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Hitze schadet Ernte in Rheinland-Pfalz: Oliven und Zitronen als Lösung?

5 min · 22. juli 2026
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Die Ernte in Rheinland-Pfalz fällt in diesem Jahr nach Einschätzung der Bauern- und Winzerverbände knapp unterdurchschnittlich aus. Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, vor allem spätere Kulturen hätten unter Hitze und Trockenheit gelitten. Die Ernte habe außerdem so früh begonnen wie selten zuvor. LANDWIRTSCHAFT PASST SICH AN DEN KLIMAWANDEL AN Laut Hartelts reagieren viele Betriebe bereits auf die veränderten Klimabedingungen. Sie setzen früher ausreifende und hitzetolerantere Sorten ein, darunter häufig Getreidesorten aus Frankreich. Ein grundlegender Wechsel zu mediterranen Kulturen wie Oliven oder Zitrusfrüchten sei jedoch keine realistische Option. Dafür fehlten neben geeigneten Standorten auch die notwendige Infrastruktur und Vermarktung. Hoffnung setzt die Branche auf neue Züchtungsmethoden, mit denen klimaresistentere Pflanzen schneller entwickelt werden könnten.

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Das Comeback der Diddl-Maus: Darum fühlt sich Retro so gut an

"Wir sind gerade in einer spannenden Zeit, in der eine vermeintlich bessere und heilere Vergangenheit eine große Faszination ausübt", erklärt Bremer. Die Lebenswelt der Menschen sei aktuell von Kriegen, der Klimakatastrophe, einer Migrationskrise und einer Politik geprägt, die sich nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen könne. "Das überfordert, das verdrängt man gerne und sehnt sich dann nach einer vermeintlich besseren Welt der 90er, 80er oder 70er Jahre." Auch der Erfolg von Serien wie Downton Abbey aus dem 18. oder 19. Jahrhundert lasse sich damit erklären. RETRO IST EIN TREND, DER UNS AUFFÄNGT "Die Leute wollen halt nicht immer Krise, empfinden aber eine kognitive Dissonanz, wenn man im Hier und Jetzt auf heile Welt macht und alles ignoriert", sagt Bremer. Die Rama-Familie, die in den 90ern mit zwei Eltern und zwei Kindern lachend am Küchentisch gesessen habe, lasse sich heute nicht mehr verkaufen. "Das funktioniert aber sehr wohl, wenn ich das Ganze in eine Zeit verpflanze, in der alles scheinbar noch in Ordnung und einfacher war. Das übt momentan eine große Faszination auf die Menschen aus." BEWUSSTE FLUCHT VOR DER REALITÄT "Es sind im Prinzip Anleihen und Fossile einer schöneren, einfacheren Zeit. Wir sehen da paradoxerweise gerade bei der jüngeren Generation ein großes Interesse." Die Jugend fühle sich aktuell eher verloren und verzweifelt. Eine Rente ist nicht in Aussicht, eine Wohnung ist schwer zu bekommen, beim Klimawandel werden sie von der älteren Generation im Stich gelassen – Krieg und Krisen überall. "Da erscheinen die vergangenen Jahrzehnte im Rückblick wie ein großes Versprechen - auch wenn man sie gar nicht miterlebt hat." FRÜHER WAR GAR NICHT ALLES BESSER? "Wir schauen immer nur auf das, was auf die Menschen wirkt – was sie empfinden. Denn das ist letztlich ja die Realität, nach der sie ihr Verhalten und ihr Leben gestalten. Die Unlösbarkeit der aktuellen Krisen ist allerdings neu. Jede Krise taucht immer und immer wieder auf: Wenn das Ahrtal überschwemmt wird oder ein Wald abbrennt, ist es der Klimawandel. Wenn es neue Angriffe auf die Ukraine oder den Iran gibt, ist es der Krieg. Es kommt immer alles wieder, kein Problem wird gelöst." IST DIESE REALITÄTSFLUCHT EIN PROBLEM? "Man sagt ja, ein Laster braucht der Mensch", erklärt Bremer. Ihm gehe es nicht darum, andere zu verurteilen. Er wolle vielmehr lernen, Menschen zu verstehen. Alles, was den Menschen helfe und sie glücklich mache, sei aber sinnvoll. "Man muss allerdings aufpassen, dass man als Gesellschaft nicht in einer Art Nachspielzeit existiert." Es sei auch wichtig, eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln. Das könne nicht durch Diddl-Mäuse ersetzt werden. "Ich hab allerdings nichts gegen die Diddl-Maus!"

22. juli 20267 min
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Hitze schadet Ernte in Rheinland-Pfalz: Oliven und Zitronen als Lösung?

Die Ernte in Rheinland-Pfalz fällt in diesem Jahr nach Einschätzung der Bauern- und Winzerverbände knapp unterdurchschnittlich aus. Eberhard Hartelt, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, sagt im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem, vor allem spätere Kulturen hätten unter Hitze und Trockenheit gelitten. Die Ernte habe außerdem so früh begonnen wie selten zuvor. LANDWIRTSCHAFT PASST SICH AN DEN KLIMAWANDEL AN Laut Hartelts reagieren viele Betriebe bereits auf die veränderten Klimabedingungen. Sie setzen früher ausreifende und hitzetolerantere Sorten ein, darunter häufig Getreidesorten aus Frankreich. Ein grundlegender Wechsel zu mediterranen Kulturen wie Oliven oder Zitrusfrüchten sei jedoch keine realistische Option. Dafür fehlten neben geeigneten Standorten auch die notwendige Infrastruktur und Vermarktung. Hoffnung setzt die Branche auf neue Züchtungsmethoden, mit denen klimaresistentere Pflanzen schneller entwickelt werden könnten.

22. juli 20265 min
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Feuerwehr bereitet Führungskräfte auf Waldbrände vor

Wald- und Vegetationsbrände beschäftigen die Feuerwehren auch in Baden-Württemberg zunehmend. Nach Angaben der Landesfeuerwehrschule sind es bislang vor allem Flurbrände auf Feldern, die häufiger werden. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Jonathan Hadem sagt der stellvertretende Schulleiter Christoph Slaby, große Waldbrände seien im Südwesten bislang eher die Ausnahme. MENSCHEN HABEN OBERSTE PRIORITÄT Slaby zufolge werden Führungskräfte darauf vorbereitet, Brände strategisch zu bewerten und Prioritäten zu setzen. Oberstes Ziel sei immer der Schutz von Menschen, danach folgten wichtige Sachwerte. In bestimmten Situationen könne es deshalb sinnvoll sein, einen Wald- oder Vegetationsbrand zunächst kontrolliert brennen zu lassen, um etwa Siedlungen zu schützen oder das Feuer an einer günstigeren Stelle zu bekämpfen. Grundlage der Ausbildung sind unter anderem Planspiele, in denen unterschiedliche Einsatzszenarien durchgespielt werden.

22. juli 20265 min
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Alkoholverbot an Bahnhöfen: Wer soll das kontrollieren?

"Wir wissen, dass Alkohol Konflikte verschärfen kann. Die Frage ist, wer schützt die Beschäftigten, wenn die Lage eskaliert? Ein Alkoholverbot kann helfen, aber nur, wenn es dahinter ein wirkliches Sicherheitskonzept gibt", sagt Labonte. Es müsse konsequent, rechtssicher und mit ausreichend Personal umgesetzt werden. MAN RISKIERT NEUE KONFLIKTE "Wir können natürlich versuchen, das Hausrecht durchzusetzen, aber wenn kein Personal dafür da ist, wird die Situation nicht verbessert. Kolleginnen und Kollegen der Bundespolizei fragen jetzt schon, wer soll das kontrollieren? Und da müssten eigentlich schon die Alarmglocken klingeln", findet Labonte. Weder die Bahn noch die Bundespolizei hätten das Personal, um das Alkoholverbot komplett durchsetzen zu können. DAS THEMA IST NICHT NEU "Wir diskutieren jetzt schon seit mehreren Jahren über Sicherheit bei der Bahn. Es gibt dann kurzfristig Möglichkeiten, sich mal zusammenzusetzen und über Verbesserungen zu sprechen, aber langfristige Konzepte gibt es nicht." Nach dem Tod von Serkan Calar wurde eingeführt, dass Bahnmitarbeiter zu zweit unterwegs sein müssen. Das habe schon viel verändert, sagt Labonte. Man trete anders auf. "Um langfristig erfolgreiche Sicherheitskonzepte zu bekommen, braucht es aber einen noch größeren Schutz durch mehr Personal - auch bei der Bundespolizei."

Yesterday5 min
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Schwarz Digits: So will Schwarz Google und Co. Konkurrenz machen

Was bedeutet dieser Campus für Heilbronn - und welche Rolle soll er künftig im Konzern spielen? "Dieser Campus ist mehr als nur ein einfacher Bürostandort: Er ist ziemlich modern gebaut, mit viel Glas und grünen Flächen zwischendrin. 3.500 Mitarbeiter sollen in dem ersten Bauabschnitt Platz finden - hauptsächlich IT-Beschäftigte der Schwarz-Gruppe," erklärt Doetsch. In Bad Friedrichshall arbeiteten dann Beschäftigte, die vorher in Heilbronn oder Neckarsulm angesiedelt waren. WAS BEDEUTET DIESER NEUE CAMPUS FÜR DAS UNTERNEHMEN? Die Zusammenarbeit werde erleichtert, weil die Beschäftigten nicht mehr an unterschiedlichen Standorten sitzen müssten, so Doetsch. "Allgemein steht dieser Campus sinnbildlich für die Entwicklung der Schwarz-Gruppe. Sie investieren seit Jahren massiv in digitale Geschäftsfelder. Hier werden diese Kräfte unter einem Dach gebündelt. Es gibt ein Mitarbeiterrestaurant und eine Kita - es ist also ein ganzheitliches Konzept." DAFÜR STEHT SCHWARZ DIGITS "Schwarz ist längst nicht mehr nur der Lebensmitteleinzelhändler. Die Gruppe besteht mittlerweile aus fünf Sparten: Einmal Lidl und Kaufland, dann die Schwarz-Produktion (eine eigene große Lebensmittelproduktion), dem Entsorgungsunternehmen PreZero und seit 2023 auch noch Schwarz Digits." Hier bündelt der Konzern die Bereiche Cloud, Cybersecurity, Künstliche Intelligenz und Kommunikationsdienstleistungen. Diese Dienste von Schwarz Digits würden auch für den Eigenbedarf genutzt - also für Einkaufs- und Kundendaten. Damit solle der eigene Handel digitalisiert werden. "Dadurch entsteht fast schon ein geschlossenes Ökosystem von der Herstellung über den Verkauf bis hin zum Recycling und der Digitalisierung." Im Cloud-Bereich lasse sich außerdem besser Geld verdienen als im Lebensmitteleinzelhandel. Da seien die Gewinnmargen eher gering, der Markt sei sehr umkämpft. "Im Digitalbereich konnte Schwarz auch schon einige Produkte verkaufen, zum Beispiel an Bosch, die Polizei Baden-Württemberg oder auch Stihl aus Waiblingen." DIGITALE SOUVERÄNITÄT "Fast zwei Drittel des Cloud-Marktes werden von den großen US-Techkonzernen wie Alphabet (Google), Amazon und Microsoft beherrscht. Man bezeichnet sie als sogenannte Hyperscaler. Das Ziel der Schwarzgruppe ist es, mit denen in Konkurrenz zu treten und eine europäische Alternative anzubieten. Der Konzern will ein europäischer Hyperscaler werden." Daten seien aus Sicht der Schwarz-Gruppe das neue Öl. Das wolle man eben auch nicht aus der Hand geben – schon gar nicht an US-Techkonzerne. Um das technisch gewährleisten zu können, baut Schwarz gerade auch ein neues Rechenzentrum in Brandenburg.

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