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Internationale „Deutscholympiade“ in Mannheim: Warum Jugendliche Deutsch lernen wollen

6 min · 13. juli 2026
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SWR Aktuell: Wie froh sind Sie, dass Deutsch Ihre Muttersprache ist und Sie es nicht als Fremdsprache lernen müssen? Johannes Ebert: Ich liebe Fremdsprachen. Ich hätte Deutsch auch gern als Fremdsprache gelernt, wenn ich mit einer anderen Muttersprache aufgewachsen wäre. Es heißt ja immer, Deutsch ist sehr schwer. Aber ich glaube, mit guten Methoden und kommunikativen Unterricht kann man sehr gut Deutsch lernen. Das zeigt ja auch diese Motivation dieser Schülerinnen und Schüler, die jetzt hier zur internationalen Deutscholympiade [https://www.goethe.de/de/spr/sbp/ind.html] nach Mannheim kommen. SWR Aktuell: Die, die da kommen, die sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und zählen zu den besten Deutschlernenden weltweit. Was müssen die mitbringen und bei diesem Wettbewerb auch zeigen? > Die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind die besten Deutschlernenden auf der Welt. > > > Quelle: Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts Ebert: Es gibt 100 Schülerinnen und Schüler aus 66 Ländern, und die internationale Deutscholympiade ist ein Wettbewerb, zu dem die Deutschlehrerverbände und das Goethe-Institut aufrufen. Da gibt es in den Ländern ganz unterschiedliche Auswahlverfahren, das bestimmen die nationalen Deutschlehrerverbände selbst: Manche machen das per Zoom, bei anderen schließen sich Schulen zusammen und machen dann Übungen. Und aus diesem ganzen Prozess werden dann aus unglaublich vielen Schulen auf der ganzen Welt diese 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ermittelt, die dann wirklich die besten Deutschlernenden auf der Welt sind. SWR Aktuell: Welche Aufgaben müssen die Schülerinnen und Schüler dann bei der Deutscholympiade in Mannheim meistern? Ebert: Die Deutscholympiade, die zum zehnten Mal stattfindet -dieses Mal in Mannheim-, ist erst mal ein Event des Zusammenkommens. Da besucht man Institutionen, trifft sich mit Partnern, macht Workshops. Das ist nicht nur reiner Wettbewerb, sondern erst mal eine große Maßnahme zur Deutschförderung, wo junge Menschen zusammenkommen. Die müssen dann allerdings drei Aufgaben lösen. Es gibt eine schriftliche Einzelaufgabe, dann gibt es eine Gruppenaufgabe, wo man etwas präsentieren muss, einmal mit Vorbereitung und einmal ohne Vorbereitung, und dann wird auf drei Niveaustufen, auf der Stufe A2, auf der Stufe B1 und der Stufe B2 werden dann jeweils die Siegerinnen und Sieger ermittelt. SWR Aktuell: Und dann gibt es am Ende auch eine Goldmedaille. Ebert: Es gibt eine Medaille am Schluss, na klar. Das gehört ja auch dazu bei so einer Olympiade. SWR Aktuell: Wenn Sie mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprechen, was ist denn die Hauptmotivation, warum die Deutsch lernen? > Es ist natürlich eine Motivation, irgendwann mal in Deutschland zu studieren und vielleicht auch zu arbeiten. > > > Quelle: Johannes Ebert, Goethe-Institut Ebert: Viele der Schülerinnen und Schüler, wir haben das in den Bewerbungsbögen gesehen, können sich ein Studium in Deutschland vorstellen. Das ist natürlich schon eine Motivation. Wenn wir insgesamt auf die Welt schauen: Fürs Deutschlernen insgesamt sind es vor allem eben Länder, in denen Berufsmobilität und Studienmobilität eine Rolle spielen. Und das gilt auch für die Schülerinnen und Schülern, die im Ausland Deutsch lernen. Gerade bei denen, die sehr gut und sehr engagiert lernen, ist es natürlich eine Motivation, dann irgendwann mal in Deutschland zu studieren, vielleicht auch zu arbeiten. SWR Aktuell: Welche Länder sind es, wo Deutsch besonders beliebt ist als Fremdsprache? Ebert: Es sind doch relativ viele: Indien beispielsweise, Ägypten, Kenia ist ein Land, wo Deutsch sehr nachgefragt ist, und in Litauen zu Beispiel geht man jetzt eben von Russisch weg und stellt auf Deutsch um. Es sind ganze Menge von Ländern, in denen gerne und viel Deutsch gelernt wird. SWR Aktuell: Ist dann Deutsch bei denen meistens die zweite Fremdsprache nach Englisch oder gibt es auch welche, die Deutsch wirklich als erste Fremdsprache lernen? Ebert: In der Tat ist es so, dass Englisch in der Regel die erste Fremdsprache ist, Deutsch dann die zweite oder dritte. Es gibt vereinzelt Länder und vor allem Schulen, bei denen Deutsch die erste Fremdsprache ist. Etwa 40 Prozent der Schulen, die an der Deutscholympiade teilnehmen, sind sogenannte „PASCH-Schulen“. [„PASCH“ steht für „Partnerschulinitiative“, offiziell „Schulen: Partner der Zukunft“, Anm. d. Red.] Das ist ein Sonderprogramm des Auswärtigen Amts, wo das Goethe-Institut dabei ist, die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, der DAAD und andere, wo Deutsch besonders gefördert wird. Und unter diesen Schulen gibt es schon einige, wo Deutsch auch die erste Fremdsprache ist. Aber in der Tat: Die Regel ist, dass Englisch weltweit die erste Fremdsprache ist. SWR Aktuell: Sie haben vorhin schon gesagt, bei der Deutscholympiade geht es nicht nur darum, zu gewinnen und im Wettbewerb sich zu zeigen, sondern da stehen ganz viele Termine und Austausch auf dem Programm. Wie erleben Sie die Atmosphäre zwischen den Jugendlichen aus so vielen unterschiedlichen Ländern? > Da gibt es ganz viele Freundschaften, die auch über Ländergrenzen hinweg wirken. > > > Quelle: Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts Ebert: Ich war ja jetzt schon bei mehreren Deutscholympiaden, und das ist einfach eine fantastische Atmosphäre. Da gibt es ganz viele Freundschaften, die auch über Ländergrenzen hinweg wirken. Da entsteht etwas. Natürlich ist die Förderung der deutschen Sprache wichtig - und die Begegnung mit Deutschland. Man geht da in attraktive Städte wie ja auch Mannheim. Das ist für uns sehr wichtig - aber auch, diese Begegnung über Grenzen hinweg zu fördern, im Sinne einer weltweiten Verständigung. Das ist natürlich auch ein Reiz dieser Deutscholympiade. Und es reisen nicht nur 100 Schülerinnen und Schüler an, sondern auch Begleitlehrerinnen und Begleitlehrer, die dann frische Impulse aus Deutschland für ihren Unterricht in ihr Heimatland mitnehmen. SWR Aktuell: Jetzt spricht man in Mannheim ja nicht unbedingt Hochdeutsch, gibt es da für die Teilnehmenden erstmal auch noch einen Crashkurs in Kurpfälzisch? Ebert: Nein, ich glaube nicht. Die müssen sich dann irgendwie durchschlagen. Das ist die deutsche Realität. Auch ich bin Dialektsprecher, aber wir erleben natürlich, dass die Menschen, denen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer begegnen, darauf Rücksicht nehmen und sich auf das Sprachniveau einstellen. Ich denke, das war noch nie ein großes Problem. SWR Aktuell: …und vielleicht lernt man ja auch noch das ein oder andere kurpfälzische Wort, das man dann zum Beispiel mit nach Indien nehmen kann... Ebert: Genau!

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Seepferdchen reicht nicht – warum Schwimmabzeichen wichtig sind

Selbst wer im Freibad schwimmen kann, kann sich an der Atlantikküste nicht unbedingt sicher fühlen, sagt Sebastian Hess in SWR Aktuell: "Im Schwimmbad gibt es keine Soge und Wellen und andere Gefahren, die wir an der Küste haben. Man schwimmt zu weit raus, man traut sich zu viel zu und dann verlassen einen die Kräfte - man geht unter und ist in Not." Aus diesem Grund rät Hess, "dass man immer in der Gruppe schwimmen geht und nicht alleine. Dann hat man den Gruppenzusammenhalt und passt aufeinander auf." WO KANN ICH SCHWIMMEN LERNEN? Wichtig ist vor allem, schwimmen zu lernen. Das Seepferdchen macht noch nicht fit für den Badesee. "Wir raten, das Schwimmabzeichen in Bronze zu machen." Die Prüfung nehmen die Vereine ab, eine andere Adresse ist die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. "Es gibt fast überall Ortsgruppen, die eine Schwimmausbildung anbieten." Dabei spielen die Schwimmabzeichen eine große Rolle und sind mehr als nur ein schmucker Aufnäher an der Badehose oder dem Badeanzug. Vom Seepferdchen angefangen, über die Abzeichen in Bronze, Silber und schließlich Gold. Um schwimmen zu lernen ist niemand zu alt. Allerdings macht Übung den Meister. "Wenn man es selten macht, dann fühlt man sich unsicher." Also am besten vor dem Badeurlaub am Meer regelmäßig im Schwimmbad üben, üben, üben.

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Graffiti als Workshop – von der Brückenwand in die Klassenzimmer

In SWR Aktuell erzählt Milo, worauf es ihm bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern ankommt: "Jeder Workshop ist anders. Es kommt immer darauf an, was bemalt wird. Mir geht es darum, Eigenverantwortung mitzugeben. Ich fordere immer möglichst viel, ohne zu überfordern." Der Umweltschutz ist dabei für Milo ein großes Thema. Schließlich ist er gelernter Umweltingenieur, auch wenn er inzwischen die meiste Zeit der Street Art widmet. "Graffiti wird umweltverträglich, indem man zum Beispiel Wandfarbe nimmt und nicht nur die Sprühdose." GRAFFITI KANN JEDER Wichtig sei aber, dass man sich an die "ungeschriebenen Regeln" hält. Das bedeutet, "nicht einfach in irgendwelche schon vorhandenen Bilder hineinzusprühen, sondern sich seiner Qualität unterordnet. Sonst wird man rausgemobbt." Denn Arroganz und Selbstüberschätzung seien Eigenschaften, die die Sprüher-Szene nicht verzeiht. GRAFFITI IST EIN LEBENSGEFÜHL Zur Street Art gehört neben der Kunst auch die Mode und die Musik sowie eine bestimmte Lebenseinstellung. Das gilt auch dann noch, wenn man im Hauptberuf Grafitti-Künstler ist, betont Milo im Gespräch mit SWR-Aktuell Moderatorin Ulrike Alex. "Grafitti ist verankert in der Hip Hop-Kultur und dennoch sind nicht alle Sprayer Hip Hopper. Ich bin ehrenamtlich in einem Hip Hop-Verein in Stuttgart, in dem ich den Graffiti-Part übernehme. In der Szene gibt es große Überschneidungen."

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Nach Unwettern über Baden-Württemberg: Wie geht es weiter?

In Teilen Baden-Württembergs haben Unwetter und Starkregen [https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/unwetter-mittwoch-starkregen-hagel-gewitter-100.html] zu umgestürzten Bäumen und überfluteten Straßen geführt. In Reutlingen musste die Feuerwehr am späten Nachmittag und Abend laut Polizei 17 Mal ausrücken. Dort waren auch Keller vollgelaufen. Verletzt wurde niemand. In Lichtenstein im Kreis Reutlingen ist im Dachstuhl eines Gebäudes ein Feuer ausgebrochen, nachdem dort ein Blitz eingeschlagen hat. Auch in der Bodenseeregion hatte es gestern wegen Unwettern viele Feuerwehreinsätze gegeben. UNWETTER BLEIBEN BIS ZUM WOCHENENDE "Ganz vorbei ist es noch nicht", sagt Meteorologe Hartmut Mühlbauer im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Fischer. "Das geht noch bis Freitagabend und die Nacht auf Samstag hinein." Der Donnerstag verlaufe allerdings voraussichtlich anfangs eher ruhig. An den meisten Orten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz scheine den ganzen Tag die Sonne. Erst gegen Abend tauchten örtlich neue Gewitter [https://www.tagesschau.de/wetter/deutschland/wettervorhersage-deutschland-100.html] auf. Der Freitag sei dann verbreitet gewittrig und sehr schwül, örtlich mit neuer Unwettergefahr. VORHERSAGEN SEIEN ZUVERLÄSSIG – GERADE BEI GEWITTERN ABER SCHWIERIG Im Großen und Ganzen lieferten die Wetter-Modelle zuverlässige Vorhersagen [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/ki-wettermodell-uerbertrifft-bisheriger-wetterprognosen-100.html], sagt Mühlbauer. Er räumt aber auch ein: "Gerade gestern waren diese Gewitter sehr kleinräumig. Da sind ein paar Hundert Meter entscheidend." Deswegen entstehe manchmal der Eindruck falscher Vorhersagen. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes erfolgten landkreisgenau – Landkreise seien aber mitunter recht groß. So könne es sein, dass in einem Ort schwerer Hagel niedergehe und einen Ort weiter gar nichts passiere.

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Online-Informationssystem: NIWIS warnt bundesweit vor Wasserknappheit

Jörg Uwe Belz ist Hydrologe an der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz. Die Behörde ist für das Portal mit der Abkürzung NIWIS maßgeblich verantwortlich. In SWR Aktuell erklärt er, wie das Niedrigwasser-Informationssystem funktioniert: "Niwis liefert online einen bundesweiten Überblick über die Situation der Gewässer und des Grundwassers. Dargestellt werden die aktuellen Messwerte einer Unzahl von Stationen. Und diese Werte werden eingeordnet, damit man das als Laie auch verstehen kann. Zum Beispiel: Der Wasserstand des Rheins ist gerade sehr niedrig" WARUM EIN WASSERENTNAHMEVERBOT EINGEHALTEN WERDEN MUSS Das Informationssystem zeigt den Kommunen an, wann übermäßiger Wasserverbrauch, etwa das Befüllen des privaten Pools oder den Rasen zu wässern, unterbleiben soll. In diesem Fall würde ein Verbot der Wasserentnahme ausgesprochen. Das geschah zuletzt in 80 Landkreisen. Das Verbot zu missachten, kann teuer werden: "Bis zu 100.000 Euro Strafe kann das kosten. Denn das hätte ökologische Folgen, weil Gewässer ein Lebensraum sind." Wenn Gewässer sich zu stark erwärmen oder gar austrocknen, kann es zum Fischsterben kommen. Und natürlich bedeutet Niedrigwasser auch wirtschaftliche Einbußen, etwa für die Binnenschifffahrt. "Wir haben dann außerdem Probleme bei der Energieerzeugung mit Wasserkraft." WIE NIEDRIGWASSER VORGEBEUGT WERDEN KANN  Es kann aber auch sein, dass zu viel Regen fällt. Viel Wasser fließt an der Oberfläche ab. "Man muss deshalb den Landschaftshaushalt robuster machen. Das Regenwasser muss in der Fläche zurückgehalten werden. Ein Weg ist die Renaturierung von Mooren. Die können in sehr hohem Maße Wasser speichern. Wir könnten auch mit der Wiederbelebung von Altarmen begradigter Flüsse Wasser zurück in die Landschaft bringen." Es gibt also eine Vielzahl an Möglichkeiten. „Wichtig ist, dass sie auch angewandt werden“, sagt Jörg Uwe Belz im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Christian Rönspies.

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