Feministische Bibelgespräche

Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom

41 min · 15. jan. 202641 min
episode Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom cover

Beskrivelse

Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer lebendigen Diskussions- und Glaubensgemeinschaft, in der Frauen und SklavInnen wichtige Aufgaben übernehmen. Zum Eingangstor wird das letzte Kapitel: Die dort erwähnte Phoebe war nicht nur die Überbringerin des Briefes, sondern seine erste Interpretin und Erklärerin. Und Tertius, ein Sklave, outet sich als einer der Schreibenden. So liest sich Paulus neu und sehr zeitgemäß. Sein Aufruf „Schwimmt nicht mit dem Strom“ (Römer 12,2) macht den alten Brief zu einem Dokument des politischen und spirituellen Widerstands. Shownotes: Behandelte Bibelstellen: Römer 12,1–2 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Roem/12/1-2/] und Römer 16 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Roem/16/1/] (Bibel in gerechter Sprache) Claudia Janssen, Mutig durch die Welt gehen. In: Exegetische Skizzen [https://www.kirchentag.de/fileadmin/allgemein/service/downloads/materialheft_exegetische_skizzen_hannover2025.pdf], Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover, 30. April – 4. Mai 2025, S. 20. Marlene Crüsemann: Trost, charis und die Kraft der Schwachen: Eine Christologie der Beziehung nach dem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth, in: Dies./Carsten Jochum-Bortfeld: Christus und seine Geschwister. Christologie im Umfeld der Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh 2009, S. 111–137. Luzia Sutter Rehmann, Die paulinischen Briefe in der feministischen Exegese – ein Überblick [https://www.lectio.unibe.ch/de/archiv/luzia-sutter-rehmann-die-paulinischen-briefe-in-der-feministischen-exegese-ein-ueberblick.html]. In: lectio difficilior 1/2001.

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28 episoder

episode Jesu wahre Verwandte? cover

Jesu wahre Verwandte?

In einer Episode im Markusevangelium (Mk 3,30-35) fallen von Jesus die Worte: „Wer ist meine Mutter? Wer sind meine Geschwister?“ In dieser Folge stellt Luzia Sutter Rehmann die gängige Auslegung, hier gehe es um einen Familienkonflikt, Wort für Wort und Schritt für Schritt in Frage: Warum eilen Jesu Mutter und Geschwister herbei und rufen Jesus heraus? Wird er gegen seinen Willen festgehalten? Ist er in einer Notsituation? Braucht er Hilfe? Aus einer befreiungstheologischen Perspektive gelesen, öffnet sich der Blick auf eine Todesbedrohung durch die Gefolgsleute des Herodes. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: Markus 3,30-3 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Mk/3/30-35/]5 Weiterführende Lektüre: * Luzia Sutter Rehmann, Dämonen und unreine Geister. Die Evangelien, gelesen auf dem Hintergrund von Krieg, Vertreibung und Trauma, Gütersloh 2023, S: 319-330. * Schalom Ben-Chorin, Mutter Mirjam. Maria in jüdischer Sicht, München 1982.

18. maj 202638 min
episode „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“ cover

„Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?“

Die letzten Worte am Kreuz hat Jesus in seiner Muttersprache Aramäisch gesprochen: „Eli, eli, lema sabach thani?“ (Matthäus 27,46-50) Warum legen die Evangelien Jesus Worte aus Psalm 22 in den Mund? Und warum in seiner aramäischen Muttersprache? Je genauer Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich dem nachgehen, desto deutlicher wird, wie die Kraft des Psalms die Betenden aus der Nacht der Verzweiflung in das Morgenlicht führt. Bei ihrer Analyse stoßen die beiden Theologinnen auch auf die vielen Frauen, die Jesu Kreuzigung einrahmen – und auf deren Verbindung zur alttestamentlichen Königin Esther. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: Matthäus 27,46-50 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Mt/27/46-50/] Zum Weiterlesen: Bettina Wellmann, Ester und Psalm 22. In: Ester (Die Bibel erzählt …), hg. von Klara Butting, Gerard Minnaard, Marie-Theres Wacker, Wittingen 2005, S. 65-68. Die vielen Dimensionen von Psalm 22. Heft 1/2026 [https://www.bibelwerk.shop/produkte/die-vielen-dimensionen-von-psalm-22-1002601] von: Bibel und Kirche. Die Zeitschrift zur Bibel in Forschung und Praxis, Katholisches Bibelwerk, Stuttgart.

15. apr. 202636 min
episode Nicht sakrosankt: Das Schweigegebot auf dem Prüfstand cover

Nicht sakrosankt: Das Schweigegebot auf dem Prüfstand

Viele Bibelübersetzungen lassen noch immer das „Schweigegebot für Frauen“ (1 Kor 14,34-35) unkommentiert stehen, als ob es gottgegeben oder doch zumindest von Paulus wäre. Aber stammt das Schweigegebot überhaupt von Paulus? Und sollen christliche Frauen wirklich schweigen und sich unterordnen? Wie lässt sich mit solch frauenfeindlichen Sätzen heute umgehen? In dieser Folge prüfen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich das Schweigegebot gründlich und hätten da schon einige Vorschläge. Shownotes: Behandelte Bibelstelle: 1. Korinther 14,34-35 Zur Vertiefung: * Marlene Crüsemann, Unrettbar frauenfeindlich. Der Kampf um das Wort von Frauen in 1 Kor 14 (33b) 34-35 im Spiegel antijudaistischer Elemente der Auslegung, in: Luise Schottroff / Marie-Theres Wacker (Hg.), Von der Wurzel getragen. Christlich-feministische Exegese in Auseinandersetzung mit Antijudaismus, Leiden / New York / Köln 1996, S. 199-223. * Carsten-Jochum Bortfeld, Katja Jochum, Lasset eure Weiber schweigen. Zu den Geschlechterverhältnissen in neutestamentlichen Briefen, in: leicht & SInn 1/2014 [https://leicht-und-sinn.de/lasset-eure-weiber-schweigen/].

16. mar. 202628 min
episode SklavInnen in der Gemeinde von Korinth cover

SklavInnen in der Gemeinde von Korinth

Im römischen Korinth galten Sklavinnen und Sklaven nicht als Menschen, sondern als Körper, als sprechende Werkzeuge. Sie konnten beliebig für sämtliche Bedürfnisse ihrer BesitzerInnen gebraucht oder missbraucht werden. Die kleine messianische Gemeinde dort hatte eine hohe Anziehungskraft für versklavte Frauen und Männer. Warum war die Gemeinde für diese Menschen so attraktiv? Darüber sprechen Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich in dieser Folge mit der Theologin Kathy Ehrensperger. Im Gespräch zeigt sich, dass es damals wie heute darum geht, Menschenwürde zu schützen. Shownotes: Weiterführende Lektüre: Kathy Ehrensperger, „Zwischen Fact und Fiction: Genderrollen im antiken Judentum“, in: Stefan Schreiber/Konrad Huber/Karl Matthias Schmidt (Hg.), Geschlecht, Sexualität, Ehe. Sondierungen im Neuen Testament. München 2023, S. 10-28. Luise Schottroff, Der erste Brief an die Gemeinde in Korinth. Stuttgart 2013. Themenheft: "Ihr seid der Körper des Messias. Die Botschaft des 1. Korintherbriefs", in: Bibel und Kirche 3/2015 (mit Beiträgen von Luise Schottroff, Claudia Janssen, Luzia Sutter Rehmann u.a.).

16. feb. 202633 min
episode Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom cover

Schwimmt gegen den Strom! Der Brief an die Gemeinde in Rom

Zu Gast bei Luzia Sutter Rehmann und Ulrike Metternich ist die Theologin Claudia Janssen, die für die Bibel in gerechter Sprache den Brief an die Gemeinde in Rom („Römerbrief“) übersetzt hat. Der erweist sich im Gespräch als Zeugnis einer lebendigen Diskussions- und Glaubensgemeinschaft, in der Frauen und SklavInnen wichtige Aufgaben übernehmen. Zum Eingangstor wird das letzte Kapitel: Die dort erwähnte Phoebe war nicht nur die Überbringerin des Briefes, sondern seine erste Interpretin und Erklärerin. Und Tertius, ein Sklave, outet sich als einer der Schreibenden. So liest sich Paulus neu und sehr zeitgemäß. Sein Aufruf „Schwimmt nicht mit dem Strom“ (Römer 12,2) macht den alten Brief zu einem Dokument des politischen und spirituellen Widerstands. Shownotes: Behandelte Bibelstellen: Römer 12,1–2 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Roem/12/1-2/] und Römer 16 [https://www.bibel-in-gerechter-sprache.de/die-bibel/bigs-online/?Roem/16/1/] (Bibel in gerechter Sprache) Claudia Janssen, Mutig durch die Welt gehen. In: Exegetische Skizzen [https://www.kirchentag.de/fileadmin/allgemein/service/downloads/materialheft_exegetische_skizzen_hannover2025.pdf], Deutscher Evangelischer Kirchentag Hannover, 30. April – 4. Mai 2025, S. 20. Marlene Crüsemann: Trost, charis und die Kraft der Schwachen: Eine Christologie der Beziehung nach dem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth, in: Dies./Carsten Jochum-Bortfeld: Christus und seine Geschwister. Christologie im Umfeld der Bibel in gerechter Sprache, Gütersloh 2009, S. 111–137. Luzia Sutter Rehmann, Die paulinischen Briefe in der feministischen Exegese – ein Überblick [https://www.lectio.unibe.ch/de/archiv/luzia-sutter-rehmann-die-paulinischen-briefe-in-der-feministischen-exegese-ein-ueberblick.html]. In: lectio difficilior 1/2001.

15. jan. 202641 min