sind. Der Pastor liest den Vers aus dem Johannesevangelium, Kapitel 14,2: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich dann etwa zu euch gesagt, dass ich dorthin gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?“ Ich bin eine der Witwen. Der Bibelvers und die noch folgenden Worte des Pastors berühren mich unendlich. Sie trösten mich und geben mir Zuversicht für die Zeit, die vor mir liegt. Tiefer Frieden und eine heilige Atmosphäre erfüllen den ganzen Raum. Seit diesem Ereignis bin ich sicher, dass mich nach meinem Tod nicht etwas Unbekanntes und Dunkles erwartet, sondern etwas Vertrautes. Ein liebevoll vorbereitetes Zuhause. Autor: Erika Best-Haseloh ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17313322.gif]
Anbetung an Karfreitag
Ein Mann wurde gefragt: „Was ist ein Christ?“ Zuerst schwieg er, dann sagte er leise und langsam: „Ich sehe ein Kreuz und daran hängt ein Mann und eigentlich wäre das mein Platz!“ Kurz und schlicht ausgedrückt. Es ist das Geschehen von Karfreitag. Ein Christ ist ein Mensch, der erkannt und angenommen hat, dass er durch Jesus ein neues Leben bekommen hat. Karfreitag und Ostern sind die Mitte des christlichen Glaubens. In keiner anderen Religion oder Ideologie finden wir das, dass die Gottheit sich selbst hingibt zur Erlösung. Und die Auferstehung Jesu Christi von den Toten beweist die göttliche Wirksamkeit und Kraft. Das Kreuz macht deutlich: „Du Mensch kannst vor dem lebendigen Gott mit deinem Leben nicht bestehen. Aber für dich tritt Jesus ein.“ Anders ausgedrückt: Jesus übernimmt meine Schulden und schenkt mir ein kräftiges Kapital zum Neubeginn. Oder alltagstauglich: „Jesus nimmt mir die alten Klamotten meines Lebens ab und gibt mir neue Kleidung und übernimmt sogar die Kosten für die Reinigung, wenn die wieder schmutzig werden.“ Was aber ist der Hintergrund dieses Geschehens? Der Bibelvers führt in eine Dimension, die ich weder begreifen noch wirklich beschreiben kann. Es ist ein Wort aus der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel. Jesus hat seinem Jünger Johannes, der auf Patmos wegen seines Glaubens verbannt war, einen Einblick in die Vergangenheit und Zukunft der Wirksamkeit Gottes geschenkt. Offenbarung Kapitel 5 Vers 12 lese ich: „Die um den Thron sprachen mit großer Stimme: Das Lamm, das geschlachtet ist, ist würdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob.“ Dieses Wort ist wie ein Einblick in die himmlische Welt. Aber wie soll man Himmlisches mit menschlichen Worten beschreiben? Das Buch der Offenbarung ist voll von Bildern, Symbolen und vielen Bezügen ins Alte Testament. Hier geht es darum, dass im Thronsaal Gottes gefragt wird, wer denn den Plan Gottes auf der Erde ausführen kann. Es bleibt nur einer. Jesus wird als Löwe und als Lamm gezeigt. Als Löwe - das Symbol für Kraft und Macht des Messias und als „Lamm, das geschlachtet ist“. Und damit wird das Geschehen an Karfreitag aufgenommen. Am Passahfest wurden Lämmer geschlachtet für das Passahmahl am Abend. Und genau dieser Vergleich bringt das Geschehen auf den Punkt. Jesus ließ sich wie ein Lamm für die Sünde der Welt opfern. Durch seinen Tod und seine Auferstehung wurde er zum Sieger über den Tod, die Hölle und die Macht des Bösen. Jesus hat durch seinen Opfertod die Sünde der Welt gesühnt. Kreuz und Auferstehung sind der Wendepunkt in der Geschichte Gottes. Versöhnung mit Gott ist wieder möglich. Ob Johannes sich erinnerte, wie sein Namensvetter Johannes der Täufer genauso Jesus am Anfang seiner Wirksamkeit vorgestellt hat? „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt!“ (Johannes 1,29 [https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes1%2C29]). Mit dieser Aussage erfüllten sich einige Verheißungen aus dem Alten Testament: Vom Passalamm (2. Mose 12 [https://www.bibleserver.com/LUT/2.Mose12]), über das Lamm am großen Versöhnungstag (3. Mose 16 [https://www.bibleserver.com/LUT/3.Mose16]) bis hin zum leidenden Gottesknecht in Jesaja 53 [https://www.bibleserver.com/LUT/Jesaja53]. Und damit ist ihm alle Macht übertragen worden. Er ist fähig, würdig und bevollmächtigt Weltgeschichte und Heilsgeschichte zum Schnittpunkt zu führen. Und jetzt vor dem Thron Gottes bleibt über diesem Geschehen nur die staunende Anbetung. Könnte das auch für den heutigen Karfreitag ein Anstoß in meinem Glauben sein? Autor: Friedhelm Geiß ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17312683.gif]
An diesem Abend beginnt etwas Neues
„Jesus nahm den Becher mit Wein und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus: das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.“ Das Abendmahl und der Segen gehören für mich als Pfarrer zu den schönsten Aufgaben in einem Gottesdienst. Und gerade heute an Gründonnerstag wird in vielen Gemeinden an die Einsetzung des Abendmahls während des letzten Passahmahls vor Jesu Tod erinnert. Ob es ein „Vor-Mahl“ war, also vor dem eigentlichen Passahabend, der am Freitagabend gewesen wäre oder ob das Passahmahl nach pharisäischer Tradition wegen des Sabbath auf Donnerstagabend vorgezogen wurde, lässt sich nicht exakt zuordnen. Das Passahmahl erinnert an die Befreiung des Volkes Israel aus der Knechtschaft in Ägypten. Die jüdische Passahliturgie hat dafür einen genauen Ablauf. Vier Becher mit Wein gliedern Lesungen, Gebete und das Essen. Nach dem zweiten Becher spricht der Hausvater den Segen über der Hauptmahlzeit und eröffnet diese mit dem ungesäuerten Brot. Was nun aber bei Jesus geschieht, ist neu. Er deutet das Brot auf seinen Leib. Im Leiden und Sterben wird Jesus für uns zur „Lebensspeise“, zum Brot des Lebens. ´ Und der dritte Becher wird als der spezielle „Becher des Segens“ bezeichnet. Und diesen deutet Jesus: „…das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden“. Hier erinnert Jesus nicht nur an das alttestamentliche Ritual zur Entsündigung (siehe 2 Mose 24,8 [https://www.bibleserver.com/LUT/2.Mose24%2C8]), sondern setzt damit die Erfüllung der Verheißung in Jeremia, Kapitel 31 Vers 31 in Kraft. Dort heißt es: „Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen“. Und genau das tut Jesus hier. Er stiftet den neuen Bund. Er als der Opfernde wird selbst nun das Opfer. Und dies ein für alle Mal. Der Apostel Paulus erklärt das in seinem Brief an die Gemeinde in Rom so: „Ihn hat Gott vor den Augen aller Welt zum Sühneopfer für unsere Schuld gemacht. Durch sein Blut, das er vergossen hat, ist die Sühne geschehen, und durch den Glauben kommt sie uns zugute. … Er erklärt den für gerecht, der sein ganzes Vertrauen auf Jesus setzt.“ (Römer 3,25-26 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer3%2C25-26]). Damit meint Paulus: In Jesus zeigt sich, dass Gott einen Weg öffnet, neu anzufangen. Jesus selbst übernimmt die Verantwortung, die wir vor Gott haben und trägt die Konsequenzen. ER für mich – das ist die Bedeutung des Abendmahls. Jesus tritt für mich ein. Er schenkt mir seine Barmherzigkeit, seine Güte, die Vergebung meiner Schuld und Leben mit Hoffnung, Inhalt und Sinn. Auf Jesus zu vertrauen ist im tiefsten Sinn des Wortes „heil-sam“. Soweit zum Hintergrund und damit wieder zurück zum Gottesdienst und der Abendmahlsfeier. Die Liturgie beginne ich gerne mit den Worten aus dem Lukasevangelium. Jesu sagt: „Mich hat herzlich verlangt mit euch dieses Mahl zu feiern!“ Darin spiegelt sich die Liebe Jesu zu uns. Er ist der Gastgeber und teilt sich uns mit. Und dann stehen wir vor dem Altar als persönliches Bekenntnis „Hier bin ich, Herr. So wie ich bin. Ich brauche dich.“ Und wir öffnen unsere Hände und bekommen Brot und Wein gereicht mit dem Zuspruch. „Jesus, das Brot des Lebens – für dich!“ „Jesus – der Kelch des Heils – für dich!“ Was für ein Geschenk. Damit kann Neues beginnen. Autor: Friedhelm Geiß ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17311961.gif]
Gottes Zielperspektive
Es soll Menschen geben, die hören oder schauen sich die täglichen Nachrichten schon gar nicht mehr an. Sie erwarten nichts Gutes mehr. „Was soll denn schon werden?“, fragen sie. Diese Welt steuere doch nur auf immer mehr Chaos und Elend zu. Das wolle man nicht täglich auch noch vorgeführt bekommen. Das Wort aus dem Philipperbrief lehrt uns jedoch einen ganz anderen Blick: „Alle Zungen sollen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“. (Philipper 2,11 [https://www.bibleserver.com/LUT/Philipper2%2C11]) Dieser Satz ist der letzte Gedanke in dem berühmten Christuslied, das der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi zitiert. Der Anlass für den Apostel, dieses zu erwähnen, sind seine Beobachtungen, wie die Gemeinde miteinander lebt. Da sei trotz allem Vorbildlichen immer noch Luft nach oben, meint er. So stellt er der Gemeinde Jesus Christus vor Augen; Jesus, der sich selbst hingab, das Kreuz nicht scheute, um uns zu retten. Sein Weg sei ein Vorbild für das gemeinsame Leben in der Gemeinde. Doch in diesem Lied, das Paulus zitiert, geht es dann noch einen entscheidenden Schritt weiter: Der Blick richtet sich auf die Zukunft, die Gott bereitet. Gottes Zukunft mit dieser Welt und mit uns Menschen geht weit über die Perspektive wie z.B. die der UNO hinaus. Diese hat sich zum Ziel gesetzt für eine Welt ohne Waffen und Konflikte zu arbeiten. Gott selbst wirkt darauf hin, dass ausnahmslos alle Zungen – und das sind alle Menschen dieser Erde – dass diese alle mit ihren Stimmen laut und freudig bekennen werden: Einer ist Herr, einer allein – der Herr Jesus Christus. Darauf also steuert unsere Welt zu! Kaum zu glauben und unvorstellbar für uns angesichts der sich immer wieder überstürzenden Nachrichten unserer Tage. Doch es ist ja zu fragen, wer hier den längeren Atem hat, wer schließlich in dieser Welt die Oberhand behält. Der unser Vater im Himmel geworden ist durch Jesus Christus, der hat sich dieses Ziel vorgenommen, dass einst alle Zungen Jesus als Herrn bekennen. „Die Mächtigen [dieser Welt] kommen und gehen, und auch jedes Denkmal mal fällt“ – so heißt es in einem Lied von Jörg Swoboda. Die Fortsetzung der Liedzeile lautet dann: „Bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort steht, dem sichersten Standpunkt der Welt“. Dieser Tag kommt also, so sicher wie das Amen in der Kirche, an dem von allen gemeinsam das „Halleluja“ angestimmt wird. Der Seher Johannes beschreibt es im Buch der Offenbarung so: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meer und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm sei Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (Offenbarung 5,13 [https://www.bibleserver.com/LUT/Offenbarung5%2C13]) Wir brauchen vor dem Geschehen in dieser Welt nicht die Augen verschließen und uns die Ohren zustopfen. Denn unsere Zeit steuert allem, was wir täglich zu sehen und zu hören bekommen zum Trotz, auf diesen großen Lobpreis Gottes zu. Darin dürfen wir uns heute schon üben im Gottesdienst unserer Gemeinden. Autor: Pastor Ulrich Ahrens ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17310790.gif]
Elige tu suscripción
Más populares
Premium
20 horas de audiolibros
Podcasts solo en Podimo
Disfruta los shows de Podimo sin anuncios
Cancela cuando quieras
Empieza 7 días de prueba
Después $99 / mes
Empieza 7 días de prueba. $99 / mes después de la prueba. Cancela cuando quieras.