Handelsblatt Green & Energy - Der Podcast rund um Nachhaltigkeit, Klima und Energiewende
Mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes soll ein Jahrzehnte altes Privileg für Hausbesitzer künftig entfallen: die Einspeisevergütung von kleinen Solaranlagen mit bis zu 25 Kilowatt Leistung. Der Gesetzentwurf zur Änderung wird aktuell diskutiert. Einige Anbieter von PV-Anlagen erwarten, dass ihr Absatz ab dem kommenden Jahr darunter leiden wird. Mario Kohle, Gründer und CEO des Solar-Start-ups Enpal, sagte dem Handelsblatt: „Die Menschen hören einfach nur, dass eine Förderung abgeschafft wird.“ Er prognostiziert deshalb: „Der Markt für kleine Solaranlagen wird insgesamt einbrechen.“ Doch es gibt auch andere Meinungen. Denn die Einspeisevergütung für PV-Anlagen ist schon jetzt nur noch gering und falle laut einigen Branchenmitgliedern bei einer Kaufentscheidung für eine Solaranlage kaum noch ins Gewicht. Im Green & Energy Podcast sagt Martin Endress, Vorstandsmitglied bei Eon Energie Deutschland: „Die Solaranlage ist nach wie vor sehr attraktiv.“ Es gehe Kunden heute mehr darum, den Strom aus der eigenen PV-Anlage selbst zu verbrauchen, als ihn ins Stromnetz einzuspeisen. Eon Energie Deutschland beobachtete in den vergangenen Wochen ein deutlich gestiegenes Interesse an PV-Anlagen, aber auch an anderen Technologien wie etwa Wärmepumpen. Das Interesse wird vor allem durch den Iran-Krieg getrieben und zeigt den Wunsch vieler Menschen nach eigenständigerer Energieversorgung. Die Stromexpertin Mira Wenzel von der Denkfabrik Agora Energiewende sagt, aus Klimagesichtspunkten sei es am besten, wenn Haushalte sich zu ihrer Solaranlage auch einen Speicher kauften und ihren Stromverbrauch intelligent steuern ließen. Sie stellt aber auch klar, dass Hausbesitzer in der Realität nicht auf einen Schlag auf eine moderne Stromverbrauchswelt umstellen, sondern Anschaffungen wie Solaranlage, Elektroauto oder Wärmepumpe Schritt für Schritt vornehmen. Wenzel vermutet deshalb: „Wir werden eine Delle sehen beim Ausbau der kleinen Dachsolaranlagen durch den Förderstopp.“ Mit einer Einspeisevergütung könnten Hausbesitzer ganz anders kalkulieren als ohne. Wie man als Hausbesitzer am besten beim Thema Solar entscheiden sollte, wie realistisch es ist, den eigenen Solarstrom an der Börse zu verkaufen, und welchen Einfluss der PV-Förderstopp auf die Energiewende haben könnte – darum geht es in der neuen Folge Handelsblatt Green & Energy. Moderiert von Catiana Krapp Produziert von Fabian Livrée ---------------------------------------- Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Green & Energy: https://www.handelsblatt.com/pressefreiheit [https://www.handelsblatt.com/pressefreiheit] Helfen Sie uns, unsere Podcasts weiter zu verbessern. Ihre Meinung ist uns wichtig: www.handelsblatt.com/zufriedenheit [https://www.handelsblatt.com/zufriedenheit] Weitere Informationen zu Werbeeinblendungen [https://cmk.handelsblatt.com/cms/articles/15597/anzeige/podcast-werbepartnerinnen/hier-gibt-s-weitere-infos-zu-den-angeboten-unserer-werbepartner-innen]
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