Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

War mein Opa Nazi?

2 min · 18 mei 2026
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260518PC War mein Opa Nazi? Mensch Mahler am 18.5.2026 Andeutungen hatte ich gehört, mehr auch nicht. Mein Vater war mit 17 Jahren zum Volkssturm einberufen worden. Meinen Opa habe ich nie kennengelernt, er ist auf der Flucht in Österreich gestorben. Ich hörte, dass er wohl in der NSDAP war. Genaueres ist nicht bekannt. Mehr als 10 Millionen Menschen waren Parteimitlieder in der NSDAP. Aber es wurde im Nachkriegsdeutschland nicht darüber gesprochen, auch bei uns zu Hause nicht. Vergangenheit abhaken, nach vorne schauen war das Motto im Wirtschaftswunder.  Seit April ist die Mitgliederdatei der NSDAP online. Viele Millionen Klicks gab es seitdem und ich war in der Versuchung, meine Vorfahren zu identifizieren. Und dann? Keiner von ihnen lebt mehr. Was würde es mir bringen, zu wissen, dass mein Opa Nazi war? In der Zeit, im Spiegel lange Abhandlungen darüber, was Menschen über die Vergangenheit ihrer Familien erfahren haben. Durch mehrere Millionen Klicks brach die Datenbank anfangs zusammen. Und sicher, da gab es erschütternde Erkenntnisse und auch ein Verständnis für das Schweigen der Väter und Vorväter. Ich weiß, dass Hitler meinem Vater die Jugend gestohlen hat. Und ich weiß auch, warum er allergisch reagiert hat, als ich mich als Jugendlicher in der Friedensbewegung engagiert habe. Er fand es ganz schrecklich, dass ich Anti-Bundeswehr Demonstrationen gemacht habe. Ich habe für den SWR einen Film gemacht über die Judenbuche in meinem Heimatort Villingen-Schwenningen. Die Recherche war schwierig. Keiner der ehrenwerten Bürger und Stadträte war bereit darüber zu reden, warum dort ein Hinrichtungsplatz für Zwangsarbeiter war. Ein alter Kommunist, der eh nichts mehr zu verlieren hatte, weil er in der Stadt geächtet wurde, hat mit mir über die Vorkommnisse damals gesprochen und uns Beweisfotos zur Verfügung gestellt, die im Stadtarchiv vermutlich im Giftschrank lagerten.  Was hat das alles mit der NSDAP Mitgliederkartei zu tun? Also: ich werde nicht darin wühlen. Ich will gar nicht mehr wissen. Und wenn man in der Familiengeschichte stöbert sollte man sich vorher darüber im Klaren sein, was die Erkenntnisse mit einem machen. Aber das muss jede und jeder für sich selbst entscheiden. Die Kartei ist online und offen zugänglich.   ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

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Die gekaufte WM

260730PC Werbung für den Fußball – rote Karte für die FIFA Mensch Mahler am 20.7.2026 Jetzt ist sie vorbei – die XXL-WM in Nord- und Mittelamerika. Den Schluss- und Höhepunkt setzte nicht das lahme Finale zwischen Spanien und Argentinien. Das beste Spiel von 104 Begegnungen war der Kampf um Bronze. Das 6:4 Englands über Frankreich war der Leckerbissen schlechthin.  Jetzt ist sie vorbei – die Zeit der langen Nächte und der Skandale. Spanien – neben Frankreich lange das Maß aller Dinge in Europa – brauchte lange, um gegen eindeutig unterlegene Argentinier in der Verlängerung das 1:0 zu machen. So blieb uns ein Elfmeterschießen erspart und wir konnten gegen Mitternacht deutscher Zeit ins Bett gehen, um uns für die erste Post-WM Woche fit zu schlafen. Einen Grund, sich mit Tempranillo zu betrinken gab es nicht.  Der aufgeblähte Kader von 48 Mannschaften war ein Gewinn. Man sah tolle Spiele der angeblich kleinen Fußballnationen. Überraschungen aus Afrika, Asien und Südamerika. Dieses neue Reglement hat sich auf Anhieb in die Herzen der Fans gespielt. Trotz horrender Preise waren die Stadien nicht halb leer, wie im Vorfeld befürchtet. Und die Stimmung vor Ort blieb auch nach dem Ausscheiden der gastgebenden Nationen Canada, Mexiko und USA hoch. Schade bleibt natürlich, dass der normale Fußballfan auf dem Globus keine Chance hatte, live dabei zu sein. Die WM 2026 konnte sich nur leisten, wer über ein prall gefülltes Bankkonto verfügte. Eine WM der Reichen und Superreichen. Auch zuhause – ohne Bezahlfernsehen konnte man nur wenige Spiele auf der Couch verfolgen.  Womit wir bei den Schattenseiten dieses Fußballfestes wären. Es war eine WM des Kommerz-Rausches. 15 Milliarden Dollar verdiente die FIFA in diesen drei Wochen. 5,8 Milliarden waren es vor vier Jahren in Katar. Trinkpausen dienten nicht etwa der Gesundheit der Spieler, sondern lediglich der Gesundheit der Konzerne, die in diesen Minuten ihre Werbe-Maschinen anschmissen. Trauriger Höhepunkt: Die peinliche Halbzeit-Show in New Jersey, die auf knapp 30 Minuten ausgedehnt wurde, komplett schwache Auftritte von Madonna, Justin Biber und Rihanna boten und die der Gesundheit der Spieler nach Ansicht aller Sportmediziner abträglich war. Der Kamera-Schwenk in die VIP-Lounge in dem zu sehen war, wie ein lachender Infantino einem lachenden Trump eine Weltpokal-Nachbildung in den Schoss legte, war das sprechende Bild dieser WM. Sie war gekauft worden von zwei größenwahnsinnigen Kaspern, die von Fußball keine Ahnung haben. Umso mehr dafür von Deals, die so weit gingen, dass Trump Infantino nötigte, eine rote Karte gegen die USA zurückzunehmen. Ein unverzeihlicher Regelverstoß, den Infantino hoffentlich nicht überleben wird.  Bleibt die deutsche Bilanz. Nach dem Turnier ist die einstige Großmacht mit vier Sternen auf der Brust auf Rang 12 der Weltrangliste abgestürzt. Vier Sterne hat nur noch Italien, das beim Weltturnier zum dritten Mal in Folge gar nicht dabei war. Und Brasilien, mit 5 Sternen Spitzenreiter, scheiterte ebenso kläglich wie unsere Jungs.  Fakt ist: Es ist weder Hansi Flick noch Julian Nagelsmann gelungen, aus sehr guten Einzelspielern eine Mannschaft zu formen. Dass jetzt Jürgen Klopp, ein Vertreter des Geldes und nicht des Fußballs, die Sache bis zur EM 2028 in England, Schottland, Wales, Irland und Nordirland richten soll, kann mit Fug und Recht angezweifelt werden. In fünf Ländern, die aus der europäischen Union ausgetreten sind, findet immerhin ein Tournier der kurzen Wege statt. Man bleibt auf der Insel außerhalb des europäischen Festlandes. Mit einem doppelten Titelverteidiger Spanien, die als Europa- und Weltmeister anreisen. Mit einem Blendax-Lächler Klopp, der als Werbeikone und Umsatzmillionär im zweifachen Millionenbereich sehr viel mehr Schlagzeilen macht wie als Fußballehrer. Die Kommerzshow geht also weiter. Red Bull verleiht Flügel, nicht der Bundesadler. Armes Deutschland, arme Fußballwelt.      ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

20 jul 20264 min
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Gleiches Recht für alle

260719PC Gleiches Recht für alle Mensch Mahler am 19.7.2026 Jens Spahn ist wegen der kommerziellen Leihmutterschafts- Affäre zurückgetreten. Nun frage ich mich, ob das ein kalkulierter Rechtsbruch war, damit Spahn sich aus dem Politikgeschäft ohne großen Gesichtsverlust – die Familie ist mir wichtiger als meine Karriere – zurückgezogen hat.  Die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner [https://www.zeit.de/thema/franziska-brantner] sagte der Rheinischen Post: »Der Rücktritt war überfällig – auch wenn dies nur der letzte Tropfen auf einem ohnehin heißen Stein war.« Am Ende sei es um seine Glaubwürdigkeit gegangen, »die schon durch frühere, eigentlich weitaus gravierendere Fälle massiv gelitten hatte«, sagte Brantner. Privat wünsche sie ihm alles Gute. Auch Linkenchef Luigi Pantisano bezeichnete Spahns Rücktritt als »längst überfällig« [https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-07/spahn-leihmutter-cdu-brand-gxe]. Mit Blick auf die Maskenaffäre, bei der es um teure Maskenverkäufe des damaligen Bundesgesundheitsministers Spahn während der Coronapandemie ging, sagte Pantisano der Rheinischen Post: „Unter seiner Verantwortung wurden Milliarden Euro Steuergeld verbrannt, Geld, das heute bei Schulen, Krankenhäusern und bezahlbaren Wohnungen fehlt.« Nun habe sich ein weiteres Mal Spahns Doppelmoral gezeigt. »Für normale Menschen gelten die Gesetze, für Spitzenpolitiker offenbar nur so lange, bis sie genug Geld haben, sie im Ausland zu umgehen.« Auch für den Linken Fraktionsvorsitzenden Sören Pellmann kommt der Rücktritt spät. »Wer politische Verantwortung trägt, muss sich an den Maßstäben messen lassen, die er selbst für andere einfordert. Genau daran ist Jens Spahn gescheitert«, sagte er laut Mitteilung. Jens Spahn hat sich schon lange selbst disqualifiziert. Dass er es mit der Leihmuttergeschichte noch einmal hat darauf ankommen lassen, ob er dem Druck standhalten will oder nicht, zeigt erneut die moralische Verkommenheit des Menschen Spahn und der politischen Elite insgesamt. Die Protestwahlen in Sachsen-Anhalt in zwei Wochen werden den etablierten Parteien die Rechnung servieren und aus Trotz die der noch verlogeneren und moralisch im Sumpf operierenden gesichert rechtsradikalen AfD weitere Wähler zutreiben. Die reiben sich hämisch grinsend die Hände über so viel Dummheit und kalkulierten Rechtsbruch und Skandal. Jens Spahn, der erst eine Millionenvilla in Berlin für Mann und jetzt auch Kind erworben hat – mitten in einer Wohnungsnot in der Hauptstadt hat bewiesen, dass es immer noch weiter runter geht. Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt. Ich behaupte mal, dass als nächstes unser Black-Rock Kanzler kippt. Genug Kohle hat der, und ich prognostiziere, dass er einem immer wahrscheinlicheren Rausschmiss zuvorkommt und großmütig und generös sein Amt zum Wohle des Volkes zur Verfügung stellt.    ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

Gisteren2 min
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Was machen wir nur mit Israel?

260718PC Was machen wir nur mit Israel? Mensch Mahler am 18.7.2026 Am 15. Mai fand in Wien der Eurovision Song Contest statt. Ein Jubiläum war zu feiern: Zum siebzigsten Mal feierte Europa mit friedlichem Sängerwettstreit, dass Musik die Völker verbindet. Tiefschwarze Schatten sind schon vor Jahren über diesem Event aufgezogen: Russische Musiker sind seit dem Angriff auf die Ukraine nicht mehr eingeladen. Und in diesem Jahr boykottieren Spanien, Slowenien, Irland und die Niederlande die Show, weil Israel trotz seines verheerenden Einsatzes im Gazastreifen teilnehmen wird. Dass dieser Wettbewerb kein Kampf der Nationen, sondern der Rundfunkanstalten ist, und dass gerade der teilnehmende israelische Sender KAN sich immer wieder kritisch mit Israels Politik auseinandersetzt – welchen Boykotteur interessierts?  Die politische Großwetterlage hat dazu geführt, dass auch in Deutschland jüdisches Leben wieder gefährdet ist. Und auch dies gehört zur Realität: Gab es in den Jahrzehnten nach Israels Staatsgründung 1948 unter Christen weitestgehende Unterstützung für den kleinen Staat, macht sich heute auch unter Israelfreunden das verstörende Gefühl breit, in Gaza habe man den Bogen wohl doch überspannt. Dass so mancher Israel-Hasser in bedenkenlos zur Schau getragener Geschichtslosigkeit eine unverzeihliche Täter-Opfer-Umkehr pflegt, gehört inzwischen auch zum Erscheinungsbild der öffentlich geführten Debatten.  Ich habe am sogenannten Israel-Sonntag, der jährlich in unserer evangelischen Freikirche in diesem Jahr am 9. August begangen wird, zu predigen. Ich habe diesen Dienst mit klopfendem Herzen angenommen. Begibt man sich doch beim Thema Juden und Christen und Deutschland und  Israel auf extrem dünnes Eis.  Gewagt habe ich es, weil mein Freund und Kollege Uwe Cassens eine Handreichung zu diesem Sonntag geschrieben hat, die extrem hilfreich ist und von der auch der eben zitierte Text entliehen ist. Zum Schluss schreibt Pastor Uwe Cassens:   Folgende Stolpersteine sind zu beachten: 1.     Instrumentalisierung: Der Prediger hüte sich davor, den Text als Kommentar zum aktuellen Nahostkonflikt zu lesen. Selbiges gilt selbstverständlich auch für die Predigerin. Die „Rettung Israels“ bei Paulus ist ein endzeitliches Ereignis, kein geopolitisches Programm.  2.     Pauschalierung: Bitte widerstehen Sie der Versuchung, „die Juden“ oder „die Israelis“ als monolithischen Block darzustellen. Das Judentum war und ist plural.    Wie sagte unser gemeinsamer Kirchengeschichtsprofessor Günter Balders schon in den späten 70iger Jahren in einer Vorlesung: Philosemitismus ist ebenso schlimm wie Antisemitismus. Man darf es auch bei aller Sympathie für das Volk im Nahen Osten nicht versäumen, mahnend den Zeigefinger zu erheben, wenn Israel sein Selbstverteidigungsrecht in einen Genozid verwandelt. Das Völkerrecht ist für alle Staaten bindend.         ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

18 jul 20262 min
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Meine Freundin ist nach Hause geradelt

260717PC Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen Mensch Mahler am 17.7.2026 Vor knapp zwei Wochen waren mein Freund Michel und ich mit einem Ehepaar in Brandenburg an der Havel zum Essen verabredet. Susanne und Hans kennen wir seit 1974. Hans war mein Vikariats Partner in meiner ersten Kirchengemeinde in Reutlingen. Michel war 1980 mein Zivi in derselben Gemeinde. Hans, inzwischen 88 Jahre alt, ist schon lange krank. Trotz der Entfernung Reutlingen – Brandenburg haben wir immer regen Kontakt gehalten. Ich habe Hans versprochen, ihn zu beerdigen, wenn es so weit sein sollte. Kurz vor unserem vereinbarten Termin zum Essen kam die schockierende Nachricht: Susanne ist im Alter von 89 Jahren friedlich eingeschlafen.  Ich bin also mit meinem Freund Michel und Hanno, dem Sohn von Hans und ihm selbst beim Asiaten zum Mittagessen gewesen.  Und heute sind Michel und ich wieder in Brandenburg auf dem Friedhof. Susanne wird heute beerdigt.  Susanne war es, die mich aus Hamburg nach Reutlingen gelockt hat, um ihren Pastorengatten zu unterstützen. Daraus entwickelte sich eine lebenslange Freundschaft, auch zwischen dem Ehepaar Mahler und Hans und Susanne. Sie haben viele Jahre in unserer Stiftung eudim - für soziale Gerechtigkeit mitgearbeitet. Susanne war eher die stille Frau im Hintergrund, die nicht viel Aufhebens machte, sondern einfach da war. Immer für die Schwachen Einsatz gezeigt hat. Als sie im hohen Alter mit ihren dreirädrigen Fahrrad Mühe gehabt hat, haben ihre Söhne dafür gesorgt, dass ein E-Bike daraus wurde. Susanne hat eigentlich bis zum Ende ihres Lebens Lebensmittel zu Menschen in prekären Lebenssituationen gebracht. Mit dem Rad. Bezahlt aus der eigenen Tasche, obwohl sie und Hans keine reichen Leute waren. Das lag auch daran, dass sie alles, was sie zusätzlich bekommen haben, sofort und unmittelbar für Menschen eingesetzt haben. In Flüchtlingsprojekten, Arbeitslosenhilfe, in ein Schulprojekt in Ecuador – die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Als Susannes Sohn Ingo – ein sehr sportlicher Mensch – mit seinem Biobike Susanne hinterherfuhr, musste er die rasende Rentnerin auf dem Dreirad in Brandenburgs Altstadt mehrmals bitten, auf ihn zu warten – er kam schlicht nicht hinterher.  Wenn ich heute an Susannes Grab stehe, dann blicke ich dankbar auf eine Frau zurück, die in ihrer bescheidenen Art nicht nur für mich, sondern auch für viele andere Menschen auch ein großes Vorbild war. Ruhe in Frieden, liebe Susanne! Wir sehen uns wieder in deinem Paradies.                ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

17 jul 20262 min
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Linda Ronstadt 80

260716PC Linda Ronstadt 80 Mensch Mahler am 16.7.2026 Lange vor Taylor Swift und Madonna gab es Linda Ronstadt. In meiner Jugend habe ich sie hoch und runter gehört. Man muss schon ähnlich alt sein wie ich, um sich an sie zu erinnern. Vielleicht hilft ihr vielleicht größter Hit Ihnen auf die Sprünge: Hook „You’re no good“  „Der erste weibliche Superstar unserer Zeit“ schrieb die Vouge einmal. Und das war Linda Ronstadt in der Tat. Sie brachte 2 Dutzend Alben heraus. Gewann mehrere Grammys und wurde in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Das außergewöhnliche an Linda Ronstadt war, dass sie keine gewöhnliche Country-Sängerin war. Sie beherrschte nahezu alle Genres: Country, Jazz, Punk, Oper und auch Musik aus ihrer Heimat, Mariachi und Ranchero. Linda Ronstadt wurde am 15. Juli 1946 in Tucson, Arizona nahe der mexikanischen Grenze geboren. Nach der Schule ging sie an die Westküste und feierte schon bald mit der Folk Gruppe The Stone Poneys erste Erfolge. „Ich habe erst 1980 angefangen, richtig gut zu singen“, sagte Ronstadt einmal. Da war sie 34. Millionen Fans weltweit sahen das anders. Sie war schon vorher ein Rockstar und die erste Frau, die riesige Arenen füllte. Ihr Privatleben hielt der Antistar aus der Öffentlichkeit heraus. Sie adoptierte zwei Kinder. „Ich musste nicht heiraten“, sagte sie einmal dem New Yorker. „Ich hatte mein eigenes Leben“. Linda Ronstadt lebt in San Francisco, schreibt Bücher und arbeitet an Dokumentarfilmen mit. Derzeit ist ein Biopic in Arbeit, indem sie von der Schauspielerin Selena Gomez gespielt werden soll. Ich freu mich drauf. Aber jetzt werde ich erstmal an meine LP-Sammlung gehen und die alte Platte von Linda Ronstadt auf den Teller legen. Analog, nicht digital. Und ihnen empfehle ich, sich jetzt erstmalzurückzulehnen und zu genießen. Hier ist Linda Ronstadt mit „You’re no good“. Happy Birthday zum 80igsten, Linda Ronstadt!   ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

16 jul 20265 min