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„Einen Menschen großziehen“ – Simone Buchholz über Eltern-Sohn-Beziehungen

7 min · 19. kesä 2026
jakson „Einen Menschen großziehen“ – Simone Buchholz über Eltern-Sohn-Beziehungen kansikuva

Kuvaus

Wie zieht man in dieser Welt einen Jungen groß? Zwischen Männlichkeitsbildern die gesellschaftlich neu ausgehandelt werden, und den veralteten Rollenvorstellungen der sogenannten „Manosphere“. Vor dieser Herausforderung stand auch die Autorin Simone Buchholz. Ihre Erfahrungen hat sie in ihrem literarischen Essay „Über Söhne“ verarbeitet. Da sei etwa die Angst gewesen, der gemeinsame Faden zwischen ihr und ihrem Sohn könne während der Pubertät abreißen. Neben dem Zugestehen von Zeit und Raum, sei es wichtig gewesen nicht loszulassen: „Egal wie nervig ich selbst war und was für ein blödes Bild ich dann abgegeben habe von der nervigen Mutter, ich habe es einfach weitergemacht. Und irgendwann, anfallartig, nachts um elf oder halb zwölf, kam er dann aus seinem Zimmer geschlichen und in meinen Arm gekrochen und hat angefangen, mir zu erzählen, was seine Ängste sind, wo für ihn die Gefahren liegen gerade und was ihn bewegt.“ Die Herausforderung, dem Sohn Raum für eigene Entwicklungen zu lassen und dabei gleichzeitig feministische Werte zu vermitteln, das gelingt für Buchholz vor allem „indem man einen Menschen großzieht.“ Feminismus bedeutet für die Autorin deshalb vor allem Humanismus „und ein Menschenbild, in dem alle das gleiche Recht darauf haben, zu leben und glücklich zu sein und ein würdevolles Leben zu leben.“

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jakson Desinformation rund um die Ebola-Epidemie kansikuva

Desinformation rund um die Ebola-Epidemie

DESINFORMATIONEN HABEN AUFSCHWUNG Spätestens seit der Corona-Pandemie erlebt die Verbreitung von Desinformationen zu Gesundheitsthemen einen deutlichen Aufschwung. Das gilt auch für die aktuelle Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda. Im Gespräch mit SWR Kultur am Morgen erläutert der Desinformationsexperte Christopher Nehring die derzeit am weitesten verbreitete Verschwörungstheorie: „Die wirkungsmächtigste Verschwörungserzählung ist sicherlich dieselbe wie bei Aids, Corona und vielen anderen Krankheiten: die Behauptung, das Virus sei als Biowaffe künstlich im Labor hergestellt und anschließend gezielt mit politischen Absichten eingesetzt worden.“ GESUNDHEITSDESINFORMATION VERFOLGT UNTERSCHIEDLICHE ZIELE Nach Angaben von Nehring, Direktor des Cyberintelligence Institute Frankfurt, gibt es verschiedene Motive für die Verbreitung von Gesundheitsdesinformation. Zum einen lasse sich damit Geld verdienen: „Gesundheit ist ein Thema, das sehr schnell große Aufmerksamkeit erzeugt. Im digitalen Zeitalter ist Aufmerksamkeit eine Ressource, die sich leicht monetarisieren lässt.“ Zum anderen werde Gesundheitsdesinformation auch von politischen Akteuren genutzt. Durch die gezielte Verbreitung von Angst und Irrationalität könnten politische Interessen verfolgt und gesellschaftliche Spannungen verstärkt werden.

25. kesä 20265 min
jakson Hervorragende Kinounterhaltung: „Supergirl“ überzeugt mit Milly Alcock kansikuva

Hervorragende Kinounterhaltung: „Supergirl“ überzeugt mit Milly Alcock

„ER SIEHT DAS GUTE IN ALLEN, ICH SEHE DIE WAHRHEIT“ So erklärt Supergirl aka Kara Zor-El schlüssig den Unterschied zwischen sich und dem allzu braven Superman, ihrem Cousin. Die unangepasste Mittzwanzigerin ist eine Rebellin, eine Grunge-Rockerin, die 80er-Jahre-Musik hört, und sich in Pubs am Rande der Galaxis betrinkt. KEIN BOCK AUF HELDENTUM Denn sie hat gar keinen Bock auf das Heldentum, für das sie angeblich bestimmt ist. Wut und Trauer dominieren ihr Gemüt zu Beginn. Später dann kämpft sie, weil sie muss. Sie kämpft aber bis zum Ende des Films nicht wie andere Superhelden für die Rettung der Welt, sondern für die ihres kleinen struppigen Hundes namens Krypto.   ZEITGEMÄSSER FILM VOLLER ANDEUTUNGEN „Supergirl“ ist einerseits ein sehr zeitgemäßer, feministischer Film. Will man den Film beschreiben, ist aber die Story nebensächlich. Es geht um Stimmung, es geht um einzelne Szenen, und es geht um Anspielungen. So erinnert "Supergirl" ein bisschen an "Tankgirl“ in seinem retrohaften Girlismus, der wie der Grunge den 90er-Jahren entstiegen scheint. Ansonsten ist dies eine Mischung aus „Star Wars“ und „Mad Max“. Also vergnüglich und kurzweilig, und nicht sehr ernst zu nehmen.  PHÄNOMENAL: MILLY ALCOCK ALS „SUPERGIRL“ Leider ist das Erzähltempo des Films etwas zu hochtourig. Einzelne Szenen, etwa ein Kampf in einem Raumschiff oder in einer Bar, sind schön anzusehen. Aber sie können sich nicht entfalten. Wenn mal nicht gekämpft wird, geht es darum, die Figur zu etablieren, die von Milly Alcock phänomenal gut und überzeugend gespielt wird.   TRAUER DURCHZIEHT DEN FILM Dazu gibt es einige Rückblenden in die Kindheit von Kara, das Dahinsiechen ihrer Mutter und die Zeit mit ihrem Vater, der ihr jede Menge Lektionen zu ihrer Rolle als mächtige Heldin auf den Weg gibt. Kara erinnert sich an die Menschen, Orte und das Leben, die zusammen mit ihm verschwunden sind. Sie erinnert sich an ihre Familie und ihr Zuhause, weil sie dort aufgewachsen ist. Diese Trauer begleitet sie durch den gesamten Film – selbst dann, wenn sie versucht, sich mit Reisen von Planet zu Planet, Alkohol und allerlei Schwierigkeiten quer durch die Galaxie abzulenken. HERVORRAGENDE KINOUNTERHALTUNG Dies ist daher eine ganz andere Art von Superheldengeschichte. „Supergirl“ beschäftigt sich stärker mit Verlust, Wut und der Frage, was passiert, wenn jemand eine Tragödie überlebt, die er nie wirklich verarbeitet hat. „Supergirl" kann kämpfen, fliegen und selbst brutalste Situationen überstehen, doch emotional erscheint sie noch immer wie jemand, der erwachsen werden muss. Der kurzweilige Film unterhält hervorragend. Mehr sollte man von ihm aber nicht verlangen.  TRAILER „SUPERGIRL“ VON CRAIG GILLESPIE

25. kesä 20263 min