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Mitmachausstellung: Was brauchen wir für ein Leben auf dem Mars?

3 min · 8 de jun de 2026
Portada del episodio Mitmachausstellung: Was brauchen wir für ein Leben auf dem Mars?

Descripción

AUF DEN MARS FLIEGEN, UM PROBLEME AUF DER ERDE ZU LÖSEN Eine rötlich braune, staubige Landschaft, unendliche Weiten, Tausende Kilometer Wüste und Einschlagskrater aller Größen – kein Ort, der auf den ersten Blick nach Leben schreit. Wie das aber trotzdem aussehen könnte, zeigt die Konzeptausstellung MARS! Im ZKM Karlsruhe. Tina Lorenz, die sich am ZKM mit künstlerischer Forschung und Entwicklung beschäftigt und die Ausstellung mitentwickelt hat, erklärt: „Wir haben eine Forschungsfrage: Wir fliegen zum Mars, um Probleme auf der Erde zu lösen. Wie machen wir das?“ Diese Forschungfrage wurde dann mit den Mitteln der Kunst bearbeitet. BÜRGER-WORKSHOPS ZU KONKRETEN PROBLEMEN In Workshops konnten Bürgerinnen und Bürger mitgestalten und Ideen einbringen. Zum Beispiel beim Thema Wohnraum: Wie können Gebäude auf dem Mars aussehen, in denen man ja die meiste Zeit verbringen müsste? Was bei dem Workshop herauskam, kann jetzt in der Ausstellung betrachtet werden: Eine Underground-Oper, mehreckige Häuser und Versammlungsräume, oder ein Ort zum Gemüseanbauen. Auch jetzt noch können Besucherinnen und Besucher ihre eigenen Ideen zu Papier bringen und der Ausstellung beisteuern. ROBOTER-MEERSCHWEINCHEN ALS HAUSTIER-ERSATZ? Was wird an einem Ort gegessen, an dem keine Kühe gehalten werden oder kein Weizen angebaut werden kann? Wie könnten wir nachhaltig mit kostbaren Ressourcen wie Wasser oder Lithium umgehen? Und welche Regeln gäbe es und wie könnte eine Verfassung aussehen? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die MARS! Ausstellung. Es geht auch um das Thema Einsamkeit – auf einem fremden neuen Planeten. Eine Idee: Mit roboterartigen Meerschweinchen, „Booboos“ genannt, könnte eine Art Haustier-Ersatz geschaffen werden. TESTS DER MODELLE UNTER LEBENSNAHEN BEDINGUNGEN Das Highlight der Konzeptausstellung kommt aber erst noch: Alle Ideen und Skizzen werden auch getestet, unter lebensnahen Bedingungen in einer Siedlung auf dem Karlsruher Marktplatz im Oktober dieses Jahres für fast zwei Wochen. Denn gute Ideen würden nicht hinter Museumswänden entstehen, so Lorenz.

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Portada del episodio „Unsere kleine Farm“ – Gelungene Neuverfilmung der Serie nach über 40 Jahren

„Unsere kleine Farm“ – Gelungene Neuverfilmung der Serie nach über 40 Jahren

GEN WESTEN AUF DER SUCHE NACH ARBEIT UND FREIHEIT Mehr als 40 Jahre nach der Kultserie kehrt „Unsere kleine Farm“ mit einer Neuverfilmung auf Netflix zurück. Die neue Serie orientiert sich stärker an den Romanen von Laura Ingalls Wilder und erzählt die Geschichte der Familie Ingalls zeitgemäß neu. Neben der vertrauten Familienidylle rücken auch Themen wie die Rolle der Frauen sowie der Umgang mit den indigenen Osage, Vorurteilen und Rassismus stärker in den Mittelpunkt. Laura Ingalls erzählt in ihren Romanen die Geschichte ihrer Familie. Sie erzählt, wie ihre Eltern Charles und Caroline Ingalls mit ihr und der älteren Schwester Mary nach Westen ziehen, auf der Suche nach einem Ort zum Leben und Arbeiten in Freiheit.  EIN BISSCHEN KITSCHIG, ABER AUCH SYMPATHISCH. Die erste Staffel schildert, wie sie nach langer Fahrt in dem aufstrebenden Örtchen Independence in Kansas ankommen, wie der Vater zusammen mit anderen liebenswürdigen Außenseitern ein Holzhaus baut. Wie die Mädchen langsam Freundschaften schließen und wie sie vor allem als Familie immer mehr zusammenwachsen. Die Prärie erscheint dabei weit, die Natur auch gefährlich, sie wird aber immer wieder in ein warmes Licht getaucht: Blumenkränze, saubere Kleidung, Krankheiten werden überwunden und der Tag kann eigentlich nie so schlecht gelaufen sein, dass am Abend nicht die Geige ausgepackt und zusammen gesungen und getanzt wird. Manchmal ein bisschen kitschig, aber auch sehr sympathisch. FAMILIENTAUGLICHER WESTERN MIT AKTUELLEN FRAGEN Keine Frage. „Unsere kleine Farm“ ist auch in der Neufassung die familientaugliche Version des Western. Ganz anders als Serien wie „1883“ oder „American Primeval“, die die gewaltsame und dreckige Seite des Pioniermythos zeigen wollten. Vorlage ist die autobiografische Romanreihe der Autorin Laura Ingalls Wilder, die in den 1930er-Jahren herauskam.  Und während der Verfilmung aus den 70er-Jahren sich davon eher locker inspirieren ließ, hat das neue Team um Showrunnerin Rebecca Sonnenshine versucht, näher am Charakter der Bücher zu bleiben und gleichzeitig moderner zu erzählen. Das betrifft insbesondere die Frauen- und Mädchenrollen: An Caroline als gleichberechtigte Partnerin oder die abenteuerlustige Laura kann man problemlos andocken. Bemerkenswert ist auch, dass das indigene Volk der Osage, denen das Siedlerland zu Beginn der Serie noch gehört, eine viel größere Rolle spielt. GELUNGENER MIX AUS IDYLLE UND REFLEXION Wie hier Fragen von Identität und Traditionsbewusstsein verhandelt werden, von Vorurteilen und Rassismus, ohne zu sehr in Klischees abzudriften, das ist im Kontext einer historischen Familienserie schon ziemlich gelungen. Die Geschichte spielt in den 1870er-Jahren, wenige Jahre nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. „Unsere kleine Farm“ ist ein zumeist idyllischer Blick auf eine Nation im Werden, aber mit aktuellen Fragen: Wie könnte man Gemeinschaften, Verträge, das alltägliche Miteinander über Grenzen hinweg gestalten?  Wie könnte man respektvoll miteinander umgehen, bei allen Gegensätzen, menschlichen Schwächen und Problemen? Und reicht das zum Überleben? Die Ingalls' ziehen am Ende jedenfalls weiter, in Hoffnung auf ein Glücksversprechen, an das man auch heute immer noch gerne glauben möchte. TRAILER „UNSERE KLEINE FARM“, AB 9. JULI AUF NETFLIX

9 de jul de 20263 min