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Radiologische Zeichen der Spondylolyse und Spondylolisthesis - mit PD Dr. Ahi Sema Issever

21 min · 4 de jun de 2026
Portada del episodio Radiologische Zeichen der Spondylolyse und Spondylolisthesis - mit PD Dr. Ahi Sema Issever

Descripción

"I saw the sign" - die Podcast-Serie zu klinischen Zeichen KLINISCHE ZEICHEN DER WIRBELSÄULE: SPONDYLOLYSE, SCOTTY DOG, DARTH VADER & INVERTED NAPOLEON HAT SIGN In dieser Episode erklären wir drei wichtige röntgenologische Zeichen, die auf eine Spondylolyse und Spondylolisthesis hinweisen können. Expertenwissen und anschauliche Beschreibungen helfen, diese Befunde in der klinischen Praxis zu erkennen und besser zu verstehen. KEY TOPICS * Grundlagen der Spondylolyse: Definition, Lokalisation & Ursachen * Zusammenhang zwischen Spondylolyse und Spondylolisthesis * Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung und Bedeutung * Das Darth Vader-Zeichen im CT: Entwicklung und Anwendung * Das Inverted Napoleon Hat Sign bei fortgeschrittener Spondylolisthesis * Einsatz der bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT) bei Wirbelsäulenbefunden * Bedeutung der frühzeitigen Erkennung zur Vermeidung von Komplikationen * Hinweise auf klinische Anwendungen und praktische Tipps für Radiologen & Orthopäden * Einladung zur Entwicklung eigener radiologischer Zeichen TIMESTAMPS 00:00 - Begrüßung und Einleitung: Klinische Zeichen der Wirbelsäule 00:31 - Was ist eine Spondylolyse? Definition und Lokalisation im Lendenwirbel 01:07 - Anatomie der Wirbelsäule: Pass interarticularis und deren Bedeutung 02:02 - Zusammenhang zwischen Spondylolyse, Spondylolisthesis und degenerativen Prozessen 02:58 - Ursachen und Häufigkeit bei jüngeren Athleten 03:27 - Der Unterschied: angeborene Spondylolisthesis vs. erworbene Spondylolyse 05:17 - Zusammenfassung: Wiederholung der Begrifflichkeiten 05:40 - Vorbereitung auf die röntgenologischen Zeichen: Melodie & Überleitung 06:18 - Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung auf schrägen Aufnahmen 07:13 - Anatomische Details: Pedikel, Gelenkfortsätze und die Pars interarticularis 08:12 - Das Halsband bei Scotty Dog: Hinweise auf Spondylolyse 08:42 - Grenzen der Röntgendiagnostik: Vorteile des CT bei Spondylolyse 09:04 - Das Scotty-Dog-Sign: praktische Anwendung & Sensitivität 09:27 - Das Darth Vader- Zeichen im CT: Entwicklung und Validierung 10:11 - Bedeutung des Darth Vader-Hakens: Erkennung im Routinet-CT 11:06 - Frühzeitige Erkennung der Spondylolyse und Signale im Abdomen-CT 12:32 - Darth Vader-Helm: Diskontinuität der Pars interarticularis 13:02 - Evaluierung und klinische Relevanz des Darth Vader-Zeichens 13:41 - Literatur & Referenzen: Weiterführende Informationen 14:03 - Der Inverted Napoleon Head Sign: Bei fortgeschrittener Spondylolisthesis 15:23 - Mechanismus: Was zeigt der umgedrehte Napoleon-Hut? 15:52 - Praxis: Wann sollte man diese Zeichen im Röntgen erkennen? 16:38 - Diskussion: Weiterführender Einsatz von Röntgen vs. CT 17:23 - Zusammenfassung der klinischen Zeichen: Scotty Dog, Darth Vader & Napoleon Sign 18:12 - Blick in die Zukunft: Neue Entwicklungen & Zeichen in der Radiologie 20:10 - Ausblick auf die nächste Folge: Kinder-Radiologie & eine neue Zeichnung RESOURCES & LINKS * Spondylolyse und Spondylolisthesis - Fachartikel [https://example.com/spondylolyse-artikel] CONNECT WITH THE GUESTS: * Ahi - LinkedIn [https://linkedin.com/in/ahi] | Twitter [https://twitter.com/ahi] * Kai Gruhn - LinkedIn [https://linkedin.com/in/kaigruhn] ---------------------------------------- Viel Erfolg beim Erkennen der Zeichen in der Praxis! Bei Fragen oder eigenen Zeichen-Ideen freuen wir uns über Dein Feedback! 👉 Diese Podcast-Folge wird von der Hire a Doctor Group [https://hireadoctor.de] gesponsert. 👉 Doppelstelle in der diagnostischen Radiologie Bewerben Sie sich jetzt auf die Facharzt-/Oberarztstelle für diagnostische Radiologie [https://jdb01.compana.net/x/go?x=jobdetails&juq=aZxa7Zy9%404Kwl9gvR31rwgAAAJQ&cuq=ZXcyi2rDf5CiNOJMKRRbnQAAAFI&mtm_campaign=podcast-radiologie] in einem akademischen Lehrkrankenhaus der Schwerpunktversorgung mit angeschlossenem MVZ im landschaftlich reizvollen Brandenburg. Auf Sie warten eine abwechslungsreiche Tätigkeit im ambulanten und stationären Setting sowie flexible Arbeitszeitmodelle inklusive Homeoffice-Möglichkeiten für Dienste. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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Portada del episodio Die Rolle der Logopädie in der Palliativmedizin - mit Cordula Winterholler

Die Rolle der Logopädie in der Palliativmedizin - mit Cordula Winterholler

Logopädie in der Palliativmedizin – mehr als Schlucken und Sprechen Mit: Cordula Winterholler Worum geht’s in dieser Folge? Welche Rolle spielt die Logopädie in der Palliativversorgung? Für viele Kolleg:innen scheint die Antwort zunächst nicht offensichtlich zu sein. Dabei gehören Themen wie Essen, Trinken, Schlucken, Kommunikation und Teilhabe zu den zentralen Bedürfnissen von Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen. In dieser Folge spricht Kai Gruhn mit der Logopädin Cordula Winterholler über die oft unterschätzte Bedeutung der Logopädie in der Palliativmedizin. Anhand konkreter Beispiele – insbesondere aus der Betreuung von Menschen mit ALS – wird deutlich, wie logopädische Expertise Lebensqualität, Autonomie und Kommunikation bis zum Lebensende unterstützen kann. Zu Gast Cordula Winterholler ist Logopädin, Autorin und Referentin mit besonderem Schwerpunkt auf palliativer Logopädie. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Maria Bartel beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie logopädische Versorgung in palliativen Settings gestaltet werden kann. Zentrale Themen der Folge Haben Logopäd:innen überhaupt eine Rolle in der Palliativmedizin? Eine provokante Einstiegsfrage der Folge. Obwohl Schluckstörungen, Kommunikationsprobleme und Ernährungsfragen im palliativen Alltag häufig auftreten, sind Logopäd:innen bislang vielerorts nicht selbstverständlich in palliative Versorgungsteams integriert. Diskutiert werden mögliche Gründe: * Palliativmedizin wird häufig ausschließlich mit der Terminalphase assoziiert * mangelnde Bekanntheit logopädischer Kompetenzen * historisch starke Orientierung der Palliativversorgung an onkologischen Erkrankungen Palliativmedizin beginnt nicht erst am Lebensende Ein zentrales Anliegen von Cordula Winterholler: Palliative Versorgung beginnt gemäß WHO-Definition bereits mit der Diagnose einer lebenslimitierenden Erkrankung – nicht erst in der Finalphase. Dadurch entstehen zahlreiche Ansatzpunkte für logopädische Interventionen: * Beratung * Symptommanagement * Kommunikationsförderung * Unterstützung von Alltagsaktivitäten * Angehörigenarbeit Schlucken, Essen und Trinken – zentrale Themen bis zuletzt Essen und Trinken bedeuten weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Besprochen werden: * Dysphagie bei neurologischen und onkologischen Erkrankungen * Ernährungsmanagement * Konsistenzanpassungen * Aspirationsrisiken * Lebensqualität trotz funktioneller Einschränkungen Dabei steht nicht die Funktionsverbesserung um jeden Preis im Vordergrund, sondern die Frage: 👉 Was ist für die Patientin oder den Patienten in der aktuellen Lebensphase wichtig? ALS als Beispiel für palliative Logopädie Frühe Diagnostik und Begleitung Am Beispiel der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) beschreibt Cordula Winterholler die verschiedenen Aufgaben der Logopädie. Bereits bei ersten Sprachveränderungen erfolgt: * umfassende Diagnostik * Schluckdiagnostik * Ernährungsassessment * Beobachtung von Atemfunktion und Belastbarkeit Oft zeigen sich bereits früh: * Gewichtsverlust * Mangelernährung * kompensierte Schluckstörungen Alltag statt Defizite Ein wichtiger Gedanke der Folge: Palliative Logopädie orientiert sich nicht primär an Funktionsverlusten, sondern am gelebten Alltag. Fragen sind beispielsweise: * Wie kann Berufstätigkeit erhalten bleiben? * Welche Hilfsmittel entlasten die Kommunikation? * Wie lassen sich soziale Aktivitäten weiterhin ermöglichen? Unterstützte Kommunikation und digitale Hilfsmittel Ein besonders spannendes Themenfeld: Die moderne Logopädie nutzt heute eine Vielzahl technischer Möglichkeiten: * Kommunikationshilfen * Sprachcomputer * Augensteuerung * KI-gestützte Systeme Besprochen wird außerdem das sogenannte Speech Banking: Dabei wird die eigene Stimme aufgezeichnet, solange sie noch ausreichend erhalten ist, um sie später in unterstützten Kommunikationssystemen weiter nutzen zu können. PEG, Ernährung und ethische Entscheidungen Ein wiederkehrendes Thema in der palliativen Versorgung: * Wann sollte eine PEG-Anlage diskutiert werden? * Welche Werte und Wünsche stehen hinter einer Ablehnung? * Wie können Patient:innen bei komplexen Entscheidungen begleitet werden? Die Folge macht deutlich: Logopäd:innen sind nicht nur therapeutisch tätig, sondern begleiten auch Entscheidungsprozesse und ethische Fragestellungen. Ethik als Kernkompetenz Ein zentrales Kapitel des geplanten Fachbuchs widmet sich ethischen Fragestellungen: * künstliche Ernährung * Autonomie * Lebensqualität * Therapiezieländerungen * Umgang mit existenziellen Fragen Denn Patient:innen stellen häufig Fragen, die weit über die reine Funktion hinausgehen: > „Was soll das alles eigentlich noch?“ Auch für solche Gespräche braucht es professionelle Kompetenz und Haltung. Warum Logopädie Teil des Palliativteams sein sollte Cordula Winterholler plädiert dafür, Logopäd:innen nicht nur konsiliarisch hinzuzuziehen, sondern fest in Palliativteams zu integrieren. Gründe hierfür: * kontinuierliche Begleitung * gemeinsame ethische Entscheidungsfindung * Entwicklung einer gemeinsamen Teamhaltung * bessere individuelle Lösungen für Patient:innen und Angehörige Das neue Fachbuch zur palliativen Logopädie Gemeinsam mit Maria Bartel arbeitet Cordula Winterholler derzeit an einem umfassenden Fachbuch zur palliativen Logopädie. Themen werden unter anderem sein: * Grundlagen der palliativen Logopädie * internationale Perspektiven * Ethik * Kommunikation * Angehörigenarbeit * unterschiedliche palliative Settings * neurologische und onkologische Erkrankungen Take-Home Messages * Palliative Logopädie beginnt nicht erst in der Sterbephase. * Kommunikation, Schlucken und Essen sind zentrale Aspekte von Lebensqualität. * Logopäd:innen begleiten nicht nur Funktionen, sondern Menschen in komplexen Lebenssituationen. * Unterstützte Kommunikation gewinnt durch Digitalisierung und KI zunehmend an Bedeutung. * Ethische Fragestellungen gehören zum logopädischen Alltag in palliativen Settings. * Eine feste Integration der Logopädie in Palliativteams kann die Versorgung deutlich verbessern. Hörenswert für * Palliativmediziner:innen * Logopäd:innen * Neurolog:innen * SAPV-Teams * Pflegefachpersonen * Therapeutische Berufe * Alle, die Menschen mit lebenslimitierenden Erkrankungen begleiten Weitere Informationen * https://forum-logopaedie.de/artikel/angehoerigenarbeit-in-der-palliativen-logopaedie/ [https://forum-logopaedie.de/artikel/angehoerigenarbeit-in-der-palliativen-logopaedie/] * https://www.skvshop.de/logopaedie/palliative-care-978-3-8248-1301-8.html [https://www.skvshop.de/logopaedie/palliative-care-978-3-8248-1301-8.html] Eine Folge über Lebensqualität, Kommunikation und die Frage, wie therapeutische Begleitung auch dann noch sinnvoll sein kann, wenn Heilung nicht mehr das Ziel ist. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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9 de jun de 202629 min
Portada del episodio Gehirntumore - mit Dr. med. Anne Biesalski

Gehirntumore - mit Dr. med. Anne Biesalski

Nervensache, Podcast der Deutschen Hirnstiftung meets Klinisch Relevant In dieser Folge vermitteln wir grundlegendes Wissen rund um das Thema Hirntumore. Dr. Anne Biesalksi, Neurologin und Mitglied des Vorstands der Deutschen Hirnstiftung. erklärt verständlich die wichtigsten medizinischen Zusammenhänge – unterstützt von ihrem Mann Jasper, der ausgewählte Zitate aus Wolfgang Herrndorfs „Arbeit und Struktur“ (mit freundlicher Genehmigung des Rowohlt-Verlags) einliest. Das erwartet euch: Hirntumor ist nicht gleich Hirntumor: Tumore unterscheiden sich stark – nicht nur in ihrer Art, sondern auch in ihrer Lage. Das umliegende Gewebe spielt eine entscheidende Rolle dafür, welche Symptome auftreten und welche Behandlung möglich ist. Primäre vs. sekundäre Tumore: Primäre Hirntumore entstehen direkt im Gehirn. Sekundäre Tumore sind Metastasen – der Krebs hat seinen Ursprung in einem anderen Organ und streut ins Gehirn. Diagnostik: Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist zentral für die Bildgebung. Eine endgültige Diagnose und Sicherheit liefert jedoch meist erst die Gewebeentnahme, häufig mittels stereotaktischer Biopsie. Therapieansätze: Je nach Tumorart und Lage kommen unterschiedliche Behandlungen infrage, darunter Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Auch mögliche Strahlenschäden werden thematisiert. Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Die Behandlung erfolgt selten isoliert – verschiedene Fachrichtungen arbeiten eng zusammen, um die bestmögliche Therapie zu gewährleisten. Diese Folge bietet eine verständliche Grundlage für alle, die sich erstmals mit dem Thema Hirntumore beschäftigen oder ihr Wissen auffrischen möchten. In Kürze geht es weiter – dann wieder im gewohnten Format. Viel Spaß beim Zuhören. Wir danken Klinisch Relevant für diese schöne Kooperation. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de

Ayer32 min
Portada del episodio Psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notfallambulanzen - mit Dr. Heribert Kirchner

Psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notfallambulanzen - mit Dr. Heribert Kirchner

Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungsgründe in deutschen Notaufnahmen Dr. Heribert Kirchner Worum geht’s in dieser Folge? Psychiatrische Patient:innen gehören längst zum Alltag deutscher Notaufnahmen. Doch wie häufig stellen sich Menschen mit psychischen Beschwerden vor, ohne dass ein akut behandlungsbedürftiger Notfall vorliegt? Welche Diagnosen stehen dahinter? Und was bedeutet das für ein Gesundheitssystem, dessen Notaufnahmen zunehmend an ihre Belastungsgrenzen geraten? In dieser Folge spricht Dr. Heribert Kirchner über die erste bundesweite Studie zu nichtdringlichen psychiatrischen Vorstellungen in deutschen Notaufnahmen und ordnet die Ergebnisse aus versorgungswissenschaftlicher Perspektive ein. Zu Gast Dr. Heribert Kirchner ist Psychiater und Versorgungsforscher. Gemeinsam mit Kolleg:innen um Prof. Broska und Prof. Pajonk untersuchte er erstmals bundesweit die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen anhand von Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Die Studie im Überblick "Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany" Veröffentlicht in der Fachzeitschrift Psychiatry Research. Was wurde untersucht? Bisher gab es in Deutschland kaum belastbare Daten zur Frage, wie häufig sich Menschen mit nichtdringlichen psychiatrischen Beschwerden in Notaufnahmen vorstellen. Für die Studie wurden bundesweite Abrechnungsdaten analysiert: * Zeitraum: 2012–2022 * bundesweite Datenerhebung * interdisziplinäre Notaufnahmen * psychiatrische Diagnosen mit Notfallkennzeichnung Damit liefert die Arbeit erstmals einen Überblick über die Entwicklung psychiatrischer Notfallvorstellungen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Zentrale Ergebnisse Psychiatrische Notfälle sind kein Randphänomen Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören mittlerweile zu den häufigsten Gründen für eine Notaufnahmevorstellung. Im Vergleich der Fachbereiche liegen sie hinter: 1. internistischen Notfällen 2. traumatologisch-unfallchirurgischen Notfällen 3. neurologischen Notfällen und zählen damit zu den versorgungsrelevanten Patientengruppen in deutschen Notaufnahmen. Wie häufig sind nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen? Die Analyse zeigt: * geschätzt 250.000 bis 300.000 nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen pro Jahr * etwa 2–3 % aller Notaufnahmekontakte * deutlicher Anstieg über den Beobachtungszeitraum Obwohl der prozentuale Anteil zunächst klein erscheint, entstehen aufgrund der hohen Gesamtzahl von Notaufnahmebesuchen erhebliche absolute Fallzahlen. Welche Diagnosen stehen im Vordergrund? Angst- und Panikstörungen Eine der überraschendsten Beobachtungen der Studie: * Angst- und Panikstörungen machten einen besonders großen Anteil der nichtdringlichen Vorstellungen aus. Die Forschenden hatten ursprünglich erwartet, dass depressive Erkrankungen häufiger vertreten sein würden. Affektive Störungen Ebenfalls häufig: * depressive Episoden * andere affektive Erkrankungen Substanzassoziierte Vorstellungen Besonders relevant: * alkoholassoziierte Vorstellungsgründe Darüber hinaus wurden cannabisassoziierte Vorstellungen gesondert analysiert. Warum landen Betroffene in der Notaufnahme? Die Folge diskutiert verschiedene Ursachen: Hohe Verfügbarkeit der Notaufnahme Für viele Menschen ist die Notaufnahme: * rund um die Uhr erreichbar * niedrigschwellig zugänglich * als kompetente Anlaufstelle bekannt Mangelnde Versorgungsangebote Häufige Gründe: * lange Wartezeiten auf ambulante Termine * regionale Unterversorgung * fehlende Krisenangebote Viele Betroffene erleben ihre Situation subjektiv als Notfall und suchen deshalb Hilfe in der Zentralen Notaufnahme. Sinkende Gesundheitskompetenz? Diskutiert wird außerdem die Frage, ob Patient:innen heute schwieriger einschätzen können, welche Beschwerden tatsächlich notfallmedizinisch behandelt werden müssen und welche besser in anderen Versorgungsstrukturen aufgehoben wären. ⚠️ Besondere Herausforderungen für Notaufnahmen Psychiatrische Notfälle sind schwer zu triagieren Im Gegensatz zu: * Schlaganfall * Herzinfarkt * Trauma existieren für viele psychiatrische Beschwerden keine klaren diagnostischen Algorithmen. Das stellt Notaufnahmen vor besondere Herausforderungen: * schwierige Priorisierung * hoher Gesprächsbedarf * begrenzte psychiatrische Expertise vor Ort Überfüllung hat Konsequenzen Die zunehmende Belastung deutscher Notaufnahmen ist mehr als ein organisatorisches Problem. Überfüllte Notaufnahmen sind assoziiert mit: * längeren Wartezeiten * geringerer Versorgungsqualität * längeren Aufenthaltsdauern * erhöhter Mortalität Lösungsansätze Diskutiert werden verschiedene Strategien: * bessere Patientensteuerung * Ausbau von Bereitschaftsdienststrukturen * integrierte Leitstellenmodelle * stärkere Aufklärung der Bevölkerung * Verbesserung ambulanter psychiatrischer Versorgungsangebote * telemedizinische Konzepte Dabei wird deutlich: Eine nachhaltige Lösung kann nur durch Veränderungen sowohl auf Patienten- als auch auf Systemebene gelingen. Take-Home Messages * Psychiatrische Vorstellungsgründe gehören zu den häufigsten Gründen für einen Besuch in der Notaufnahme. * Nichtdringliche psychiatrische Vorstellungen nehmen seit Jahren zu. * Angst- und Panikstörungen spielen eine größere Rolle als bislang angenommen. * Überfüllte Notaufnahmen beeinträchtigen die Versorgungsqualität nachweislich. * Psychiatrische Patient:innen benötigen oft andere Versorgungsstrukturen als klassische Notfallpatient:innen. * Die Ergebnisse der Studie haben hohe gesundheitspolitische und versorgungswissenschaftliche Relevanz. 📖 Weiterführende Literatur Kirchner H. et al. Trends in Non-Urgent Mental Health Presentations to Emergency Departments – Insights from the First Nationwide Study in Germany [https://link.springer.com/article/10.1186/s12888-025-07368-0] 🎧 Hörenswert für * Ärzt:innen in Notaufnahme, Psychiatrie und Allgemeinmedizin * Pflegefachpersonen * Rettungsdienstpersonal * Versorgungsforscher:innen * Gesundheitsmanager:innen * Gesundheitspolitisch Interessierte 🔗 Weitere Informationen * Klinisch Relevant [https://www.klinisch-relevant.de?utm_source=chatgpt.com] Eine spannende Folge über die Schnittstelle zwischen Psychiatrie, Notfallmedizin und Gesundheitssystem – und darüber, warum steigende Patientenzahlen allein noch nicht die ganze Geschichte erzählen. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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6 de jun de 202617 min
Portada del episodio Radiologische Zeichen der Spondylolyse und Spondylolisthesis - mit PD Dr. Ahi Sema Issever

Radiologische Zeichen der Spondylolyse und Spondylolisthesis - mit PD Dr. Ahi Sema Issever

"I saw the sign" - die Podcast-Serie zu klinischen Zeichen KLINISCHE ZEICHEN DER WIRBELSÄULE: SPONDYLOLYSE, SCOTTY DOG, DARTH VADER & INVERTED NAPOLEON HAT SIGN In dieser Episode erklären wir drei wichtige röntgenologische Zeichen, die auf eine Spondylolyse und Spondylolisthesis hinweisen können. Expertenwissen und anschauliche Beschreibungen helfen, diese Befunde in der klinischen Praxis zu erkennen und besser zu verstehen. KEY TOPICS * Grundlagen der Spondylolyse: Definition, Lokalisation & Ursachen * Zusammenhang zwischen Spondylolyse und Spondylolisthesis * Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung und Bedeutung * Das Darth Vader-Zeichen im CT: Entwicklung und Anwendung * Das Inverted Napoleon Hat Sign bei fortgeschrittener Spondylolisthesis * Einsatz der bildgebenden Verfahren (Röntgen, CT) bei Wirbelsäulenbefunden * Bedeutung der frühzeitigen Erkennung zur Vermeidung von Komplikationen * Hinweise auf klinische Anwendungen und praktische Tipps für Radiologen & Orthopäden * Einladung zur Entwicklung eigener radiologischer Zeichen TIMESTAMPS 00:00 - Begrüßung und Einleitung: Klinische Zeichen der Wirbelsäule 00:31 - Was ist eine Spondylolyse? Definition und Lokalisation im Lendenwirbel 01:07 - Anatomie der Wirbelsäule: Pass interarticularis und deren Bedeutung 02:02 - Zusammenhang zwischen Spondylolyse, Spondylolisthesis und degenerativen Prozessen 02:58 - Ursachen und Häufigkeit bei jüngeren Athleten 03:27 - Der Unterschied: angeborene Spondylolisthesis vs. erworbene Spondylolyse 05:17 - Zusammenfassung: Wiederholung der Begrifflichkeiten 05:40 - Vorbereitung auf die röntgenologischen Zeichen: Melodie & Überleitung 06:18 - Das Scotty Dog-Sign im Röntgen: Erkennung auf schrägen Aufnahmen 07:13 - Anatomische Details: Pedikel, Gelenkfortsätze und die Pars interarticularis 08:12 - Das Halsband bei Scotty Dog: Hinweise auf Spondylolyse 08:42 - Grenzen der Röntgendiagnostik: Vorteile des CT bei Spondylolyse 09:04 - Das Scotty-Dog-Sign: praktische Anwendung & Sensitivität 09:27 - Das Darth Vader- Zeichen im CT: Entwicklung und Validierung 10:11 - Bedeutung des Darth Vader-Hakens: Erkennung im Routinet-CT 11:06 - Frühzeitige Erkennung der Spondylolyse und Signale im Abdomen-CT 12:32 - Darth Vader-Helm: Diskontinuität der Pars interarticularis 13:02 - Evaluierung und klinische Relevanz des Darth Vader-Zeichens 13:41 - Literatur & Referenzen: Weiterführende Informationen 14:03 - Der Inverted Napoleon Head Sign: Bei fortgeschrittener Spondylolisthesis 15:23 - Mechanismus: Was zeigt der umgedrehte Napoleon-Hut? 15:52 - Praxis: Wann sollte man diese Zeichen im Röntgen erkennen? 16:38 - Diskussion: Weiterführender Einsatz von Röntgen vs. CT 17:23 - Zusammenfassung der klinischen Zeichen: Scotty Dog, Darth Vader & Napoleon Sign 18:12 - Blick in die Zukunft: Neue Entwicklungen & Zeichen in der Radiologie 20:10 - Ausblick auf die nächste Folge: Kinder-Radiologie & eine neue Zeichnung RESOURCES & LINKS * Spondylolyse und Spondylolisthesis - Fachartikel [https://example.com/spondylolyse-artikel] CONNECT WITH THE GUESTS: * Ahi - LinkedIn [https://linkedin.com/in/ahi] | Twitter [https://twitter.com/ahi] * Kai Gruhn - LinkedIn [https://linkedin.com/in/kaigruhn] ---------------------------------------- Viel Erfolg beim Erkennen der Zeichen in der Praxis! 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Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. 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4 de jun de 202621 min
Portada del episodio E-Scooter: kleine Räder, großes Risiko - mit Prof. Lars Wojtecki

E-Scooter: kleine Räder, großes Risiko - mit Prof. Lars Wojtecki

"Lars ma' hören!" - Prof. Wojteckis Brain Radio Klinisch Relevant – Sonderfolge: Lars ma’hören E-Scooter: Kleine Räder, großes Risiko? Mit: Prof. Lars Wojtecki Worum geht’s in dieser Folge? E-Scooter gehören inzwischen selbstverständlich zum Stadtbild. Sie gelten als praktisch, flexibel und umweltfreundlich. Doch wie sicher sind sie eigentlich? In dieser Ausgabe von „Lars ma’hören“ wirft Prof. Lars Wojtecki einen Blick auf aktuelle Unfallanalysen und diskutiert, warum viele schwere E-Scooter-Unfälle nicht durch andere Verkehrsteilnehmer verursacht werden – sondern durch scheinbar harmlose Hindernisse und menschliche Faktoren. Die Datenlage Grundlage der Folge ist eine große Unfallanalyse der Björn Steiger Stiftung, die schwere und tödliche E-Scooter-Unfälle untersucht hat. Ein zentrales Ergebnis: * Rund 45 % der schweren und tödlichen E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle. * In diesen Fällen sind keine anderen Verkehrsteilnehmer beteiligt – lediglich Fahrer:in, Roller und Sturz. Zentrale Erkenntnisse 1. Die Gefahr steckt oft im Detail Mehr als 90 % der Alleinunfälle werden durch kleine Hindernisse ausgelöst: * Bordsteinkanten * Bodenwellen * Unebenheiten * Steine oder Schlaglöcher * spontane Ausweichmanöver Was für Fahrradfahrer:innen oft harmlos erscheint, kann auf dem E-Scooter schnell zum Kontrollverlust führen. 2. Alkohol spielt eine wichtige Rolle Ein weiterer Befund: Bei Alleinunfällen findet sich überdurchschnittlich häufig Alkoholkonsum. Bereits geringe Mengen Alkohol können beeinträchtigen: * Gleichgewicht * Koordination * Reaktionsfähigkeit * Stabilitätskontrolle Gerade beim E-Scooter reichen minimale Verzögerungen in der Ausgleichsbewegung aus, um einen Sturz auszulösen. 3. Warum sind E-Scooter so instabil? Die Konstruktion bringt einige physikalische Nachteile mit sich: * kleine Räder * hohe Schwerpunktlage * stehende Fahrposition * geringe Fahrstabilität Kommt es zu einem abrupten Stopp des Vorderrads, bewegt sich der Körper weiter nach vorne – oft mit direkter Sturzfolge. 4. Kollisionen mit anderen Verkehrsteilnehmern Nur ein kleinerer Anteil der schweren Unfälle entsteht durch Zusammenstöße. Typische Szenarien: * Abbiegeunfälle * Übersehen von E-Scooter-Fahrenden * Kollisionen mit Pkw Besonders häufig sind Situationen, in denen andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit oder Position des Scooters falsch einschätzen. 5. Der Kopf ist besonders gefährdet Die gute Nachricht: Die meisten E-Scooter-Unfälle verlaufen glimpflich. Kommt es jedoch zu schweren Verletzungen, betrifft dies besonders häufig: den Kopf. Etwa die Hälfte der schweren Verletzungen betrifft den Kopfbereich – ein Befund mit hoher Relevanz für Notfallmedizin, Neurologie und Neurochirurgie. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Die Unfallforscher diskutieren verschiedene Präventionsmaßnahmen: * konsequenter Verzicht auf Alkohol * stärkere Nutzung von Fahrradhelmen * Geschwindigkeitsbegrenzungen * technische Anpassungen der Fahrzeuge Ein besonders interessanter Ansatz: ➡️ größere Räder. Schon kleine technische Veränderungen könnten die Stabilität deutlich verbessern und das Unfallrisiko reduzieren. Take-Home Messages * Viele schwere E-Scooter-Unfälle sind Alleinunfälle. * Kleine Hindernisse reichen häufig aus, um einen Sturz auszulösen. * Alkohol verstärkt das Risiko erheblich. * Kopfverletzungen gehören zu den häufigsten schweren Unfallfolgen. * Prävention umfasst sowohl Fahrverhalten als auch technische Verbesserungen. * Manchmal können kleine technische Veränderungen eine große Wirkung entfalten. Über „Lars ma’hören“ Einmal im Monat ordnet Prof. Lars Wojtecki spannende wissenschaftliche Arbeiten und aktuelle Daten aus den Neurowissenschaften, der Medizin und angrenzenden Forschungsfeldern ein – kompakt, kritisch und praxisnah. 🔗 Weitere Informationen * Klinisch Relevant [https://www.klinisch-relevant.de?utm_source=chatgpt.com] „Kleine Räder, große Gefahr“ – eine ebenso einfache wie eindrückliche Botschaft dieser Folge. 🛴🧠 Studie zum Thema E-Scooter [https://www.steiger-stiftung.de/presseartikel/grosse-e-scooter-studie-vorgestellt-unfallforscher-fordert-groessere-raeder-und-fuehrerscheinpflicht-2/] Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. 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2 de jun de 20263 min