himmeblabla – der Podcast des Heimatmagazins himmeblau
Folge 49 beginnt mit kleinen, zoologischen Tragödien. Während Christian im Treppenhaus einen „Friedhof der Fliegentiere“ entdeckt, erinnert sich Cathy an ihre ausbruchswilligen Garnelen und offenbart anschließend eine überraschend ausgeprägte Abneigung gegen Frösche. Besonders ungünstig also, dass beim beherzten Griff in einen offenen Sack Blumenerde plötzlich ein stattliches Exemplar auf ihrer Schaufel sitzt. Der Frosch bleibt unversehrt, wird selbstverständlich gesiezt und bekommt die höfliche Bitte, sich eine neue Wohnung zu suchen. Zur Beruhigung gibt es Pistazie. Wir testen uns weiter durch vegane Süßigkeiten und starten mit einer Pistazienschnitte, die gefährlich gut schmeckt. Cathy kann außerdem einen großen Haken an ihren Businessplan machen, Christian steckt mitten im Endspurt fürs neue himmeblau Magazin und das in der letzten Folge angekündigte Honigtopf Festival sieht in freier Wildbahn tatsächlich genauso entzückend aus wie erhofft. Als wenig entzückend erweist sich derzeit das Bahnfahren. Gesperrte Übergänge, spontane Umwege und ein liegengebliebener Zug führen irgendwann zur Überlegung, ein „Autor:innentaxi“ einfach noch nachträglich in Cathys Businessplan aufzunehmen. Sie selbst hat währenddessen einen kleinen Ausflug ins Mittelalter gewagt: authentisch gewandet, sieht man vom fancy Schuhwerk ab, lustwandelte sie Hanf-Kebab und Hexenkessel-Kaffee gestärkt über die Turniertage in Miesbach. Dort hauen sich Menschen bei brütender Hitze in vollständiger Ritterrüstung gegenseitig um, bis beim „Last Man Standing“ wirklich nur noch einer steht. Mittelalter-Romance als nächstes Buchprojekt ist damit zumindest nicht vollständig ausgeschlossen. Beim Rosenheimer Blitzraub aus Folge 48 gibt es dagegen kein befriedigendes True-Crime-Update. Christians optimistische Vier-Tages-Aufklärungs-Prognose hat sich erledigt; die Täter:innen sind weiterhin nicht geschnappt und laut Cathys Recherche wird von einer professionell agierenden Gruppe ausgegangen. Dafür klären wir eine andere Frage, deren gesellschaftliche Bedeutung bislang sträflich unterschätzt wurde: Wie trocknen sich Menschen nach dem Duschen ab? Christian rekonstruiert seinen Ablauf vom ersten Arm bis zum letzten Haxen bemerkenswert präzise und wir stellen fest, dass offenbar selbst bei einer der alltäglichsten Tätigkeiten erstaunlich unterschiedliche Philosophien existieren. Von dort ist es nur ein kleiner himmeblabla-Schlenker zu Matt Damon, kräftigen Oberarmen und Christopher Nolans „The Odyssey“. Besonders begeistert Cathy die Geschichte, dass für bestimmte Aufnahmen ein weibliches Double Matt Damons Arme übernimmt. Anschließend versuchen wir gemeinsam, die Odyssee aus unseren Erinnerungskrümeln zu rekonstruieren, landen beim Zyklopen, Schafen und „Niemand“ – und schließlich bei einem alten Wachsmalkreiden-Kunstwerk von Cathy, das ihre Mutter selbstverständlich bis heute aufgehoben hat. SUBBA SACH Cathy bringt einen Fake-Baum mit – allerdings einen ziemlich sinnvollen. Der sogenannte ecotree soll auf stark versiegelten Flächen für Schatten und Kühlung sorgen, auf denen echte Bäume wegen Tiefgaragen, fehlendem Erdreich oder anderer baulicher Bedingungen kaum eine Chance hätten. Die bepflanzten Konstruktionen sollen das Stadtklima verbessern, brauchen vergleichsweise wenig Wasser und lassen sich dort einsetzen, wo Entsiegelung und ein richtiger Baum nicht ohne Weiteres möglich sind. Echte Bäume bleiben natürlich unschlagbar – aber als Ergänzung für schwierige urbane Standorte findet Cathy die Idee ziemlich subba. Passend dazu wird auch im heimischen Garten umgeplant: weniger Rasen, mehr Bäume. Kokospalmen sind bislang nicht abschließend bestätigt. Christian hat den Münchner Kjona Verlag entdeckt. Der kleine unabhängige Verlag veröffentlicht bewusst nur wenige Bücher pro Jahr und versucht, Nachhaltigkeit konsequent durch das gesamte Unternehmen zu ziehen: vom Cradle-to-Cradle-Druck über Ökostrom und refurbished Technik bis zu nachhaltigerem Hosting, Banking und Mobilfunk. Besonders bemerkenswert findet Christian das Vergütungsmodell: Autorinnen und Autoren werden unabhängig von ihrer bisherigen Bekanntheit nach denselben Konditionen beteiligt. Eine schöne Erinnerung daran, dass nachhaltiges Wirtschaften nicht bei Recyclingpapier aufhören muss. Anschließend bleiben wir kurz beim öffentlichen Raum. In Rosenheim sorgen neue Radwege in der Küpferlingstraße und die dafür weggefallenen Parkplätze erwartungsgemäß für Diskussionen. Christian erinnert daran, dass der öffentliche Straßenraum eben nicht automatisch ein garantierter Abstellplatz fürs private Auto ist – und dass attraktive Straßen mit Fahrrädern, Bäumen und Aufenthaltsqualität für Geschäfte durchaus mehr bringen können als drei parkende Autos vor der Tür. Nach der zweiten Pistazienrunde wird es ernster. Christian erzählt von einem temporären Freibad vor der Berliner Volksbühne, in dem einzelne Zeitfenster von Initiativen und Gruppen reserviert werden können. Ein geplanter geschützter Nachmittag für Schwarze Menschen wird nach einer massiven öffentlichen Kampagne und Drohungen schließlich abgesagt. Wir sprechen darüber, wie aus einem zeitlich begrenzten Schutzraum gezielt ein Kulturkampf konstruiert wird – und was Medienkompetenz, Empathie und Verantwortung damit zu tun haben. SCHMANKERL DER FOLGE Cathy meldet zunächst zwei Comebacks. Bei „LOL“ gibt es neue Folgen – eigentlich aber ist sie wegen „New Girl“ völlig aus dem Häuschen. Sieben Staffeln Jess, Nick, Schmidt, Winston, Cece, Beziehungschaos und Found Family sind für sie perfektes Wohlfühlfernsehen, und die Aussicht auf mögliches neues Material reicht aus, um unmittelbar einen kompletten Rewatch zu planen. Pumpkin Spice Latte dazu, fertig ist das Herbstprogramm. Und dann ist da noch ein Comeback von historischer Tragweite: Diddl ist zurück. Neue Diddl-Produkte treffen auf Menschen, die offenbar kollektiv nur darauf gewartet haben, wieder in ihre Neunziger- und Nullerjahre-Kindheit einzutauchen. Cathy bringt aus gegebenem Anlass ihre alte Tigerdiddlmaus mit lila Badehose mit – und erzählt, wie sie diese als Kind bekam: als im Voraus ausgezahlte Bestechung dafür, beim Zahnarzt ausnahmsweise niemanden zu beißen. Eine Erfolgsgeschichte. Christian empfiehlt dagegen Happy Scrolling statt Doomscrolling. Beim anonymen Instagram-Account kim.chi.fried.rice werden Fundstücke aus unterschiedlichsten Videos zu neuen Musikclips zusammengeschnitten – und zwar so gut, atmosphärisch und passend zur jeweiligen Musik, dass Christian tief ins Rabbit Hole gefallen ist. Wer dahintersteckt, weiß er trotz eigener Nachfrage nicht. Unsere derzeit belastbarste Theorie lautet daher selbstverständlich: Banksy. Zum Ausmäandern gibt es noch Räuchertofu aus unerreichbaren Supermarktregalen, die Aussicht auf eine Babydiddlmaus in der nächsten Folge und Bücher: Christian liest „Umwege des Lebens“ von Jodi Picoult, Cathy hört sich durch ihre aktuelle Dark-Romance-Reihe und wir landen auf einem kurzen Umweg sogar noch bei Ini Lorentz und der Wanderhure. PLAYLIST Cathy packt The Offsprings "The Kids Aren’t Alright" auf die Playlist. Der Song vom Album „Americana“ blickt auf Jugendliche zurück, die einmal große Pläne hatten und deren Leben später von gescheiterten Träumen, Arbeitslosigkeit, Drogen, psychischen Problemen und Tod geprägt ist. Dass der Song schon einen Platz auf der Playlist hat, ignorieren wir großzügig. Dazu kommt Greta Van Fleet mit "Heat Above": Hoffnung, Zusammenhalt und Liebe in einer chaotischen Welt, große Emotionen, Orgel und ein Song, den Cathy problemlos 30-, 40- oder 50-mal hintereinander hören kann. Christian bringt Apsilon und sein "Letzter Mensch" mit. Ein ruhiger, gesellschaftspolitischer Song zwischen Weltuntergangsstimmung und Liebeslied, der trotz Börsencrash, Krieg und auseinanderbrechender Welt etwas Tröstliches behält. Sein zweiter Song gehört Glen Hansard & Markéta Irglová: "Falling Slowly" aus dem Film „Once“: große Gefühle, großer Herzschmerz und akute Taschentuchgefahr. Betthupferl Das Betthupferl schafft es auch diesmal nicht in die Folge. Die vollkommen glaubwürdige Erklärung: Es wurde selbstverständlich handschriftlich mit Füller verfasst – und dann ist eine Wassermelone darüber geplatzt. Pech. Damit bleibt für Folge 50 praktisch nur noch das literarische Großereignis. Dieser Podcast wäre nicht möglich ohne Werbepartner. Wir sagen danke! Diese Folge wurde unterstützt von PRECHTL [https://www.prechtl.de/] Aufnahme, Schnitt: Simon Gmach Musik: Dominikus Fuchs Spotify himmeblabla-Playlist [https://open.spotify.com/playlist/5YLchU47s7hd8ISNpOELMw?si=486db912f6ec47be]. Feedback zur Folge? In Kontakt treten? Den Hosts virtuell zärtlich auf die Füße treten? Alles kann, nichts muss - und zwar auf diesen Wegen: Email: podcast@himmeblau.com [podcast@himmeblau.com] (Hier melden sich bitte auch Werbe-Interessenten) Instagram: @himmeblabla [https://www.instagram.com/himmeblabla.podcast/?locale=一比一仿印度IRA證書联系%7B威信%2BTG%2F飞机%3A%40buth2788%7DkHr2t%3F%3F%3F%3F%3F%3Fѧ%3F%3Fƾc6a4Y&hl=am-et] Website: himmeblabla.de [https://www.himmeblabla.de]
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