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Mehr Lernen, weniger Spielen: Brauchen wir eine Vorschulpflicht?

56 min · 21 jun 2026
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Der jüngste Bildungsbericht ist ernüchternd: Trotz zahlreicher Reformen in den vergangenen 20 Jahren sinken die Kompetenzen von Schulkindern kontinuierlich. Außerdem gibt es kaum Fortschritte bei der Chancengleichheit. Eklatant sind die Mängel insbesondere im Sprachbereich. Bundesbildungsministerin Prien will mit Sprachtests und verbindlicher Förderung gegensteuern. Wie lässt sich das Bildungsniveau verbessern? Braucht es eine Vorschulpflicht? Tests alleine jedenfalls seien maximal Diagnostik, keine Lösung der Bildungskrise. Darin ist sich die Runde einig. Viel grundsätzlicher müsste die frühkindliche Bildung überarbeitet werden, Sprachförderung ein zentralerer Bestandteil werden. Braucht es also ein verpflichtendes Kitajahr? Oder größere finanzielle Ressourcen? Zu Letzterem gibt es in der Runde gegensätzliche Meinungen, schließlich könne nicht jedes strukturelle Problem mit Geld gelöst werden. Aber wie sonst? Darüber diskutiert Moderator Jörg Schönenborn mit den Gästen: Bob Blume (Bildungsinfluencer), Martin Spiewak (DIE ZEIT), Katrin Clemens (WAZ) und Hadija Haruna-Oelker (Freie Journalistin).  Wir freuen uns über Feedback – einfach an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:05) – Bildungsbericht 2025: Warum die Bildungsschere schon vor der Schule aufgeht (00:03:48) – Frühkindliche Bildung: Wie entscheidend sind Kita und Elternhaus? (00:07:04) – Milliarden investiert, trotzdem schlechte Ergebnisse: Wo liegt das Problem? (00:12:15) – Sprache, Migration und Bildungsgerechtigkeit: Was brauchen Kinder vor der Einschulung? (00:18:28) – Sprachtests für Vierjährige: Diagnose oder echte Lösung? (00:23:21) – Vorschulpflicht und Kita-Pflicht: Braucht Deutschland verbindliche Regeln? (00:29:16) – Pflicht allein reicht nicht: Streit über Ressourcen, Förderung und Systemreformen (00:35:19) – Personalnotstand, fehlende Lobby und die gesellschaftliche Bedeutung früher Bildung (00:41:00) – Presseclub nachgefragt.

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Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran?

Was 2025 als „Herbst der Reformen“ angekündigt wurde, ist nun ein „Sommer der Reformen“ geworden. Nach den Vorschlägen zur Rentenreform hat die Bundesregierung erneut ein Reformpaket vorgestellt. Die schwarz-rote Koalition verspricht mit den 34 Reformen nicht weniger als einen wirtschaftlichen Neustart. Reicht das, um das Land voranzubringen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen? Im Presseclub gehen die Meinungen auseinander. Einerseits sieht man wichtige Fortschritte und eine Koalition, die endlich liefert. Andererseits werden viele Vorhaben für zu klein oder zu spät befunden. Intensiv diskutiert wird die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Ist sie ein sinnvoller Beitrag gegen Fehlzeiten oder ein Zeichen des Misstrauens gegenüber Beschäftigten? Kann die Regierung ihre Reformen überzeugend vermitteln? Ist die Einigung zwischen Union und SPD der große Wurf, der Deutschland aus dem Stillstand führen kann? Moderatorin Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen Laura Block (Table.Media), Nico Fried (stern), Kerstin Münstermann (Rheinische Post) und Marc Rath (Mitteldeutsche Zeitung). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:50). (00:00:00) – Einleitung: Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran? (00:02:24) - Eröffnungsrunde: Zu wenig großer Wurf? (00:03:35) - Kritik am Reformpaket: Minimalkompromiss ohne große Erzählung (00:04:07) - Inszenierung im Kanzleramt: Warum Kommunikation entscheidend ist (00:05:07) - Politische Bühne & Präsentation: Wer dominiert die Reformverkündung? (00:13:33) - Merz unter Druck: Kommunikation, Umfragen und politische Wirkung (00:15:07) - Streitpunkt Steuerreform: Entlastung ja, aber für wen genug? (00:16:14) - Grundsatzdebatte: Steuerpolitik vs. Sozialabgaben als Hebel (00:39:07) - Umsetzung der Reformen: Bürokratieabbau und Zeitplan im Realitätscheck (00:40:50) - Presseclub Nachgefragt

25 jul 202656 min
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Rentenreform: Genug, gerecht und sicher?

Angesichts einer alternden Gesellschaft und steigenden Kosten soll eine umfassende Rentenreform das System langfristig sichern. Die Bundesregierung spricht von einem „Gesamtkunstwerk“, aber ist das Paket wirklich gerecht für Jung und Alt? Im Presseclub gehen die Einschätzungen auseinander. Die einen sehen in der Kombination aus kapitalgedeckter Altersvorsorge, einem späteren Renteneintritt und einem größeren Versichertenkreis einen überfälligen Neustart, der die Lasten gerechter zwischen den Generationen verteilt. Andere bezweifeln, dass die Reform die akuten Probleme der Babyboomer-Jahre löst, und warnen vor höheren Belastungen für Beschäftigte sowie neuen Ungerechtigkeiten. Diskutiert wird außerdem, ob längeres Arbeiten für alle realistisch ist, welche Rolle Beamte und Selbstständige künftig im Rentensystem spielen sollten und ob eine kapitalgedeckte Rente tatsächlich mehr Sicherheit schafft. Kann das Reformpaket für Ruhe im Rentensystem sorgen, oder wartet in naher Zukunft bereits die nächste Rentendebatte? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen Stefan Schulz (Freier Journalist), Tina Groll (Die ZEIT), Horst von Buttlar (WirtschaftsWoche) und Anna Lehmann (taz). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:00) - Rentenreform im Check: Warum das System jetzt unter Druck gerät (00:05:28) - Generationengerechtigkeit: Wer trägt die Last der Reform? (00:10:02) - Aktienrente nach schwedischem Vorbild: Chance oder Risiko? (00:16:03) - Kapitalmarkt statt Umlage? Rendite, Risiken und Börsencrashs (00:20:16) - Das Misstrauen der Gewerkschaften und die Lehren aus der Riester-Rente (00:27:18) - Renteneintritt und Lebensarbeitszeit: Länger arbeiten als Lösung? (00:29:37) - Beamte und Selbstständige: Warum bleiben sie außen vor? (00:34:10) - Geplante Rentenversicherungspflicht für Minijobber und Studierende (00:37:08) - Ausblick: Trägt die Rentenreform für die nächsten 20 Jahre? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

28 jun 202657 min
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Mehr Lernen, weniger Spielen: Brauchen wir eine Vorschulpflicht?

Der jüngste Bildungsbericht ist ernüchternd: Trotz zahlreicher Reformen in den vergangenen 20 Jahren sinken die Kompetenzen von Schulkindern kontinuierlich. Außerdem gibt es kaum Fortschritte bei der Chancengleichheit. Eklatant sind die Mängel insbesondere im Sprachbereich. Bundesbildungsministerin Prien will mit Sprachtests und verbindlicher Förderung gegensteuern. Wie lässt sich das Bildungsniveau verbessern? Braucht es eine Vorschulpflicht? Tests alleine jedenfalls seien maximal Diagnostik, keine Lösung der Bildungskrise. Darin ist sich die Runde einig. Viel grundsätzlicher müsste die frühkindliche Bildung überarbeitet werden, Sprachförderung ein zentralerer Bestandteil werden. Braucht es also ein verpflichtendes Kitajahr? Oder größere finanzielle Ressourcen? Zu Letzterem gibt es in der Runde gegensätzliche Meinungen, schließlich könne nicht jedes strukturelle Problem mit Geld gelöst werden. Aber wie sonst? Darüber diskutiert Moderator Jörg Schönenborn mit den Gästen: Bob Blume (Bildungsinfluencer), Martin Spiewak (DIE ZEIT), Katrin Clemens (WAZ) und Hadija Haruna-Oelker (Freie Journalistin).  Wir freuen uns über Feedback – einfach an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:05) – Bildungsbericht 2025: Warum die Bildungsschere schon vor der Schule aufgeht (00:03:48) – Frühkindliche Bildung: Wie entscheidend sind Kita und Elternhaus? (00:07:04) – Milliarden investiert, trotzdem schlechte Ergebnisse: Wo liegt das Problem? (00:12:15) – Sprache, Migration und Bildungsgerechtigkeit: Was brauchen Kinder vor der Einschulung? (00:18:28) – Sprachtests für Vierjährige: Diagnose oder echte Lösung? (00:23:21) – Vorschulpflicht und Kita-Pflicht: Braucht Deutschland verbindliche Regeln? (00:29:16) – Pflicht allein reicht nicht: Streit über Ressourcen, Förderung und Systemreformen (00:35:19) – Personalnotstand, fehlende Lobby und die gesellschaftliche Bedeutung früher Bildung (00:41:00) – Presseclub nachgefragt.

21 jun 202656 min
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Noch mehr Drohnen und Raketen: Wann lässt Putin mit sich reden?

Geht die russische Invasion in der Ukraine in eine neue Phase? Die ukrainische Armee zeigt in den letzten Monaten eine neue Stärke: Sie hat Drohnen entwickelt, die Ziele weit hinter der festgefahrenen Front, auf russischem Territorium, angreifen können. Brennende Raffinerien und zerstörte Militärbasen machen den Krieg auch für die russische Bevölkerung sichtbar. Im Presseclub wird diskutiert, ob sich der Druck auf Präsident Putin verstärkt und ob sich daraus jetzt ein Zeitfenster für Verhandlungen ergibt. Die Gäste analysieren die aktuelle militärische Lage, den Einfluss neuer Technologien sowie die Bedeutung westlicher Unterstützung und sprechen darüber, wie es tatsächlich um die russische Wirtschaft steht. Im Zentrum der Diskussion steht zudem Putins Kurs: Hat er seine Ziele verändert oder hält er weiterhin kompromisslos an der Eroberung ukrainischer Gebiete fest? Mögliche Friedensgespräche sorgen in der Runde für Kontroversen. Gleichzeitig steht Europas Strategie auf dem Prüfstand: Wie wirksam sind Sanktionen und Waffenlieferungen? Wie steht es um die politische Geschlossenheit? Reicht wirtschaftlicher Druck aus, um den Krieg zu beeinflussen? Und wen müsste die EU als möglichen Verhandler senden, um erfolgreich über einen Waffenstillstand oder gar ein Kriegsende zu verhandeln? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Gesine Dornblüth (freie Journalistin), Moritz Gathmann (stern), Marina Kormbaki (DER SPIEGEL) und Paul Ronzheimer (BILD). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:00) - Ukraine unter Druck: Die aktuelle militärische Lage (00:06:02) - Wo wird der Krieg entschieden? Militär, Technologie oder Europas Unterstützung (00:09:48) - Russlands Kriegswirtschaft: Wie groß sind die Belastungen wirklich? (00:16:28) - Hat Putin seine Position verändert? Debatte über Verhandlungen und Kriegsziele (00:20:47) - Friedensgespräche oder Illusion? Einschätzungen zu Verhandlungen mit Moskau (00:23:56) - Europas Antwort: Druck, Sanktionen und Unterstützung für die Ukraine (00:25:16) - Friedrich Merz und die Ukraine-Politik: Zwischen Taurus-Debatte und Realität (00:27:39) - Wie lange kann Europa durchhalten? Geld, Waffen und politischer Wille (00:29:46) - Verhandeln aus Stärke: Die Debatte über geheime Kanäle nach Moskau (00:31:02) - Sanktionspaket Nummer 21: Wie wirksam sind weitere Maßnahmen gegen Russland? (00:33:26) - Das Fenster der Gelegenheit: Kann wirtschaftlicher Druck Putin zum Umdenken bewegen? (00:38:30) - Fazit der Runde: Welche Strategie hat die besten Erfolgschancen?

14 jun 202657 min
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AfD hängt Union ab: Braucht es einen Strategiewechsel?

Laut ARD- DeutschlandTrend baut die AfD ihren Vorsprung zur Union aus. Warum wenden sich Menschen dieser Partei zu, obwohl der Verfassungsschutz sie in Teilen als rechtsextrem einstuft? Können die versprochenen Sozialreformen von Schwarz-Rot eine Trendumkehr bringen oder brauchen die Parteien eine andere Strategie? Mit Mittelpunkt der Sendung steht die Frage, ob die „Brandmauer“ immer noch die richtige Antwort der Parteien ist auf den Stimmenzuwachs der AfD. Während die einen sie für essentiell halten zum Erhalt der Demokratie, betonen andere ihren undemokratischen Charakter. Konsens besteht darin, dass Kanzler Merz versprochen hatte, alles anders zu machen als die Ampel, und das dann genau nicht eingehalten wurde, was für Frust und Enttäuschung gesorgt habe. Zurück blieb eine enttäuschte und durch Multikrisen stark belastete Bevölkerung. Auf dem Boden der Unzufriedenheit sei in der AfD-Anhängerschaft eine Art Lebens- und Zugehörigkeitsgefühl entstanden, dem mit einfachen Reformen gar nicht so leicht beizukommen sei. Wie kann die Regierungskoalition Vertrauen zurückgewinnen? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Ann-Katrin Müller (DER SPIEGEL), Stephan-Götz Richter (The Globalist). Helge Fuhst (WELT) und Martin Debes (Stern). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:28). (00:00:04) - AfD überholt die Union: Ursachen für das Umfragehoch der Partei (00:05:03) - Rechtsextremismus-Vorwürfe: Warum die Einstufung viele Wähler nicht abschreckt (00:09:20) - Migration und Wirtschaft: Die zentralen Themen der AfD und die Reaktion der Politik (00:17:41) - Sachsen-Anhalt als Warnsignal: Was würde eine AfD-Regierung bedeuten? (00:20:03) - Brandmauer oder Strategiewechsel? Die Debatte über den Umgang mit der AfD (00:30:47) - Deutschlands Reformstau: Wirtschaft, Wohlstand und die eigentlichen Ursachen der Unzufriedenheit (00:36:31) - Können Reformen die AfD noch bremsen? Blick auf die kommenden Monate (00:41:28) - Presseclub nachgefragt

😢37 jun 202657 min