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Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

45 min · 16 de abr de 202645 min
Portada del episodio Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

Descripción

Falk Fuhrmann ist Agentururgestein und Gründer der chinesischen Agentur wuela! Falk Fuhrmann sitzt in Shanghai. Nicht zufällig, nicht als Expat auf Abruf, sondern als jemand, der verstanden hat, dass man einen Markt nur wirklich begreift, wenn man in ihm lebt. Vor fünf Jahren hat er Wuela gegründet, eine Brand Innovation Consultancy, deren chinesischer Name so viel bedeutet wie "einen anderen Weg finden, um sein Ziel zu erreichen." Im Gespräch mit Podcast Host Oliver Kemmann erzählt Falk, wie er von Ostdeutschland über mehrere Stationen in der großen Agenturnetzwerkwelt nach Shanghai gekommen ist. Wie das Ende der bezahlten Expat-Zeit ihn dazu gebracht hat, sich selbstständig zu machen. Und was er in zwölf Jahren Asien über Märkte, Kulturen und die Grenzen westlicher Perspektiven gelernt hat. Er spricht darüber, warum Kreativagenturen seit dem Ende der Media-Provisionen nie wieder ein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell hatten. Darüber, was KI im Bereich Strategie und Markenarbeit kann und wo sie, auch chinesische Modelle, noch erschreckend blind ist für kulturelle Nuancen. Und über den methodischen Ansatz, den Falk "Investigative Anthropology" nennt: qualitative Marktforschung, die wirklich in die Tiefe geht, statt nur Daten zu aggregieren. Der ehrlichste Teil des Gesprächs handelt von China selbst. Nicht als Zukunftsmärchen, nicht als Systemkritik, sondern als komplexe Realität, die einen ausgeglicheneren Blick verdient, als ihn die meisten mitbringen, die für zwei Wochen einreisen und danach alles zu wissen glauben. Falk Fuhrmann auf LinkedIn: linkedin.com/in/falkfuhrmann Wuela: wuela.com

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Portada del episodio Wie kann KI Opfern von Verbrechen helfen, Bianca Biwer? - Folge 264

Wie kann KI Opfern von Verbrechen helfen, Bianca Biwer? - Folge 264

Bianca Biwer ist Wirtschaftsrechtlerin und seit 12 Jahren Geschäftsführerin des Weißen Ring e.V.! Eine Organisation, die seit 1976 Opfern von Straftaten hilft, trifft auf eine Welt, in der sich Kriminalität, Kommunikation und Zivilgesellschaft schneller verändern als jede Vereinsstruktur. Wie führt man da eigentlich noch? "Wenn alle hinter dem Täter herlaufen, wer bleibt dann eigentlich beim Opfer?" In dieser Folge spricht unser Host Oliver Kemmann mit Bianca Biwer, Juristin und seit über zwölf Jahren Bundesgeschäftsführerin des Weißen Rings, über Opferschutz, NGO-Realität und den Moment, in dem man merkt, dass der nächste Schritt ansteht. Biancas Weg ist kein gerader. Wirtschaftsrecht, Deutscher Industrie- und Handelskammertag in Berlin und Brüssel, dann mit Anfang dreißig IHK-Geschäftsführerin in Mainz. Nach fast sieben Jahren kippt das Gefühl: die Zyklen wiederholen sich, die Gestaltungsgrenzen sind abgesteckt. Ihr Ausweg ist kein Bruch, sondern ein Ehrenamt. Sonntags beim Weißen Ring, am Opfertelefon. Drei Jahre später, als eine Geschäftsführung frei wird, greift das, was sie ihr Motto nennt: Preparation meets Luck. Der Weiße Ring ist für sie mehr als eine NGO. Eduard Zimmermann, der Aktenzeichen-XY-Gründer, hat ihn 1976 aus einer unbequemen Frage heraus gebaut und bis heute steht dahinter eine außergewöhnliche Architektur: 18 Landesverbände, rund 3.000 Ehrenamtliche, dazu etwa 120 Hauptamtliche in der Zentrale und den Landesverbänden. Finanziert ausschließlich privat, ohne staatliche Mittel. Geholfen wird in drei Säulen: vor Ort, am Opfertelefon und seit einigen Jahren auch in einer Online-Beratung, die Bianca aufgebaut hat. Die Fälle reichen von Einbruch bei einer alleinstehenden älteren Dame über Trickbetrug und Cyberkriminalität bis zu Sexualstraftaten und häuslicher Gewalt. Anzeige ist keine Voraussetzung. Das ist Teil des Punkts. Spannend wird es, wo Bianca über die Organisation selbst spricht. Die Gesellschaftsform des eingetragenen Vereins ist basisdemokratisch, gründlich und …. langsam. Die Welt draußen ist es nicht mehr. Kommunikation-Kanäle, die früher nur einer, und zwar der von Eduard Zimmermann im Fernsehen war, zersplittert heute in Altersgruppen im Fünfjahresabstand, Gaming-Szene, Influencer, "Tatort"-Promis als Testimonials. Die Bedarfe der Betroffenen ändern sich, die Digitalisierung spaltet die Ehrenamtlichen zwischen 18 und 80, Dokumentationspflichten wachsen, das Personal nicht. Dazu kommt ein neuer Außendruck: NGOs sind plötzlich nicht mehr per Definition "die Guten", sondern werden politisch in Frage gestellt, und auf dem Spendenmarkt brechen erstmals spürbar Zahlen ein. Biancas These: Organisationen verändern sich meistens erst, wenn der Schmerz groß ist. Genau das reicht heute nicht mehr. KI sieht sie dabei nüchtern. Auf der einen Seite professionalisiert sie Straftaten, vom Enkeltrick per WhatsApp bis zu Deepfake-Pornografie. Auf der anderen Seite wird sie der einzige realistische Hebel sein, wachsende Bürokratie, Ermittlungen und Hilfeprozesse überhaupt noch zu bewältigen. Bianca nennt es das Star-Wars-Prinzip: Jedi-KI gegen Darth-Vader-KI. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast über Transformation, Change und alles, was Organisationen wirklich in Bewegung bringt. Wenn du dich selbst engagieren oder den Weißen Ring unterstützen willst: Ehrenamt und Spenden gehen niedrigschwellig über weisser-ring.de, gebraucht werden beide. Und merk dir den 28. Oktober vor, da läuft unsere Zukunftskonferenz Spacewalk Talks. Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026. Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie mit jemandem, der sie hören sollte. https://www.spacewalkstalks.de [https://www.spacewalkstalks.de] Links * Bianca Biwer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bianca-biwer-2783041/ [https://www.linkedin.com/in/bianca-biwer-2783041/] * Weißer Ring e.V.: https://weisser-ring.de [https://weisser-ring.de] * Opfer-Telefon des Weißen Rings: 116 006 (täglich 7 bis 22 Uhr, kostenfrei) * Online-Beratung des Weißen Rings: https://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung [https://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung]

22 de abr de 202642 min
Portada del episodio Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

Falk Fuhrmann ist Agentururgestein und Gründer der chinesischen Agentur wuela! Falk Fuhrmann sitzt in Shanghai. Nicht zufällig, nicht als Expat auf Abruf, sondern als jemand, der verstanden hat, dass man einen Markt nur wirklich begreift, wenn man in ihm lebt. Vor fünf Jahren hat er Wuela gegründet, eine Brand Innovation Consultancy, deren chinesischer Name so viel bedeutet wie "einen anderen Weg finden, um sein Ziel zu erreichen." Im Gespräch mit Podcast Host Oliver Kemmann erzählt Falk, wie er von Ostdeutschland über mehrere Stationen in der großen Agenturnetzwerkwelt nach Shanghai gekommen ist. Wie das Ende der bezahlten Expat-Zeit ihn dazu gebracht hat, sich selbstständig zu machen. Und was er in zwölf Jahren Asien über Märkte, Kulturen und die Grenzen westlicher Perspektiven gelernt hat. Er spricht darüber, warum Kreativagenturen seit dem Ende der Media-Provisionen nie wieder ein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell hatten. Darüber, was KI im Bereich Strategie und Markenarbeit kann und wo sie, auch chinesische Modelle, noch erschreckend blind ist für kulturelle Nuancen. Und über den methodischen Ansatz, den Falk "Investigative Anthropology" nennt: qualitative Marktforschung, die wirklich in die Tiefe geht, statt nur Daten zu aggregieren. Der ehrlichste Teil des Gesprächs handelt von China selbst. Nicht als Zukunftsmärchen, nicht als Systemkritik, sondern als komplexe Realität, die einen ausgeglicheneren Blick verdient, als ihn die meisten mitbringen, die für zwei Wochen einreisen und danach alles zu wissen glauben. Falk Fuhrmann auf LinkedIn: linkedin.com/in/falkfuhrmann Wuela: wuela.com

16 de abr de 202645 min
Portada del episodio Wie gut ist Claude wirklich, Julian van Dieken? - Folge 262

Wie gut ist Claude wirklich, Julian van Dieken? - Folge 262

Julian ist Gen-AI-Pionier, Medienproduzent & LinkedIn-Vordenker Julian van Dieken ist gelernter Filmemacher und Medienproduzent, der sich seit 2022 intensiv mit generativer KI beschäftigt. Er gehört zu den Menschen, die neue Technologien nicht nur früh aufgreifen, sondern sie auch für ein breites Publikum verständlich machen. Sein erstes KI-generiertes Bild landete im renommierten Museum in Den Haag. Seitdem hat er sich konsequent in Richtung agentischer Workflows und KI-gestützter Prozesse weiterentwickelt. Heute spricht er mit Oliver Kemmann darüber wie sich die Programmierwelt Dank Tools, wie Claude verändert. Worum geht es in dieser Folge: Oliver und Julian sprechen über den Stand der Dinge im KI-Markt: Was ist Hype, was verändert gerade wirklich die Arbeit? Im Mittelpunkt steht Claude von Anthropic, warum es im Enterprise-Markt gerade so dominiert und was agentische Systeme in der Praxis bedeuten. Julian berichtet aus seinem eigenen Alltag, zeigt konkrete Anwendungsfälle und erklärt, warum er seine Assistentin anrufen musste, um ihr zu sagen, dass bestimmte Aufgaben jetzt wegautomatisiert sind. Die wichtigsten Themen Anthropic und OpenAI: Zwei Unternehmen, zwei Philosophien. Der Pentagon-Auftrag, die ethischen Linien, die Dario Amodei zieht, und warum das in der Szene gerade so viel bewegt. Claude vs. ChatGPT: Im Consumer-Markt dominiert OpenAI. Im Enterprise-Markt ist das Bild ein anderes. Was Claude kann und bewusst nicht kann, und warum das genau die richtige Strategie ist. Software on Demand: Julian baut auf einem Event eine bessere Konferenz-App als die Veranstalter selbst. Mit einer Stunde Aufwand, ohne Programmierkenntnisse. Was das über die Zukunft von Softwareentwicklung sagt. Agentische Workflows in der Praxis: Kundencall aufnehmen, Angebot automatisch erstellen, Notion-Datenbank befüllen, E-Mails einlesen. Was sich nach Versprechen anhört, funktioniert für Julian seit Januar 2026 real im Alltag. Service as Software: Oli bringt es auf den Punkt. Nicht mehr Software as a Service, sondern umgekehrt. Ich erkenne ein Problem, ich baue mir das Werkzeug dafür. Was das für etablierte CRM- und ERP-Anbieter bedeutet. Das zweite Internet: Ein wachsender Teil des Netzes wird von Bots für Bots bevölkert. KI zitiert KI-Inhalte, die von weiterer KI weiterverarbeitet werden. Was daraus folgt und warum wir vielleicht bald ein Human-Made-Siegel brauchen. Gastown und Wasteland: Julian gibt einen Rabbit-Hole-Tipp für alle, die tiefer einsteigen wollen. 30 KI-Agenten statt einem, Jobboards für Bots, Storytelling trifft Systemarchitektur. Einfach googeln: Gastown Wasteland AI. Erwähnte Links und Begriffe Anthropic, Claude, Claude Code, Claude Cowork, Claude Skills OpenAI, ChatGPT, Sora OpenClaw (jetzt Teil von OpenAI) Gastown Wasteland AI Bernie Sanders x Claude: https://www.linkedin.com/posts/julianvandieken_bernie-spricht-mit-claude-also-die-social-activity-7440774866791960577--7eA [https://www.linkedin.com/posts/julianvandieken_bernie-spricht-mit-claude-also-die-social-activity-7440774866791960577--7eA] Spacewalk Talks, 28.10.26 in Mainz: www.spacewalktalks.de [https://www.spacewalktalks.de] Julian van Dieken auf LinkedIn Wer Julians Posts verfolgen will, findet ihn auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/julianvandieken/ [https://www.linkedin.com/in/julianvandieken/] Rocket Fuel abonnieren Wenn euch diese Folge etwas gegeben hat, abonniert den Podcast direkt und schickt den Link an jemanden, dem das Thema guttut.

8 de abr de 202648 min
Portada del episodio Was machen wir mit dem Blitzen in den Kinderaugen, Bildungsminister Sven Teuber? - Folge 261

Was machen wir mit dem Blitzen in den Kinderaugen, Bildungsminister Sven Teuber? - Folge 261

Was können Erwachsene von Kindern lernen? Eine Menge. Podcast Host Oliver Kemmann spricht mit Sven Teuber, Bildungsminister in Rheinland-Pfalz, über eine einfache aber unbequeme Beobachtung: Kinder treffen auf Neues mit einem Blitzen in den Augen. Erwachsene treffen auf Neues mit Angst in der Hose. Genau daran arbeitet Bildungspolitik gerade — und das ist schwieriger als jede Lehrplanreform. Die beiden sprechen über individuelle Förderung, die nicht als schöne Idee in Dokumenten steckt, sondern als digitales Tool in der fünften Klasse landet. Kompetenzwerte statt Einheitsnoten, Lernrhythmen statt Gleichschritt. Und darüber, warum selbstorganisiertes Lernen keine pädagogische Modeerscheinung ist, sondern das, was Hirnforschung seit Jahren fordert. Am Ende kommen Oliver und Sven dahin, wo Schule und Unternehmen näher zusammenrücken sollten als heute. Das duale System als unterschätzter Exportschlager. Und die Frage, ob wir einfach noch den falschen Maßstab haben - den Feuerzangenbohlen-Maßstab - während die Welt draußen längst weitergelaufen ist. Dieses Gespräch entstand kurz vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz im März 2026 - Auf wenn seine Partei die Wahl verloren hat, haben Svens Aussagen zur Bildung nichts von ihrer Relevanz verloren.

1 de abr de 202637 min
Portada del episodio Wie muss sich Landesverteidigung verändern, Oberst Trautermann? - Folge 260

Wie muss sich Landesverteidigung verändern, Oberst Trautermann? - Folge 260

Michael Trautermann ist Flieger-Oberst und verantwortet das Landeskommando Rheinland-Pfalz. In dieser Episode von Rocketfuel sitze ich mit Oberst Michael Trautermann in der Kur-Mainz-Kaserne in Mainz – einem Mann, dessen Karriere vom Cockpit der F4 Phantom über das Pentagon in Washington bis zur Führung des Landeskommandos Rheinland-Pfalz geführt hat. Trautermann kennt Veränderung nicht nur als Konzept, sondern als gelebte Realität: 14 Umzüge, Verwendungen in Deutschland, den USA und bei der NATO, und mittendrin Jahre, in denen er für die US Air Force an Innovation und digitaler Transformation gearbeitet hat. Wir sprechen darüber, warum Deutschland gerade dabei ist, Dinge neu zu lernen, die es vor 30 Jahren schon einmal konnte – von Konvoi-Operationen bis zur zivil-militärischen Zusammenarbeit. Trautermann erklärt, was sich seit 2022 fundamental verändert hat, warum der Stromausfall in Berlin mehr verändert hat als viele politische Debatten, und was die Mentalität junger Innovatoren im Silicon Valley mit dem Change Management in einer Großorganisation zu tun hat. Sein Blick auf Führung in Zeiten des Wandels ist direkt und ehrlich: Wer zum Jagen getragen werden muss, den überzeugt man in fünf Jahren nicht. Aber wer offen kommuniziert, Ziele klar benennt und Menschen wirklich mitnimmt, der kann auch in schwierigen Zeiten Organisationen in Bewegung bringen – ob im Militär oder in der Wirtschaft.

18 de mar de 202636 min