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Jenseits von John Wayne – „Black Cowboys“ im Stadthaus Ulm

3 min · 8 de jul de 2026
Portada del episodio Jenseits von John Wayne – „Black Cowboys“ im Stadthaus Ulm

Descripción

EINE GEMEINSCHAFT SCHWARZER COWBOYS Mehr Südstaaten geht kaum: Junge Kerle galoppieren, kernige Frauen posieren auf Pferden unter gleißender Sonne. Man schwitzt schon beim Hingucken. Sabine Bungert und Stefan Dolfen haben sich die Trail-Ride-Festivals in den Staaten angeschaut. In Shelby, North Carolina, wird die Black-Cowboy-Kultur gefeiert mit langen Ausritten, mit Essen, Musik und mit Rodeos. Auf das Thema der Black Cowboys sind Bungert und Dolfen durch Zufall gekommen: In Fernsehberichten über George Floyd und die Black-Lives-Matter-Bewegung fielen den Fotografen die schwarzen Reiter und damit auch der Begriff der Black Cowboys auf. Die Idee für das nächste Fotoprojekt war geboren.  > Es geht darum, dass sie auch sichtbar werden wollen mit ihrer Geschichte und im Prinzip die Geschichtserzählung ein Stück weit korrigieren wollen. > > > Quelle: Fotografin Sabine Bungert ES GEHT NICHT UM FRANSEN, COLT UND COWBOYHUT Die Black Cowboys schauen selbstbewusst, cool. Sie identifizieren sich mit den USA, schwingen die amerikanische Flagge oder tragen Schuhe mit dem rot-weiß-blauem Muster. Es geht überhaupt nicht um Folklore mit Fransen, Colt und Cowboyhut und schon gar nicht um Verklärung. Die Ausstellung will zeigen, dass die Black Cowboys schlicht ernst- und wahrgenommen werden wollen: „Sie verkleiden sich nicht. Es ist ihre Identität und sie verstehen sich so. Und es ist wahnsinnig wichtig für sie, dass ihre schwarze Identität als Teil der amerikanischen Geschichte gesehen wird“, erklärt Fotograf Stefan Dolfen. GESCHICHTEN VON AUSBEUTUNG UND WIEDERGUTMACHUNG In der Ausstellung im Stadthaus Ulm wird etwa die Geschichte eines Black Cowboys erzählt, der als Streetworker arbeitet und damit Identifikationsfigur für Jugendliche geworden ist. Porträtiert wird auch der Gründer des Black-Cowboy-Festivals, Marc Myers, in South Carolina. Die Vorfahren der Familie waren nach Ende der Sklavenzeit sogenannte Sharecroppers. Auf dem Papier waren sie freie Landwirte, mussten jedoch „am Ende des Jahres einen Großteil der Ernte abgeben, mussten alle Kleidung, alle Gerätschaften, alles, was sie brauchten, um das Land zu bearbeiten, beim Grundbesitzer auf Kredit kaufen und hatten niemals die Möglichkeit, aus dieser ständigen Verschuldung und immer weiteren Verschuldung rauszukommen“, führt Dolfen aus.   Jetzt guckt Marc Myers zufrieden unter dem Cowboyhut: Das Gelände ist im Besitz seiner Familie. Solche Geschichten dokumentiert die Ausstellung eindrucksvoll. Aber sie ist mehr als ein Dokument, sondern ein starkes künstlerisches wie politisches Statement.

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Festspieltaugliche Interpretation: Verdis „Macbeth“ bei den Opernfestspielen Heidenheim

Die Opernfestspiele Heidenheim [https://www.opernfestspiele.de/]haben sich zu einem der wichtigen Opernfestivals der vergangenen Jahre gemausert, nicht zuletzt durch Inszenierungen der frühen Opern Giuseppe Verdis, die von Festspielintendant Marcus Bosch in der Chronologie ihrer Entstehung aufs Programm gesetzt werden. 2026 steht Verdis düstere Shakespeare-Vertonung des „Macbeth“ in einer Inszenierung von Andreas Baesler auf dem Programm. Gespielt wird nicht die bekannte, von Verdi für die Pariser Uraufführung überarbeitete Fassung, sondern die selten gespielte Urfassung von 1847. SWR Kultur Opernredakteur zeigt sich angetan von der Inszenierung und der musikalischen Interpretation.

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Christopher Nolans „Odyssee“: Monumentales Kino mit düsterem Grundton

UNTERSCHIEDE ZUR LITERARISCHEN VORLAGE Christopher Nolans mit Spannung erwartete Verfilmung der „Odyssee“ startet in den Kinos und erzählt Homers Epos als psychologisches Drama über einen traumatisierten Kriegsheimkehrer. Filmkritiker Rüdiger Suchsland lobt die erzählerische Anlage des Films: „Er macht es so, dass er schon rafft, aber die Struktur von Homer beibehält. Die Struktur ist nämlich auch schon achronologisch.“ Zugleich sieht Suchsland deutliche Unterschiede zur literarischen Vorlage, denn „die Odyssee ist eine Geschichte, die, würde ich sagen, sehr viel mit dem mittelmeerischen Lebensgefühl, also mit Sonne, blauem Meer, mit einer gewissen Leichtigkeit und Heiterkeit zu tun hat.“ MODERNER BLICK AUF ODYSSEUS Stattdessen präge Nolan den Film mit einem grauen Meer, einer melancholischen Atmosphäre und einem modernen Blick auf Odysseus als nachdenklichen, von Kriegserfahrungen gezeichneten Helden. Mit Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Zendaya und Charlize Theron setzt der Regisseur auf einen hochkarätigen Cast und interpretiert den antiken Stoff als anspruchsvolles Epos für ein heutiges Publikum.

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