SWR2 Kultur Aktuell

„Radikal. Real.“ – Kunsthalle Mannheim zeigt Werke des Nouveau Réalisme

3 min · 2. juli 2026
episode „Radikal. Real.“ – Kunsthalle Mannheim zeigt Werke des Nouveau Réalisme cover

Beskrivelse

„Wie hältst du’s mit der Realität?“ – diese Frage haben sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder gestellt und stets neu beantwortet. Um 1960 beschäftigten sich Kunstschaffende verschiedener Länder intensiv mit der Wirklichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg: mit dem Wiederaufschwung, dem Konsumwahn, den Großstädten und auch mit den Emanzipationsbestrebungen der Frauen. In Paris kam eine Künstlergruppe zusammen, die sich „Nouveaux Réalistes“, also „neue Realisten“ nannte – darunter berühmte Namen wie Christo, Yves Klein [https://www.swr.de/kultur/kunst/die-leere-in-der-kunst-matinee-swr-kultur-20260412-100.html], Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely [https://www.swr.de/kultur/kunst/jean-tinguely-wird-100-pionier-der-kinetischen-kunst-100.html]. Die Kunsthalle Mannheim widmet dieser Kunstströmung mit „Radikal. Real. Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre“ nun eine große Ausstellung mit rund 150 Werken, darunter einige aus der hauseigenen Sammlung. KÜNSTLER*INNEN DES „NOUVEAU RÉALISME“ Von der Nachkriegszeit bis in die frühen 1970er-Jahre beschäftigten sich viele Künstler*innen in Europa, Lateinamerika und den USA mit dem Potenzial des gefundenen Objekts als künstlerischem Material. Durch die direkte Auseinandersetzung mit der Realität entwickelten sie neue, oft radikale Ausdrucksformen. Ihre Themen reichten von Fragen nach Körper und Identität bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Industriegesellschaft und Umweltzerstörung. Sie holten die Realität ins Museum, indem sie Plakatwände von der Straße ins Museum schleppten, ganze Autowracks wie Tafelbilder an die Wand hängten und die Inhalte von Mülleimern in Plexiglas-Behältern ausstellten. WAS GILT ALS KUNSTWERK? Die Künstlerinnen und Künstler des „Nouveau Réalisme“ loteten damit neu aus, was als Kunstwerk gilt. „Wir sehen hier eine radikale Erweiterung des Kunstbegriffs“, erklärt die Kuratorin Luisa Heese. Es ginge dabei vor allem um die Entscheidung, etwas als Kunst zu bezeichnen, wie Marcel Duchamp es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vormachte. „Die Frage der Autorschaft des Künstlers und der Künstlerin wurde neu gestellt.“ Die neuen Realisten brachten die Kunst so in den öffentlichen Raum – wie der berühmte Verpackungskünstler Christo, der 1961 in Paris eine Straßenbarrikade aus Hunderten von Ölfässern stapelte. So entstand eine neue Form von Skulptur und Aktionskunst, sagt der Kunsthistoriker Stefano Agresti, die auf politische Realitäten anspiele. In diesem Fall: „auf den Eisernen Vorhang oder die Berliner Mauer“. Ausgehend von herausragenden Werken aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim – mit Hauptwerken von Arman, César, Yves Klein, Mimmo Rotella, Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle und Jacques de la Villeglé – verfolgt die Ausstellung die künstlerischen Entwicklungen des Nouveau Réalisme. Daneben zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Künstler*innen wie Alina Szapocznikow [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/ausstellung-alina-szapocznikow-im-kunstmuseum-ravensburg-102.html] und anderen, die zeitgleich an ähnlichen Fragestellungen gearbeitet und wesentlich zur Definition der neuen Sprachen beigetragen haben. Zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog im Wienand Verlag erschienen.

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episode Künstlerin Lore Bert wird 90: Eine Poetin des Papiers cover

Künstlerin Lore Bert wird 90: Eine Poetin des Papiers

Der Werkstoff Papier hat es Lore Bert angetan: etwa als weißes Wolkenmeer aus 20.000 gefalteten Bögen auf dem Boden der Biblioteca Nazionale Marciana während der Biennale in Venedig. Dieses Wolkenmeer scheint in direkten Kontakt zu treten mit den Werken von so berühmten Malern wie Tizian, Tintoretto oder Veronese an Wänden und Decke. Oder hinter Plexiglas im Rahmen: tausende Blättchen aus weißem oder buntem Japanpapier, mittig aufgeklebt, deren Enden mit Hilfe einer Pinzette in verschiedene Richtungen gezwirbelt wurden. So sind mal Lilien auf schwarzem Grund zu sehen, chinesische Schriftzeichen in Türkis, mal kombiniert Lore Bert diese Blättchen mit Goldpapier. PAPIER UND EMPFINDSAMKEIT „Papier ist etwas sehr Empfindliches“, sagt die Künstlerin über ihr bevorzugtes Material. „Man sollte versuchen, mit den Dingen als auch mit den Menschen etwas behutsamer umzugehen.“ Dann werde die Sensibilität geweckt; solche „fragilen Werte“ sollten wieder hervorgehoben werden – das wolle sie durch Papier als Material sichtbar machen. Ihre Werke sind also ein Plädoyer für mehr Behutsamkeit, für mehr Mitmenschlichkeit in einer unruhigen und oftmals chaotischen Welt. Lore Bert stellt für ihre Arbeiten das Papier selbst her. Oder sie bringt es von Asienreisen mit: etwa Reispapier aus Japan, Maulbeerbaumpapier oder bräunlichen Papyrus aus Ägypten. Dort entdeckte sie auch das leuchtend helle Blattgold. Das Zerbrechliche, die Leichtigkeit, die Behutsamkeit, die die Arbeit mit Papier verlangt, faszinieren die Künstlerin bis heute. Und die meist dominierende Farbe Weiß strahlt für sie nicht nur Reinheit aus, sondern auch Ruhe und Gelassenheit. AUFGEWACHSEN WÄHREND DES ZWEITEN WELTKRIEGS Lore Bert wurde 1936 in Gießen geboren und wuchs in Darmstadt auf. Dort erlebte sie den Zweiten Weltkrieg, mehrfach musste sie nachts in die Luftschutzkeller. Im September 1944 wurde dann ganz Darmstadt zerstört, 20.000 Menschen starben in einer Nacht. Ein traumatisches Erlebnis, das Lore Bert nie losgelassen hat und von dem sie immer wieder erzählt. Bereits als Schülerin entdeckte sie ihre Begeisterung für bildende Kunst. In den 1950er-Jahren studierte sie dann Malerei in Berlin: „Ich habe neun Semester auf der Hochschule für Bildende Künste bei Uhlmann studiert und fand das von vornherein das Richtige für mich.“ Also blieb sie dabei. Ihr Professor, Hans Uhlmann, selbst Zeichner und Bildhauer und früher Documenta-Teilnehmer, inspirierte sie und weckte ihre Liebe zum Räumlichen. NEUE INSTALLATION FÜR DIE BIENNALE IN VENEDIG Lore Bert heiratete einen Architekten, kam nach Mainz und bekam zwei Kinder. Ihre Tochter Dorothea van der Koelen ist heute ihre Managerin und Galeristin. Seit Mitte der 1970er Jahre entstanden Collagen, Bildobjekte, Transparente und Skulpturen. Mit mehr als 350 Ausstellungen in über 30 Ländern der Welt – darunter Südkorea, Ägypten und Island –, mit Teilnahmen bei den Biennalen in Venedig, Sharjah und Izmir sowie mit Werken in öffentlichen und privaten Sammlungen hat sie eine erstaunliche Bilanz vorzuweisen. Für ihr lebenslanges Wirken im Zeichen der Kunst hat Lore Bert kurz vor ihrem 90. Geburtstag das Bundesverdienstkreuz am Bande von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer verliehen bekommen. Und ans Aufhören denkt die Künstlerin noch lange nicht. Für die diesjährige Biennale in Venedig [https://www.swr.de/kultur/kunst/61-kunstbiennale-venedig-nach-eklats-was-wird-gezeigt-100.html] hat sie in der Kirche San Fantin eine neue Installation geschaffen, „Dem Licht entgegen“ heißt sie. Wieder sind tausende weiße Papierbögen wie Wolken auf dem Boden verteilt. Dazwischen Neonröhren in der Form des venezianischen Vierpasses. Die ineinandergreifenden Kugeln stehen für Klugheit und Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung.

2. juli 20263 min
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„Radikal. Real.“ – Kunsthalle Mannheim zeigt Werke des Nouveau Réalisme

„Wie hältst du’s mit der Realität?“ – diese Frage haben sich Künstlerinnen und Künstler immer wieder gestellt und stets neu beantwortet. Um 1960 beschäftigten sich Kunstschaffende verschiedener Länder intensiv mit der Wirklichkeit nach dem Zweiten Weltkrieg: mit dem Wiederaufschwung, dem Konsumwahn, den Großstädten und auch mit den Emanzipationsbestrebungen der Frauen. In Paris kam eine Künstlergruppe zusammen, die sich „Nouveaux Réalistes“, also „neue Realisten“ nannte – darunter berühmte Namen wie Christo, Yves Klein [https://www.swr.de/kultur/kunst/die-leere-in-der-kunst-matinee-swr-kultur-20260412-100.html], Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely [https://www.swr.de/kultur/kunst/jean-tinguely-wird-100-pionier-der-kinetischen-kunst-100.html]. Die Kunsthalle Mannheim widmet dieser Kunstströmung mit „Radikal. Real. Nouveau Réalisme und die Kunst der 1960er Jahre“ nun eine große Ausstellung mit rund 150 Werken, darunter einige aus der hauseigenen Sammlung. KÜNSTLER*INNEN DES „NOUVEAU RÉALISME“ Von der Nachkriegszeit bis in die frühen 1970er-Jahre beschäftigten sich viele Künstler*innen in Europa, Lateinamerika und den USA mit dem Potenzial des gefundenen Objekts als künstlerischem Material. Durch die direkte Auseinandersetzung mit der Realität entwickelten sie neue, oft radikale Ausdrucksformen. Ihre Themen reichten von Fragen nach Körper und Identität bis hin zur kritischen Auseinandersetzung mit Industriegesellschaft und Umweltzerstörung. Sie holten die Realität ins Museum, indem sie Plakatwände von der Straße ins Museum schleppten, ganze Autowracks wie Tafelbilder an die Wand hängten und die Inhalte von Mülleimern in Plexiglas-Behältern ausstellten. WAS GILT ALS KUNSTWERK? Die Künstlerinnen und Künstler des „Nouveau Réalisme“ loteten damit neu aus, was als Kunstwerk gilt. „Wir sehen hier eine radikale Erweiterung des Kunstbegriffs“, erklärt die Kuratorin Luisa Heese. Es ginge dabei vor allem um die Entscheidung, etwas als Kunst zu bezeichnen, wie Marcel Duchamp es bereits Anfang des 20. Jahrhunderts vormachte. „Die Frage der Autorschaft des Künstlers und der Künstlerin wurde neu gestellt.“ Die neuen Realisten brachten die Kunst so in den öffentlichen Raum – wie der berühmte Verpackungskünstler Christo, der 1961 in Paris eine Straßenbarrikade aus Hunderten von Ölfässern stapelte. So entstand eine neue Form von Skulptur und Aktionskunst, sagt der Kunsthistoriker Stefano Agresti, die auf politische Realitäten anspiele. In diesem Fall: „auf den Eisernen Vorhang oder die Berliner Mauer“. Ausgehend von herausragenden Werken aus der Sammlung der Kunsthalle Mannheim – mit Hauptwerken von Arman, César, Yves Klein, Mimmo Rotella, Daniel Spoerri, Niki de Saint Phalle und Jacques de la Villeglé – verfolgt die Ausstellung die künstlerischen Entwicklungen des Nouveau Réalisme. Daneben zeigt die Ausstellung auch Arbeiten von Künstler*innen wie Alina Szapocznikow [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/ausstellung-alina-szapocznikow-im-kunstmuseum-ravensburg-102.html] und anderen, die zeitgleich an ähnlichen Fragestellungen gearbeitet und wesentlich zur Definition der neuen Sprachen beigetragen haben. Zur Ausstellung ist ein ausführlicher Katalog im Wienand Verlag erschienen.

2. juli 20263 min
episode „Kennst du BTS? Eine Band aus Korea verändert die Welt“ – Neuer Podcast von ARD Kultur cover

„Kennst du BTS? Eine Band aus Korea verändert die Welt“ – Neuer Podcast von ARD Kultur

Pünktlich zu den beiden Deutschlandkonzerten der K-Pop Band BTS tauchen Journalistin und Podcasterin Lisa-Sophie Scheurell und Content Creator Dongin Kim ein in das Universum eines der größten Pop-Phänomene unserer Zeit: Im neuen Podcast „Kennst du BTS? Eine Band aus Korea verändert die Welt“ erklären sie, was es mit den sieben jungen Männern auf sich hat. BTS ist eine südkoreanische Boygroup, die weltweit zu einem der einflussreichsten K-Pop-Acts wurde [https://www.tagesschau.de/kultur/bts-boyband-korea-k-pop-100.html]. Sie kombinieren Pop, Hip-Hop und R&B mit aufwendigen Choreografien und starken visuellen Konzepten und haben damit eine internationale Fanbasis („ARMY“) aufgebaut. NEUER PODCAST IN ARD SOUNDS In insgesamt sechs Podcast-Folgen zeichnen die beiden Hosts den Weg der Band nach: von ihren Anfängen im koreanischen Idol-System über ihre größten Erfolge bis hin zu ihrem Comeback nach dem Militärdienst, das mit einer Welttournee eingeläutet wird. Scheurell erklärt im Gespräch mit SWR Kultur, wie sie Fan der K-Pop-Band wurde, was die Boygroup anders macht und warum es in den Songs nicht nur um Unterhaltung geht, sondern auch um Gesellschaftskritik.

2. juli 20266 min
episode Alles außer Krimis – „Neues deutsches Fernsehen“ beim Filmfest München cover

Alles außer Krimis – „Neues deutsches Fernsehen“ beim Filmfest München

In der neue Near-Future-Miniserie „Wake Up“ des ZDF geht es um Bewusstseinsübertragung und die Hoffnung einer jungen Frau, ihre Schwester aus dem Koma zurückzuholen. Die Serie wurde in München mit dem Bernd Burgemeister Fernsehpreis ausgezeichnet [https://presseportal.zdf.de/pressemitteilung/zdf-serie-wake-up-gewinnt-bernd-burgemeister-fernsehpreis]. Die Geschichte ist zugleich ein berührendes Vermächtnis: Die Schauspielerin Luna Jordan ist dieses Jahr im Alter von nur 25 Jahren gestorben. Einen Sendetermin für „Wake Up“ gibt es noch nicht. Ende August wird „Selling Sex“ in der ARD [https://www.filmfest-muenchen.de/de/programm/filme/film/?id=8520&f=122] gezeigt. Hier geht es um eine Escortdame, die nach Spaß, Geld und vor allem nach Unabhängigkeit strebt. Die Serie versucht, Sexarbeit jenseits von Opfernarrativen zu erzählen. Im ZDF-Spielfilm Film „Neues Land“ [https://www.youtube.com/watch?v=m3vD5BGlNl8] wird wiederum eine starke, ostdeutsche Story erzählt: über Zukunftsängste und notwendige Veränderungen – und zwar ohne vordergründige politische Botschaft.

2. juli 20263 min
episode Gewalttat von Stade: Kein Femizid – aber patriarchale Gewalt cover

Gewalttat von Stade: Kein Femizid – aber patriarchale Gewalt

Nicht erst seit Stade wissen wir: Frauen sind nirgendwo sicher. Es gibt für uns keinen „safe space“. Aber Stade hat noch einmal deutlich gemacht: Nicht einmal eine Mutter-Kind-Einrichtung, die sich explizit als Schutzraum versteht, kann vollkommene Sicherheit bieten. Sogar ihr Umfeld, das die Frauen und ihre Kinder im staatlichen Auftrag beschützen soll, ist vor männlicher Gewalt nicht gefeit.  Bei dieser trostlosen Diagnose sollte man aber nicht stehenbleiben und kapitulieren. Der alternative Begriff „safer space“ sagt es schon: Frauen und ihr direktes Umfeld haben einen „sichereren Ort“ verdient. Sie haben es verdient, dass sie möglichst gut beschützt werden. Dazu gehört, dass die Behörden Warnungen ernst nehmen. Der Täter von Stade war schon mit Bedrohungen aufgefallen. Als gewalttätig eingestuft hatte ihn die Polizei trotzdem nicht. Sonst hätten auch Polizeibeamte beim Treffen anwesend sein können. PATRIARCHALE GEWALT BENENNEN Dazu gehört auch, dass die Politik die patriarchale Gewalt, die mehrheitlich von Männern gegen Frauen angewendet wird, benennt. Nicht als „singulären“ Fall, wie es Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens von der SPD gerade getan hat. Der Bundeskanzler wiederum könnte seine vorgebrachte „schwere Erschütterung“ auch bei den Hunderten von Femiziden im Jahr empfinden, und dann ins Handeln kommen. Die soziale Arbeit ist überall chronisch unterfinanziert. Frauenhäuser müssen Schutzsuchende aus Platzmangel abweisen. Aber lässt sich die Gewalttat von Stade als „Femizid“ oder „Erweiterten Femizid“ einordnen, wie es gerade auf Social Media passiert? Schließlich hat der Täter nicht seine Partnerin getötet, sondern die Mitarbeitenden des Jugendamtes, vier Frauen und zwei Männer. Streng genommen geht der Begriff also vorbei. Von Femiziden sollten wir trennscharf sprechen, um die Bedeutung nicht aufzuweichen.  Außerdem gibt es ja schon ein Wort: den englischen Fachbegriff „Coercive Control“. Der beschreibt eine bestimmte Partnergewalt. Täter tun in ihrem Besitzdenken und Kontrollwahn alles, um über das Leben „ihrer“ Frauen zu bestimmen. Auch vor dem Umfeld, das ihnen vermeintlich im Weg steht, machen sie nicht Halt. Leider gibt es in den Jugendämtern und Familiengerichten noch wenige Menschen, die sich mit dieser Form der Gewalt auskennen. Wir brauchen einen Systemwandel, und der fängt im Kopf an.

2. juli 20262 min