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"Warum ist Shenzhen der Wilde Teenager Chinas, Daniel Yoo?" - Folge 280

41 min · I går
Billede af episoden "Warum ist Shenzhen der Wilde Teenager Chinas, Daniel Yoo?" - Folge 280

Beskrivelse

Daniel Yoo ist seit vielen Jahren für den VDMA in China und organisiert u.a. Learning Journeys nach Shenzen! Ein Roboter kehrt mit einem kleinen Besen die Regale eines Supermarkts. Zwei Meter weiter steht ein Krankenbett, jemand liegt darin, und ein zweiter Roboter bringt die Medikamente. Man schaut sich das an, steigt in den Bus, fährt zur nächsten Station und sagt zueinander, dass das doch nicht wahr sein kann. Daniel Yoo, Chief Representative des VDMA in China, und Raphael Gielgen, Trendscout bei Vitra, erzählen im Gespräch mit Podcast-Host Oliver Kemmann, was eine Woche in Shenzhen mit Menschen macht: Du hast noch nie so viel gestaunt wie in dieser Woche! Im Oktober geht die zweite Learning Journey des VDMA in die Greater Bay Area, und Oliver fliegt mit. Auf dem Programm stehen humanoide Roboter bei UBTech und DexForce, das Elektronik-Headquarter von Huawei und Drohnen bei Micro Multicopter, die groß genug sind, um Menschen zu transportieren. Daniel sagt im Podcast außerdem zu, dass er für die Gruppe eine Rundfahrt im fahrerlosen Taxi organisiert. Im vergangenen Jahr saßen die Teilnehmenden bei Pony AI im echten Verkehr in so einem Wagen, und niemand hat danach über etwas anderes geredet. Raphael war schon dreimal dort und erzählt von einem Abend, an dem ihm ein Digitalchef sagt: Wir können noch zehn Fehler machen und sind immer noch schneller. Ohne jede Arroganz, einfach als Feststellung. Genau solche Sätze nimmt man mit, und genau die kann man zu Hause nicht nacherzählen, wenn man nicht dabei war. Shenzhen beschreibt Daniel als wilden Teenager, Altersdurchschnitt zwischen 28 und 32, fast alle zugezogen, alle mit etwas vor. Die Region ist kleiner als Bayern und wirtschaftet in der Größenordnung Italiens. Wer Sorge hat, dass so eine Reise anstrengend wird: Du wirst morgens um acht in der Lobby abgeholt und musst dich ab da um nichts mehr kümmern. Transfers, Dolmetscher, Briefings vor jedem Besuch, alles steht. Und gegessen wird, als gäbe es kein Morgen. Fünf Tage, kein Gericht doppelt. Raphael nennt es eine Klassenfahrt auf allerhöchstem Niveau, und die Wahrheit ist, dass die besten Gespräche ohnehin abends passieren, im Shuttle, am Tisch, beim Karaoke. Zum Schluss die Frage, ob sich das lohnt. Raphael erinnert sich an seine allererste Learning Journey 2015, bei der am zweiten Tag Game Over war. Die ersten riefen zu Hause an und wollten die Kinder von der Schule nehmen. Was man mitbringt, ist ein voller Rucksack an Geschichten, die man das ganze Jahr erzählt. Die GBA Exploration Tour läuft vom 19. bis 23. Oktober 2026 in Shenzhen, Anreise am Sonntag davor. Offen für Mitglieder und Nichtmitglieder, für Maschinenbauer und für alle anderen. Anmeldung über Oliver, über Raphael oder direkt beim VDMA China. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann über Transformation, Change und alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Am 28. Oktober findet die Zukunftskonferenz Spacewalk Talks am in.betrieb Campus in Nieder-Olm statt, Tickets gibt es unter https://www.spacewalktalks.de [https://www.spacewalktalks.de] . Wenn dir diese Episode gefallen hat, teile sie gerne mit Menschen, die etwas davon haben. Links Daniel Yoo auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/daniel-yoo-8aa2379/ [https://www.linkedin.com/in/daniel-yoo-8aa2379/] Raphael Gielgen auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/raphael-gielgen-93b3386b/ [https://www.linkedin.com/in/raphael-gielgen-93b3386b/] GBA Exploration Tour 2026, Manual und Anmeldung: https://app.glueup.cn/event/greater-bay-area-future-technology-exploration-journey-2026-50799/ [https://app.glueup.cn/event/greater-bay-area-future-technology-exploration-journey-2026-50799/]

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Billede af episoden "Warum ist Shenzhen der Wilde Teenager Chinas, Daniel Yoo?" - Folge 280

"Warum ist Shenzhen der Wilde Teenager Chinas, Daniel Yoo?" - Folge 280

Daniel Yoo ist seit vielen Jahren für den VDMA in China und organisiert u.a. Learning Journeys nach Shenzen! Ein Roboter kehrt mit einem kleinen Besen die Regale eines Supermarkts. Zwei Meter weiter steht ein Krankenbett, jemand liegt darin, und ein zweiter Roboter bringt die Medikamente. Man schaut sich das an, steigt in den Bus, fährt zur nächsten Station und sagt zueinander, dass das doch nicht wahr sein kann. Daniel Yoo, Chief Representative des VDMA in China, und Raphael Gielgen, Trendscout bei Vitra, erzählen im Gespräch mit Podcast-Host Oliver Kemmann, was eine Woche in Shenzhen mit Menschen macht: Du hast noch nie so viel gestaunt wie in dieser Woche! Im Oktober geht die zweite Learning Journey des VDMA in die Greater Bay Area, und Oliver fliegt mit. Auf dem Programm stehen humanoide Roboter bei UBTech und DexForce, das Elektronik-Headquarter von Huawei und Drohnen bei Micro Multicopter, die groß genug sind, um Menschen zu transportieren. Daniel sagt im Podcast außerdem zu, dass er für die Gruppe eine Rundfahrt im fahrerlosen Taxi organisiert. Im vergangenen Jahr saßen die Teilnehmenden bei Pony AI im echten Verkehr in so einem Wagen, und niemand hat danach über etwas anderes geredet. Raphael war schon dreimal dort und erzählt von einem Abend, an dem ihm ein Digitalchef sagt: Wir können noch zehn Fehler machen und sind immer noch schneller. Ohne jede Arroganz, einfach als Feststellung. Genau solche Sätze nimmt man mit, und genau die kann man zu Hause nicht nacherzählen, wenn man nicht dabei war. Shenzhen beschreibt Daniel als wilden Teenager, Altersdurchschnitt zwischen 28 und 32, fast alle zugezogen, alle mit etwas vor. Die Region ist kleiner als Bayern und wirtschaftet in der Größenordnung Italiens. Wer Sorge hat, dass so eine Reise anstrengend wird: Du wirst morgens um acht in der Lobby abgeholt und musst dich ab da um nichts mehr kümmern. Transfers, Dolmetscher, Briefings vor jedem Besuch, alles steht. Und gegessen wird, als gäbe es kein Morgen. Fünf Tage, kein Gericht doppelt. Raphael nennt es eine Klassenfahrt auf allerhöchstem Niveau, und die Wahrheit ist, dass die besten Gespräche ohnehin abends passieren, im Shuttle, am Tisch, beim Karaoke. Zum Schluss die Frage, ob sich das lohnt. Raphael erinnert sich an seine allererste Learning Journey 2015, bei der am zweiten Tag Game Over war. Die ersten riefen zu Hause an und wollten die Kinder von der Schule nehmen. Was man mitbringt, ist ein voller Rucksack an Geschichten, die man das ganze Jahr erzählt. Die GBA Exploration Tour läuft vom 19. bis 23. Oktober 2026 in Shenzhen, Anreise am Sonntag davor. Offen für Mitglieder und Nichtmitglieder, für Maschinenbauer und für alle anderen. Anmeldung über Oliver, über Raphael oder direkt beim VDMA China. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann über Transformation, Change und alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Am 28. Oktober findet die Zukunftskonferenz Spacewalk Talks am in.betrieb Campus in Nieder-Olm statt, Tickets gibt es unter https://www.spacewalktalks.de [https://www.spacewalktalks.de] . Wenn dir diese Episode gefallen hat, teile sie gerne mit Menschen, die etwas davon haben. Links Daniel Yoo auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/daniel-yoo-8aa2379/ [https://www.linkedin.com/in/daniel-yoo-8aa2379/] Raphael Gielgen auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/raphael-gielgen-93b3386b/ [https://www.linkedin.com/in/raphael-gielgen-93b3386b/] GBA Exploration Tour 2026, Manual und Anmeldung: https://app.glueup.cn/event/greater-bay-area-future-technology-exploration-journey-2026-50799/ [https://app.glueup.cn/event/greater-bay-area-future-technology-exploration-journey-2026-50799/]

I går41 min
Billede af episoden Was ist Kybernetik zweiter Ordnung, Dr. Lina Nagel-Wilkening? - Folge 279

Was ist Kybernetik zweiter Ordnung, Dr. Lina Nagel-Wilkening? - Folge 279

Lina Nagel-Wilkening ist Podcast-Host, Sozialwissenschaftlerin, Mediatorin und Konflikttrainerin Ein Thermostat regelt die Temperatur im Raum selbst, und es ist ihm völlig egal, wer im Raum steht. Bei Menschen ist das anders: Wer ein System beobachtet, verändert es, weil er selbst darin steckt. Um diese Denkweise geht es in der Kybernetik zweiter Ordnung, der Mutter allen Systemischen Denkens, und Lina Nagel-Wilkening hat ihr eine ganze Podcast-Reihe im Carl Auer Verlag gewidmet. Sie ist Sozialwissenschaftlerin, Mediatorin und Konflikttrainerin und forscht am Wittener Institut für Familienunternehmen zu Kommunikation und Konflikten in Unternehmerfamilien. Lina erzählt, wie sie überhaupt dorthin gekommen ist. Ein Konflikt im Studium, in dem sie gleichzeitig Wut und Mitgefühl empfand, zwei Gefühle, die sich ausschlossen und trotzdem gegenseitig hervorbrachten. Über den indischen Philosophen Nagarjuna und über Gregory Bateson landete sie schließlich bei einem Begriff, der 1950 aus einer Publikation von Norbert Wiener stammt und sich vom griechischen Wort für Steuermannskunst ableitet. Wir klären, was Kybernetik erster Ordnung mit Heizungen und Regelkreisen zu tun hat, wo die zweite Ordnung anfängt und warum Heinz von Foerster ihr den Namen Cybernetics of Cybernetics gab. Dazu die Geschichte der Macy Conferences, benannt nach der Kaufhausfamilie, finanziert nach der Heilung einer kranken Tochter, und Margaret Mead als einzige Frau in einer Runde von Biologen, Philosophen und Anthropologen. Lina erklärt, warum Unternehmerfamilien ein besonderer Fall sind: Zwei Logiken sitzen am selben Frühstückstisch, und eine harmlose Frage wie "Was machst du heute?" kann privat gemeint oder als Leistungsnachfrage verstanden werden. Wir sprechen über Nachfolge, über Alte, die nicht loslassen, und über Kinder, die aus Protest nicht einsteigen wollen. Und wir schauen auf die Beschleunigung, in der Organisationen gerade stehen, auf Algorithmen, die uns konfektionierte Welten bauen, und auf das, was trotzdem bleibt: Teilverantwortung, auch wenn man nicht alles in der Hand hat. Zum Schluss ein Alltagsbeispiel nach Paul Watzlawick, an dem sichtbar wird, wie Konflikte sich selbst am Leben halten. Je mehr die eine Seite fordert, desto mehr zieht sich die andere zurück. Je mehr sich der eine erklärt, desto mehr erklärt sich der andere. Beide handeln für sich logisch, beide sehen sich im Recht, und keiner merkt, dass er mit seinem Verhalten genau das erzeugt, was er loswerden will. Wer verstehen will, wie man aus so einem Kreislauf aussteigt, bekommt hier die Begriffe dafür. Links Lina Nagel-Wilkening auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/linananing/ [https://www.linkedin.com/in/linananing/] Profil am WIFU, Universität Witten/Herdecke: https://www.uni-wh.de/ansprechpartner/lina-nagel [https://www.uni-wh.de/ansprechpartner/lina-nagel] Podcast "Cybernetics of Cybernetics" beim Carl-Auer Verlag: https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics [https://www.carl-auer.de/magazin/cybernetics-of-cybernetics] Buch "Kybernetik, Kommunikation und Konflikt", Carl-Auer 2021: https://www.carl-auer.de/kybernetik-kommunikation-und-konflikt [https://www.carl-auer.de/kybernetik-kommunikation-und-konflikt]

12. aug. 202649 min
Billede af episoden Wie führt man einen öffentlich-rechtlichen Sender, wie den SWR, in die Zukunft, Ulla Fiebig? - Folge 278

Wie führt man einen öffentlich-rechtlichen Sender, wie den SWR, in die Zukunft, Ulla Fiebig? - Folge 278

Ulla Fiebig ist Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz und stellvertretende Intendantin des SWR. Kaum ist die eine Transformation angestoßen, steht der nächste Change vor der Tür. Ulla Fiebig, Landessenderdirektorin Rheinland-Pfalz und stellvertretende Intendantin des SWR, beschreibt im Gespräch mit Podcast-Host Oliver Kemmann einen Zustand, den viele Organisationen kennen und wenige so offen aussprechen: Transformation ist das New Normal! Ulla hat die Transformation ihres Hauses zweimal aus unterschiedlichen Positionen erlebt. Von 2014 bis 2016 leitete sie die strategische Unternehmensentwicklung des SWR. Damals ging es darum, Redaktionen von Fernsehen, Hörfunk und Online auf Themenfelder umzustellen, damit jedes Feld alle Ausspielwege bedienen kann. Heute steht sie in einem Umbau, der anders funktioniert. Verschlankung, weniger Doppelstrukturen, Effizienz. Ihre eigene Direktion gehört dazu, denn die Landessenderdirektion in der bisherigen Form läuft Ende des Jahres aus. Sie sagt trotzdem klar, dass sie den Kurs richtig findet und dass ein Haus dieser Größe die Frage aushalten kann, ob wirklich alles weiterlaufen muss, was früher gelaufen ist. Was den Prozess verschärft, kommt von außen. Die von der KEF empfohlene Beitragsanpassung blieb aus, der Kostendruck steigt, gleichzeitig läuft die Transformation ins Digitale weiter, ohne dass das Lineare wegfällt. Dazu kommt eine gesellschaftliche Lage, in der Medien und Justiz zuerst angegriffen werden. Ulla beschreibt, wie das in den Alltag der Kolleginnen und Kollegen hineinreicht, und warum es aus ihrer Sicht nicht hilft, sich darüber zu beklagen. Ihre Haltung ist die eines gestaltenden Zugriffs, auch wenn Unsicherheit dabei zum Dauerbegleiter wird. Ihr Weg dorthin führte über einen echten Seitenwechsel. Volontariat mit 18 beim Privatradio, Jurastudium in Heidelberg, 1999 Einstieg beim SWR in Mainz, ARD-Vorsitz in Stuttgart unter Peter Boudgoust, drei Jahre Hauptstadtstudio Berlin, dann 2018 die Leitung des Pressereferats im Bundesfamilienministerium. Von dort aus sah sie, welche Wirkung journalistische Arbeit entfaltet, und formuliert im Gespräch eine deutliche Kritik an ihrem eigenen Berufsstand, zu dem sie sich weiterhin zählt. Zum Schluss der Blick fünf Jahre nach vorn. Ulla rechnet mit stärkerer Personalisierung im Radio, mit dem Livestream als Ort des gemeinsamen Erlebens und mit einer Rückbesinnung aufs Persönliche. Ihre These zur KI dreht die gängige Erzählung um: je gleichförmiger die synthetische Ästhetik wird, desto wertvoller wird alles, was sich davon abhebt. Und sie benennt das Dilemma zielgruppengenauer Angebote, die Bubbles verstärken, während der Wunsch nach echter Begegnung wächst. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann über Transformation, Change und alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Am 28. Oktober findet die Zukunftskonferenz Spacewalk Talks am in.betrieb Campus in Nieder-Olm statt, Tickets gibt es unter https://www.spacewalktalks.de [https://www.spacewalktalks.de]. Wenn dir diese Episode gefallen hat, teile sie gerne mit Menschen, die etwas davon haben. Links Ulla Fiebig auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ulla-fiebig-00289a9b/ [https://www.linkedin.com/in/ulla-fiebig-00289a9b/] SWR: https://www.swr.de [https://www.swr.de]

5. aug. 202643 min
Billede af episoden Wie kann man mit KI alleine StartUps bauen, die auch noch Geld verdienen, Michael Buck? - Folge 277

Wie kann man mit KI alleine StartUps bauen, die auch noch Geld verdienen, Michael Buck? - Folge 277

Michael ist BWLer, kann nicht Programmieren und hat jetzt zwei Software StartUps mit Hilfe von KI Agenten gebaut. Michael Buck ist Co-Founder und CEO der Convidera GmbH in Köln. Davor verantwortete er das weltweite Online Marketing bei Dell und arbeitete elf Jahre bei Hewlett-Packard. Er ist BWLer und hat nie programmiert. Diese Lücke hat ihn jahrelang gestört, weil sie ihm die Umsetzung seiner eigenen Produktideen verwehrte. Ideen hatte er reichlich, Firmen hat er mehrfach gebaut, den Inhalt dieser Firmen konnte er nie selbst herstellen. Jetzt baut er alleine StartUps, die auch noch Geld verdienen, im Gespräch mit Podcast Host Oliver Kemmann berichtet er darüber, wie es sich anfühlt über Agenten als "wir" zu sprechen und mit Systemen zu Arbeiten, die ihn bald überflüssig machen könnten. Im Februar 2025 setzt er sich hin und arbeitet sich in Cursor, Lovable und die gängigen KI-Coding-Tools ein. Zehn bis fünfzehn Anläufe später steht ein Tech-Stack, der trägt. Im November beginnt er mit dem ersten eigenen Produkt, im Januar 2026 mit dem Code, Ende März gründet er Optropic. Sein Ziel dabei ist ein Beweis in eigener Sache: ein Unternehmen allein mit KI aufbauen, das im ersten Jahr Umsatz macht. Zwei multinationale Pilotkunden zahlen bereits, das Revenue-Ziel steht für Ende des Jahres. Optropic macht QR-Codes fälschungssicher. Die Technologie versieht den Code mit einer kryptographischen Signatur, die sich mit einer normalen Smartphone-Kamera prüfen lässt, ohne App und ohne Internetverbindung. Buck hat dafür mehrere Patente angemeldet, weil sie auf physischen Elementen basiert. Rein digitale Patente hält er heute für wenig wert, weil KI Variationen davon in Minuten erzeugt. Die Zielmärkte sind Pharma, Medizinprodukte, Gutscheinkarten, Luftfahrt und Automotive, überall dort also, wo Fälschungen laut Buck jedes Jahr Milliardenschäden verursachen und im Pharmabereich weltweit Menschenleben kosten. Das zweite Startup, Realtracks, geht Ende Juli live und knüpft direkt an den EU AI Act an, der am 2. August 2026 scharf geschaltet wird. Buck hat zwölf Monate lang die AGB und Trust Center der großen Softwareanbieter gecrawlt und daraus einen Index gebaut. Unternehmen tragen dort ihren Software-Stack ein und sehen, wie datensouverän ihre Verträge gestaltet sind, wo Lücken zur EU-Verordnung bestehen und was mit ihren Daten passiert. Sein Beispiel dafür ist Slack, dessen Inhalte über Salesforce in das Modell Einstein fließen können, ohne dass die Nutzer davon wissen. Buck hat den eigenen Betrieb als erstes durch die Analyse geschickt und ist nach eigener Aussage krachend durchgefallen. Spannend wird die Folge dort, wo Buck seine Arbeitsweise offenlegt. Er arbeitet mit fünf Master Agents und rund 56 Sub-Agents, die er über sieben selbst geschriebene Gesetze und ein Governance-Dokument steuert. Eines dieser Gesetze heißt brutale Offenheit, weil KI-Systeme gern beschönigen. Jeden Morgen um sieben Uhr bekommt er ein Bulletin mit den Entscheidungen, die das System von ihm braucht. Für teure Modelle nutzt er nur die anspruchsvollen Aufgaben, wiederkehrende Tasks laufen auf günstigeren Modellen, Workflows über n8n. Seine Lernkurve hat er dokumentiert und als Blaupause auf das zweite Startup übertragen, ein Betriebssystem für Company Building. Am ehrlichsten wird das Gespräch beim Thema Kontrolle. Buck beschreibt, wie ihm ein besonders leistungsfähiges Modell nach drei Tagen zu entgleiten drohte, weil es Entscheidungen selbst traf, die vorher bei ihm lagen. Er ist bewusst zurück zu engeren Guardrails gegangen. Und er benennt die Grenze, die ihn beschäftigt: Bei Kryptographie und Postquanten-Themen ist er selbst der limitierende Faktor, intellektuell. Systeme, die Themen bewältigen, die ihr Nutzer nicht mehr versteht, sind für ihn kein schönes Gefühl. Sein Schlusswort richtet er an alle Altersgruppen. Buck ist 59, kennt die Zeit ohne Internet und sieht in der Auseinandersetzung mit KI eine Verantwortung, die von Jahrgang und Vorbildung unabhängig ist. Links Optropic: https://optropic.com [https://optropic.com] Realtracks: https://realtracks.de [https://realtracks.de] Convidera: https://www.convidera.com [https://www.convidera.com] Michael Buck auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mgbuck/ [https://www.linkedin.com/in/mgbuck/] n8n: https://n8n.io [https://n8n.io] GS1 Germany: https://www.gs1-germany.de [https://www.gs1-germany.de] EU AI Act im Volltext: https://artificialintelligenceact.eu [https://artificialintelligenceact.eu] Spacewalk Talks 2026 Die Zukunftskonferenz am 28. Oktober 2026 im in.betrieb Campus Nieder-Olm. Tickets und Programm: https://spacewalktalks.de [https://spacewalktalks.de]

29. juli 202645 min
Billede af episoden Female Future: Warum fliessen 94% des VC-Kapitals an rein männliche Teams, Julia Krogmann? - Episode 276

Female Future: Warum fliessen 94% des VC-Kapitals an rein männliche Teams, Julia Krogmann? - Episode 276

Julia Krogmann gründet mit ihrer Schwester SistaAct zur Finanzierung diverser StartUps! Julia Krogmann wächst in einer Familie auf, in der über Geld gesprochen wird. Finanzielle Unabhängigkeit von Frauen gehört dort zur Erziehung, das Wissen über verschiedene Assetklassen ebenso. Als das Familienunternehmen verkauft wird und Liquidität frei ist, sucht sie eine Anlageform, die Innovation fördert, und landet bei Startups. Mit ihrer Schwester gründet sie SistaAct und investiert in impact-getriebene Unternehmen, in denen mindestens eine Gründerin im Team sitzt. Female Future Spezial: Sarah Kübler und Oliver Kemmann im Gespräch mit Julia Krogmann, Investorin und Mitgründerin von SistaAct. 94 Prozent des Venture-Kapitals gingen 2025 an rein männliche Gründungsteams, 1 Prozent an rein weibliche. Julia nennt die Zahl sachlich und erklärt den Mechanismus dahinter. Funding follows trust, und Vertrauen entsteht in Netzwerken, die über Jahrzehnte männlich gewachsen sind. Dazu kommt der Similarity Bias, die Neigung, in Menschen zu investieren, die einem selbst ähneln. Der Gründerinnenanteil liegt bei 19 bis 20 Prozent, der Anteil von Investorinnen bei 12 bis 15. Deutschland lässt damit unternehmerisches Potenzial liegen, das es gut gebrauchen könnte. Im Gespräch geht es um die Frage, warum Studentinnen später ans Gründen denken als ihre Kommilitonen und wie stark die bekannten Finanzierungszahlen darauf zurückwirken. Um Business Angels, die drei Viertel aller Erstinvestments stemmen und damit vor den VCs entscheiden, welche Ideen überhaupt auf den Markt kommen. Um das, was Investorinnen in einem Pitch sehen wollen, eine tragfähige Vision, ein komplementäres Team, Resilienz und die Bereitschaft zum Pivot. Und um Gründerinnen, von denen 80 Prozent Mütter sind und die sich heute noch anhören, sie vernachlässigten ihr Kind. Am Ende beschreibt Julia ihr Bild der Zukunft. Eine Startup-Szene, in der die Frage nach weiblich oder männlich keine Rolle mehr spielt, weil das ganze Potenzial des Landes im Spiel ist. Über das Rocketfuel Female Future Spezial Rocketfuel ist der Podcast für Transformation und Change, für alles, was Organisationen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderserie, in der Sarah Kübler als Co-Moderatorin Gäste mitbringt, die zeigen, wie Frauen digitale Themen, Führung und Zukunft gestalten. Die Spacewalk Talks, die Zukunftskonferenz in Mainz, finden am 28. Oktober statt. Tickets unter https://www.spacewalktalks.de. Wenn dir diese Episode gefallen hat, teile sie gerne weiter. Links Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarah-kübler-hitchon HITCHON: https://www.hitchon.de Julia Krogmann auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/julia-krogmann-b74748168/ SistaAct: https://sistaact.de/ Rocketfuel Podcast: https://www.rocketfuel-podcast.de Netzwerke und Plattformen aus dem Gespräch encourage ventures, das Investor:innen-Netzwerk für Gründer:innen: https://encourage-ventures.com/ Business Angel Academy von encourage ventures, in der Julia als Referentin unterrichtet: https://encourage-ventures.com/investorinnen/business-angel-academy/ Bundesverband der Business Angels Deutschland (BAND): https://www.business-angels.de/ mit der Wo/Men Investors Alliance: https://www.business-angels.de/wo-men-investors-alliance/ Startupverband: https://startupverband.de/ und der Female Founders Monitor 2025: https://startupverband.de/fileadmin/startupverband/mediaarchiv/research/ffm/2025FemaleFoundersMonitor.pdf Female Investors Network: https://female-investors.network/ The Evangelistas: https://www.theevangelistas.com/ Studie EY Startup-Barometer 2026, „Nur 1 Prozent des Risikokapitals fließt in rein weibliche Jungunternehmen": https://www.ey.com/de_de/newsroom/2026/03/ey-startup-barometer-2026-gruenderinnen-und-gruender

19. juli 202640 min