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Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

6 min · 8. juni 2026
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Die Bibelstelle Apostelgeschichte 27,23-24 – ausgelegt von Gerhard Weinreich. Vielleicht sind Sie eben darüber gestolpert, dass der Engel Gottes zu Paulus sagte: „Du musst vor den Kaiser gestellt werden!“ Und haben sich gefragt: “Gibt es denn so ein göttliches Muss?“ Menschen beklagen sich oft: „Warum musste gerade ich so schwer erkranken?“ Oder: "Warum musste gerade ich so einen herben Verlust erleiden?" Es gibt ähnliche Fragen – meistens ohne Antwort. Ich bekam eine für mich als 25-jähriger Vikar beim ersten Hausbesuch in meiner ersten Gemeinde: einem alten Ehepaar, das in erbärmlichen Verhältnissen lebte! Die Frau klagte mir auch gleich ihre Not: „Wenn unser Sohn noch lebte, ginge es uns jetzt besser! Aber der wurde ja noch kurz vor Kriegsende mit seinem Flugzeug abgeschossen!" Ich versuchte, sie mit Worten der Bibel und des Glaubens zu trösten. Doch sie unterbrach mich bald: „Ach, Sie junger Spund, was verstehen denn Sie vom Leben!“ Daraufhin erzählte ich ihr, dass ich mit „17“ innerhalb von drei Wochen meine Eltern und viele Jahre zuvor meinen einzigen Bruder verloren habe. Sagte ihr, dass ich ohne Gottes Trost und Jesu Hilfe heute nicht bei ihr sitzen würde. Worauf sie zunächst lange schwieg, dann aber sagte: „Herr Vikar, jetzt glaube ich Ihnen auch, was sie mir von Gott und Jesus sagten!“ Im nächsten Moment ging mir auf: "Gerhard, deshalb musstest Du das Sterben dreier geliebter Menschen erleben, damit Du einmal Menschen in ihrer Trauer überhaupt verstehen und dann versuchen kannst, sie zu trösten!“ Was für ein Beginn meiner Vikarszeit! Jetzt verstand ich, dass Paulus in einem seiner Briefe schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ Was Paulus von Gott erkannte, mit ihm erlebte und dann seelsorgerlich tun konnte, hat mein Pfarrersleben geprägt. Mich auch den Satz des Philosophen Sören Kierkegaard begreifen lassen: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts!“ Also erst im Rückblick auf finstere Täler oder herbe Einschnitte im Leben: ob sie mir nicht auch eine neue Sicht vom Leben schenken! Ich denke an eine Cousine. Sie lag nach einem komplizierten Wadenbeinbruch wochenlang im Krankenhaus. Als ich sie besuchte, meinte sie: „Was mir bis jetzt enorm wichtig war, wurde mir auf einmal völlig nebensächlich. Und was für mich bisher total unwichtig war, bekam auf einmal einen hohen Stellenwert.“ Doch Sören Kierkegard sagte nicht bloß: „Verstehen kann man das Leben nur rückwarts“ sondern auch: „Leben muss man es aber vorwärts!“ Meine Mutter fiel mir ein, die 13 Jahre nach dem Tod meines Bruders sagte: „Jetzt bin ich über ihn hinweg. Ich suche meinen Jungen nicht mehr 1,60 Meter unter der Erde, sondern oben bei Gott! Wer weiß, wovor er mein Kind bewahren wollte.“ Was für eine Lektion, die meine Mutter damit von Gott lernte! So manche Lektionen von Gott lernte auch meine Frau in den Höhen und Tiefen ihrer jahrelangen Krebserkrankung. Sie lebte mir dabei vor, was das Leben „vorwärts leben“ heißt. Nämlich, je länger umso mehr mit dem Satz des Paulus im Herzen: „Ich vergesse, was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ Dem Erreichen göttlicher Ziele soll jedes „Muss Gottes“ im Leben dienen! Paulus hat das erlebt. In Rom wurde er nur zu einem Hausarrest in eigener Wohnung verurteilt, konnte aber trotzdem ungehindert das Evangelium von Jesus Christus verkündigen! Und danach bekam Paulus vermutlich von Gott sogar einen langersehnten Wunsch erfüllt: nämlich nach Spanien reisen und auch dort missionieren zu dürfen! Einen Philipp Friedrich Hiller ließ das dichten: „HERR, was sind wir, dass du Engel uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn. Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder.“  (Lied: Herr Gott, dessen starke Rechte) Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer i. R. Gerhard Weinreich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17356555.gif]

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Erlösung

Die Bibelstelle Psalm 71,23 – ausgelegt von Gabriele Berger-Faragó. Wann waren Sie zuletzt in einer scheinbar ausweglosen Situation, die sich aber doch zum Guten gewendet hat? Wer hat Ihnen letztlich geholfen, und wie haben Sie der Person gedankt? Als wir letzten Sommer auf der Heimfahrt von unserem Italienurlaub waren, gab unser Auto mitten auf der Autobahn seinen Geist auf. Der italienische Abschleppdienst ließ auf sich warten. Auf dem Parkplatz, auf dem wir gestrandet waren, waren es weit über 30 OC; der Motorschaden war laut Blinkanzeige im Auto vermutlich das Ende unserer alten Karre. Eine schier ausweglose Situation! „Not lehrt beten!“, sagt der Volksmund. Wie gut ist es jedoch, wenn das Gebet für einen Menschen mehr ist als nur der letzte Notnagel in ausweglosen Situationen. Gebet ist für Christen Ausdruck einer lebendigen Beziehung zu einem Gott, der uns in guten wie schweren Zeiten seine Zuwendung schenkt. So beteten auch wir an diesem Tag, auf einem staubigen Parkplatz in der heißen Sonne Italiens. Welch eine Erlösung, als endlich der Abschleppdienst kam! Ich wäre dem netten Italiener am liebsten um den Hals gefallen. Das habe ich natürlich nicht getan, aber ich habe ihm mit meinem Anfänger-Italienisch von Herzen gedankt. Und auch Gott konnten wir – nach 5 Tagen Wartezeit auf die doch noch mögliche Reparatur unseres Autos – auf der Heimfahrt fröhlich danken, dass er diese scheinbar ausweglose Situation letztlich zum Guten gewendet hatte. Es war ähnlich, wie König David es in Psalm 71, V. 23 beschreibt: „Meine Lippen und meine Seele, die du, Gott, erlöst hast, sollen fröhlich sein und dir lobsingen.“ Fällt es Ihnen leicht, in der Not zu beten? Und wenn Gott Ihnen geholfen hat, haben Sie dann auch ein fröhliches Loblied auf den Lippen? Es geht hier nicht um Höflichkeit Gott gegenüber, nicht um ein anerzogenes braves „Danke!“ Sondern es geht um das von Herzen kommende, fröhliche Loblied, das Gott als den erkennt, der uns aus der Not erlöst hat. Wie ich dem Abschleppitaliener nicht aus Höflichkeit, sondern wirklich durch und durch dankbar war, so können wir auch Gott mit „Herzen, Mund und Händen“ danken, wenn wir ihn als Retter in der Not wahrnehmen. Und was, wenn Gott die Not nicht wendet? Als Christin kenne ich natürlich auch Situationen, in denen Gott Gebete nicht erhört. Nein, falsch, ich korrigiere: Ich kenne Situationen, in denen Gott meine Gebete nicht so erhört, wie ich es gerne hätte. Dass er mein Gebet immer hört, daran glaube ich trotzdem. Natürlich bin ich frustriert, verunsichert und zweifelnd bis ver-zweifelt, wenn Gott trotz meines Betens scheinbar nicht eingreift. Doch ein kluger Satz hilft mir dann manchmal: „Gott kann beides: Entweder, er beruhigt den Sturm, oder er lässt den Sturm toben und beruhigt die, die ihm vertrauen.“ Das habe ich tatsächlich schon oft erlebt: Wenn Gott eine schwere Situation nicht so löst, wie ich es mir wünsche, kann er doch in mir einen inneren Frieden und Kraft schaffen, mit der Situation umzugehen. Klingt das nach billigem Trost? Nein, es ist mehr als das. Es ist ein „Frieden Gottes, der höher ist als alle Vernunft“ (Phil 4,7). So kann ich Gott mit „Lippen und Seele“ danken, auch wenn das Problem nicht „weg“ ist. Vielleicht fühle ich mich dabei nicht „fröhlich“. Aber ich kann trotzdem den Schöpfer loben, der nicht nur das gesamte Universum, sondern auch mein kleines Leben und Problem in seinen Händen hält. Mehr noch, ich glaube daran, dass der mensch-gewordene Gott namens Jesus Christus am Kreuz selbst erlebt hat, wie es ist, sich von Gott verlassen zu fühlen. Er hat sich mit unserem Schmerz und unseren ausweglosen Situationen identifiziert, einschließlich des Todes, dem ultimativen Ende ohne Ausweg. Und ich glaube daran, dass er vom Tod auferstand und damit zeigt: Ich bin die Erlösung! Gott ist der Erlöser! Selbst da, wo es wie ein Ende scheint, hat Gott eine Lösung und schafft einen neuen Anfang. Wenn das kein Grund zum fröhlichen Lobsingen ist!                        Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gabriele Berger-Farago ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17364097.gif]

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Weiter Raum

Die Bibelstelle Psalm 31,9 – ausgelegt von Gabriele Berger-Faragó. Ich liebe das Meer: das gleichmäßige Rauschen der Wellen, die Weite des Himmels und den fernen Horizont, bei dem ich gar nicht weiß, wo das Wasser aufhört, und der Himmel beginnt.  Schade, dass wir bei uns in Süddeutschland kein Meer haben. Aber auch hier finde ich Orte, an denen ich einen weiten Blick genießen kann; z.B. auf meiner Lieblingsbank im Odenwald mit Blick von oben auf die Rheinebene. Ja, die Weite, die hat es mir angetan. Ihr Anblick weitet auch gedanklich den Horizont, zieht den Blick in die Ferne und lässt die Alltagssorgen vergessen. Darum mag ich auch den folgenden Bibelvers aus Psalm 31 so sehr, der für heute als Tageslosung ausgewählt wurde. Da steht: „Herr, du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Mit diesem Bild kann ich unmittelbar etwas anfangen. Vermutlich spricht es auch Sie an, wenn Sie weite Horizonte mögen. Gerade, wenn mich der Alltag niederdrücken will, brauche ich es, dass mich jemand aus der Enge meines Fühlens und Denkens herausholt und mich in die Weite führt. Spannend, dass hier nicht steht: „Geh, und such dir einen weiten Raum.“ Oder: „Bemühe dich drum, nicht so eng zu sein.“ Nein, der Vers lautet bewusst: „DU stellst meine Füße auf weiten Raum.“ Ich kann das oft nicht selber machen, die Weite nicht selbst schaffen. Wenn sich mein Denken und Fühlen in der Enge verirrt haben, dann brauche ich jemanden, der mich an der Hand nimmt und in die Weite führt. Jemanden, der meine Füße an den Ort der Freiheit stellt, den ich gerade nicht selbst finden kann. Aber wie macht Gott das denn, „in die Weite führen“? Ich denke, das sieht bei jedem anders aus. Manchmal geschieht es vielleicht sogar wortwörtlich: Ich gehe in sorgenvollen Gedanken versunken spazieren, und plötzlich hebt sich mein Blick, verliert sich in der Weite; gleichzeitig erkenne ich: „Wow, der mächtige Schöpfer, der Himmel und Erde gemacht hat, ist da. Er wird sich auch meines kleinen Problems annehmen können.“ Manchmal geschieht das In-die-Weite-Führen ähnlich wie bei König David, dem Verfasser dieses Gebets, der immer wieder von seinen Feinden verfolgt wird und sich einmal sogar in einer engen, dunklen Höhle verstecken muss. Es ist eine spannende Geschichte, wie Davids Verfolger zufällig ausgerechnet in diese Höhle kommt, und wie Gott David aus dieser lebensgefährlichen Lage befreit – nachzulesen im 1. Buch Samuel, Kapitel 24. Kein Wunder, dass David Gott in diesem Psalm 31 lobt und schreibt: „Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott. […] Du übergibst mich nicht in die Hände des Feindes; du stellst meine Füße auf weiten Raum.“ (Ps. 31,6b+9) Von der Finsternis, Enge und Todesnot in der Höhle hinaus auf den weiten Raum der Errettung und Freiheit – das lässt tief aufatmen, nicht nur König David, sondern alle, die Gottes Hilfe auf ähnliche Weise erleben. Allerdings ist der Psalm, wenn ich ihn in seiner vollen Länge lese, kein Schmusikusipsalm, der so tut, als sei im Leben mit Gott alles wunderbar. Das Gebet Davids spricht genauso von Angst, Kummer und Erschöpfung, und zwar gleich im nächsten Satz: „Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst, […] matt meine Seele und mein Leib. Mein Leben ist hingeschwunden in Kummer.“ (V. 10f) Es ist gut, dass David hier ehrlich ist. Weite und Enge, Gotteslob und Kummer, Dankbarkeit und Erschöpfung – körperlich wie seelisch –, liegen manchmal nahe beieinander. Das Leben ist selten schwarz-weiß, sondern ich kenne beides: das Schöne und das Schwere, das glitzernde Meer mit weitem Horizont ebenso wie den sturmgepeitschten Ozean, der mich zu ertränken droht. David wird mir in den Psalmen zum Vorbild: Er wendet sich in allen Lebenslagen an Gott. In der engen Höhle ebenso wie in der Weite. Er bittet, er klagt, er jubelt, er dankt. Manchmal wechselt die Stimmung sogar mitten im Satz. Echt und ungefiltert. David kennt Gott als Gegenüber, der als „Schöpfer so groß ist, dass ihm das Kleinste nicht zu klein ist“, wie Luther sagt. David erlebt Gott als den, dem ich alles sagen darf, und von dem ich mich getröstet und getragen weiß. Dazu lade ich Sie heute ein. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gabriele Berger-Farago ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17363582.gif]

18. juni 20265 min
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Bleiben Sie dran!

Die Bibelstelle Hebräer 3,12 – ausgelegt von Roland Simantzik. Was bin ich froh, dass ich über dieses Thema jetzt nicht sprechen muss: Wie Ihr Nachbar mal wieder seinen Garten „pflegt“ – oder eben nicht pflegt. Dazu muss ich jetzt nichts sagen. Und auch darüber nicht, wie dem Franz seine Tochter ihre Kinder verzieht, äh erzieht. Oder wie der Meier am letzten Freitag mal wieder mit seiner Frau umgegangen ist. Sie haben es bestimmt schon gehört. Bin ich froh, dass ich zu all diesen Themen nichts sagen muss. Wozu ich etwas sagen will, das hört sich so an: Seht zu, Brüder und Schwestern, dass niemand unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe und abfalle von dem lebendigen Gott. Klingt das jetzt nicht genau so, nach Aufpassen, damit uns ja nichts entgeht. Und nicht nur hinschauen, sondern auch kommentieren. Unsere Meinung zum Tun der anderen als Senf dazugeben? Seht zu, Brüder und Schwestern, dass niemand unter euch ein böses, ungläubiges Herz habe und abfalle von dem lebendigen Gott. Das ist ein Satz aus der Bibel. Neues Testament. Hebräerbrief, Kapitel 3, Vers 12. Hier geht es darum, nicht von Gott abzufallen. Nicht den guten Draht zum lebendigen Gott zu verlieren. Das Ziel von diesem Satz: Bleiben Sie dran an Gott. Ja, das geht! Wenn ich mit Ihnen über das Verhalten Ihrer Nachbarn reden wollte, über die vielleicht sogar komischen Ansichten von Hinz und Kunz – ja, geht. Wird sogar von Christen gemacht. Aber ob es uns glücklich macht? Und: Ich will ja auch nicht, dass die anderen so über mich reden. Und mein Leben mit Zeigefinger und spitzer Zunge kommentieren. Darüber zu reden, dass wir von Gott nicht abfallen - das ist was Anderes. Darüber zu reden, was mir an Gott gefällt, das ist gut. Es lohnt sich, auf die Themen zu achten, die mein Vertrauen zu Gott wachsen lassen. Und das baut Gemeinschaft. „Dass niemand ein böses, ungläubiges Herz habe“ – der Schlüssel zu einer guten Beziehung zu Gott ist hier mein Herz. Ich war so 17, 18 Jahre alt. Und musste wegen Atemproblemen zum Onkel Doktor. Der sollte mal genau gucken. Dann bekam ich auch noch einen Termin in der Klinik. Und dann wieder zum Doktor. Am Ende sagte der: „Treiben Sie einfach mehr Sport, junger Mann. Trainieren Sie Ihr Herz. Dann wird es wieder gut.“ Na, ja. Einige Jahre später hat ein anderer Arzt doch ein bisschen etwas gefunden. An den Herzklappen. Und wie die schließen und so. Das mit dem Training habe ich mir aber gemerkt. Und vor allem auch gemacht: Mehr Laufen. Mehr Fahrrad fahren. So nach und nach mehr. Übertragen Sie das einmal in den geistlichen Bereich: Mein Herz trainieren, damit ich im Glauben nicht aus der Puste komme. Vertrauen zu Gott einüben. Gutes über ihn denken. Und Gutes von Gott erwarten. Reden Sie mit Gott. Voller Vertrauen. Und dann vielleicht auch mal mit dem Franz seiner Tochter. Vertrauen Sie Gott Ihre Sorgen an. Was Ihr Herz schwer macht. Dazu gehört vielleicht auch der Meier und die Sache vom letzten Freitag. Zeigen Sie Gott auch Ihre Pläne. Wenn er da mitgeht, dann kann es so auch laufen. Aus der Zeit, die Sie mit Gott verbringen, wächst Ihr Glaube. Und was Ihnen hilft, sagen Sie das ruhig auch den anderen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Roland Simantzik ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17362921.gif]

17. juni 20264 min
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Aufs richtige Pferd gesetzt

Die Bibelstelle 1. Timotheus 4,10 – ausgelegt von Roland Simantzik. Von Pferdesport und Pferderennen habe ich wenig Ahnung. Vielleicht wissen Sie da besser Bescheid. Aber einmal habe ich die Faszination erlebt, die ein Pferderennen auslösen kann: Ich bin mit meiner Frau im Urlaub in Nordholland. Ich wollte noch etwas besorgen und bin mit dem Fahrrad ins Dorf gefahren. Dann ist die Straße gesperrt. Ich muß absteigen und mein Rad auf dem Gehweg durch eine Menge von Zuschauern schieben. Irgendwann bin ich einfach stehengeblieben. Und bin damit mittendrin und hautnah dran. Die Straße ist 3,40 Meter lang abgesperrt. Mit viel Sand belegt - wohl zum Schutz der Pferdehufe. Dann kommen zwei Sulkys angefahren, drehen sich am Ende der Straße und bringen sich in Position. Und dann: Die Pferde stürmen los. Die beiden Sulkys schossen pfeilschnell nach vorne. Es dauert nur wenige Augenblicke. Schon haben sie das Ende der Straße, also die andere Seite der Absperrung, erreicht. Wer schneller ist, welches Pferd siegt, kann ich von meinem Standort leider nicht sehen. Aber diese Kraft beim Losrennen, dieser Anzug, dieses Nach-Vorne-Schießen – faszinierend. Später lese ich im Internet nach, dass ich hier beim Kurzbahn-Trabrennen in Egmond aan den Hoef war. Und dass ich auch auf ein Pferd hätte setzen können. Also eine Wette abschließen darauf, welches Pferd in welcher Runde am schnellsten läuft. Und welches Pferd am Ende siegt. Auf ein Pferd setzen. Oder: Du hast wohl auf das falsche Pferd gesetzt. Und was halten Sie davon: Auf den falschen Gott setzen? Paulus, ein Christ aus dem ersten Jahrhundert, hat seinem Mitarbeiter Timotheus einen Brief geschrieben. Dort steht in Kapitel 4 in Vers 10: Wir haben unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Paulus spricht vom lebendigen Gott, auf den er gesetzt hat. Jetzt nicht im Sinn einer Wette. Paulus hat seine Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt. Hoffnung ist das, was sein Leben nach vorne bringt. Ich kann auch sagen: Paulus lebt mit diesem Gott auf diesen Gott zu. Das ist sein Ziel. Wenn er bei Gott ist, hat er gewonnen. Und schon jetzt im Leben - um im Bild zu bleiben: auf der Rennstrecke – lebt Paulus mit dem lebendigen Gott. Wie machen Sie das in Ihrem Leben? Wenn Sie einen Gott haben, der bei Ihnen zuhause als Statue in der Ecke rumsteht – der staubt nur zu. Wenn Ihr Gott nichts kann und Ihrem Leben nichts zu sagen hat, dann ist das wahrscheinlich ein toter Gott. Ein toter Gott ist der falsche, um sein Leben darauf zu setzen. Nun sagt Paulus: Der lebendige Gott ist der Heiland aller Menschen. Und er ist besonders der Heiland der Gläubigen. Der Gott, mit dem Paulus lebt, der heilt. Der tut mir gut. Dieser „Heiland aller Menschen“ - in einem Lied heißt er „der Heiland aller Welt“ – das ist Jesus. Gestorben ist er für alle Menschen. Wer ihm das glaubt, mit dem lebt er auch. Und mit Jesus finden Sie zum lebendigen Gott. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Roland Simantzik ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17362304.gif]

16. juni 20264 min
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Stolz kann man nicht essen

Die Bibelstelle 1. Johannes 5,18 – ausgelegt von Hans-Hagen Zwick. Sünde, was ist das? Wir haben alle damit zu tun. Sie entfremdet uns von Gott, vom Mitmenschen, sogar von uns selbst. Die Sünde hat uns im Griff. Sie zerstört das Miteinander. Das Böse steuert uns. „Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.“ (1 Johannes 1,8) Stopp, das mag allgemein gelten. Wenn ich in die Welt schaue, gibt es dafür reichlich Belege. Aber für alle, die aus Gott geboren sind, gilt das nicht: „Wer aus Gott geboren ist, der sündigt nicht“ ständig. Wer Jesus im Herzen hat, mag vielleicht gelegentlich einen Fehler machen, aber die Sünde ist nicht mehr der Motor seines Tuns. Winni hat Architektur in Nigeria und Großbritannien studiert. Dann hat sie erfolgreich Großbauprojekte geleitet und dabei reichlich Erfahrungen gesammelt. Jetzt will sie in Deutschland ein Doktorstudium machen. Dafür hat sie ein Stipendium erhalten. Mit Schwung und Fleiß arbeitet sie an ihrem neuen Forschungsprojekt. Es geht voran, aber das Projekt dauert länger als geplant. Das Stipendium läuft aus. Sie sucht Arbeit, um weiter machen zu können. Ich kann ihr einen Minijob vermitteln. Da kommt zwar nicht viel bei rum, aber es geht weiter. Als Bauzeichnerin gelingt es ihr, ein kleines Einkommen zu haben. Das hilft. An der deutschen Sprache muss sie noch arbeiten. Wer langsam spricht, kommt klar mit ihr. Aber ihr Chef tut sich schwer. Es kommt zu Missverständnissen. Winni stellt ihn zur Rede und will die Sache klären. Alle Kollegen sind dabei. Sie macht ihm klar, dass er langsam reden muss, wenn er möchte, dass sie den Arbeitsauftrag korrekt verstehen kann. Erst wenn er es gut erklärt, weiß sie, wie sie es richtig anpacken soll. Der Chef nickt und geht. Winni ist immer noch verärgert. Sie telefoniert mit ihrer Schwester. Die Schwester hört aufmerksam zu, spürt aber, dass Winni dabei ist, ihren Minijob zu verlieren, wenn sie so weitermacht. Dann sagt sie zu ihr: Stolz kann man nicht essen! Das sitzt. Winni hätte ihr Anliegen unter vier Augen klären sollen, nicht öffentlich im Beisein aller Kollegen. Das hat den Chef bestimmt verärgert. Sie geht ins Gebet zu Gott, um sich zu rüsten. Ihr wird klar, dass sie ihn um Entschuldigung bitten muss. Bei nächster Gelegenheit kommt der Chef wieder ins Büro. Die Kollegen sind gespannt. Was passiert jetzt? Winni nimmt ihren Mut zusammen und erklärt im Beisein aller Kollegen, dass sie einen Fehler gemacht hat: Ich hätte meine Kritik nicht öffentlich äußern dürfen. Dafür will ich um Entschuldigung bitten. Es tut mir leid. Alle sind berührt, auch der Chef ist erstaunt. Dann sagt er, nun gut. Es ist ihm fast peinlich. Dann geht er wieder. Mich hat diese Geschichte berührt. Winni ist von Gott geboren. Sie mag Fehler machen, aber dann spürt sie zeitnah, das war nicht gut. Stolz hilft nicht weiter, auch wenn sie im Recht ist. Das muss sie klären. Sünde zerstört das Miteinander. Selbst dann, wenn wir es nicht gleich merken. Vielleicht gibt es gute Freunde, die uns unser Verhalten spiegeln. So werden wir bewahrt, in der Sünde zu verbleiben. Dann verliert das Böse seine Macht und das gute Miteinander wird gestärkt. So will Winni weiter machen. Von Gott geboren heißt, Gottes Liebe bleibt der Sieger. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Hans-Hagen Zwick ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17361721.gif]

15. juni 20265 min