himmeblabla – der Podcast des Heimatmagazins himmeblau
Folge 48: Von Blitzraub über Marionetten bis zu improvisierter Weltliteratur Nach Christians großer Geburtstagssause treffen wir uns leicht kopfschmerzig, aber vitaminreich wieder. Cathy hat nicht nur Christians alte Freunde, seine legendäre Boomer-Playlist und erschütterndes Bildmaterial aus Zeiten mit Haupthaar kennengelernt, sondern kämpft sich parallel weiter durch den Papierkrieg rund um ihre Selbstständigkeit. Nach einem klassischen Schneidergang zum Gewerbeamt klappt der zweite Anlauf, während Band drei ihrer Buchreihe vom „Murmel-Manuskript“ langsam zum veröffentlichungsreifen Text heranwächst. Denn nachdem in Band eins ständig genickt und geschwitzt wurde und in Band zwei alle nachdenklich waren, murmelt sich die Besetzung diesmal geschlossen durch die Handlung. Dann wird aus himmeblabla kurz ein True-Crime-Podcast: In Rosenheim fährt ein Golf in die Auslage eines Juweliers, drei maskierte Täter räumen Schmuck im hohen fünfstelligen Wert ab und fliehen in einem Audi. Wir zählen vorsichtshalber an den Fingern nach, was „fünfstellig“ eigentlich bedeutet, entwickeln eine alternative Rekonstruktion des Tatablaufs und warten gespannt darauf, ob Christians optimistische Vier-Tage-Prognose für die Aufklärung hält. Vom Beuteschaden geht es direkt zum Geld – und zur verstörenden Erkenntnis, dass die Brücken auf unseren Eurobanknoten reine Fantasiegebilde sind. Zwar hat ein findiger Niederländer die Motive später als Kunstprojekt nachgebaut, ursprünglich existierte davon aber kein einziger Brückenpfeiler. Da für die nächste Generation der Scheine neue Motive diskutiert werden, ist unsere Haltung eindeutig: Der Mensch hatte genug Aufmerksamkeit, die Lügen-Brücken können weg, wir wollen Vögel. Und einen Zwanziger nennen wir künftig selbstverständlich „Zwitschi“. Von dort mäandern wir zuverlässig über zwei ausgesetzte Königspythons in Coburg zu Christians Zeckenbattle mit Penny Lane, dem erstaunlich geduldigen Gemeinen Holzbock und der Frage, welche Aufgabe diese kleinen Blutsauger im großen Kreislauf der Natur eigentlich erfüllen. Cathy bringt außerdem eine App mit, die Vogelstimmen erkennt – quasi Shazam für Vögel – und Christian findet beim Wandern einen kleinen Würfel, mit dem Penny Lane gleich zweimal hintereinander eine Sechs würfelt. Der Aufstieg zur professionellen Casinohündin scheint nur noch Formsache. Nebenbei entdecken wir auf einem Podcastfoto, dass Christians geliebtes Hemd unter der Achsel großflächig aufgegeben hat, erinnern uns an seine geheime Geburtstagsparty und klären, warum manche Gäste Cathy begrüßen, als würden sie sie alle zwei Wochen persönlich sehen. YouTube schafft eben ein sehr einseitiges Gefühl von Bekanntschaft… Die Subba Sach Cathys Subba Sach führt zurück in ihre Kindergartenzeit und zur Gruppe der Regenbogenfische. Der Kinderbuchklassiker von Marcus Pfister wird von der Augsburger Puppenkiste neu verfilmt – mit eigens gebauten Marionetten, aufwendigen Sets und echten menschlichen Stimmen. In einer Kinderunterhaltungswelt voller hektischer Schnitte, überladener Animationen und komplett renovierter Bienen Majas ist das eine sehr willkommene Rückkehr zu liebevoller Handarbeit. Der neue „Regenbogenfisch“ soll im November ins Kino kommen, und Cathy hat den Kinobesuch bereits innerlich gebucht. Christian bringt ein Haus mit, das bei früheren Gassirunden noch verdächtig nach Serienkiller-Versteck aussah, sich inzwischen aber als Heimat einer ausgesprochen sympathischen Gemeinschaft entpuppt hat. Hinter dem Bienenhof - MoorCulture e.V. steckt eine langjährige Freundesgruppe, die Kunst, Subkultur und Menschen zusammenbringen will und dafür vom 14. bis 16. August in Kolbermoor das Honigtopf Festival [https://honigtopf-festival.com] veranstaltet. Zwischen Techno, Deep House, Dub, Garage, Punk und neuer Volksmusik soll ein kleines, liebevoll organisiertes Festival entstehen – unter anderem mit Elli Altenberger, T-Shirts und Maxi Pongratz. Vom vermeintlichen Gespensterhaus zum Honigtopf: Charakterentwicklung können nicht nur Romanfiguren. Danach wird es bewusst ernst. Christian spricht über einen AfD-Abgeordneten, der regionale Freibäder aufsucht, um dort rassistische Stimmung gegen junge Männer mit Migrationsgeschichte zu machen. Statt seinen Hass weiterzuspinnen, drehen wir den Gedanken um: Wer wirklich etwas für seine Gemeinde tun möchte, könnte Sprach- oder Schwimmkurse organisieren, Menschen zusammenbringen oder Familien unterstützen, die sich den Freibadbesuch kaum noch leisten können. Denn konstruktives Engagement wäre nicht nur hilfreicher – vermutlich würde es auch deutlich glücklicher machen als das nächste menschenfeindliche Reel. Zur emotionalen Erholung empfiehlt Christian anschließend „Zoey’s Extraordinary Playlist“. Darin kann die Hauptfigur nach einer Untersuchung im MRT die Gedanken anderer Menschen hören – allerdings als große Musicalnummern mit bekannten Popsongs. Lustig, berührend und offenbar so süchtig machend, dass die Absetzung nach nur zwei Staffeln persönlich genommen werden muss. Schmankerl der Folge Christian legt beim Schmankerl Buchstaben auf den Tisch. Scrabble wurde in den 1930er-Jahren vom Architekten Alfred Butts entwickelt und sollte Glück und Können möglichst ausgewogen verbinden. Christian behauptet, privat noch nie verloren zu haben – möchte sich mit diesem Talent aber lieber nicht sofort den Rosenheimer Scrabble-Profis stellen. Die gehören deutschlandweit zur Spitze, treffen sich regelmäßig und veranstalten sogar Turniere. Im kommenden himmeblau Magazin werden sie ausführlicher vorgestellt. Bis dahin lernen wir Wörter mit zwei Buchstaben und hoffen, dass Scrabble, Brettspiele und gemeinsames Spielen auch bei jüngeren Menschen wieder einen ordentlichen Retro-Schub bekommen. Cathy geht derweil mit Pinzette und Lupe auf Schatzsuche. Ihr Schmankerl ist der Account until.found0 [https://www.instagram.com/until.found0/]: Ein Mann streift durch eine niederländische Stadt, hebt Knöpfe, Perlen, Münzen, Würfel, Schmuckteile und winzige Figuren aus den Ritzen des Pflasters und dokumentiert jeden einzelnen Fund. Sein ursprüngliches Ziel war es, einen echten Diamanten zu finden – inzwischen sind es bereits 26. Aus besonderen Fundstücken lässt er außerdem limitierte Silberanhänger fertigen. Darunter befindet sich ein winziges Baguette, das Cathy rein zufällig kurz vor ihrem Geburtstag entdeckt hat. Nur als Information. Betthupferl – improvisiert Ein reguläres Betthupferl gibt es diesmal noch nicht. Als Entschädigung erzählen wir gemeinsam eine Geschichte, bei der immer abwechselnd nur ein Wort beigesteuert werden darf. Darin läuft ein Bär über eine Brücke, die nicht nach Holland, sondern nach Belgien führt, wo kleine grünliche Fabelwesen Honig sammeln, sich gelegentlich übergeben und offenbar gern betrunken Käse naschen. Literaturgeschichte wurde geschrieben. himmeblabla Playlist Christian beginnt mit Danger Dans Keine Angst _und setzt anschließend Judy Garland und ihr ikonisches _Over the Rainbow auf die Playlist. Cathy bringt den Pop-Punk-Newcomer Dylan Ivy mit, dessen neue Single The Song of the Summer einen melancholischen Retro-Rock-Einschlag hat und ihrer Meinung nach ruhig doppelt so lang sein dürfte. Dazu kommt mit Bronski Beat und ihrem Smalltown Boy ein Klassiker über einen jungen schwulen Mann, der Ablehnung, Mobbing und Gewalt hinter sich lässt, um andernorts ein freieres Leben führen zu können. Viel Spaß! Dieser Podcast wäre nicht möglich ohne Werbepartner. Wir sagen danke! Diese Folge wurde unterstützt von PRECHTL [https://www.prechtl.de/] Aufnahme, Schnitt: Simon Gmach Musik: Dominikus Fuchs Spotify himmeblabla-Playlist [https://open.spotify.com/playlist/5YLchU47s7hd8ISNpOELMw?si=486db912f6ec47be]. Feedback zur Folge? In Kontakt treten? Den Hosts virtuell zärtlich auf die Füße treten? Alles kann, nichts muss - und zwar auf diesen Wegen: Email: podcast@himmeblau.com [podcast@himmeblau.com] (Hier melden sich bitte auch Werbe-Interessenten) Instagram: @himmeblabla [https://www.instagram.com/himmeblabla.podcast/?locale=一比一仿印度IRA證書联系%7B威信%2BTG%2F飞机%3A%40buth2788%7DkHr2t%3F%3F%3F%3F%3F%3Fѧ%3F%3Fƾc6a4Y&hl=am-et] Website: himmeblabla.de [https://www.himmeblabla.de]
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