Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

Make America healthy again

1 min · 4. juni 2026
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Description

260604PC Make America Healthy Again Mensch Mahler am 04.06.2026 Merket auf: Es ist nichts hirnrissig genug, um nicht von der MAGA-Bewegung propagiert zu werden. MAGA? Hoppla, ich habe mich verlesen. MAHA steht da. Nicht: „Make America great again“, nein, „Make America Health again“. Wo? Na ja, im Kopf wäre wichtig. Aber in der jüngsten MAHA-Propaganda geht es nur um einen Teil des Kopfes, nämlich um Oberlippe und Zahnfleisch. Richtig: Dort kann man Koks reinstecken. Muss man aber nicht. Nikotin geht auch. Aber der Reihe nach: Es ist nur eine Frage des Zeitgeistes, auf welche Art eine Generation ihre Gesundheit ruiniert: Die einen trinken Alkohol und erklären das als Brauchtum. Jahrzehntelang galt rauchen als cool, und nicht als tödlich. Sogenannte „Leistungsträger“ koksten, bis das in den Flüssen ihrer Städte nachweisbar war.  Auf deutschen Schulhöfen kursiert derzeit ein altbekanntes Nervengift in Beuteln, die Pouches (Sprich: Pautsches) heißen, weil sich das cool anhört. Die sind nicht legal zu erwerben, aber wie alles im Internet zu haben. Das Netz muss hierfür nicht einmal dark sein. Unter die Oberlippe geschoben geben die Beutelchen Nervengift ab. Nikotin eben.  Zurück zu MAHA: Influencer der regierungsnahen Make America Health again bewerben Nikotin als leistungsfördernde Substanz und die „gesunde“ Alternative zum Rauchen. Nikotin als Gift verschwindet so aus der Wahrnehmung. In den USA ist das gerade politisch gewollt. Aber warum machen wir eigentlich jeden Scheiß, der über den Teich schwappt mit? Hätte Fast-Food, das uns fett und krank macht, nicht gereicht?   ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

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Solidarität mit der Türkei

260714PC Solidarität mit der Türkei – Widerstand gegen Erdogan Mensch Mahler am 14.7.2026 Mein Ministerpräsident um mein Parteimitglied der Grünen weiß am besten, wie es um sein Heimatland bestellt ist. Hier ein Ausschnitt aus einer Rede Cem Özdemirs im Bundestag in Berlin vom 2018: O-Ton Özdemir Ja, wir wissen es schon lange. Erdogan erpresst die Nato, Europa und Deutschland mit der Ostflanke, die er schon lange nicht mehr verteidigt. Stattdessen macht er mit Putin gemeinsame Sache im nahen Osten. Aber von uns will er Kohle, um sein marodes System an der Macht zu halten. Und wir willfährigen Idioten lecken ihm die Stiefel. Seit dem Putschversuch 2016, der gesichert von Erdogan selbst inszeniert wurde, um gegen die Opposition noch brutaler vorzugehen als bisher zieht er die Daumenschrauben immer weiter an. Nachdem er die bestehende Opposition kaltgestellt hat schneidert er sich jetzt eine loyale Opposition, die ihn hofiert und ihm die Macht bis über 2030 hinaus sichern soll. Sein Herausforderer Ekrem Imamoglu sitzt im Knast, mindestens so lange, bis die nächsten Wahlen in 2 Jahren vorbei sind. Das autokratische Herrschaftssystem Erdogan ist zementiert bis zu seinem Ableben. Wie reagiert der Westen darauf? Erdogan wird zu Staatsbesuchen eingeladen, wir machen Wirtschafts- und Rüstungsdeals mit ihm, der NATO-Gipfel findet in der Türkei statt. Wo ist die von Cem Özdemir beschworene Solidarität mit dem leidenden türkischen Volk? Wir stützen das System, indem wir billigen Urlaub in go tyrkie genießen. Wir sind einfach Schlappschwänze, denen der eigene Vorteil und der eigene Wohlstand über alles geht. Da ist das Klima, die Diktatoren, die Kriegstreiber nicht mehr so wichtig. Ach, Bert Brecht, wie oft muss ich dich noch zitieren. Erst kommt das Fressen, und dann die Moral. Ende der Durchsage.                 ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

14. juli 20262 min
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Die Regierung macht sich der fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig

260713PC Die Regierung macht sich der fahrlässigen Tötung schuldig Mensch Mahler am 13.7.2026 Ich bin Grünen-Mitglied. Und deshalb protestiere ich aufs Schärfste gegen die Politik von Lars Klingbeil.  O-Ton Klingbeil: laber laber  Ende Juni haben wir eine Hitzewelle der Superlative erlebt: 41,8 °C in Sachsen-Anhalt, der höchste je in Deutschland gemessene Wert. Jetzt liegt die erste Bilanz vor: Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sind allein durch diese Hitzewelle rund 5.100 Menschen gestorben. Das ist mehr, als die vergangenen drei Jahre zusammen an hitzebedingten Todesfällen zählten.    Das ist nicht einfach Wetter. Das ist die Klimakrise.    Hitze trifft uns alle – aber nicht alle gleich hart. Wer im Pflegeheim lebt, draußen arbeitet oder noch jung genug ist, um im Kindergarten zu spielen, spürt sie oft am stärksten. Deshalb ist Hitzeschutz keine private Frage, sondern eine politische Aufgabe.    Und was macht die Regierung? Sie kürzt beim Klimaschutz und hält sich damit nicht an ihr eigenes Versprechen.    Die Grünen hatten dem 500-Milliarden-Sondervermögen 2025 nur zugestimmt, u.a. weil davon 10 Milliarden Euro jährlich in den Klima- und Transformationsfonds fließen sollten. Jetzt nimmt Finanzminister Klingbeil davon 2,7 Milliarden Euro jährlich wieder heraus, um seine Haushaltslöcher zu stopfen. Ein durchschaubarer Haushaltstrick.    Auch der Etat für Umwelt- und Klimaschutz schrumpft im Haushalt 2027 deutlich. Am härtesten trifft es die Klimaanpassung: Ihre Mittel sollen um bis zu 86 Prozent gekürzt werden.    Wie viele Menschen müssen noch sterben, damit Klimaanpassung endlich zur Top-Priorität wird? Wir fordern daher:  * 5 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen plus mindestens 400 Millionen Euro jährlich, damit Kommunen ihre Klimaanpassung tatsächlich finanzieren können. * Verbindlicher Hitzeschutz für Gesundheitseinrichtungen: Ein Abkühl-Sofortprogramm mit Mitteln aus dem Sondervermögen und verbindliche Hitzeschutzkonzepte für soziale Einrichtungen. * Förderprogramm für Klimaanlagen und Solar: Wo eine Klimaanlage nachgerüstet wird, soll gleichzeitig eine Solaranlage aufs Dach kommen.  Die Bundesregierung macht sich der fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge schuldig. Nicht mehr und nicht weniger. Auf meinem WhatsApp Status findet ihr aktuell einen Protestbrief der Grünen gegen diese Klimapolitik. Macht mit und rennt Klingbeil und der Schwarz-roten Koalition die Bude ein! Die Lösungen liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es nur den politischen Willen und die finanziellen Mittel dazu. Schreib Deiner*m Abgeordnete*n und mach mit uns gemeinsam Druck.                 ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

Yesterday3 min
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Wenn das Handicap zum Welterfolg wird

260712PC Das Handicap wird zum Welterfolg Mensch Mahler am 12.7.2026 Der kleine Django wuchs in einem Bauwagen auf. Er gehörte zur Reinhardt-Familie, die als Sinti-Musikerfamilie durch Europa zog. Schon früh lernte er fantastisch Gitarre spielen. Als eines Tages der Bauwagen ausbrannte, schien Djangos Schicksal besiegelt. Ein brennender Balken fällt ihm auf die Linke Hand. Django ist 18 Jahre alt und schon ein berühmter Jazz-Gitarrist in der Szene. Infolge des Unfalls bleiben der Ring- und kleine Finger dauerhaft gelähmt. Und genau diese Behinderung sorgt dafür, dass Django Reinhardt eine Technik entwickelt, die unnachahmlich ist und ihn weltberühmt macht. Er stirbt erst 43jährig an einem Hirnschlag. Bonnie Tylor wuchs als Gaynor Hopkins in Wales auf. Sie tingelt durch Clubs, hat eine glockenhelle Stimme. Ein Scout entdeckt sie und bringt sie in die Szene. Es läuft ordentlich, bis ein Unglück passiert. 1977 unterzieht sich Tyler einer Operation, um Knötchen von ihren Stimmlippen [https://de.wikipedia.org/wiki/Stimmlippe] entfernen zu lassen. Da sie der Anweisung ihres Arztes, für eine bestimmte Zeit nicht zu sprechen, nicht folgte, wurde ihre Stimme rau, womit ihre Karriere im Musikgeschäft zu Ende zu sein schien. Tatsächlich aber wurde die „Reibeisenstimme“ zu ihrem Markenzeichen.  1978 bereits erfolgte mit „It’s a Heartache“ der Internationale Durchbruch. Anfang Mai 2026 musste Tylor wegen eines Darmdurchbruchs notoperiert werden. Bonnie Tylor starb vor 4 Tagen, am 8. Juli 2026 in einem Krankenhaus in Faro im Alter von 75 Jahren.  Zwei Beispiele, wie ein Handicap zum Welterfolg werden kann.                   ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

12. juli 20265 min
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Die Kettensägen-Diplomatie

260711PC Revolver, Kalaschnikow, Kettensäge Mensch Mahler am 11.7.2026 Tja, manche Geschenke kann man zurückgeben. Oder weiterverschenken. Dieses kann Friedrich Merz nur heimlich verschwinden lassen. Recep Erdogan schenkte einigen Regierungschefs beim Nato-Gipfel in der Türkei jeweils einen Revolver – umtauschsicher. Mit eingraviertem Namen. Mit einer Schachtel Munition. Und eine Ausführgenehmigung noch dazu. Das Problem: in die meisten Nato-Staaten darf man keine scharfen Waffen einführen. Merz war etwas verlegen und beauftragte dann die deutsche Botschaft und das Auswärtige Amt mit dem Transport nach Berlin.  Was sagt das über den Schenker aus? Was will er mit dieser Geste bezwecken? Hey Cowboy, ich zeig dir mal, wie man mit Oppositionellen umgeht? Problemlösung auf türkisch? Keineswegs. Auf russisch geht das so: Kreml-Chef Vladimir Putin hat schon mehrfach das legendäre Kampfgewehr Kalaschnikow verschenkt. Einer seiner Vorgänger, Nikita Chruschtschow, überreichte einst Dwight D. Eisenhower ein aufwändig graviertes Jagdgewehr. In der Sammlung des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer entdeckte man unter anderem einen Tomahawk und ein Samuraischwert.  Wie so oft schoss den Vogel aber kein anderer als Gerhard Schröder, SPD-Kanzler und Raubein, ab. Dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush übergab er eine Kettensäge. Gaz-Prom- Gerd war schon immer ein Mann fürs Grobe. Und um eine Begründung war er auch nie verlegen. O-Ton Schröder: „Auf einer solchen Basis kann man dann auch unterschiedliche Positionen diskutieren. Mit einem Revolver, einer Kalaschnikow oder einer Kettensäge kann man eben auch Diplomatie betreiben. Man nennt das Kahlschlag.         ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

11. juli 20261 min
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Tax the Rich

260710PC Tax the Rich - TaxMeNow Mensch Mahler am 9.7.2026 Am bekanntesten ist wohl die BASF-Erbin Marlene Engelhorn, die 25 Millionen ihres Vermögens über einen sogenannten Bürgerrat an 77 verschiedene Organisationen und Vereine in Österreich verteilte. Das Geld floss in gesellschaftliche Bereiche wie Klimaschutz, Obdachlosenhilfe, Menschenrechte, Bildung und Armutsbekämpfung, ohne dass die Erbin selbst über die Empfänger entschied. Inzwischen gibt es in der TAxMeNow-Bewegung zahlreiche Follower Engelhorns. Da ist zum Beispiel Stefanie Bremer, die erst als Teenager erfuhr, das sie in Kürze über 15 Millionen Mark verfügen würde, ohne dafür einen Finger krumm gemacht zu haben. Stefanie Bremer ist nicht ihr richtiger Name, den hält sich geheim, um sich selbst zu schützen. Das in Deutschland weit verbreitete Mäzenentum sieht sie kritisch. Es darf nicht vom Goodwill einzelner Mäzenen abhängen, was in Kommunen noch finanziert wird. Dann lieber freiwillig mehr Steuern zahlen in der Hoffnung, dass sie gut verwaltet und verwendet werden. Jannik K. hat geerbt. So viel, dass er sich zwei Wohnungen leisten konnte und er sich deutlich von seinen Kumpeln unterschieden hat, ohne etwas dafür getan zu haben. O-Ton Jannik K: „Wie kann das eigentlich sein, dass wir in ner vermeintlich Leistungsgesellschaft leben und in der einen hab ich was geleistet, nämlich arbeitet und bei dem einen hab ich leistungsloses äh Erbe bekommen und muss darauf keine Steuern zahlen“ Dass unser System systematisch die Reichen begünstigt liegt daran, dass die Vermögenssteuer Mitte der 90iger Jahre abgeschafft wurde, um die Wirtschaft anzukurbeln. Nach dem Motto: Besser Arbeitsplätze schaffen als Steuern zahlen. Auch die Erbschaftssteuer ist im Fall der Großverdiener lächerlich gering, außerdem gibt es viele Schlupflöcher. Was zu Folge hat, dass 10% der Deutschen über knapp 70% des Kapitals verfügen. In Berlin herrscht zudem Lobbyismus. O-Ton Thomas Eigentaler: „Also wer mal ne Weile in Berlin gearbeitet hat wie ich der weiß, dass in Berlin ein buntes Lobbywesen herrscht. Und Leute, die ein hohes Einkommen haben, die viel Vermögen haben, die im unternehmerischen Bereich tätig sind, die sind es gewohnt, ihre Interessen unmittelbar der Politik zu spiegeln. Und: die Lobby sagt natürlich: Vermögenssteuer die wollen wir gar nicht.  Sagt Rechtsanwalt Thomas Eigentaler. Ich habe mich der TaxMeNow-Bewegung angeschlossen. Ich bin zwar kein Superreicher, meine aber dennoch, dass die Vermögenssteuer wieder eingeführt werden sollte, die Erbschaftssteuer deutlich angehoben werden sollte, ebenso wie der Spitzensteuersatz. Ich bin und bleibe eben ein Gerechtigkeitsfanatiker.               ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

10. juli 20268 min