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Jesus ist das Licht

4 min · 14. juni 2026
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Die Bibelstelle Johannes 8,12 – ausgelegt von Hans-Hagen Zwick. Licht und Finsternis sind das Thema. Das Gleiche gilt für den Kontext. Der Dunkelfaktor will überwunden werden. Jesus kann das. Wieviel vom Bösen steckt in mir? Gibt es verborgene Flecken? „Wer kann merken, wie oft er fehlet?“ (Psalm 19,13 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm19%2C13]) Bin ich ein Egoist? Ich bin doch nicht gehässig! Oder nehme ich das gar nicht wahr? Dazu noch ein bisschen Narzissmus? Vielleicht ist sogar etwas Sadismus drin und ich merke das gar nicht? Kürzlich las ich, dass man diese dunklen Seiten des Menschen messen kann.  Wissenschaftler der Uni Ulm, Kaiserslautern-Landau und Kopenhagen haben sich überlegt, wie das gehen kann. Sie haben einen Test entwickelt, um das herauszufinden. Das macht mich neugierig. Ich bin gespannt, was der kann. Allerdings ist das ein Selbsttest. Da kann also jeder antworten, wie er möchte. Er scheint mir manipulierbar zu sein. Was soll da rauskommen? Am Ende das, was ich möchte? Jetzt will ich es aber wissen. Der Test ist anonym, also habe ich kein Problem, ehrlich zu sein. Schließlich möchte ich herausfinden, wer ich eigentlich bin. Das Ergebnis ist erfreulich. Ich bin nicht auf der dunklen Seite gelandet. Aber es gibt schwarze Anteile, sehr wenig zwar, aber immerhin. Perfekt bin ich nicht. Nicht neu, denke ich. Eigentlich weiß ich das. „Nobody is perfekt“, Niemand ist perfekt. Wenn Wissenschaftler messen, gehen sie vermutlich von Durchschnittskriterien aus. Da werden Annahmen herangezogen, die von Menschen gemacht werden. Dem entsprechend könnte das Ergebnis ausfallen. Der Algorithmus dahinter bleibt mir verborgen. Aber mein Test liest sich vorteilhaft. Bin ich jetzt ein guter Mensch? Gott urteilt anders: „Niemand ist da, der Gutes tut, nicht einer.“ (Römer 3,12 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer3%2C12]) Das ist so und klingt sehr hart. Ich will mir nichts vormachen. Bin ich bereit, daran zu arbeiten? Der Schlüssel steckt von innen. Aber ich wüsste gar nicht, wie das geht. Wenn ich das ändern will, hilft mir Jesus. Er kriegt das hin. Der Start ist eine Entscheidung, die ich treffe. „Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Will ich das? Nachfolgen heißt, das Leben mit Jesus gestalten. Es geht darum, schrittweise den Dunkelfaktor in meinem Leben auszuschalten. Ist das zu schaffen? Aus Erfahrung weiß ich, selber kriege ich das nicht hin. Das Dunkle holt mich immer wieder ein. Diese Einsicht ist der letzte Schritt des alten Lebens. Aber Jesus ist für mich da. Er ist das Licht, das mir Orientierung gibt. Das Dunkle in mir wird ausgeleuchtet. Ich lasse mich darauf ein, wenn es mich verändern soll. Licht ist Leben und ohne Jesus geht nichts. Mit ihm kann ich lernen, das Dunkle zu bannen. Ich erkenne es und benenne es. Dann holt er mich raus. Ich bin das Licht sagt er. Damit ist Jesus der, der vorausgeht. Ich folge ihm. So kann es gehen. Darauf setze ich. Große Dankbarkeit macht sich in mir breit. Jesus ist das Licht! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Hans-Hagen Zwick ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17361065.gif]

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3015 episodes

episode Ganz sicher von Gott geliebt artwork

Ganz sicher von Gott geliebt

Die Bibelstelle Johannes 3,16 – ausgelegt von Dieter Opitz. Etwa 15 Jungen und Mädchen, nicht älter als 9 Jahre, sitzen vor mir. Und zwar in einer Kirche mit mir als Pfarrer. Zusammen mit ihrer Lehrerin, die sie in Ethik unterrichtet. Die Kinder sind fast alle Muslime. Es wird ein munteres Gespräch. Eine Schülerin, Muslima, stellt eine wichtige Frage. „In meiner Religion heißt es: Für jeden Menschen gibt es zwei Waagschalen. Auf die eine werden die guten Taten gelegt, auf die andere die schlechten. Wenn die Waagschale mit den guten Taten schwerer ist, lässt Gott einen in den Himmel. Was sagt denn der evangelische Glaube zu der Frage, wie man in den Himmel hineinkommt?“ Ich antworte ihr als Christ, glaube ich: „Niemand kommt in den Himmel wegen seiner guten Taten. Das wäre eine höchst unsichere Sache. Woher weiß ich denn, ob ich genügend gute Taten vorweisen kann? Vielleicht denkt auch Gott ganz anders von meinen guten oder bösen Taten als ich. Vielleicht meint er, dass meine guten Taten gar nicht so gut sind, wie ich denke und die bösen Taten viel schwerer wiegen, als ich meine. Das alles weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Jesus für meine Sünde am Kreuz gestorben ist. Der hat mich lieb. Und der kann meine Sünden vergeben.“ Und ich sage ihr: „Sünden kann jeder bekennen, bei einem Pfarrer wie mir zum Beispiel. Und der spricht der Person die Vergebung ihrer Sünden zu.“ - "Sind dann die Sünden wirklich vergeben?" wollte jemand von den Schülern wissen. „Natürlich“,  antworte ich. "Ist ja cool!", ruft daraufhin einer der jungen Muslime ganz erstaunt. Das ist wirklich cool: Den Himmel muss und kann sich keiner mit guten Taten verdienen. Den Himmel kann ich mir nur schenken lassen. Von Gott. Weil er die Menschen liebt. - Weil er Sie liebt. Sie sind von Gott geliebt. Ganz gewiss. Warum ich mir da so sicher bin? Weil er sogar Jesus, seinen Sohn, für Sie sterben ließ. Aus Liebe zu Ihnen. Er hat Sie geliebt an einem Freitagnachnachmittag vor den Toren Jerusalems. Da hing sein Sohn an dem grausamsten Hinrichtungsinstrument der Römer. An einem Kreuz. Aus Liebe zu Ihnen. Im Johannesevangelium, Kapitel 3 Vers 16 lese ich „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.“ So lautet der Lehrtext zur heutigen Losung der Herrnhuter Brüdergemeine. Im Konfirmandenunterricht habe ich den Jugendlichen einen Gutschein gegeben. Da stand dieses Bibelwort drauf. Ich habe es etwas umformuliert. So hat jeder seinen eigenen Namen einsetzen können. Das können Sie auch tun, wenn Sie wollen. Ihren eigenen Namen einsetzen. Dann wird dieses Bibelwort ganz persönlich. Dann klingt es etwa so: Gott liebt Sie. So sehr, dass er Jesus, seinen Sohn, stellvertretend für Sie am Kreuz sterben ließ. Für Ihre Schuld. Damit sie Ihnen vergeben wird. Sie brauchen es nur zu glauben, persönlich für sich zu nehmen. Und dann werden Sie ewiges Leben bekommen. Ein Leben mit Gott, das jetzt schon beginnt und nie aufhört. Ewiges Leben, das heißt: Vergebung auch für die größte Schuld, Neuanfang auch nach den größten Fehltritten, Trost auch im tiefsten Kummer, Leben auch nach dem Tod. Ist das nicht cool? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dieter Opitz ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17380378.gif]

14. juli 20269 min
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Eine schöne Wohnung

Die Bibelstelle Offenbarung 21,3 – ausgelegt von Monika Breuer. Kennen Sie das „Märchen vom Fischer und siner Fru“? Ein Fischer macht einen großartigen Fang! Aber der Fisch ist ein verwunschener Prinz! Natürlich lässt der Fischer den wieder frei! Seine Frau ist auf der Palme! Sofort soll ihr Mann gehen und sich vom Fisch ein schickes Häuschen wünschen, statt ihrer einfachen Hütte. Dann soll ein Palast her! Danach will sie Königin werden, dann Kaiserin und schließlich Papst. Am Ende will sie werden wie Gott! Und zack, sitzt sie wieder in ihrer alten, bescheidenen Hütte. Ja, wer werden will wie Gott, der sollte schon wissen, wie Gott denn ist! Der hat es nämlich so gar nicht mit irdischem Prunk, Protz und Palästen. Gott ist eher verliebt in Hütten, und das schon von Anfang an: Mose bekommt von Gott den Auftrag, eine Art transportable Hütte zu bauen. Manche Bibelübersetzer bezeichnen sie als Zelt der Begegnung, Martin Luther als Stiftshütte. Nicht, dass der Schöpfer des Universums unbedingt eine Hütte bräuchte. Aber Gott will es den Menschen einfach machen: In dieser zeltähnlichen Hütte, das verspricht er, können sie ihm begegnen. Später findet König David, dass das nicht angemessen ist und will Gott lieber einen prächtigen Tempel bauen. Davon ist Gott zunächst so gar nicht begeistert. Seinen Propheten Samuel lässt er folgendes sagen:„Habe ich doch in keinem Hause gewohnt seit dem Tag, da ich die Israeliten aus Ägypten führte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin umhergezogen in einem Zelt als Wohnung.“(2. Samuel 7,6 [https://www.bibleserver.com/LUT/2.Samuel7%2C6]) Und der Prophet Jesaja soll ausrichten:„So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?“(Jesaja66,1). Aber dann lässt Gott es doch zu, dass David den Bau vorbereitet. Davids Sohn Salomo darf den Tempel schließlich bauen und einweihen. Später wohnt Gottes Sohn Jesus zunächst ganz schlicht in einem Dorf. Und als er später als Rabbi durch´s Land zieht, bezeichnet er sich selber sogar als obdachlos. Mit seinen Jüngern übernachtet er höchstens mal bei Freunden und Bekannten. Am Ende des Neuen Testaments spricht Gott wieder davon, dass er selbst mitten unter seinem Volk wohnen will. Und zu diesem Volk gehören nun nicht mehr nur die Juden, sondern auch die Christen. Im Buch der Offenbarung 21,3 lässt Gott den Seher Johannes sagen:„Ich hörte eine große Stimme vom Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird Gott sein“. Der große Schöpfer von allem, was jemals war, ist und sein wird, lebt in der Ewigkeit nicht in einem Palast, fernab des Menschentrubels? Nein, er will mitten unter den Menschen sein und mit und bei ihnen wohnen. Gott ist so erfrischend anders, als wir Menschen uns das manchmal aus unserer begrenzten Erfahrung heraus vorstellen. Gott ist dann einfach wohltuend anders! So wie er wirklich ist, tut es uns gut! Und Gott gibt uns bereits in diesem Leben viele Anhaltspunkte, wie er wirklich ist. Zu unserem Glück und Wohlbefinden können wir das in der Bibel nachlesen und manchmal auch am eigenen Leibe erfahren. Und ich freue mich schon darauf, wenn ich in der Ewigkeit dann sozusagen Tür an Tür neben Gott wohnen kann und das Kennenlernen nochmal eine ganz neue, ungeahnte Qualität bekommen wird. Quelle: https://www.mit-erzaehlen-schule-machen.germanistik.uni-muenchen.de/downloads/erzaehlgut/grimm/khm019_fischer_syner_fru.pdf [https://www.mit-erzaehlen-schule-machen.germanistik.uni-muenchen.de/downloads/erzaehlgut/grimm/khm019_fischer_syner_fru.pdf] Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Monika Breuer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17379775.gif]

Yesterday4 min
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Ist das gerecht?

Die Bibelstelle Psalm 98,9 – ausgelegt von Monika Breuer. Wumms! Die Tür war zu! Was war passiert? Wir waren bei Bekannten zum Abendessen eingeladen. Deren Söhne, 10 und 12 Jahre alt, sollten nach dem Essen zu Bett gehen. Die Eltern wollten gerecht sein und beide zur gleichen Zeit ins Bett schicken, aber dagegen protestierte der Große: Schließlich sei er ja älter als der Kleine und dürfe deshalb natürlich auch länger aufbleiben. An jenem Abend ließen sich die Eltern aber auf keine Diskussion ein, und da hatte der Große bei seinem Abgang wütend die Tür zugeworfen. So eine Ungerechtigkeit aber auch! Mal nebenbei: Ob der Große auch gerne mehr im Haushalt half als sein Bruder? Schließlich war er ja der Ältere! Jedenfalls können viele Eltern ein Lied davon singen, wie schwer es ist, ihre Kinder wirklich gerecht zu behandeln. Und das Thema der Gerechtigkeit begleitet uns nach der Kindheit weiter. Auf meiner ersten Arbeitsstelle teilte die Chefin die Früh-, Spät- und Nachtdienste ein. Sie versuchte, alle Wünsche nach freien Tagen zu berücksichtigen, aber immer gelang ihr das beim besten Willen nicht. In weiser Voraussicht hängte sie dann einen Zettel über den neuen Dienstplan, auf dem stand: „Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“ Wir haben es überlebt, mal nicht am gewünschten Tag freizubekommen. Ja, die Fragen der Gerechtigkeit bekommen wir nicht los und manchmal geht es ja auch um richtig schwerwiegende Dinge. Da habe ich eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Ich kann es drehen und wenden, wie ich will, auf dieser Erde wird es leider keine vollendete Gerechtigkeit geben. Weil für die Gerechtigkeit auf dieser Welt Menschen zuständig sind. Mit all ihren Begrenzungen und Schwächen. Ich selber kann mich zwar für Gerechtigkeit einsetzen. Aber ganz aus der Welt schaffen werden andere und ich die Ungerechtigkeit nicht. Jetzt kommt die gute Nachricht: Es gibt jemanden, der sogar alle Ungerechtigkeiten dieser Welt besiegen kann! Psalm 98,9 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm98%2C9] redet von Gott und der Gerechtigkeit. Da lese ich: „Der Herr kommt das Erdreich zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker wie es recht ist.“ Ja, Gott ist allmächtig, allwissend, und er ist die Liebe in Person. Und diese drei Dinge braucht jemand, der wirkliche Gerechtigkeit in letzter Vollendung üben will: Allmacht, Allwissenheit, vor allem aber Liebe. Gott will nicht nur Gerechtigkeit bringen, er wird es auch tun, am Ende der Zeit. Aber auch schon jetzt bitte ich Gott immer wieder um Gerechtigkeit. Und ja, ich kenne es selber: Unsere Geduld wird dabei manchmal auf eine harte Probe gestellt. Aber ich denke auch gern dankbar zurück, wo Gott in meinem Leben bereits Gerechtigkeit geschaffen hat. Ups, da hab´ ich doch eben von Dankbarkeit gesprochen. Noch so ein Ding, das mich zufriedener macht. Selbst wenn ich noch Ungerechtigkeiten ertragen muss. Ja, dankbar auf das schauen, was ich habe. Und dankbar auf die Stellen schauen, wo sich Dinge schon zum Gerechteren gewendet haben. Und auch dankbar dafür sein, dass Gott auch an Stellen gerecht wirkt, wo es mir heute noch verborgen ist. Deshalb habe ich mir auch etwas angewöhnt: Wenn ich mich von einem Menschen ungerecht behandelt fühle und daran erstmal nichts ändern kann, dann will ich mich nicht aufregen. Sondern ich sage: „Gott, bitte kümmere du dich um diesen Menschen! Du weißt, was er gerade braucht. Vielleicht sollte er mal seine eigene Ungerechtigkeit zu spüren bekommen, vielleicht braucht er aber auch nur weniger Stress oder mehr Liebe. Du kennst ihn besser als ich, bitte kümmere du dich um ihn!“ Und so wünsche ich mir und Ihnen heute einen dankbaren Blick auf das gute Eingreifen Gottes in unserem Leben! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Monika Breuer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17379206.gif]

12. juli 20264 min
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In Krisen auf Gott vertrauen

Die Bibelstelle Jesaja 25,4 – ausgelegt von Andreas Odrich. Pass auf, was du dir morgens als Erstes für Gedanken reinziehst, sie werden tagsüber dein Handeln bestimmen. So hat mir kürzlich ein Social-Media-Influencer geraten, dessen Weisheiten ich mir morgens, na, Sie wissen schon wo, reingezogen habe. Recht hast du, habe ich mir gedacht. Denn die Frage, wie starte ich in den Tag, ist in unserer Medienwelt aus dem Ruder gelaufen. Viele geben unumwunden zu: direkt nach dem Aufwachen wird erstmal gescrollt. Und so prasseln belanglose Filmchen, kurzlebige Gags und jede Menge News und Fakenews auf mich ein, bringen mich in Rage, damit ich mich empöre, teile, like, Klickzahlen in die Höhe treibe und am Ende mies gelaunt in den Tag starte. Da hat der Influencer wirklich recht. Das, was wir zuerst sehen, bestimmt unseren Tag, und schließlich unser gesamtes Denken und Handeln. Persönlich und auch als gesamte Gesellschaft mit Hass, Hetze stetig wachsender Polarisierung und Radikalisierung im Schlepptau. Gut, dass es Alternativen gibt. Wie zum Beispiel die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Jeden Tag zwei Bibelverse als Richtschnur und Orientierung. Ganz schlicht. Und die haben es oft in sich. Da steht zum Beispiel für heute: „Herr, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.“ Was für ein Kontrast zu allen Untergangsszenarien auf Social Media. Der Vers stammt vom Propheten Jesaja. Aufgeschrieben in einer Zeit, als das alte Volk Israel von allen Seiten bedrängt und von seinen Feinden geradezu eingekreist war. Doch statt seiner Wut freien Lauf zu lassen, richtet Jesaja den Fokus auf Gott, auf sein Wirken und Handeln. Jesaja vergegenwärtigt sich und mir als Leser: •          Gott hilft. •          Die Armen und Verfolgten sind ihm nicht egal. •          Gott gewährt Schutz. Gerade in unseren Tagen, in denen sich die schlechten Nachrichten aus der Weltpolitik überschlagen, und in denen die Probleme vor der eigenen Haustür nicht kleiner werden, ruft mich Jesaja zu einer Neuausrichtung auf Gott. In diesem Vers sind nicht Wut und Empörung die Antwort auf die Probleme. Die Antwort ist stattdessen Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Arme, Unterdrückte und Bedrängte werden von Gott nicht im Stich gelassen, er verdrängt sie nicht, weil sie in seinen Augen Versager sind, er schützt und verteidigt sie hingegen. Von Christen und auch von Politikern, die sich christlich nennen, wünsche ich mir daher dringend, dass sie dies spürbar zu ihrer Handlungsmaxime machen. Und auch ich will mich an die eigene Nase fassen und neu daran ausrichten: • Ich möchte mein Gottvertrauen nicht einrosten lassen. • Ich will mir immer wieder vergegenwärtigen, dass Gott seine Hilfe anbietet, und dass er die entscheidende Instanz über allem ist. • Ich will mir aber auch immer wieder neu vergegenwärtigen:  bei Gott geht es nicht darum auf Arme, Unterdrückte und Bedrängte herabzusehen, sondern ihnen in ihrer Not zu helfen. Ich bin überzeugt, dass die Neuausrichtung auf Gott und seine Maßstäbe entscheidend dazu beitragen können, das Klima in unserer Gesellschaft positiv zu verändern. Sie gehören wirklich jeden Morgen neu und als Erstes in meinen Kopf. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Andreas Odrich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17376786.gif]

11. juli 20264 min
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Mehr erreichen durch kantig sein

Die Bibelstelle Matthäus 14,33 – ausgelegt von Andreas Odrich. Ich mag Petrus. Weil Petrus ein Typ ist, der es wissen will. Er begnügt sich nicht mit der Zuschauerrolle, Petrus will den Dingen auf den Grund gehen. Und – eckt dabei immer wieder an, überschätzt sich, strauchelt, versagt, muss von Jesus zurechtgewiesen und aufgefangen werden. Viele Berichte in den Evangelien zeugen davon. Aber genau das ist es, was die Dinge klärt und vertieft, das, was den Dingen nochmal auf den Grund geht. Auch wenn die Mehrzahl der Jünger sich mit der Situation vielleicht zufriedengegeben hätte, nach dem Prinzip: läuft doch alles, da muss man doch nicht nochmal extra nachfragen. Sollte man aber doch, findet Petrus. Und Jesus? Der hält das aus. Schafft Raum für diese Nachfragen. Hört zu, beobachtet, gibt dann aber auch eine klare Antwort. Die ist für Petrus alles andere als bequem, aber Petrus wird daraus lernen, und ich als Leser damit auch. So wie in dem Bericht aus dem Matthäus-Evangelium, in dem Jesus übers Wasser geht. Die Jünger fahren bei Wind und Wellen auf den offenen See hinaus. Jesus hat sich erstmal zurückgezogen, schließlich sind seine Jünger erwachsen, und zum Teil erfahrene Fischer. Als das Wetter dann doch zu heftig wird, kommt Jesus herzu. Dazu geht er über das Wasser, ein perfektes Wunder. Die Jünger staunen. Petrus auch. Aber alle bleiben sitzen. Nur Petrus tut, was sich sonst scheinbar niemand traut. Er steht auf, er will wissen, ob das Wasser auch ihn trägt, wenn er sich auf Jesus beruft. Will wissen, ob es hier nur ums Be-wundern geht, oder ob das Ganze auch etwas mit ihm zu tun hat. Jesus bejaht; Petrus zieht los. Doch dann verlässt Petrus der Mut, und so versinkt er in den Fluten. Das ist der entscheidende Reibungspunkt. Was wird Jesus tun? Der ruft: Du Kleingläubiger. Ein vernichtendes Urteil. Jesus könnte Petrus ertrinken lassen, und den Ungläubigen vernichten. Tut er aber nicht. Deshalb ist es neben dem klaren Wort, das Jesus für Petrus parat hat, sein ausgestreckter Arm, mit dem er Petrus aus dem Wasser zieht. So jedenfalls wird diese Szene von unzähligen Künstlern wiedergegeben, in Kinderbibeln genauso wie auf klassischen Gemälden und in zahlreichen Kirchen. Wie reagieren die anderen Jünger, die Zuschauer der Szenerie sind? Matthäus berichtet: „Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.“ Verrückt, diese Brüchigkeit des Petrus ist es, die mir in meinem Glauben und überhaupt in meinem Leben weiterhilft. So wie den anderen Jüngern damals. Mal presche ich vor, mal übernehme ich mich, mal vertraue ich auf Gott, mal verstehe ich sein Handeln überhaupt nicht, mal glaube ich mutig drauflos, mal erlischt dieser Glaube. Genau das spiegelt diese Szene für mich wider. Genau das macht für mich das Glauben so glaubwürdig. Ja, ich darf anecken, ja, ich darf übers Ziel hinausschießen, ja, ich muss, wie bei einem guten Trainer auch, mal mit einer harten Antwort rechnen. So lerne ich in meinem Verhältnis zu Gott: Fragen ist möglich, den Dingen auf den Grund gehen auch. Es ist sogar willkommen. Die Antwort ist nicht unbedingt kuschelig – ja, Jesus fördert, manchmal auch durch hartes Fordern. Aber am Ende steht Jesus vor mir mit seiner ausgestreckten Hand, streckt sie mir entgegen, und darauf kann ich vertrauen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Andreas Odrich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17376393.gif]

10. juli 20264 min