#290 Vulkane, Verkühlung & verrückte Vorhersagen
Diese Woche sind Straps und Flo zwischen Verkühlung, Vulkanen und gewagten Vorhersagen unterwegs.
Christoph erwischt es, was aktuell offenbar die halbe Podcast-Welt erwischt: ein Virus, der sich nicht wegtrainieren lässt. Statt durchzubeißen, geht er den unspektakulär klugen Weg – Pause. Vier Tage komplett, dann vorsichtig zurück auf den Heimtrainer, ohne Ventilator, mit ordentlich Schweiß am Boden und einem klaren Appell an alle Ambitionierten da draußen: Eine verschleppte Verkühlung will niemand, und im schlimmsten Fall kann dies zu einer Herzmuskelentzündung führen, was deutlich länger dauert als drei Tage Couch-Programm.
Dann geht's nach Girona. Das Traka 560 steht vor der Tür, und das Starterfeld ist so dicht besetzt, dass selbst eingefleischte Ultrafans ins Schwärmen kommen. Bei den Herren rechnen die beiden mit einem Showdown zwischen Victor Bosoni, Robin Gemperle und Lokalmatador Ulrich Bartholmös. Bei den Damen wird's noch spannender: Lael Wilcox, Marei Moldenhauer, Jana Kesenheimer, Cynthia Carson – und mittendrin Anna Kofler, die bei vielen Vorschauen unter dem Radar fliegt, obwohl sie genau das Profil mitbringt, das auf dieser Distanz funktioniert. Straps tippt sie aufs Podium. Eine kleine Lektion nebenbei: Wer auf Instagram leise ist, taucht in den Favoritenlisten oft nicht auf – auch wenn die Ergebnisliste eine andere Sprache spricht.
Vom kommenden Rennen geht's zum gerade beendeten: Two Volcano Sprint. Bruno Wicht gewinnt in 59:20 Stunden – nach 36 Stunden ohne nennenswerte Pause, dann vier Stunden Schlaf, dann durch. Hauchdünn vor Adam Bialek und Anatole Naimi (Gründervater des Unknown Race – die Story dahinter gibt's als Bonus). Die beiden diskutieren die verpflichtenden Stehzeiten des Rennens (2 Stunden pro 24h), die DNF-Highlights ("lack of enthusiasm" als Ausstiegsgrund ist hart zu schlagen), und den vielleicht romantischsten DNF des Jahres: Rick Steffen steigt bei Kilometer 600 aus – nicht nur wegen der Defekte, sondern weil ein paar Tage später seine Hochzeit ansteht. Prioritäten darf man haben.
Im Fail der Woche geht's um falsch erkannte Brüder am Radweg und einen Producer namens Rosi, der mit dem Rennrad im Schotterwald des Plesch landet. Beim Feedback der Woche geht es um GPS-Genauigkeit und Flos sehr unterhaltsamen Exkurs ins Selbstüberschätzungs-Universum: 12 % der britischen Männer glauben, sie könnten gegen Serena Williams einen Punkt machen. 29 % der Briten halten sich für olympiatauglich. Naja.
Zum Abschluss: Highest Weekly Mileage Records. Warum Straps' RAAM-Distanzen nicht zählen, was Xandi Mixner geleistet hat (3.953 km in einer Woche, 13.000 im Monat), und warum Daniel Steinhauser gerade in Süddeutschland Kreise zieht – mit wachsenden Nackenproblemen und einer Spendenaktion im Rücken. Mental, da sind sich beide einig, ist so ein Rekordversuch ohne Rennsetting nochmal eine ganz andere Liga.
Plus: Neuigkeiten im Ultracyclingshop mit Peeroton (Cola-Geschmack als Antwort auf Flavor Fatigue) und endlich einem akkubetriebenen Rücklicht von Supernova – ohne Kabelsalat am Rennrad.
Übersicht über die Ultracycling Rekorde: https://ultracycling.com/highest-weekly-mileage-records/ [https://ultracycling.com/highest-weekly-mileage-records/]
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