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Bahnmitarbeiter nach Angriff aus Zug gestürzt: Scharfe Kritik an Entscheidung des Gerichts

4 min · Ayer
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Nach dem lebensgefährlichen Sturz eines Bahnmitarbeiters aus einem fahrenden Zug [https://www.tagesschau.de/inland/regional/badenwuerttemberg/bahn-mitarbeiter-verletzt-100.html] bei Ettlingen gibt es Kritik an der Entscheidung des Amtsgerichts Karlsruhe, den mutmaßlichen Angreifer wieder auf freien Fuß zu setzen. Wie SWR-Reporterin Ninja Degen im Interview mit SWR Aktuell Radio-Moderator Jonathan Hadem berichtet, war der 26-jährige Sicherheitsmitarbeiter am Freitagabend bei einer Fahrscheinkontrolle in eine Auseinandersetzung mit einem Fahrgast geraten. Dabei wurde eine Zugtür beschädigt. Der Bahnmitarbeiter stürzte bei Tempo 120 aus dem fahrenden Zug und wurde lebensgefährlich verletzt. Gericht lehnt Untersuchungshaft ab Das Amtsgericht Karlsruhe begründet die Entscheidung mit Zweifeln am genauen Tatablauf, nachdem ein Überwachungsvideo angeschaut wurde. Außerdem fehle ein Haftgrund: Der 36-jährige Tatverdächtige habe einen festen Wohnsitz, familiäre Bindungen und eine Arbeitsstelle, weshalb keine Fluchtgefahr bestehe. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) kritisiert die Entscheidung scharf und spricht von einem falschen Signal für Beschäftigte im Bahnverkehr. EVG und GDL fordern strengere Strafen und mehr Schutz für Bahnmitarbeitende. Hintergrund ist die zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte: Nach Angaben der Bundesregierung wurden im vergangenen Jahr rund 2.700 Mitarbeitende der Bahn angegriffen, elf Prozent mehr als im Vorjahr.

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Schwarz Digits: So will Schwarz Google und Co. Konkurrenz machen

Was bedeutet dieser Campus für Heilbronn - und welche Rolle soll er künftig im Konzern spielen? "Dieser Campus ist mehr als nur ein einfacher Bürostandort: Er ist ziemlich modern gebaut, mit viel Glas und grünen Flächen zwischendrin. 3.500 Mitarbeiter sollen in dem ersten Bauabschnitt Platz finden - hauptsächlich IT-Beschäftigte der Schwarz-Gruppe," erklärt Doetsch. In Bad Friedrichshall arbeiteten dann Beschäftigte, die vorher in Heilbronn oder Neckarsulm angesiedelt waren. WAS BEDEUTET DIESER NEUE CAMPUS FÜR DAS UNTERNEHMEN? Die Zusammenarbeit werde erleichtert, weil die Beschäftigten nicht mehr an unterschiedlichen Standorten sitzen müssten, so Doetsch. "Allgemein steht dieser Campus sinnbildlich für die Entwicklung der Schwarz-Gruppe. Sie investieren seit Jahren massiv in digitale Geschäftsfelder. Hier werden diese Kräfte unter einem Dach gebündelt. Es gibt ein Mitarbeiterrestaurant und eine Kita - es ist also ein ganzheitliches Konzept." DAFÜR STEHT SCHWARZ DIGITS "Schwarz ist längst nicht mehr nur der Lebensmitteleinzelhändler. Die Gruppe besteht mittlerweile aus fünf Sparten: Einmal Lidl und Kaufland, dann die Schwarz-Produktion (eine eigene große Lebensmittelproduktion), dem Entsorgungsunternehmen PreZero und seit 2023 auch noch Schwarz Digits." Hier bündelt der Konzern die Bereiche Cloud, Cybersecurity, Künstliche Intelligenz und Kommunikationsdienstleistungen. Diese Dienste von Schwarz Digits würden auch für den Eigenbedarf genutzt - also für Einkaufs- und Kundendaten. Damit solle der eigene Handel digitalisiert werden. "Dadurch entsteht fast schon ein geschlossenes Ökosystem von der Herstellung über den Verkauf bis hin zum Recycling und der Digitalisierung." Im Cloud-Bereich lasse sich außerdem besser Geld verdienen als im Lebensmitteleinzelhandel. Da seien die Gewinnmargen eher gering, der Markt sei sehr umkämpft. "Im Digitalbereich konnte Schwarz auch schon einige Produkte verkaufen, zum Beispiel an Bosch, die Polizei Baden-Württemberg oder auch Stihl aus Waiblingen." DIGITALE SOUVERÄNITÄT "Fast zwei Drittel des Cloud-Marktes werden von den großen US-Techkonzernen wie Alphabet (Google), Amazon und Microsoft beherrscht. Man bezeichnet sie als sogenannte Hyperscaler. Das Ziel der Schwarzgruppe ist es, mit denen in Konkurrenz zu treten und eine europäische Alternative anzubieten. Der Konzern will ein europäischer Hyperscaler werden." Daten seien aus Sicht der Schwarz-Gruppe das neue Öl. Das wolle man eben auch nicht aus der Hand geben – schon gar nicht an US-Techkonzerne. Um das technisch gewährleisten zu können, baut Schwarz gerade auch ein neues Rechenzentrum in Brandenburg.

21 de jul de 20264 min
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Neues Heizungsgesetz: Hammer oder eher nicht?

WENN WIR FRAGEN, WELCHES ZIEL DIE BUNDESREGIERUNG MIT IHREM GEBÄUDEMODERNISIERUNGSGESETZ VERFOLGT - IST DAS AUS IHRER SICHT KLAR? "Das Haupt-Ziel ist natürlich die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung", sagt Pittel. Da kämen allerdings noch weitere Aspekte hinzu - unter anderem das Geld. Es gehe auch um eine Entlastung der öffentlichen Haushalte. "Wichtig ist genauso die Versorgungssicherheit. Damit ist auch Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gemeint. Dazu kommt die Förderung des heimischen Wirtschaftsstandortes. Es gibt entsprechend neue Regeln, woher die Wärmepumpen kommen sollen. Da ist also ein ganzes Bündel von Zielsetzungen." WARUM WERDEN DANN ÖL- UND GASHEIZUNGEN WEITER GEFÖRDERT? "Das passt nicht ins Bild, das ist völlig klar. Der Fokus der Förderung muss weiter darauf liegen, den Energieverbrauch durch Sanierungen zu reduzieren - auch mit Wärmepumpen und damit die Umstellung auf nicht-fossile Energieträger." Dass man das für fossile Heizungen öffne, sei nicht im Sinne der Dekarbonisierung. SOZIALE STAFFELUNG "Es gab auch bisher schon eine soziale Staffelung in der Förderung, die wird jetzt nochmal gestärkt," erklärt Pittel. Im Wohnbereich ergebe das durchaus Sinn. Es seien immerhin 40 Prozent der Häuser Eigentum von Haushalten, die unter 3.000 Euro Netto im Monat verdienten. "Die wichtigen Fragen sind: Haben diese Haushalte Zugang zu diesen Krediten? Können sie sich diese überhaupt leisten, wenn sie sie denn bekommen? Bei E-Autos ist es noch etwas schwieriger, weil vor allem Neuwagen gefördert werden. Ein neues E-Auto kaufen einkommensschwache Haushalte wohl eher weniger." KANN MAN EINE FÖRDERUNG SO GESTALTEN, DASS ALLE DAVON PROFITIEREN? "Man könnte die soziale Staffelung natürlich noch verstärken, wenn man gleichzeitig die Vorteile für Besserverdienende kürzt. Da würde dann Geld frei werden. Außerdem muss der Zugang zur Förderung so gestaltet werden, dass sie auch rechtzeitig gezahlt wird. Für ärmere Haushalte ist eine Finanzierung sonst ganz einfach nicht möglich." Aktuell gehe man davon aus, dass 30 bis 40 Prozent der Fördermittel an Haushalte gehen, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Das könne so nicht bleiben.

21 de jul de 20265 min
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Hitzeschutz in Kitas: Verkürzte Öffnungszeiten sind keine Lösung

"Die Kitas in Baden-Württemberg sind unterschiedlich auf Hitze vorbereitet - einige sind da schon weiter als andere," erklärt Kempe. Das habe damit zu tun, wann das jeweilige Gebäude gebaut worden sei. Neubau oder Altbau. "Angesichts der Tatsache, dass es sich immer nur um wenige Wochen im Sommer handelt, kocht das Thema in dieser Zeit hoch, um dann im Herbst wieder in der Versenkung zu verschwinden. Im nächsten Jahr taucht es dann wieder auf. Wir wünschen uns, dass wir uns jetzt einfach einmal vernünftig vorbereiten können." Denn es werde tendenziell eher schlimmer. WAS WIRD GEBRAUCHT? "Wir müssen gemeinsam mit dem Verband der Kitafachkräfte dafür sorgen, dass es ordentliche Hitzeschutzkonzepte gibt. Es braucht gute Grundlagen, auf die dann alle Kindertagesstätten in Baden-Württemberg zurückgreifen können." Das gehe schon beim Messen der Raumtemperatur los, sagt Kemper. Schon die Frage, wann und wo gemessen wird, müsse geklärt werden. Was gilt es ab welcher Temperatur zu beachten? Möglicherweise sei ein Warnstufensystem von grün bis rot denkbar. Denn: "Wenn ein Raum an die 35 Grad herankommt, ist er schlicht nicht mehr nutzbar." DIE KINDER MÜSSEN DRINNEN BLEIBEN "Die Kinder werden müde, sind unkonzentriert und schlafen natürlich viel schlechter. Sie sind einfach viel weniger aufnahmefähig, gerade für Angebote in der frühkindlichen Bildung, die eine Kita ja leisten möchte." Bei großer Hitze draußen sei auch die UV-Strahlung teilweise zu hoch. Stichwort Hautkrebsrisiko. Die Kinder müssten dann in den aufgeheizten Räumen bleiben. VERKÜRZTE ÖFFNUNGSZEITEN SIND KEINE LÖSUNG "Im Winter müssen oft Betreuungszeiten verkürzt werden, wenn die Erkältungswelle zu stark wird. Und im Sommer haben wir jetzt halt ein ähnliches Problem, nur auf eine andere Art und Weise." Da müsse man die Eltern leider darauf hinweisen, dass eine große Hitze in der Kita herrscht. Sie sollten sich überlegen, ob es möglich sei, die Kinder zu Hause zu lassen oder früher abzuholen. Das habe aber immer auch Konsequenzen für die Eltern, die ja auch arbeiten müssten. LEBK UND DER VERBAND DER KITA-FACHKRÄFTE HABEN SICH ZUSAMMENGETAN "In der Kita geht es ja nicht nur um die Kinder, sondern auch um die Menschen, die sie täglich begleiten. Wir schließen uns zusammen, um mehr Gehör von der Politik zu finden. Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass das Thema Hitzeschutz in Kitas im Herbst nicht wieder von der Agenda rutscht," erklärt Kemper. Es gehe darum, im nächsten Sommer gewappnet zu sein. Bei Neubauten müsse Hitzeschutz von vornherein mitgedacht werden, ältere Gebäude müssten entsprechend saniert werden - im Zweifelsfall mit Klimatisierung.

21 de jul de 20267 min
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Müll auf dem Mond: Die Hinterlassenschaften der Astronauten

"Also das allermeiste sind Raumfahrzeuge verschiedenster Art", erklärt Beck. Darunter seien Sonden, Lander, Rover, Satelliten und abgestürzte Raketenstufen. "Insgesamt sind das rund 190 Tonnen. Aber ein Teil des Mülls ist auch noch Zeug, das die Apollo-Astronauten einfach dagelassen haben, darunter wissenschaftliche Experimente und Fernsehkameras." PERSÖNLICHE ÜBERBLEIBSEL DER ASTRONAUTEN "Da sind zwei Golfbälle, die Alan Shepard (der erste Amerikaner im All) geschmuggelt hat, um damit als erster auf einem anderen Himmelskörper Golf zu spielen. Charlie Duke (der bisher jüngste Mensch auf dem Mond) hat ein Familienfoto liegengelassen. David Scott (Apollo-15) hat ein kleines wissenschaftliches Experiment durchgeführt: Er hat eine Feder und einen Hammer fallen lassen, um zu zeigen, dass ohne Atmosphäre beides gleich schnell fällt. Die liegen auch noch ganz genau da, wo sie hingefallen sind." Außerdem habe Scott eine Skulptur des belgischen Bildhauers Paul Van Hoeydonck auf dem Mond gelassen. Darauf befindet sich eine Plakette mit den Namen aller Astronauten, die bis dahin im Dienst für die Raumfahrt ihr Leben gelassen haben. "Darüber hinaus liegen da noch etwas andere Hinterlassenschaften der Astronauten. Ungefähr einhundert Beutel. Damit sollte jedes mögliche Gramm für den Rückflug eingespart werden." BIS AUF DEN INHALT DER BEUTEL IST DAS ALLES KEIN BIO-MÜLL, ES WIRD NICHTS ABGEBAUT "Es gibt ohnehin keine Atmosphäre, die da irgendwas oxidieren könnte," erklärt Beck. „Der ganze Müll wird da sehr sehr lange bleiben. Das ist aber gar kein so großes Problem, weil es dort ja kein Leben gibt, das wir damit kaputt machen könnten.“ Natürlich sei es nicht schön, wenn wir da alles vollmüllen. Aber es sei eben auch nicht so problematisch, wie auf der Erde. "Das Einzige, was dagegen helfen könnte, wäre ein gezielter Meteoriteneinschlag auf so ein Schrottteil. Der würde kurzen Prozess machen." AUCH UM DEN MOND HERUM HAT SICH INZWISCHEN EINIGES ANGESAMMELT "Was da alles ist, wissen wir gar nicht so genau. Weil der Mond im Vergleich zur Sonne oder zur Erde relativ klein ist, gibt es gar nicht so viele stabile Unlaufbahnen. Wenn ein Satellit zum Beispiel auf einer instabilen Umlaufbahn ist, dann kann das dazu führen, dass er irgendwann auf die Oberfläche abstürzt." Oder der Satellit würde aus der Umlaufbahn herausgeschleudert. Gerade die niedrigen Umlaufbahnen könnten von der Erde aus gar nicht beobachtet werden, da komme den Menschen das Streulicht der Mondoberfläche in die Quere. SATELLITEN VERSCHWINDEN "Wenn wir also den Kontakt zu einem ausgedienten Satelliten verlieren, wissen wir nicht mehr, wo er ist. Das kann zu völlig absurden Situationen führen: 2022 ist eine Raketenoberstufe auf den Mond gestürzt und es war zunächst gar nicht klar, welche das eigentlich ist. Erst ging man von einer Falcon 9 von SpaceX aus. Aber mittlerweile denkt man, dass es sich um eine chinesische Rakete handelt." Die Chinesen hätten das allerdings nie bestätigt. Genau wisse man es also immer noch nicht. BESTEHT DADURCH EINE GEFAHR FÜR ASTRONAUTEN AUF DEM MOND? "Es ist nicht so wahnsinnig viel, was da unterwegs ist," sagt Beck. "Es waren insgesamt so 150 Missionen, die zum Mond geflogen sind. Davon sind nicht mehr viele Raketenstufen übrig, weil sie sich entweder nicht mehr in der Umlaufbahn befinden oder schon abgestürzt sind." Tendenziell werde es aber immer mehr. Sollten die Menschen irgendwann dauerhaft auf den Mond wollen, müsse man da schon aufpassen. Es könnten auch zwei Teile in der Umlaufbahn zusammenkrachen. Trümmer davon könnten dann mit voller Wucht auf den Mond fallen. "Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat sich dazu verpflichtet, keinen Müll mehr im All zu hinterlassen."

Ayer6 min
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Die Causa Infantino: "Der Mann muss weg"

Sie haben unmittelbar nach der Balogun-Affäre bei uns im Interview gesagt: Jetzt hat Gianni Infantino den Bogen überspannt. Der muss weg. Für wie wahrscheinlich halten Sie es mit etwas Abstand, dass die Ära Infantino in absehbarer Zeit zu Ende geht? "Die Aussage besteht nach wie vor, der Mann muss weg", sagt Kistner. Infantino habe die FIFA in eine Geldmaschine verwandelt – er sei ein großes Unglück. In verschiedenen Ländern fordern Politiker Ermittlungen gegen den FIFA-Boss, die US-Justiz ist wegen der variablen Ticketpreise bereits aktiv geworden. "Das sieht auch der entscheidende Teil der Fußballwelt so, namentlich die UEFA. Im Hintergrund wird Ausschau nach einem geeigneten Ersatzkandidaten gehalten. Das wird ein harter Kampf, aber es wird einen Kampf geben." 200 FUSSBALLVERBÄNDE HABEN EINE SOLIDARITÄTS-ERKLÄRUNG FÜR INFANTINO UNTERSCHRIEBEN "Das System ist absolut korrupt", sagt Kistner. "Es gibt ja insgesamt 211 Verbände. Der DFB hat allerdings die Solidaritäts-Erklärung nicht unterschrieben, so mutig kennt man ihn kaum. Es ist aber auch nur eine Absichtserklärung, die da unterschrieben wurde. Das kann man zurückziehen und es gibt Verbände, die das bereits tun." Die Unterschriften seien bei einem Kongress Ende April eingeholt worden, lange vor dem Skandal um Balogun. WIEVIEL BRINGEN SOLCHE GESTEN IN DER FIFA? "Es sind ja Gesten der Unterwürfigkeit. Man hofft, dass - wenn man mal wieder mit einem Anliegen beim großen Boss auftaucht - man entsprechend berücksichtigt wird. Was anderes ist es nicht." Das zeige, wo das Kernproblem im organisierten Fußball liege: Im Personal. "Wir haben exakt das gleiche Bild, wie wir es vor zehn Jahren hatten, als das FBI eingegriffen hat. Die große FIFA-Gate-Affaire." DIE SCHWÄCHE DER FUNKTIONÄRE "Wir haben jede Menge Spitzenfunktionäre in Südamerika. Teilweise spürt denen das FBI wieder hinterher, nämlich in Argentinien", erklärt Kistner. Andere südamerikanische Verbände würden von ihren jeweiligen lokalen Staatsanwaltschaften untersucht. Unter anderem wegen Geldwäsche und Korruption. "Wir haben absolut schwache Funktionäre, die im Grunde genommen nur zur FIFA gehen und dort im Rat rumsitzen, den Infantino auf 36 Sitze aufgebläht hat. Da holen sie sich dann 250.000 im Jahr ab, dafür, dass sie ab und zu mal mit dem Kopf nicken." WELCHE HEBEL HAT DIE UEFA? "Die UEFA hat den stärksten Hebel von allen," sagt Kistner. "Ohne die UEFA ist die Weltmeisterschaft tot."

Ayer5 min