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Jesus ist das Licht

4 min · 14 de jun de 2026
Portada del episodio Jesus ist das Licht

Descripción

Die Bibelstelle Johannes 8,12 – ausgelegt von Hans-Hagen Zwick. Licht und Finsternis sind das Thema. Das Gleiche gilt für den Kontext. Der Dunkelfaktor will überwunden werden. Jesus kann das. Wieviel vom Bösen steckt in mir? Gibt es verborgene Flecken? „Wer kann merken, wie oft er fehlet?“ (Psalm 19,13 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm19%2C13]) Bin ich ein Egoist? Ich bin doch nicht gehässig! Oder nehme ich das gar nicht wahr? Dazu noch ein bisschen Narzissmus? Vielleicht ist sogar etwas Sadismus drin und ich merke das gar nicht? Kürzlich las ich, dass man diese dunklen Seiten des Menschen messen kann.  Wissenschaftler der Uni Ulm, Kaiserslautern-Landau und Kopenhagen haben sich überlegt, wie das gehen kann. Sie haben einen Test entwickelt, um das herauszufinden. Das macht mich neugierig. Ich bin gespannt, was der kann. Allerdings ist das ein Selbsttest. Da kann also jeder antworten, wie er möchte. Er scheint mir manipulierbar zu sein. Was soll da rauskommen? Am Ende das, was ich möchte? Jetzt will ich es aber wissen. Der Test ist anonym, also habe ich kein Problem, ehrlich zu sein. Schließlich möchte ich herausfinden, wer ich eigentlich bin. Das Ergebnis ist erfreulich. Ich bin nicht auf der dunklen Seite gelandet. Aber es gibt schwarze Anteile, sehr wenig zwar, aber immerhin. Perfekt bin ich nicht. Nicht neu, denke ich. Eigentlich weiß ich das. „Nobody is perfekt“, Niemand ist perfekt. Wenn Wissenschaftler messen, gehen sie vermutlich von Durchschnittskriterien aus. Da werden Annahmen herangezogen, die von Menschen gemacht werden. Dem entsprechend könnte das Ergebnis ausfallen. Der Algorithmus dahinter bleibt mir verborgen. Aber mein Test liest sich vorteilhaft. Bin ich jetzt ein guter Mensch? Gott urteilt anders: „Niemand ist da, der Gutes tut, nicht einer.“ (Römer 3,12 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer3%2C12]) Das ist so und klingt sehr hart. Ich will mir nichts vormachen. Bin ich bereit, daran zu arbeiten? Der Schlüssel steckt von innen. Aber ich wüsste gar nicht, wie das geht. Wenn ich das ändern will, hilft mir Jesus. Er kriegt das hin. Der Start ist eine Entscheidung, die ich treffe. „Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Will ich das? Nachfolgen heißt, das Leben mit Jesus gestalten. Es geht darum, schrittweise den Dunkelfaktor in meinem Leben auszuschalten. Ist das zu schaffen? Aus Erfahrung weiß ich, selber kriege ich das nicht hin. Das Dunkle holt mich immer wieder ein. Diese Einsicht ist der letzte Schritt des alten Lebens. Aber Jesus ist für mich da. Er ist das Licht, das mir Orientierung gibt. Das Dunkle in mir wird ausgeleuchtet. Ich lasse mich darauf ein, wenn es mich verändern soll. Licht ist Leben und ohne Jesus geht nichts. Mit ihm kann ich lernen, das Dunkle zu bannen. Ich erkenne es und benenne es. Dann holt er mich raus. Ich bin das Licht sagt er. Damit ist Jesus der, der vorausgeht. Ich folge ihm. So kann es gehen. Darauf setze ich. Große Dankbarkeit macht sich in mir breit. Jesus ist das Licht! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Hans-Hagen Zwick ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17361065.gif]

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Portada del episodio In Krisen auf Gott vertrauen

In Krisen auf Gott vertrauen

Die Bibelstelle Jesaja 25,4 – ausgelegt von Andreas Odrich. Pass auf, was du dir morgens als Erstes für Gedanken reinziehst, sie werden tagsüber dein Handeln bestimmen. So hat mir kürzlich ein Social-Media-Influencer geraten, dessen Weisheiten ich mir morgens, na, Sie wissen schon wo, reingezogen habe. Recht hast du, habe ich mir gedacht. Denn die Frage, wie starte ich in den Tag, ist in unserer Medienwelt aus dem Ruder gelaufen. Viele geben unumwunden zu: direkt nach dem Aufwachen wird erstmal gescrollt. Und so prasseln belanglose Filmchen, kurzlebige Gags und jede Menge News und Fakenews auf mich ein, bringen mich in Rage, damit ich mich empöre, teile, like, Klickzahlen in die Höhe treibe und am Ende mies gelaunt in den Tag starte. Da hat der Influencer wirklich recht. Das, was wir zuerst sehen, bestimmt unseren Tag, und schließlich unser gesamtes Denken und Handeln. Persönlich und auch als gesamte Gesellschaft mit Hass, Hetze stetig wachsender Polarisierung und Radikalisierung im Schlepptau. Gut, dass es Alternativen gibt. Wie zum Beispiel die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine. Jeden Tag zwei Bibelverse als Richtschnur und Orientierung. Ganz schlicht. Und die haben es oft in sich. Da steht zum Beispiel für heute: „Herr, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.“ Was für ein Kontrast zu allen Untergangsszenarien auf Social Media. Der Vers stammt vom Propheten Jesaja. Aufgeschrieben in einer Zeit, als das alte Volk Israel von allen Seiten bedrängt und von seinen Feinden geradezu eingekreist war. Doch statt seiner Wut freien Lauf zu lassen, richtet Jesaja den Fokus auf Gott, auf sein Wirken und Handeln. Jesaja vergegenwärtigt sich und mir als Leser: •          Gott hilft. •          Die Armen und Verfolgten sind ihm nicht egal. •          Gott gewährt Schutz. Gerade in unseren Tagen, in denen sich die schlechten Nachrichten aus der Weltpolitik überschlagen, und in denen die Probleme vor der eigenen Haustür nicht kleiner werden, ruft mich Jesaja zu einer Neuausrichtung auf Gott. In diesem Vers sind nicht Wut und Empörung die Antwort auf die Probleme. Die Antwort ist stattdessen Gottes Gnade und Barmherzigkeit. Arme, Unterdrückte und Bedrängte werden von Gott nicht im Stich gelassen, er verdrängt sie nicht, weil sie in seinen Augen Versager sind, er schützt und verteidigt sie hingegen. Von Christen und auch von Politikern, die sich christlich nennen, wünsche ich mir daher dringend, dass sie dies spürbar zu ihrer Handlungsmaxime machen. Und auch ich will mich an die eigene Nase fassen und neu daran ausrichten: • Ich möchte mein Gottvertrauen nicht einrosten lassen. • Ich will mir immer wieder vergegenwärtigen, dass Gott seine Hilfe anbietet, und dass er die entscheidende Instanz über allem ist. • Ich will mir aber auch immer wieder neu vergegenwärtigen:  bei Gott geht es nicht darum auf Arme, Unterdrückte und Bedrängte herabzusehen, sondern ihnen in ihrer Not zu helfen. Ich bin überzeugt, dass die Neuausrichtung auf Gott und seine Maßstäbe entscheidend dazu beitragen können, das Klima in unserer Gesellschaft positiv zu verändern. Sie gehören wirklich jeden Morgen neu und als Erstes in meinen Kopf. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Andreas Odrich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17376786.gif]

11 de jul de 20264 min
Portada del episodio Mehr erreichen durch kantig sein

Mehr erreichen durch kantig sein

Die Bibelstelle Matthäus 14,33 – ausgelegt von Andreas Odrich. Ich mag Petrus. Weil Petrus ein Typ ist, der es wissen will. Er begnügt sich nicht mit der Zuschauerrolle, Petrus will den Dingen auf den Grund gehen. Und – eckt dabei immer wieder an, überschätzt sich, strauchelt, versagt, muss von Jesus zurechtgewiesen und aufgefangen werden. Viele Berichte in den Evangelien zeugen davon. Aber genau das ist es, was die Dinge klärt und vertieft, das, was den Dingen nochmal auf den Grund geht. Auch wenn die Mehrzahl der Jünger sich mit der Situation vielleicht zufriedengegeben hätte, nach dem Prinzip: läuft doch alles, da muss man doch nicht nochmal extra nachfragen. Sollte man aber doch, findet Petrus. Und Jesus? Der hält das aus. Schafft Raum für diese Nachfragen. Hört zu, beobachtet, gibt dann aber auch eine klare Antwort. Die ist für Petrus alles andere als bequem, aber Petrus wird daraus lernen, und ich als Leser damit auch. So wie in dem Bericht aus dem Matthäus-Evangelium, in dem Jesus übers Wasser geht. Die Jünger fahren bei Wind und Wellen auf den offenen See hinaus. Jesus hat sich erstmal zurückgezogen, schließlich sind seine Jünger erwachsen, und zum Teil erfahrene Fischer. Als das Wetter dann doch zu heftig wird, kommt Jesus herzu. Dazu geht er über das Wasser, ein perfektes Wunder. Die Jünger staunen. Petrus auch. Aber alle bleiben sitzen. Nur Petrus tut, was sich sonst scheinbar niemand traut. Er steht auf, er will wissen, ob das Wasser auch ihn trägt, wenn er sich auf Jesus beruft. Will wissen, ob es hier nur ums Be-wundern geht, oder ob das Ganze auch etwas mit ihm zu tun hat. Jesus bejaht; Petrus zieht los. Doch dann verlässt Petrus der Mut, und so versinkt er in den Fluten. Das ist der entscheidende Reibungspunkt. Was wird Jesus tun? Der ruft: Du Kleingläubiger. Ein vernichtendes Urteil. Jesus könnte Petrus ertrinken lassen, und den Ungläubigen vernichten. Tut er aber nicht. Deshalb ist es neben dem klaren Wort, das Jesus für Petrus parat hat, sein ausgestreckter Arm, mit dem er Petrus aus dem Wasser zieht. So jedenfalls wird diese Szene von unzähligen Künstlern wiedergegeben, in Kinderbibeln genauso wie auf klassischen Gemälden und in zahlreichen Kirchen. Wie reagieren die anderen Jünger, die Zuschauer der Szenerie sind? Matthäus berichtet: „Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.“ Verrückt, diese Brüchigkeit des Petrus ist es, die mir in meinem Glauben und überhaupt in meinem Leben weiterhilft. So wie den anderen Jüngern damals. Mal presche ich vor, mal übernehme ich mich, mal vertraue ich auf Gott, mal verstehe ich sein Handeln überhaupt nicht, mal glaube ich mutig drauflos, mal erlischt dieser Glaube. Genau das spiegelt diese Szene für mich wider. Genau das macht für mich das Glauben so glaubwürdig. Ja, ich darf anecken, ja, ich darf übers Ziel hinausschießen, ja, ich muss, wie bei einem guten Trainer auch, mal mit einer harten Antwort rechnen. So lerne ich in meinem Verhältnis zu Gott: Fragen ist möglich, den Dingen auf den Grund gehen auch. Es ist sogar willkommen. Die Antwort ist nicht unbedingt kuschelig – ja, Jesus fördert, manchmal auch durch hartes Fordern. Aber am Ende steht Jesus vor mir mit seiner ausgestreckten Hand, streckt sie mir entgegen, und darauf kann ich vertrauen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Andreas Odrich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17376393.gif]

Ayer4 min
Portada del episodio Zeit tiefer Resignation

Zeit tiefer Resignation

Die Bibelstelle Prediger 9,10 – ausgelegt von Bernhard Heyl. Ich lebe in einer Zeit tiefer Resignation. Darüber können auch die manchmal zwanghaft bunten und schrillen Töne von Politik, Werbung und Unterhaltungsindustrie nicht hinwegtäuschen. Es ist für mich wahr: Resignation packt die Nation. Und wenn ich aufmerksam die Tagesnachrichten verfolge, dann ist da ja auch kein Wunder. Die besonderen Errungenschaften demokratischer Regierungssysteme brechen zunehmend weg oder werden infrage gestellt. Viele sind unzufrieden, weil auch sie offenbar auf Dauer nicht in der Lage zu sein scheinen, die immer brennender werdenden gesellschaftlichen und sozialen Fragen wirksam zu lösen. Resignation und Frustration sind deshalb bei vielen wachen Zeitgenossen allgegenwärtig und bestimmen insgeheim auch die politische und gesellschaftliche Agenda unserer Tage. Mancher hat sich vielleicht auch schon in diesem Zusammenhang erinnert an die oft triste Stimmung, die mir aus so manchen Passagen der alttestamentlichen Weisheitsliteratur entgegenschlägt. Vor allem in den Sprüchen und dem Predigerbuch stoße ich immer wieder auf den pessimistischen Grundtenor: Alles ist eitel (nichtig, wertlos, vergänglich, sinnlos). Nichts hat Bestand – weder Beziehungen noch geistige Errungenschaften, weder Gesundheit noch Macht noch Besitz. Messerscharf analysiert das der biblische Schreiber und bringt diese Fakten ungeschminkt auf den Tisch. Doch an dieser Stelle nun kommt die überraschende Wendung (V. 7ff): „7 Wohlauf! Iß mit Freuden dein Brot und trink deinen Wein mit gutem Mut! Denn schon immer hat Gott daran Freude. …10 Alles, was dir vor die Hände kommt, das tue frisch!“ Diese Verse zeigen hier die Wendung an. Wie ein Ruck geht es an dieser Stelle durch den Text in Prediger 9 [https://www.bibleserver.com/LUT/Prediger9].  Was der Prediger hier empfiehlt, ist umso überraschender, als es auf dem trostlosen Hintergrund der ersten 6 Verse des Kapitels gesagt wird: Macht euer Leben zum Fest! Feiert das Leben, das Gott euch gegeben hat.  Das meint der biblische Schreiber hier offenbar. Nicht die wilde Jagd nach Genuss, sondern das Leben vor und mit Gott als Fest zu gestalten. Dahinter steckt bei ihm offenbar schon die Ahnung, dass mitten in dieser gefallenen und vergänglichen Welt bei den Kindern Gottes bereits jetzt etwas von seiner Herrlichkeit aufleuchtet. Dass angesichts und trotz des garstigen Abgrunds, vor dem ich zuweilen stehe, echte Hoffnung und bleibende Freude da ist. Der Prediger spürt offenbar etwas von der guten Absicht Gottes, die mein Leben reich machen will – auch wenn er noch nichts von Jesus ahnt. Doch hinter seinen Worten steht die spätere Einladung von Jesus selbst, die den Mühseligen und Beladenen Erquickung verspricht – also neue Hoffnung, Lebensfreude und –kraft. Da höre ich auch Paulus schon anklingen, der dazu auffordert, fröhlich in der Hoffnung zu sein, geduldig im Aushalten von schweren Zeiten und in allem mit seinem Gott in Verbindung zu bleiben. Wie aber kann ich meinem Leben diesen Festcharakter verleihen? Ich bin neu eingeladen, meinen Blick nicht von dem gefangen nehmen zu lassen, was mich nach unten ziehen kann. Ich brauche das nicht zu leugnen, was mich belastet, aber ich habe einen Herrn, der weit größer ist, als meine Grenzen und der mich vom Abgrund weg wieder in die Weite führen will. Ich kenne Jesus – und damit bin ich dem alttestamentlichen Prediger unendlich weit voraus. Denn er hat die letzte Sinnlosigkeit des Todes besiegt und aufgehoben. Seit Ostern gibt es nichts, was mehr Sinn macht, als diesem Jesus durch Dick und Dünn mit Wort und Tat auf den Fersen zu bleiben. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie solch ein Mensch sein können. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Bernhard Heyl ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17375755.gif]

9 de jul de 20264 min
Portada del episodio Jesus und noch etwas anderes?

Jesus und noch etwas anderes?

Die Bibelstelle Kolosser 1,27 – ausgelegt von Bernhard Heyl. Da ist einiges im Argen bei den Christen in Kolossä. Vermutlich von Epaphras, einem Mitarbeiter des Apostels gegründet, ist dort eine große judenchristlich geprägte Gemeinde entstanden. Ziemlich bald schon kommt es dort allerdings zu Schwierigkeiten, auf die sich Paulus andeutungsweise in seinem Brief bezieht. Irrlehrer unterschiedlicher Couleur treten auf, die zum einen die straffe Hinwendung zu einer neuen Gesetzlichkeit propagieren, zum anderen gibt es auch mystisch-philosophische Einflüsse, die eine Art esoterische Variante des Christentums vertreten. In beiden Fällen geht es um die Frage, ob der Glaube an Jesus allein genügt oder ob es zum vollkommenen Christsein irgendein „Jesus und noch etwas anderes“ braucht. Ob es da noch irgendwelche Geheimnisse gibt, die man offenbaren muss. Das ist eine durch die ganze Kirchengeschichte immer wieder aktuelle Auseinandersetzung und ist es auch heute noch. In seinem Kommentar zum Kolosserbrief schreibt Heiko Krimmer in der Einleitung: „Wer das „Christus allein“ antastet, der rüttelt am Fundament!“ Paulus setzt sich interessanterweise nicht im Detail und ausführlich mit den Irrlehren auseinander, sondern wählt einen anderen Weg. Er stellt Christus ins Zentrum und beschreibt die Herrlichkeit, Fülle und die Hoffnung, die uns in ihm gegeben ist. Christus ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, schreibt er in V. 15 im ersten Kapitel. Das, wozu wir als Menschen ursprünglich geschaffen wurden und bestimmt sind, ist in Jesus vollkommen da und sichtbar geworden. In ihm wohnt alle Fülle, wurde alles geschaffen, ist die Welt versöhnt worden und er ist in allem der Erste – schreibt der Apostel weiter. Ich habe den Eindruck, er versucht mit seinen Worten auszudrücken, was nicht mehr in Worte zu fassen ist. Die Herrlichkeit Gottes in Christus! Und geradezu unvorstellbar ist nun, dass dieser Christus in uns – den Glaubenden – wohnt. Das ist allemal Grund zu Freude und Dankbarkeit und der Kern christlicher Botschaft. Der Ausleger Werner de Boor schreibt dazu: „‚Christus in uns‘ – wie haben wir uns an den Umgang auch mit den größten Worten gewöhnt. Wie Kinder mit Diamanten und Perlen spielen, als ob es Glasscherben und Steine wären, so werfen wir mit den biblischen Begriffen umher und ahnen nicht mehr, was für ungeheure Dinge in ihnen uns gesagt sind!“ Der, in dem alles geschaffen ist, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne, Herrschaften, Mächte und Gewalten – der, der vor allem war und in dem alles seinen Bestand hat – der nimmt Wohnung in uns, seinen Nachfolgern. Wenn das mal keine gute Nachricht ist! Das muss uns einfach zu Hoffnungsmenschen machen, die von dieser Hoffnung der Herrlichkeit leben und zehren und sie in die Welt hinein ausstrahlen. Wenn Sie das auch nur ansatzweise verstehen und sich davon erfüllen lassen, dann suchen Sie nicht nach anderem oder gar mehr. In Jesus, dem Christus in mir, habe ich alles. Mehr geht nicht! Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Bernhard Heyl ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17375169.gif]

8 de jul de 20264 min
Portada del episodio Die Liebe zählt

Die Liebe zählt

Die Bibelstelle Johannes 13,34 – ausgelegt von Johannes Holmer. Eines der zentralen Wörter in der Bibel, im Christentum überhaupt und speziell beim Apostel und früheren Jünger Johannes ist das Wort „Liebe“. Es durchzieht fast alle seine Kapitel im Johannes-Evangelium und auch in seinen Briefen. Da gibt es diesen besonders bekannten Vers im Johannesevangelium 3,16 [https://www.bibleserver.com/LUT/Johannes3%2C16], in dem Johannes mir die Liebe Gottes so drastisch vor Augen malt, dass ich eigentlich gar nicht mehr anders kann, als zu antworten: Ja, Herr, diese Liebe soll mein Leben prägen, gestalten und durchziehen. Dort sagt Johannes: „So sehr (oder: auf solche Weise) hat Gott die Welt geliebt (und zwar den ganzen Kosmos und auch jedes einzelne Geschöpf), dass er seinen eigenen Sohn sterben ließ, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat“. Wenn Gott fordert, dass wir einander lieben, dann bedenke ich: Unser Herr hat selbst vorgelegt. Er fordert nichts, was er nicht selbst radikal vorgemacht hat. Er hat mir das größte Beispiel göttlicher Liebe gegeben. Diese Liebe deckt sich mit dem, was der Apostel Paulus im 1. Korintherbrief, Kapitel 13 schreibt. Dort stellt er mir noch einmal ausdrücklich Gottes Liebe vor Augen und sagt: So sollst auch du es machen. Es zumindest anstreben. Denn schaffen werde ich das in meinem Leben so nicht. Aber die Messlatte ist aufgelegt: „4 Liebe ist geduldig, Liebe ist freundlich. Sie kennt keinen Neid, sie spielt sich nicht auf, sie ist nicht eingebildet. 5 Sie verhält sich nicht taktlos, sie sucht nicht den eigenen Vorteil, sie verliert nicht die Beherrschung, sie trägt keinem etwas nach. 6 Sie freut sich nicht, wenn Unrecht geschieht, aber wo die Wahrheit siegt, freut sie sich mit. 7 Alles erträgt sie, in jeder Lage glaubt sie, immer hofft sie, allem hält sie stand.“ (zitiert nach der Neuen Genfer Übersetzung) Es geht bei dieser Liebe, von der Paulus redet – und auch bei der, von der Johannes redet, nicht um Sympathie. Es geht nicht darum, dass mir der andere gefallen muss oder ich ihn nett finde. Es geht einzig und allein darum, dass der andere zu seinem Recht kommt oder von mir gefördert wird. Es geht darum, dass ich ihn als radikal geliebtes Geschöpf Gottes sehe. Bei der Trauung von meiner Frau und mir, hat der Pfarrer gesagt: „Wer glücklich werden will, der sollte lieber nicht heiraten – den anderen glücklich machen, das ist das Geheimnis der Ehe“. Und das auch dann, wenn der andere nicht immer dem entspricht, was ich von ihm erwarte. Und das, was ich im Blick auf die Ehe sagen kann, sollte ich auch im Blick auf alles in der Gemeinde, in der Familie und in jeder Gemeinschaft sagen: Den anderen glücklich machen, den anderen sehen, den anderen fördern – darum geht es. Wenn also Johannes in diesem heutigen Vers sagt: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe“, dann bedeutet das genau dies. Du musst den, der dir Probleme bereitet nicht sympathisch finden – das funktioniert gar nicht, das kann keiner erzwingen. Und das hat Gott uns auch nicht vorgemacht und fordert es nicht von uns. Im Römerbrief (5,8 [https://www.bibleserver.com/LUT/R%C3%B6mer5%2C8]) sagt Paulus: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Jesus ist für uns gestorben, als wir noch nichts von ihm wissen wollten! Und im Johannesevangelium (15,13) heißt es: „Niemand hat größere Liebe als die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“ Hier ergänze ich vom Gesamtzusammenhang her: „Auch für seine Feinde“! Immer habe ich Gott und seinen Sohn Jesus zum Vorbild und zur Messlatte! Liebe ist nicht in erster Linie Gefühl, sondern die Entscheidung: Ich will versuchen, den anderen zu sehen, wie Gott ihn sieht, ihn mit Gottes Augen ansehen. Das ist Gottes Rezept für alles in unserer Welt. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pastor Johannes Holmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17374699.gif]

7 de jul de 20264 min