Mordlust
Triggerwarnung: In dieser Folge geht es um Tierquälerei. Regina und Peter können es kaum erwarten: Schon bald soll ihre Tochter Vivien aus der Psychiatrie entlassen werden, wo sie die vergangenen Monate stationär behandelt wurde. Regina und Peter freuen sich darauf, bald endlich wieder fernab der Klinikmauern Zeit mit ihr zu verbringen. Doch als Peter am 31. Mai 2022 auf dem Weg ist, um Vivien einen Besuch abzustatten, erhält er einen Anruf von ihrem behandelnden Arzt, der seine und Reginas Welt in Scherben legt. Und ihnen schmerzlich klar macht, dass ihre Tochter die geschlossene Station niemals mit gepackten Taschen verlassen wird… Psychiatrische Kliniken sind ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitssystems: Mehr als 800. 000 Menschen wurden laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2024 in psychiatrischen Krankenhäusern stationär behandelt. In dieser Folge von “Mordlust - Verbrechen und ihre Hintergründe” werfen wir einen genauen Blick auf das System Psychiatrie. Unter anderem sprechen wir über geschlossene Stationen, die Voraussetzungen für Zwangseinweisungen und beleuchten den Umgang mit vermeintlich gefährlichen Patient:innen. Expert:innen in dieser Folge: Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie Barbara Jost, Fachanwältin für Medizin- und Arzthaftungsrecht Sabrina Diehl Laurent LaFleur, Richter am OLG München Prof. Dr. Anke Bramesfeld vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung. Credit Hosts: Paulina Krasa, Laura Wohlers Producer: Paulina Krasa, Laura Wohlers und Jon Handschin Redaktion: Paulina Krasa, Laura Wohlers, Jennifer Fahrenholz Schnitt: Pauline Korb Rechtliche Abnahme: Abel und Kollegen Quellen (Auswahl) Das Organspende-Register [https://organspende-register.de/erklaerendenportal/] Landgericht München I: Urteil vom 5. August 2023 - liegt vor Oberlandesgericht München: Beschluss vom 31. Juli 2025 - liegt vor Studie: “Tötungsdelikte in Kliniken für Psychiatrie aus der Metaperspektive eines Bundeslandes” [https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-2567-7188.pdf] Bayerischer Rundfunk: “Patienten als Täter. Tatort Psychiatrie” [https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/report-psychatrie-100.html] Partner der Episode Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte! [https://linktr.ee/Mordlust] Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio! [https://www.seven.one/portfolio/sevenone-audio]
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Comments
37Ich finde es großartig, das hier zu Anfang über ein so wichtiges Thema wie die Organspende gesprochen wird! Mein Sohn ist vor 3 1/2 Jahren mit nur 20 Jahren gestorben. Er hatte seit seinem 16. Lebensjahr einen Organspende Ausweis. 6 Menschen konnten durch ihn gerettet werden! Unglaublich wichtiges Thema!
🫂🫂🫂
Zum Thema Organspende - find ich ethisch bedenklich denn wenn Schweigen automatisch als Zustimmung gilt, wird ein grundlegendes Prinzip verdreht: Echte Zustimmung setzt eine bewusste, informierte Entscheidung voraus. Ohne aktives „Ja“ fehlt diese Klarheit. Stattdessen wird aus Passivität plötzlich Einverständnis gemacht – und das bei einer der persönlichsten Fragen überhaupt, nämlich dem eigenen Körper über den Tod hinaus.
Ich finde, besser hätte man es nicht ausdrücken können. Ich stimme dir 100% zu
Stimme ich null zu
Sehe ich auch so. Meine Schwester ist bei uns zu Hause gestorben und das war ein unfassbar schmerzhafter Prozess für alle. Unvorstellbar wenn sie dann im Krankenhaus mit schlagendem Herzen mitten im Prozess weg gebracht worden wäre. Wir hatten sie auch noch nach dem Tot einen ganzen Tag und eine Nacht bei uns. Ihre Tochter und wir hatten so viel Zeit uns zu verabschieden. Sogar unsere Katzen sind ihr nicht von der Seite gewichen und haben sie bis zum abholen begleitet.
Ich habe dieses Argument noch nie verstanden. Du kannst doch aktiv Nein sagen, dieses Recht nimmt dir doch niemand.
Ja, machen andere Länder auch und ist nun mal Teil davon, ein aktives Mitglied einer solidarischen Gesellschaft zu sein.
03:55 Start
Danke :)
Warum wird das immer wieder geschrieben? Gerade in dieser Folge wird anfangs über soo ein wichtiges Thema gesprochen, warum sollte man da auch noch andere dazu animieren, diesen Part zu skippen?
Peach, sie animiert doch niemanden. Alle, die das hören wollen, die machen das.
Doch Stephanie, das tut sie. Wenn niemand den Time Stamp postet, müssen sich alle durchskippen und merken dabei vielleicht, dass das Thema Organspende ja doch hörenswert ist. Durch diesen Kommentar kann man aber direkt zum Inhalt der Folge skippen und weiß überhaupt nicht, dass anfangs gar keine dumme Werbung, sondern etwas Wichtiges und Wertvolles geteilt wird.
Nein, Peach, das tut sie nicht. Ich skippe auch ohne Zeitangabe und alle, die ich kenne, ebenso. Vielleicht sind das einfach unterschiedliche Realitäten, in denen wir leben. Ich glaube dir, dass deine Aussage auf dich zutrifft. Aber auf andere eben nicht zwingend. Ich bin jedenfalls sehr dankbar, Katharina ❤️
Hä ich hab doch selbst gesagt dass eh alle skippen, das ist schon dieselbe Realität
Also bei mir ist der Start der Folge bei 6:19 😄
@peach. Ja das Thema ist wichtig. Bedeutet aber trotzdem nicht dass jeder der darüber Bescheid weiß automatisch spenden will und wird. Wer das Thema Skipper will, lass ihn doch. Jemand der Organe spenden will setzt sich genauso damit auseinander wie jemand der das nicht möchte. Sogar mit Eintrag ins Register ;)
Ich bin erstmal schockiert, dass dem Vater beim Autofahren gesagt wurde, dass seine Tochter tot ist. Aus meiner Sicht super fahrlässig und total unverständlich.
Ja, das hat auch mich erschüttert. Welcher verantwortungsbewusste Arzt tut so was?
Finde ich super Paulina, ich gebe erste Hilfe Kurse und halte 3-4x die Woche den Vortrag darüber wie wichtig die Organspende ist🙌🫶
Kurze Frage an alle, die schon reingehört haben: wie umfangreich ist die Tierquälerei und kann man den Part skippen und die Story dennoch verstehen?
Ist nur ein super kurzer part und du kannst 15 Sekunden skippen wenn es kommt
Furchtbarer Fall. 😣
In den USA habe ich es so kennen gelernt, dass man bei Ausstellung des Führerscheins entscheidet, ob man Organe spenden möchte. Das wird auf dem Führerschein eingetragen. Es wäre doch einfach, diesen Eintrag im Personalausweis vermerken zu lassen
Das in der Psychiatrie ein Patient einem anderen gegenüber zur Fremdgefahr wird kommt garnicht Mal so selten vor auch wenn es nicht zwangsläufig zum Mord wird. Bei meinem letzten Aufenthalt wurden Scherben in mein Bett gelegt 🧐🫣 deswegen meide ich die Psychiatrie mittlerweile
Ich arbeite selbst auf solch einer geschützten Station und bin schockiert über das Handeln der Klinik bzw. des Personals.😩
Er hat mit Ansage gemordet. Unverständlich das er bis zu seiner Stabilisierung nicht ausreichend beobachtet wurde
Ich bin über einige Ungereimtheiten gestolpert. Der Täter war in der geschlossenen Station untergebracht. Auf der dann ja auch das Opfer untergebracht gewesen sein muss. Wieso um alles in der Welt wird eine Patientin, die bald entlassen werden soll und als stabilisiert gilt in einer geschlossenen Station untergebracht?
Ich war mal in einer halb geschlossenen Station. In meinem Zimmer eine suizidale Person. Es war bekannt das diese Person es permanent immer wieder versucht. Trotzdem wurde nicht regelmäßig geschaut. Nachdem die eine Stunde im Bad verschollen war, und ich nichts mehr hörte hab ich geklingelt. Natürlich sie hatte ne Schere geklaut und furwerkte an sich rum. Was dann passiert ist war ein Alptraum. 8 Pfleger schmissen sich auf diese zierliche Person und konnten sie kaum bändigen. Ich musste all das
mit ansehen. Keiner hat einmal nach mir gefragt was das so macht mit einem. Für mich ist das ein Trauma bis heute. Keine Sau hat es interessiert was mit dem Mädel ist. Das ging dann alle zwei Tage fixieren, still stellen, und von vorn. Und ich immer dazwischen. Ich selbst völlig durch, mit kPTBS.
Ich sehe da Einiges anders. Und du hast es ja selber gesagt: die Menschen, die sich auf so einer Station aufhalten, haben ein höheres Schutzbedürfnis. Diesem wird meine Meinung nach durch fehlende Transponder und Sicherungsmechanismen an den Türen nicht Rechnung getragen. Im Zweifelsfall geht für mich immer, die Gesellschaft ist schützenswertenter als die Freiheit des Individuums. Ach Tode auf psychiatrischen Stationen, jeder einzelne ist einer zu viel 😳😳
Und noch was zum Thema geschlossenen Station so, dass bestimmte Gegenstände wie z. B. Nagelfeilen oder Nassrasierer verboten sind. Auf der geschlossenen Station, in der ich war, wurden auch Taschenkontrollen durchgeführt.
Gesellschaft zu schützen muss vorrangig sein. Wir hätten nicht täglich Messerstecher und Tötungsdelikte( vor den Zug stoßen) wenn solche Menschen for immer weggesperrt werden.
Also ich war schon immer dafür, aber als meine Schwiegermutter eine Lunge bekommen hat, hoffe ich das auch meine Organe wem helfen
Schade das nicht der richtige Name des Opfers genannt wird. Man sollte sich an sie erinnern
Du kannst den Namen einfach über AI suche (ich habe Gemini genutzt) finden. Einfach die Eckdaten eingeben und dann bekommst du den Klarnamen. Die Eltern haben eine sehr liebevolle Internetseite für sie erstellt.
Ich könnte zu der Folge so viel schreiben, weil fast alle Kulissen und Situationen und die Krankheit verstehe/kennengelernt habe. Ich verstehe auch die Eltern & bin begeistert, wie sie immer zu ihrer Tochter gehalten haben und sie supportet haben (absolut nicht selbstverständlich). Meiner Meinung nach sehe ich es auch so, dass die Klinik auch Fehler gemacht hat (ein Patient, der androht jemanden Töten zu müssen sollte man ernst nehmen!).
Ich finde es großartig, das hier zu Anfang über ein so wichtiges Thema wie die Organspende gesprochen wird! Mein Sohn ist vor 3 1/2 Jahren mit nur 20 Jahren gestorben. Er hatte seit seinem 16. Lebensjahr einen Organspende Ausweis. 6 Menschen konnten durch ihn gerettet werden! Unglaublich wichtiges Thema!
Zum Thema Organspende - find ich ethisch bedenklich denn wenn Schweigen automatisch als Zustimmung gilt, wird ein grundlegendes Prinzip verdreht: Echte Zustimmung setzt eine bewusste, informierte Entscheidung voraus. Ohne aktives „Ja“ fehlt diese Klarheit. Stattdessen wird aus Passivität plötzlich Einverständnis gemacht – und das bei einer der persönlichsten Fragen überhaupt, nämlich dem eigenen Körper über den Tod hinaus.