Menschen und Monster
Willkommen zurück, liebe Monstis :) Es ist Zeit für eine neue Gerichtsfolge. Franz Walter Eichmann* ist 91 Jahre alt, als er mit akuten gesundheitlichen Problemen ins Ludwigkrankenhaus* in Münster eingeliefert wird. Die Ärzte teilen ihm mit, dass sein Krebs gestreut hat. Eichmann müsste an die Dialyse. Doch das will er nicht. Zuvor hatte er auch schon eine erneute Chemo-Therapie abgelehnt. Er akzeptiert, dass er ohne die nötige Behandlung innerhalb weniger Tage versterben wird und verabschiedet sich von seiner Familie. Als die Pflegerin Luisa Malchers* hört, dass ihr Kollege Angelos Manousakis* dem sterbenden Herrn Eichmann 50mg Morphin gegeben haben soll, ohne dass ein Arzt das angeordnet hat, kann sie diese Information einfach nicht für sich behalten. Sie informiert ihre Vorgesetzte. Und so muss sich Manousakis drei Jahre später vor dem Landgericht Münster verantworten. Der Vorwurf: Versuchter Totschlag. Denn die Obduktion konnte nicht feststellen, ob das Morphin oder Eichmanns Grunderkrankung letztlich tödlich waren. Weitere Folgen aus dem Gericht: #13: Warum ein Hotel-Manager seine Frau anzündete #159: Verhängnisvoller Kirmesbesuch #164: Zivilcourage beim CSD #173: Tödliche Freundschaft - Crossover mit Pollux #223: Mord im Terrassenhaus #235 & 236: Femizid in Gescher #247 & 248: Explosion in Ochtrup - Das Paket und die Affäre #253: Mord im Bagno #257: Der Waffenhändler und der Waffennarr #280: 41 Messerstiche - Notwehr oder Totschlag? #281: Der Planetenöffner ___________ *Name geändert Schreibt uns einen Brief: Postfach 69 28 48037 Münster Schreibt uns bei Instagram: https://www.instagram.com/menschen_und_monster Spannende Cold Cases hört ihr bei "Kaltblütig - die Spur der Killer" https://share.podimo.com/s/LCeFGJVU Eine neue Folge von Menschen und Monster hört ihr jeden Mittwoch Hosts: Maren Schüler und Stefanie Masuch
320 afleveringen
Reacties
49Mir fällt sein geraumer Zeit schon auf, wie viel Meinung Maren hat dafür, wie wenig tatsächlich Faktenwissen vorhanden ist. Auch die Art und Weise, wie sie Dinge sagt. Natürlich ist es meine subjektive Wahrnehmung, aber sie wirkt wenig empathisch und ziemlich judgy dafür, dass sie sich in bestimmten Situationen noch nie befunden hat.
Geht mir auch so.Deswegen bin ich raus und entfolge.Das nervt mich nur noch
Ich hab mich tatsächlich auch über diese fehlende Empathie gewundert. So urteilen nur Leute die so eine Situation noch nie im Umfeld hatten.
Total! Eben hab ich das gedacht bevor ich deinen Kommentar gelesen habe.
Richtig aggro ist Maren! 😳
Hä? Wo fehlt denn da Empathie? Für wen denn?
Geht mir auch schon länger so. Steffi ist auch grundsätzlich diejenige die Fälle wirklich reflektiert bespricht, aber für Maren zählt immer nur ihre eigene kleine Welt, ohne Respekt für andere Lebentwürfe oder Meinungen. Das nimmt dem Ganzen inzwischen leider etwas Qualität.
Klar war es falsch, was der Pfleger gemacht hat. Aber ich würde mir so einen Pfleger wünschen wenn ich in der Situation des Patienten gewesen wäre. Und ich habe bis jetzt nur einen kompetenten Arzt in meinem Leben wirklich gehabt. Dementsprechend hätte ich lieber ein erfahrener Pfleger als ein Arzt!
Ne, Maren, das war nix.
Nur kurz zur Klarstellung: Eine Patientenverfügung muss (im Gegensatz zu einem Testament) nicht "eigenhändig" geschrieben werden, also komplett handschriftlich. Sie muss lediglich eigenhändig unterschrieben werden. Es dazu sehr viele Vorlagen, teilweise zum Ankreuzen, manchmal auch mit Fragen und Platz für die Antworten. Diese Vorlagen kann man einfach ausfüllen (handschriftlich oder am PC).
Genau das wollte ich auch schreiben. Es gibt Vordrucke, die einen durchführen. Ein wichtiges Thema! Sollte sich jeder mal mit auseinandersetzen. Meistens kommt man erst drauf, wenn die eigenen Eltern älter werden oder wenn man ähnliche Situationen schon mit den Großeltern erlebt hat.
Selber Gedanke, da ist was durcheinander geraten. Beim Testament entweder notariell beglaubigt (da geht PC) oder komplett Handschriftlich. Noch so als Tipp für alle: Patientenverfügung kann man auch mit dem Hausarzt machen, manchen, Versicherungen bieten das auch an (ich weiß von der Allianz).VG
Als Betroffene, die sowohl Mutter als auch Vater an Krebs verloren und einen damit verbundenen langen, elenden Leidensweg gezwungenermaßen hautnah miterleben musste, kann ich nur sagen, dass ich wirklich alles gegeben hätte für einen Pfleger, der so gehandelt hätte wie dieser! Ich bin traumatisiert von den Schmerzensschreien meiner Mutter und dem Betteln nach schmerzmitteln um irgendwie Linderung zu erhalten und der entsprechenden Antwort der Krankenschwester:
"Es tut mir leid, aber ihr nächstes Medikament bekommen sie leider erst in vier Stunden!" Und das bei Krebs im Endstadium. Nur Menschen, die sich glücklich schätzen dürfen, so etwas noch nicht erlebt zu haben, sind in der Lage, nur juristische Seite zu betrachten! Und ich wünsche euch von Herzen, dass ihr das NIE erleben müsst! Für mich ist der Pfleger ein Held, den ich feiere!
1:06 die Aussage etwas raus zu plärren und ins Internet zu rotzen geht leider gar nicht, bloß weil es eine andere Meinung als die hier vertretene ist.
Vor allem weil sie ja genau dasselbe mit ihrer Meinung macht…
Ja, eine wirklich ekelhafte Aussage. Aber mir ist schon häufiger aufgefallen, dass die Damen keine Meinung neben ihrer mehr gelten lassen! Sehr überheblich geworden!
Hallo, ich finde er hat es beide Male richtig gemacht. Ich finde es schade, dass jemand der nur aus Mitleid gehandelt hat. Letztlich ist der Arbeitgeber verantwortlich. Der Arzt stand nicht zur Verfügung.
Ich verstehe die Intention dieser Folge nicht… sehr anstrengend.
Ich bin voll der Meinung der Tochter! Und das Urteil ist für mich Nicht zu mild. Ich denke, dass sehr wohl im Namen des Patienten gehandelt hat . Überlastungsanzeige??? Wo gibt's das?🤔 Die ham ihn im Stich gelassen und der Patient wollte doch von ihm gepflegt werden. System sucks!
Ich höre diesen Podcast seit Jahren, diese Folge ist schwierig und ich halte die Beurteilung für falsch.
Also menschlich finde ich sein Handeln vollkommen in Ordnung. Ich habe meiner Mutter beim sterben zugesehen und sie hat sich sehr gequält. Ich hatte mich dann auch um einen Palliativ Pflegeplatz bemüht was allerdings auch eine Weile dauert bis man einen bekommen kann. Da wäre ich froh gewesen wenn es durch starke Schmerzmittel gelindert worden wäre und ihr der Kampf erspart geblieben wäre.
Ja,der Pfleger durfte das nicht entscheiden,aber ich kann auch verstehen,dass er so gehandelt hat.Unser (ach so tolles) Gesundheitssystem wird über kurz oder lang am Ende sein und ich kenne viele aus der Branche,die das Handtuch werfen,weil sie einfach nicht mehr können.
Irgendwie hänge ich gedanklich noch bei einem anderen Punkt: Er scheint sich ja gezwungen gefühlt zu haben, eine Entscheidung zu treffen. Ich komme aus der Gastro (Ja,sehr fremd) aber ich musste auch oft Entscheidungen treffen, die meine Kompetenz überschritten haben einfach aus dem Grund, weil keiner Verfügbar war, dies zu tun. Man weiß ja, dass in der Pflege genauso extremer Personalmangrl herrscht. Also ist das nicht auch ein systematisches Problem, dass der Pfleger der Meinung war handeln
zu müssen? Vielleicht auch aus Erfahrung? Wie oft werden/wurden Entscheidungen von Menschen getroffen die dazu nicht befugt sind? Frei nach dem Motto: 'Das machen wir schon immer so!' Wie oft ist niemand ans Telefon gegangen und man hat schlicht resigniert? Für mein Gefühl, ist da auch der Arbeitgeber in Frage zu stellen.
Wenn man möchte, dass ein Mensch ohne Schmerzen und in Würde gehen darf, dann ist das mehr als nur menschlich. Gerade wenn wir sehen dem Bewohner geht’s schlechter in seiner Sterbephase oder er hat mehr Schmerzen, möchten wir was tun. Ohne ärztliche Anordnung jedoch, machen wir nichts! Rücksprache mit Ärzten/ Palliativteam/ Rettung gehalten, Anordnung bekommen und diese ausgeführt. Dann ist alles abgesichert.
Eigentlich mag ich euch gerne hören, bis zur dieser Folge! Bei soviel Meinung gehe ich davon aus das Maren ein Medizinstudium absolviert hat?
Ich glaube sehr wohl, dass Ärzte viel häufiger davon kommen wenn sie Fehlentscheidungen treffen! Einen Arzt vor Gericht zu bringen ist viel schwieriger als Krankenschwestern und Pfleger, davon bin ich überzeugt.
Ist so ein bisschen wie Selbstjustiz,man kann es in manchen Fällen sehr gut nachvollziehen,aber es muss halt immer bestraft werden.Ansonsten wären Gesetze und Vorschriften Makulatur… Ich wünsche dem Pfleger noch ein gutes Leben,aber bitte nicht mehr in der Pflege,dafür ist er fachlich und persönlich nicht qualifiziert.
Menschlich kann man verstehen weshalb er das getan hat. Es gibt allerdings klare Regeln damit nicht jeder im eigenen Ermessen solche schwerwiegenden Entscheidungen treffen darf. Zur Patientenverfügung, mein Mann und ich haben eine zudem auch inbegriffen in einer Notariellen Generalvollmacht, das kostet wirklich nicht viel und man ist wirklich abgesichert. Unsere Patientenverfügung ist auch in einem online Ärtzeregister gelistet sodass Krankenhäuser unmittelbar Zugriff hätten.
Diese Folge ist schlecht recherchiert und es wird auch ersichtlich, dass jegliche Kompetenz feht, sich mit einem so komplexen Fall auseinander zusetzen. Die ständigen abwertenden Āusserungen waren für mich fast nicht auszuhalten
Ich fand die Folge gut und Danke euch, dass ihr euch an so ein ambivalentes Thema gewagt habt! Und ganz persönlich ein kleiner Tipp: habe mir vor ca 2 Jahren (nach vielen Jahren des „Ich-müsste-Mal“) das „Vorsorge-Set“ der Stiftung Warentest besorgt. Ist eine überschaubare Mappe in Papierform (hab sie im Zeitschriftenhandel im Hbf in Ms gefunden, ca. 20€) und man kann die wichtigsten Themen (inkl. verständlicher Erläuterungen) einmal abarbeiten. Ist m.E. recht seriös und hat mich erleichtert. Lg
Ich bin schockiert über die Komentare. Also ich bin auch jemand, der nicht gerne Patienten leiden läßt, aber Medikamente müssen gewissenhaft verabreicht werden. Es gibt ein Arzneimittelgesetz, es gibt ein Betäubungsmittelgesetz, und daran müssen wir uns halten. Ich darf als Krankenschwester keine Medikamente verabreichen, die nicht angeordnet sind, egal ob ich es als sinnvoll erachte oder nicht.
Mal abgesehen von der Einordnung der Handlung des Pflegers: das Problem fängt schon viel früher an! Das System Krankenhaus ist mittlerweile so runtergewirtschaftet, dass es in so vielen Fällen zu „Grenzsituationen“ wie diese hier kommt. Das stellt die Folge gut dar. Die Pflege wird häufig alleine gelassen und ist unterbesetzt, und das wird sich in den nächsten Jahren bzw Jahrzehnten leider nicht ändern.
Ich finde es extrem traurig, wie geizig viele Ärzte und Krankenhäuser mit der Gabe von Morphin sind! Selbst, wenn die Patienten durch die Gabe etwas früher sterben sollten, ist das doch für den Patienten von Vorteil! Ich habe vollstes Verständnis für den Pfleger!
Das ist ziemlich drastisch ausgedrückt, aber im Grunde stimme ich dir zu. Mir fehlte auch die Sicht anderer Pflegekräfte auf solche Situationen. Ja, der Pfleger hat juristisch wohl falsch gehandelt. Aber wie denken andere Mensch über dieses Thema, die täglich mit solchen Situationen konfrontiert sind und ähnlich wenig Befugnis haben wie der hier Beschuldigte? Diese Sicht wird im gesamten Fall zu wenig beleuchtet.
Vielen Dank für die Folge, ich fand sie sehr interessant und würde mir auch mehr medizinisches wünschen. Ich kann eurer Meinung nur beipflichten. Aus meiner Erfahrung ist es nicht unüblich, dass der Arzt (!) die Dosierung nochmal erhöht, um einem Patienten in der finalen Phase den Übergang zu erleichtern. Und ich finde das richtig. Die letzten Stunden können sehr qualvoll sein und da ist der Tod eine Erlösung. Auch für die Angehörigen. Ich kann aber kaum glauben, wie wenig Fachwissen der...
Pfleger hat, allein deswegen sollte er lieber einen anderen Job machen.
Das ist auch meine Erfahrung… Ich arbeite in der Altenpflege und es gibt sehr gute Palliativmediziner, die das anordnen, wenn wir (Pflege!) denen schildern, wie es dem Bewohner geht und wie der Sterbeprozess verläuft… Gerade gestern noch erlebt, bei einem 96 jährigen Bewohner, der sich so quält… ich habe die Folge noch nicht gehört, bin aber sehr gespannt, was mich gleich erwartet 🫶🏻
Bei tot kranken Menschen ist es generell so das man Schmerzmittel gibt bis sie nicht mehr über schmerzen klagen, weil es einfach grausam ist ihnen Sachen zu verwehren weil sie süchtig oder überdosiert werden könnten. Die würden eh sterben bevor sie Zeit haben süchtig zu werden und wenn sie überdosiert werden kann man entweder gegen Mittel geben oder wenn mans nicht mitbekommt dann ist auch nicht schlimm, die meisten Leute wollen nicht qualvoll vor sich hin vegetieren. Ich hatte eine schwere op
Bekommen. Bei Leuten wo opiate gegen schmerzen helfen denke ich das das der angenehmste tot ist den man sich vorstellen kann. Weil wie gesagt selbst mit der Schmerz verstärkenden Wirkung war es super entspannt für mich, viel besser als verhungern oder zu ertrinken (ja hab beides schon gemacht wurde quasi in letzter Sekunde gerettet, beim verhungern durch op und langsam wieder anfüttern
Könnte Stefanie stundenlang zuhören, vor allem wenn’s um medizinisches Fachwissen geht. ❤️
Ca. 5:30.
Ich kann Afilio empfehlen, die kann man online ausfüllen und sich dann zuschicken lassen und unterschrieben werden. Haben mein Mann & ich beide und eine vorsorgevollmacht ist auch sehr wichtig
Sie muss auch nicht notariell beglaubigt sein. Es gibt Vordrucke dafür, die man beim Hausarzt bekommt und mit diesem auch besprechen und ausfüllen kann.
Ich finde es super mutig sich diesem Thema anzunehmen und es war fast klar, dass es polarisieren wird. Auch wenn ich nicht eurer Meinung bin. Leid von Angehörigen mitzubekommen und hilflos zu sein, prägt einen für's Leben. Nichtsdestotrotz bleibt ihr mein absoluter Lieblingstruecrimepodcast ❣️...man kann nämlich auch mal anderer Meinung sein ohne sich gegenseitig zu verteufeln! In diesem Sinn freue ich mich auf ganz viele weitere Fälle von euch 🫶
Dass die Versorgung von Kranken nicht besser wird-bekannt.Dass ein Pfleger kein Arzt ist,ist aber auch gesetzt.Hier hat der Patient nichts mehr geäußert/äußern können- und ab da haben eben Ärzte zu entscheiden.Da muss man sich als Pflegender dran halten.Beim Pfleger hier finde ich nicht kritisch,dass er scheinbar empathisch gehandelt hat,sondern dass ihm die Kompetenz jeglicher Entscheidung fehlte und er das auch im Nachgang nicht eingesehen hat.Daher denke ich persönlich,dass er
Kein schlechter Mensch ist,mit seinem übersteigerten Gefühl von Kompetenz (die er nachweislich nicht besaß/besitzt) aber in dem Berufsfeld an der falschen Stelle.Könnte mit der Uneinsichtigkeit auch mal lebensentscheidende Folgen haben.Oder sich eben doch auch auf das tatsächliche Leiden der Patienten in negativer Weise auswirken.Wenn mor Medikamente gegeben werden,dann bitte von jmd.der tatsächlich weiß,wie sie(auch miteinander) wirken
Dafür, dass hier so viele die starke Meinung der Hostenden kritisieren,machen sie aber das gleiche..
Als Privatpersonen macht ihr es richtig, wenn ihr ablest nicht. Was das ist? Checkt mal die "ig- Regel".
Mir fällt sein geraumer Zeit schon auf, wie viel Meinung Maren hat dafür, wie wenig tatsächlich Faktenwissen vorhanden ist. Auch die Art und Weise, wie sie Dinge sagt. Natürlich ist es meine subjektive Wahrnehmung, aber sie wirkt wenig empathisch und ziemlich judgy dafür, dass sie sich in bestimmten Situationen noch nie befunden hat.
Klar war es falsch, was der Pfleger gemacht hat. Aber ich würde mir so einen Pfleger wünschen wenn ich in der Situation des Patienten gewesen wäre. Und ich habe bis jetzt nur einen kompetenten Arzt in meinem Leben wirklich gehabt. Dementsprechend hätte ich lieber ein erfahrener Pfleger als ein Arzt!