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Ein Jahr an der Macht: Kann Merz Kanzler?

57 min · 3 mei 2026
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Ein Jahr im Amt und der Druck auf den Kanzler wächst: Die schwarz-rote Regierung wollte Stabilität und Aufbruch liefern, stattdessen prägen Streit und schwache Umfragen das Bild. Daher diskutiert der Presseclub: Kann Merz Kanzler? In der Runde gehen die Bewertungen auseinander: Andreas Rinke (Reuters) und Annette Binninger (Sächsische Zeitung) sehen eine Regierung, die durchaus Entscheidungen trifft und Reformen anstößt. Christoph Hickmann (SPIEGEL) hält dagegen: Der öffentliche Streit überlagere die Inhalte und zeige vor allem ein Kommunikationsproblem. Vieles werde beschlossen, komme aber bei den Menschen nicht an. Der Bundeskanzler steht im Fokus: Ist er ein entschlossener Reformer oder fehlt ihm das politische Gespür? Während Rinke Merz‘ Kompromissfähigkeit betont, zweifeln Hickmann und Yasmine M’Barek (ZEIT) daran, dass er die Erwartungen erfüllen kann, die er selbst geweckt habe. Wie stabil ist die Koalition wirklich? Drohen weitere Konflikte oder wächst sie unter Druck zusammen? Und was zählt am Ende mehr: politisches Handwerk oder öffentliche Wahrnehmung? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Annette Binninger (Sächsische Zeitung), Christoph Hickmann (DER SPIEGEL), Yasmine M'Barek (ZEIT) und Andreas Rinke (Reuters) Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). Kapitel: (00:00:00) - 1 Jahr Merz: Erwartungen, Realität und Ausgangslage (00:01:46) - Koalition im Alltag: Handlungsfähig trotz Dauerstreit? (00:03:29) - Öffentliches Streiten: Hauptproblem der Regierung? (00:06:11) - Erste Bilanz: Was wurde bisher erreicht? (00:08:31) - Zu hohe Erwartungen? Merz und seine Versprechen (00:12:15) - Merz als „Impulspolitiker“: Führungsstil, Kritik und Wahrnehmung (00:16:40) - Reformagenda: Große Projekte und kommende Konflikte (00:22:09) - Regierungsbilanz: Wo punktet die Koalition und wo verliert sie? (00:27:41) - Blick nach vorn: Wahlen im Herbst, Stabilität und Zukunft der Koalition (00:30:34) - Merz als „Außenkanzler“: Trump-Flüsterer und Retter der NATO? (00:38:36) - Schlussrunde: Ist Merz der richtige Kanzler zur richtigen Zeit? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

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Streit um Acht-Stunden-Tag: Neuer Stresstest für die Regierung?

Die Regierung will den 8-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen. Die Gewerkschaften laufen Sturm dagegen und auch die SPD tut sich schwer damit, denn ein Ja zu diesem Vorhaben könnte sie weitere Sympathiepunkte bei ihrer traditionellen Klientel, den Arbeitern, kosten. Der Union pocht allerdings auf die Umsetzung. Wird das Vorhaben zum nächsten Stolperstein für die Koalition? In der kontroversen und lebhaften Debatte im Presseclub wird um die Frage gerungen, wie wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland gelingen kann: Sollten die Deutschen mehr arbeiten – oder schaffen wir durch Mehrarbeit nicht mehr Produktivität, sondern nur mehr Burn-Out? Welchen Einfluss haben Faktoren wie der Ukraine- und der Irankrieg auf die Wirtschaftslage? Kann durch Mehrarbeit überhaupt mehr erwirtschaftet werden, wenn wegen globaler Multikrisen die Auftragsbücher deutscher Unternehmen leer sind? Kanzler Merz hatte wegen seines Plädoyers für Sozialreformen auf dem DGB-Kongress viel Gegenwind erfahren. Wie sehr muss die Regierung den Protest der Gewerkschaften fürchten? Sollte sich die Koalition ein Beispiel an Schröders Agenda 2010 nehmen und auch gegen den Widerstand der Arbeitnehmervertreter Reformen durchbringen? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Susan Link mit den Gästen Alexander Hagelüken (Süddeutsche Zeitung), Maurice Höfgen (Freier Journalist), Dorothea Siems (WELT) und Lennert Zielke (Ostdeutsche Allgemeine). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:34). (00:00:04) - Einführung (00:01:43) - Warum die Reform so umstritten ist (00:03:12) - Gesundheit, Burnout und Produktivität: Debatte um den 8-Stunden-Tag (00:14:49) - Drohende Proteste: Wie gefährlich wird der Konflikt für die Regierung? (00:23:30) - Merz beim DGB: Pfiffe, Rentendebatte und Kommunikationsprobleme (00:28:16) - Wirtschaftskrise, Sozialstaat und die Frage nach echten Reformen (00:37:51) - Das große Reformpaket: Rente, Pflege, Gesundheit und Arbeitszeit (00:40:34) - Presseclub nachgefragt

17 mei 202657 min
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Höhere Steuern auf Zucker, Tabak, Alkohol: Fürsorge oder Bevormundung?

Die Bundesregierung plant höhere Abgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sollen die Einnahmen direkt in das Gesundheitssystem fließen, während die Tabak- und Alkoholsteuern helfen sollen, die Finanzlöcher im Haushalt zu stopfen. Im Presseclub wird darüber diskutiert, ob solche Maßnahmen sinnvoller Gesundheitsschutz oder bevormundende Eingriffe des Staates sind. Besonders die geplante Zuckerabgabe auf Softdrinks sorgt für Streit: Während Mai Thi Nguyen-Kim und Christina Berndt auf wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele wie Großbritannien verweisen, sehen Karsten Seibel und Ulrich Reitz vor allem fiskalische Interessen des Staates im Vordergrund. In der Runde gehen die Meinungen deutlich auseinander: Befürworter argumentieren, höhere Preise und Werbebeschränkungen könnten vor allem junge Menschen besser vor Sucht und Krankheiten schützen. Kritiker warnen dagegen vor übermäßiger staatlicher Lenkung und sozialer Ungerechtigkeit, weil höhere Abgaben besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen würden. Einig sind sich viele Gäste immerhin darin, dass einzelne Maßnahmen allein nicht ausreichen – nötig sei ein Mix aus Aufklärung, Prävention und klaren politischen Regeln. Auch der Blick ins Ausland kommt nicht zu kurz. Großbritannien gilt mit seiner Softdrink-Abgabe und dem geplanten lebenslangen Rauchverbot für jüngere Jahrgänge als Vorbild für konsequentere Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellt die Diskussion grundsätzliche Fragen: Wie weit darf der Staat in persönliche Lebensentscheidungen eingreifen? Und was trägt am Ende tatsächlich besser bei – Verbote, Steuern oder Prävention? Oder sind die Menschen selbst für sich verantwortlich? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung), Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin), Ulrich Reitz (FOCUS), Karsten Seibel (WELT). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:25). (00:00:04) - Einstieg: Zuckersteuer, Gesundheitspolitik und die Rolle des Staates (00:04:13) - Warum Softdrinks im Fokus stehen: Zucker, Forschung und gesundheitliche Folgen (00:08:04) - Wie sinnvoll ist die Zuckerabgabe wirklich? Wirkung, Finanzierung und Kritik (00:15:25) - Prävention statt Eigenverantwortung? Krankheiten, Werbung und staatliche Eingriffe (00:18:38) - Tabaksteuer und Rauchverbot: Wen treffen höhere Preise und wie stark wirken sie? (00:22:06) - Großbritannien als Vorbild? Das lebenslange Zigarettenverbot für junge Jahrgänge (00:28:05) - Alkohol als gesellschaftlich akzeptierte Droge: Risiken, Politik und Doppelmoral (00:33:23) - Welche Maßnahmen helfen wirklich? Aufklärung, Werbeverbote und Lenkungssteuern (00:39:26) - Schlussrunde: Welche Argumente überzeugt haben und was der Staat besser machen müsste (00:41:25) - Presseclub "Nachgefragt"

10 mei 202657 min
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Ein Jahr an der Macht: Kann Merz Kanzler?

Ein Jahr im Amt und der Druck auf den Kanzler wächst: Die schwarz-rote Regierung wollte Stabilität und Aufbruch liefern, stattdessen prägen Streit und schwache Umfragen das Bild. Daher diskutiert der Presseclub: Kann Merz Kanzler? In der Runde gehen die Bewertungen auseinander: Andreas Rinke (Reuters) und Annette Binninger (Sächsische Zeitung) sehen eine Regierung, die durchaus Entscheidungen trifft und Reformen anstößt. Christoph Hickmann (SPIEGEL) hält dagegen: Der öffentliche Streit überlagere die Inhalte und zeige vor allem ein Kommunikationsproblem. Vieles werde beschlossen, komme aber bei den Menschen nicht an. Der Bundeskanzler steht im Fokus: Ist er ein entschlossener Reformer oder fehlt ihm das politische Gespür? Während Rinke Merz‘ Kompromissfähigkeit betont, zweifeln Hickmann und Yasmine M’Barek (ZEIT) daran, dass er die Erwartungen erfüllen kann, die er selbst geweckt habe. Wie stabil ist die Koalition wirklich? Drohen weitere Konflikte oder wächst sie unter Druck zusammen? Und was zählt am Ende mehr: politisches Handwerk oder öffentliche Wahrnehmung? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Annette Binninger (Sächsische Zeitung), Christoph Hickmann (DER SPIEGEL), Yasmine M'Barek (ZEIT) und Andreas Rinke (Reuters) Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). Kapitel: (00:00:00) - 1 Jahr Merz: Erwartungen, Realität und Ausgangslage (00:01:46) - Koalition im Alltag: Handlungsfähig trotz Dauerstreit? (00:03:29) - Öffentliches Streiten: Hauptproblem der Regierung? (00:06:11) - Erste Bilanz: Was wurde bisher erreicht? (00:08:31) - Zu hohe Erwartungen? Merz und seine Versprechen (00:12:15) - Merz als „Impulspolitiker“: Führungsstil, Kritik und Wahrnehmung (00:16:40) - Reformagenda: Große Projekte und kommende Konflikte (00:22:09) - Regierungsbilanz: Wo punktet die Koalition und wo verliert sie? (00:27:41) - Blick nach vorn: Wahlen im Herbst, Stabilität und Zukunft der Koalition (00:30:34) - Merz als „Außenkanzler“: Trump-Flüsterer und Retter der NATO? (00:38:36) - Schlussrunde: Ist Merz der richtige Kanzler zur richtigen Zeit? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

3 mei 202657 min
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Reiches Energiewende: Rolle rückwärts oder wirtschaftlich vernünftig?

Mit ihrem neuen Gesetzespaket zur Energiepolitik sorgt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für Protest. Sie will die Energiewende effizienter und günstiger machen – und dafür Subventionen kürzen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Netzausbau koppeln. Kritiker warnen jedoch: Wird so die Energiewende ausgebremst? Die Runde diskutiert, warum Strom in Deutschland so teuer ist und welche Rolle Abgaben, Netzausbau und Fehlsteuerungen im System spielen. Ist es sinnvoll, die Förderung für Solaranlagen auf Hausdächern zu streichen? Und wie lässt sich das Problem lösen, dass Strom oft dort produziert wird, wo er nicht gebraucht wird? Ein weiterer Streitpunkt: der Umgang mit überschüssigem Strom. Soll er gespeichert, etwa in Batterien, oder als Wasserstoff genutzt werden – und braucht es neue Gaskraftwerke als Absicherung für Zeiten ohne Wind und Sonne? Am Ende steht die zentrale Frage: Wie kann die Energiewende so gestaltet werden, dass sie bezahlbar bleibt, die Versorgung sichert und gleichzeitig die Klimaziele erreicht? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Christian Geinitz (FAZ), Florian Güßgen (WirtschaftsWoche), Claudia Reiser (MDR), Ursula Weidenfeld (Freie Journalistin). Wir freuen uns über Feedback. Schreiben Sie uns an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:12). Kapitel Einstieg: Hohe Strompreise und Reform der Energiewende (00:00:00) Ziele von Katherina Reiche und politische Ausgangslage (00:01:31) Warum Strom in Deutschland so teuer ist (00:02:49) Überangebot an Strom und negative Strompreise (00:04:18) Grundproblem: Strom am falschen Ort produziert (00:06:00) Streit um Solardächer und Förderung für Privatleute (00:07:56) Soziale Frage: Wer profitiert von der Energiewende? (00:12:44) Überschussstrom und Kosten für das System (00:14:38) Netzausbau und Nord-Süd-Problem (00:16:22) Neues Gesetz: Risiken für Investoren und Kritik (00:22:28) Lösungen für Überschussstrom: Speicher und Wasserstoff (00:31:11) Versorgungssicherheit: Gaskraftwerke vs. Batterien (00:34:09) Fazit: Wege zu günstigeren Strompreisen und Zukunft der Energiewende (00:39:13) Presseclub Nachgefragt (00:41:12)

26 apr 202656 min
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Reiches Energiewende: Rolle rückwärts oder wirtschaftlich vernün

Mit ihrem neuen Gesetzespaket zur Energiepolitik sorgt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für Protest. Sie will die Energiewende effizienter und günstiger machen – und dafür Subventionen kürzen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Netzausbau koppeln. Kritiker warnen jedoch: Wird so die Energiewende ausgebremst? Die Runde diskutiert, warum Strom in Deutschland so teuer ist und welche Rolle Abgaben, Netzausbau und Fehlsteuerungen im System spielen. Ist es sinnvoll, die Förderung für Solaranlagen auf Hausdächern zu streichen? Und wie lässt sich das Problem lösen, dass Strom oft dort produziert wird, wo er nicht gebraucht wird? Ein weiterer Streitpunkt: der Umgang mit überschüssigem Strom. Soll er gespeichert, etwa in Batterien, oder als Wasserstoff genutzt werden – und braucht es neue Gaskraftwerke als Absicherung für Zeiten ohne Wind und Sonne? Am Ende steht die zentrale Frage: Wie kann die Energiewende so gestaltet werden, dass sie bezahlbar bleibt, die Versorgung sichert und gleichzeitig die Klimaziele erreicht? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Christian Geinitz (FAZ), Florian Güßgen (WirtschaftsWoche), Claudia Reiser (MDR), Ursula Weidenfeld (Freie Journalistin). Wir freuen uns über Feedback. Schreiben Sie uns an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:12). Kapitel Einstieg: Hohe Strompreise und Reform der Energiewende (00:00:00) Ziele von Katherina Reiche und politische Ausgangslage (00:01:31) Warum Strom in Deutschland so teuer ist (00:02:49) Überangebot an Strom und negative Strompreise (00:04:18) Grundproblem: Strom am falschen Ort produziert (00:06:00) Streit um Solardächer und Förderung für Privatleute (00:07:56) Soziale Frage: Wer profitiert von der Energiewende? (00:12:44) Überschussstrom und Kosten für das System (00:14:38) Netzausbau und Nord-Süd-Problem (00:16:22) Neues Gesetz: Risiken für Investoren und Kritik (00:22:28) Lösungen für Überschussstrom: Speicher und Wasserstoff (00:31:11) Versorgungssicherheit: Gaskraftwerke vs. Batterien (00:34:09) Fazit: Wege zu günstigeren Strompreisen und Zukunft der Energiewende (00:39:13) Presseclub Nachgefragt (00:41:12)

26 apr 20261 h 0 min