Systemisch Denken - Systemtheorie, Konstruktivismus und Soziale Systeme treffen die Wirtschaft, Systemische Theorie und Praxis für Business und Organisationen
Selbstorganisation gilt oft als Gegenmodell zu Hierarchie. Man denkt an agile Teams, flache Strukturen und Organisationen, in denen möglichst viele Menschen möglichst viel selbst entscheiden. Aus systemischer Sicht ist das allerdings nur die halbe Geschichte. Selbstorganisation ist demnach kein modernes Führungsmodell und auch keine Managementmethode. Sie ist ein Grundprinzip sozialer Systeme. Mit anderen Worten: Jede Organisation organisiert sich selbst – auch dann, wenn sie stark hierarchisch, zentralistisch oder patriarchal geführt wird. In dieser Episode schauen wir auf die Frage, warum Unternehmen immer eigene Entscheidungslogiken, Routinen und Kommunikationsmuster entwickeln. Selbst dann, wenn der Eindruck entsteht, dass alle Entscheidungen an einer einzigen Person hängen. Anhand eines Handwerksbetriebs wird sichtbar, dass tagtäglich unzählige Entscheidungen dezentral getroffen werden – von Bauleitern, Fachkräften, Mitarbeitenden und Teams. Nicht, weil die Hierarchie versagt, sondern weil Organisationen anders gar nicht funktionieren können. Die spannende Frage lautet deshalb nicht: Organisiert sich eine Organisation selbst? Sondern: Wie organisiert sie sich selbst Daraus ergibt sich ein anderer Blick auf Führung. Vielleicht besteht Führung nicht nur darin, Menschen zu führen. Vielleicht besteht ein wesentlicher Teil von Führung darin, Entscheidungsfähigkeit zu organisieren, Entscheidungen anschlussfähig zu machen und Kommunikationsstrukturen zu stabilisieren. Wenn du mehr zu mir oder zu meinem Business erfahren möchtest, dann schaue hier: https://www.servicearchitekt.com
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