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Auch in dieser Folge geht es um den Automarkt China und die Auswirkungen auf Europa. Denn die chinesische Autoindustrie drängt inzwischen mit technischer Reife und massiven Überkapazitäten auf den europäischen Markt. Über 140 Marken könnten jährlich 55 Millionen Fahrzeuge herstellen - mehr als doppelt so viele, wie in China jährlich verkauft werden. Das klingt nicht nach Vorbild. Aber unser Gast ist sicher, dass die Orientierung am größten Automarkt der Welt alternativlos ist. Dort würden technologische Trends durch kurze Innovationszyklen und Kundennähe gesetzt. Dementsprechend könne man dort viel lernen, um heimische Probleme zu lösen. Zum Beispiel bei der Antriebswende, obwohl die E-Auto-Anteile an den Neuzulassungen nicht so hoch sind, wie vielfach kolportiert - auch das ist Thema im Gespräch, genauso wie die Überlegenheit chinesischer Batteriezellhersteller und der Vorsprung beim Software Defined Vehicle. Angesichts der massiven Drucksituation für die einst führende europäische Autoindustrie ist sich Timmer sicher: „Wir müssen über neue Formen der Zusammenarbeit nachdenken, vielleicht sogar über eine neue Marke in Europa in Kooperation mit Technologieplayern“. Unser Gast ist sogar überzeugt, dass deutsche Hersteller jetzt nur noch ein kurzes Zeitfenster haben, um mit disruptiven Kooperationen zu antworten. Im Podcast verrät er auch, dass er und sein Unternehmen seit gut einem Jahr an einer Initiative arbeiten, bei der namhafte Hersteller und Zulieferer aus Europa gemeinsam versuchen, den Standort für die Batterie-Elektromobilität wetterfest zu machen.
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