Runter mit dem Blutdruck

Osteocalcin - dein unterschätzter Blutdruckhelfer

11 min · 18 de may de 2026
Portada del episodio Osteocalcin - dein unterschätzter Blutdruckhelfer

Descripción

oder wie dein Knochen als hormonproduzierendes Organ dir nicht nur auf die Beine hilft! HAUPTTHEMA: KNOCHENGESUNDHEIT UND BLUTDRUCKSENKUNG WICHTIGE DISKUSSIONSPUNKTE: DER KNOCHEN ALS HORMONPRODUZENT: Der Knochen ist nicht nur Stütze. Er produziert Osteocalcin. Osteocalcin beeinflusst dein Insulin, deine Insulinsensitivität und Gefäßelastizität. OSTEOCALCIN UND BEWEGUNG: Bewegung aktiviert knochenaufbauende Zellen. Diese Zellen schütten Osteocalcin aus. Zug und Druck auf den Knochen sind wichtig. VORTEILE VON OSTEOCALCIN: Es senkt deinen Blutdruck. Es verbessert deine Insulinempfindlichkeit. Es erhöht die Elastizität deiner Gefäße. Es senkt dein Diabetes-Risiko. EINFACHE ÜBUNGEN REICHEN AUS: 10 Minuten Spazierengehen nach dem Essen genügt. Kniebeugen oder leichtes Gewichtheben hilft. Keine extreme Anstrengung nötig. LANGFRISTIGE VORTEILE: Stärkere Knochen. Vorbeugung von Brüchen und Knochenentkalkung. Bessere Lebensqualität. HANDLUNGSORIENTIERTE ERKENNTNISSE: Gehe regelmäßig spazieren. Mindestens 10 Minuten nach den Mahlzeiten. Integriere leichte Belastungsübungen. Kniebeugen oder Heben von Gewichten sind gut. Bleibe auch im Alter aktiv. Bewegung ist entscheidend für Knochen und Hormone. Betrachte Bewegung als natürliche Medizin. Sie kann deinen Blutdruck und Blutzucker verbessern WAS DU FÜR MICH TUN KANNST: Ich freue mich über ein Like oder einen Kommentar unter dem Video, dem Audio oder überall da, wo du den Podcast hörst!

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Portada del episodio Blutdruck wirklich richtig messen

Blutdruck wirklich richtig messen

Hoher Blutdruck, die besten Tips zur Messung BLUTDRUCK RICHTIG MESSEN: WARUM DER RUHEBLUTDRUCK SO WICHTIG IST Die korrekte Messung des Blutdrucks ist oft schwieriger, als es scheint. Viele Menschen messen ihren Blutdruck regelmäßig, doch kleine Fehler können große Auswirkungen haben. Eine ungenaue Messung kann zu falschen Therapieentscheidungen führen, die entweder unwirksam sind oder sogar Schaden anrichten. Es ist wichtig, die Technik zu beherrschen, um verlässliche Werte zu erhalten. Nur so kann eine gezielte Behandlung erfolgen, die Ihre Gesundheit schützt und Folgeschäden vermeidet. Ein zu hoher Blutdruck bereitet zunächst keine Schmerzen. Das macht ihn zu einem heimtückischen Gegner. Viele Betroffene wissen nichts von ihrer Erkrankung, bis es zu spät ist. Spätschäden an Organen wie Herz, Nieren oder Gehirn können die Folge sein. Eine frühzeitige Erkennung und korrekte Behandlung sind daher unerlässlich. Der erste Schritt hierzu ist immer eine präzise Blutdruckmessung. HÄUFIGE FEHLER BEIM BLUTDRUCKMESSEN VERMEIDEN Das Blutdruckmessen ist eine sensible Angelegenheit. Fehler schleichen sich schnell ein, selbst bei Routine. Ein häufiges Szenario ist die Messung unmittelbar nach körperlicher Anstrengung. Wer gerade Treppen gestiegen ist oder schwere Einkäufe getragen hat, misst oft einen zu hohen Wert. Der Körper ist dann aktiviert. Adrenalin und Noradrenalin erhöhen den Blutdruck temporär, um die Leistung zu ermöglichen. Eine solche Messung spiegelt nicht den wahren Blutdruck wider, der für eine Therapieentscheidung relevant ist. Sie führt stattdessen zu einer falschen Einschätzung und möglicherweise zu einer unnötigen oder überhöhten Medikation. Emotionale oder psychische Belastungen beeinflussen den Blutdruck ebenso stark wie physische. Stress im Alltag, Ärger oder Angst lassen den Blutdruck temporär ansteigen. Auch dies sind keine geeigneten Bedingungen für eine Messung. Es ist wichtig, eine Umgebung der Ruhe zu schaffen. Nur so können Sie sicherstellen, dass die ermittelten Werte aussagekräftig sind. DIE BEDEUTUNG DES RUHEBLUTDRUCKS Der Ruheblutdruck ist der verlässlichste Wert für eine langfristige Therapieplanung. Er gibt Aufschluss über den Zustand Ihrer Gefäße und Organe, wenn der Körper entspannt ist. Um diesen Wert präzise zu ermitteln, ist eine bewusste Vorbereitung notwendig. Setzen Sie sich vor der Messung für fünf bis zehn Minuten entspannt hin. Denken Sie an nichts Besonderes. Bringen Sie sich in einen Zustand innerer Ruhe. Erst dann sollten Sie zur Messung schreiten. Die tageszeitlichen Schwankungen des Blutdrucks sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Der Blutdruck verhält sich im Tagesverlauf dynamisch. Er passt sich den Aktivitäten und dem Biorhythmus an. Für eine therapeutische Entscheidung hat sich die morgendliche Messung bewährt. Direkt nach dem Aufwachen, noch bevor der Tag richtig beginnt, ist der Blutdruck oft am höchsten. Zu diesem Zeitpunkt ist er hauptsächlich von der Gefäßweite und der individuellen Blutdruckregulation abhängig. SO MESSEN SIE DEN RUHEBLUTDRUCK RICHTIG Morgens, direkt nach dem Aufwachen, ist der ideale Zeitpunkt für die Messung des Ruheblutdrucks. Die Messung sollte auf der Bettkante erfolgen, bevor Sie aufstehen oder sich betätigen. Wachen Sie auf, warten Sie zwei bis drei Minuten. Nehmen Sie dann eine aufrechte Sitzposition ein. Messen Sie dreimal im Abstand von drei Minuten. Nutzen Sie ein Oberarm- oder Handgelenksmessgerät gemäß der Anleitung. Notieren Sie sich die drei gemessenen Blutdruckwerte. Für die Auswertung wählen Sie den niedrigsten systolischen und den niedrigsten diastolischen Wert dieser drei Messungen. Nicht den höchsten, denn hohe Werte sind oft durch Nervosität beeinflusst. Die niedrigsten Werte korrelieren am besten mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung. Wiederholen Sie diesen Vorgang an fünf aufeinanderfolgenden Tagen. Tragen Sie die niedrigsten Werte jedes Tages in eine Tabelle ein. Auf meiner Webseite (den Link finden Sie in den Shownotes) können Sie Ihre Werte eintragen. Das System berechnet dann automatisch den Mittelwert aus diesen fünf Tagen. Dieser Mittelwert ist Ihr Ruheblutdruck. Drucken Sie diese Tabelle aus und nehmen Sie sie zu Ihrem Hausarzt mit. WARUM DER RUHEBLUTDRUCK THERAPEUTISCH ENTSCHEIDEND IST Der Ruheblutdruck ist der einzige Wert, der verlässliche Aussagen über die Langzeitprognose trifft. Er zeigt, ob Ihre Organe wie Herz, Nieren und Gehirn durch hohen Blutdruck geschädigt werden könnten. Die Bestimmung dieses Wertes ist somit für die Prävention von Folgeschäden essenziell. Ihr Hausarzt kann auf Basis dieser präzisen Daten eine fundierte Therapieentscheidung treffen. Er erkennt, ob eine Behandlung erforderlich ist. Er sieht auch, ob die aktuelle Therapie angepasst werden muss. Eine genaue Kenntnis des Ruheblutdrucks ermöglicht eine individuelle Anpassung der Medikation. So wird Über- oder Unterdosierung vermieden. ZIELWERTE UND INDIVIDUELLE THERAPIE Die Festlegung von Therapiezielen beim Bluthochdruck ist nicht pauschal möglich. Es gibt zwar allgemeine Richtwerte, doch die individuelle Situation zählt. Ein Blutdruck von 130 zu 80 oder 130 zu 85 mmHg gilt im Allgemeinen als unbedenklich. Liegt der Blutdruck jedoch bei 145 zu 85 oder 95 mmHg, ist eine genauere Betrachtung notwendig. Hier können bereits leichte therapeutische Maßnahmen angezeigt sein. Es ist wichtig, dass die Therapie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Studien, die von Pharmafirmen gesponsert werden, tendieren oft dazu, sehr niedrige Zielwerte zu propagieren. Diese Ergebnisse spiegeln nicht immer die Realität wider. Sie sind in einer kontrollierten Umgebung entstanden, die sich vom Alltag unterscheidet. Ihr Hausarzt wird im Gespräch mit Ihnen die passende Strategie entwickeln. Hierfür ist der von Ihnen ermittelte Ruheblutdruck von unschätzbarem Wert. KONSERVATIVE MASSNAHMEN ZUR BLUTDRUCKSENKUNG Medikamente sind nicht die einzige Option zur Blutdrucksenkung. Konservative Maßnahmen spielen eine ebenso wichtige, wenn nicht sogar wichtigere Rolle. Diese sollten stets die erste Wahl sein, besonders bei einem frisch diagnostizierten Bluthochdruck. Eine Änderung des Lebensstils kann oft bereits signifikante Verbesserungen bewirken. Die wichtigsten konservativen Maßnahmen sind: * Gewichtsreduktion: Übergewicht belastet das Herz-Kreislauf-System erheblich. Schon eine moderate Gewichtsabnahme kann den Blutdruck senken. * Reduzierung des Salzkonsums: Salz bindet Wasser im Körper und erhöht das Blutvolumen, was den Blutdruck steigen lässt. Eine salzarme Ernährung entlastet das System. * Mäßigung des Alkoholkonsums: Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt die Gefäße und kann den Blutdruck erhöhen. Eine Reduzierung wirkt sich positiv aus. Neben diesen Punkten sind auch regelmäßige körperliche Aktivität und Stressmanagement entscheidend. Bewegung stärkt das Herz und verbessert die Gefäßelastizität. Entspannungstechniken helfen, Stress abzubauen und temporäre Blutdruckspitzen zu vermeiden. Nutzen Sie diese Möglichkeiten, um Ihren Blutdruck auf natürliche Weise zu beeinflussen. ALLTAGSMESSUNGEN: WANN SIE AUSSAGEKRÄFTIG SIND Blutdruckmessungen im Alltag, die nicht in vollständiger Ruhe erfolgen, haben für die Therapieentscheidung kaum Wert. Ein erhöhter Wert nach dem Treppensteigen oder einem kurzen Sprint ist normal. Der Körper passt den Blutdruck kurzfristig an die Belastung an. Danach sinkt er wieder auf den Normalwert ab. Sportler beispielsweise haben während intensiver Belastung sehr hohe Blutdruckwerte, erleiden aber keine Schäden, da der Blutdruck danach rasch wieder fällt. Interessanterweise kann der Blutdruck nach einer Belastung sogar niedriger sein als im Ruhezustand. Etwa 5 bis 15 Minuten nach dem Sport sind die Muskelgefäße noch erweitert. Dies fördert den Abtransport von Stoffwechselprodukten und kann den Blutdruck temporär senken. Dieser Effekt zeigt, wie positiv sich Bewegung auf die Blutdruckregulation auswirkt. Der Körper lernt, die Gefäße zu weiten und den Blutdruck zu senken. Das hat langfristig eine positive Wirkung. Es ist also wichtig, den Zweck einer Blutdruckmessung zu verstehen. Eine Messung nach körperlicher Anstrengung dient lediglich der Momentaufnahme der Reaktion des Körpers auf Belastung. Für die medizinische Diagnose und Therapie ist ausschließlich der Ruheblutdruck relevant. Vergessen Sie Messungen, die unter Stress oder direkter Belastung erfolgen. Konzentrieren Sie sich auf die systematische Ermittlung Ihres Ruheblutdrucks. FAZIT: IHR WEG ZU PRÄZISEN BLUTDRUCKWERTEN Die präzise Messung des Blutdrucks ist der Grundstein für eine wirksame Therapie. Konzentrieren Sie sich auf die Bestimmung Ihres Ruheblutdrucks, morgens auf der Bettkante. Messen Sie an fünf aufeinanderfolgenden Tagen und wählen Sie jeweils die niedrigsten Werte. Nutzen Sie die verlinkten Ressourcen, um Ihre Werte zu protokollieren und den Mittelwert zu berechnen. Dieses Vorgehen liefert Ihrem Arzt eine verlässliche Datengrundlage. Er kann damit eine individuelle und angepasste Therapieentscheidung treffen. Denken Sie auch an die Bedeutung konservativer Maßnahmen. Gewichtsreduktion, reduzierter Salz- und Alkoholkonsum können einen signifikanten Beitrag leisten. Ihre Gesundheit liegt in Ihrer Hand. Eine korrekte Blutdruckmessung ist der erste Schritt zu einem gut eingestellten Blutdruck und einem gesunden Leben.

13 de jul de 202615 min
Portada del episodio Dein Blutdruck entsteht im Bett

Dein Blutdruck entsteht im Bett

Warum dein Blutdruck nachts nicht zur Ruhe kommt. BLUTHOCHDRUCK AM MORGEN: DIE UNTERSCHÄTZTE NACHTSCHICHT DEINES KÖRPERS Stell dir vor: Du sitzt abends entspannt auf der Couch, der Tag war gut, die Stimmung ist gelassen. Gegen 22 Uhr gehst du müde ins Bett, schläfst bis 7 Uhr morgens und misst dann deinen Blutdruck – 165 zu 95. Ein Schock. Sofort beginnst du zu rätseln. War es der Kaffee gestern? Der Ärger über eine Kleinigkeit? Zu viel Salz im Mittagessen? Selten denken wir darüber nach, was zwischen 22 Uhr und 7 Uhr in unserem Körper geschieht. Die Nacht ist eine Zeit der Erholung, aber auch eine Phase, in der viele Prozesse ablaufen, die deinen Blutdruck maßgeblich beeinflussen können. Dein Körper leistet jede Nacht Schwerstarbeit, während du schlummerst. Diese „Nachtschicht“ ist entscheidend für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Wenn dieser nächtliche Regenerationsprozess gestört wird, kann dies weitreichende Folgen haben, insbesondere für deinen Blutdruck. Wir gehen der Frage nach, was nachts in deinem Körper passiert und wie diese Vorgänge mit deinen morgendlichen Blutdruckwerten zusammenhängen. WAS DEIN KÖRPER NACHTS LEISTET: EINE BIOLOGISCHE WERKSTATT Während du schläfst, ist dein Körper alles andere als untätig. Er durchläuft eine Reihe komplexer und für die Regeneration wichtiger Prozesse. Dein Gehirn räumt auf, verarbeitet die Flut von Informationen des Tages. Alle Eindrücke, die sich tagsüber angesammelt haben, werden im ruhigen Schlaf sortiert und gespeichert. Dies ist wie eine Festplattenbereinigung, die für die geistige Leistungsfähigkeit am nächsten Tag unerlässlich ist. Gleichzeitig sinken die Spiegel wichtiger Hormone. Cortisol, das Stresshormon, erreicht seinen niedrigsten Wert. Auch Adrenalin und Noradrenalin nehmen ab. Diese hormonelle Absenkung ermöglicht es deinem Körper, in einen Zustand tiefer Entspannung zu gelangen. Dein Immunsystem nutzt die Ruhephase, um potenzielle Herausforderungen zu identifizieren und zu bekämpfen, die tagsüber auf dich eingewirkt haben. Es ist eine Zeit der Reparatur und Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte. DIE ROLLE DER ORGANE IM SCHLAF Deine Gefäße, die den ganzen Tag unter Spannung standen, entspannen sich ebenfalls nachts. Diese Entspannung ist wichtig, damit der Blutdruck sinken kann. Deine Nieren überprüfen den Wasserhaushalt des Körpers. Sie scheiden überschüssiges Wasser aus, das sich tagsüber durch langes Sitzen oder eine salzreiche Ernährung angesammelt haben könnte. Auch das Herz kommt zur Ruhe, seine Frequenz wird gesenkt. Längere Pausen zwischen den Herzschlägen sind entscheidend für die Erholung des Herzmuskels. Stell dir deinen Körper wie eine Luxuslimousine vor, die du jeden Abend in die Werkstatt bringst. Dort arbeiten die Mechaniker – deine Organe und Systeme – daran, alles für den nächsten Tag vorzubereiten. Wenn der Motor dieser Luxuslimousine jedoch die ganze Nacht heiß läuft, können die Mechaniker ihre Arbeit nicht richtig machen. Das ist genau das, was passiert, wenn dein Körper nachts nicht zur Ruhe kommt. Dann ist es kein Wunder, wenn die „Karre“ am nächsten Tag nicht richtig funktioniert. WENN DER BLUTDRUCK NICHT ZUR RUHE KOMMT: NÄCHTLICHES DIPPING Ein gesunder Körper senkt den Blutdruck nachts deutlich ab. Dieses Phänomen wird als “Dipping” bezeichnet. Der Blutdruck sinkt dann um 10 bis 20 Prozent. Dies ist ein wichtiger Mechanismus, der dem Körper Erholung verschafft und die Gefäße entlastet. Dein Körper will in der Nacht diesen tagsüber empfundenen Druck nicht aufrechterhalten, er strebt nach Entspannung. Die Gefäße weiten sich, was den Druck reduziert. Dipping ist vergleichbar mit der Abkühlung des Körpers nach anstrengender körperlicher Aktivität an einem heißen Tag. Genauso signalisiert Müdigkeit am Abend deinem Körper, dass es Zeit für diese nächtliche Abkühlung und Erholung ist. Es ist ein natürliches Zeichen, dem du Beachtung schenken solltest. Wer müde ist, sollte diese Müdigkeit als wichtiges Signal der biologischen Maschine Körper annehmen und sich die nötige Ruhe gönnen. SCHLAFSTÖRUNGEN: WENN DAS GEHIRN NICHT ABSCHALTET Doch viele Menschen kommen nachts nicht zur Ruhe. Dein Körper mag schlafen, aber dein Gehirn ist wach. Du liegst im Bett, umgeben von Stille, doch in deinem Kopf findet ein Krisentreffen statt. Gedanken kreisen um Gesundheit, Sorgen um Kinder, finanzielle Ängste, politische Entwicklungen oder den eigenen Blutdruck. Diese Grübeleien sind oft nicht produktiv. Sie drehen sich im Kreis und führen zu keiner Lösung. Dein Gehirn verbraucht dabei Energie, ohne etwas Sinnvolles zu verarbeiten. Es ist wie eine Schleife, die sinnlos läuft und Energie verschwendet. Diese verpuffte Energie hindert dich am Schlaf. Noch schlimmer wird es, wenn du mitten in der Nacht, etwa um 3 Uhr, plötzlich aufwachst. Dein Körper ist dann davon überzeugt, dass die Nacht vorbei ist, und weckt dich. Das Gehirn hat die Uhrzeit verwechselt und signalisiert: „Jetzt ist Schluss mit Schlafen.“ DIE BEDEUTUNG DER TIEFSCHLAFPHASEN Viele glauben, dass sie acht Stunden schlafen, wenn sie acht Stunden im Bett liegen. Doch im Bett liegen ist nicht gleich schlafen. Es mag Erholung sein, aber nicht die Art von Erholung, die der Körper braucht. Entscheidend sind die Tiefschlafphasen. Diese Phasen erreichst du nicht, wenn dein Gehirn und Nervensystem ständig mit Problemen oder Herausforderungen beschäftigt sind. Die Tiefschlafphasen sind für die Regeneration aller Organe entscheidend: Nieren, Herz, Gehirn, Hormone und der gesamte Körper – deine Luxuslimousine. Diese eine Luxuslimousine hast du nur einmal im Leben. Daher ist die Qualität des Schlafs in diesen Phasen von größter Bedeutung für deine allgemeine Gesundheit und insbesondere für die Regulierung des Blutdrucks. SCHLAFAPNOE: EIN MEDIZINISCHER STRESSFAKTOR Ein weiteres medizinisches Problem, das den Schlaf und den Blutdruck stark beeinflusst, ist die Schlafapnoe. Apnoe bedeutet Atemstillstand. Bei einer Schlafapnoe kommt es nachts immer wieder zu Atemaussetzern. Die Ursachen können vielfältig sein, aber das Ergebnis ist immer dasselbe: Der Sauerstoffgehalt im Blut sinkt. Dein Körper reagiert auf diesen Sauerstoffmangel mit sofortigem Stress. Er glaubt, in Gefahr zu sein und sofort Sauerstoff nachtanken zu müssen. Er schüttet Adrenalin und Cortisol aus, um den Körper in Alarmbereitschaft zu versetzen. Diese wiederkehrenden Atempausen versetzen den gesamten Organismus die ganze Nacht über in Stress. Dein Körper findet keine Ruhe, gelangt nicht in die wichtigen Tiefschlafphasen. SYMPTOME DER SCHLAFAPNOE Wie erkennt man eine Schlafapnoe? Typische Anzeichen sind tiefes Schnarchen mit Atemaussetzern. Wenn du morgens wie gerädert aufwachst, tagsüber nicht richtig wach bist und dich trotz ausreichendem Schlaf nicht erholt fühlst, kann dies ein Hinweis sein. Auch plötzliches Aufwachen in der Nacht mit dem Gefühl, nach Luft schnappen zu müssen, deutet auf ein Schlafapnoe-Syndrom hin. Jede Nacht mit Schlafapnoe ist wie ein Tauchgang ohne Sauerstoffgerät – purer Stress für den Körper. Adrenalin- und Cortisolspiegel schießen in die Höhe. Kein Wunder, dass du morgens nicht erholt, nicht fit und nicht wach bist. Und dein Blutdruck ist erhöht, oft begleitet von einer höheren Pulsfrequenz. Schlafapnoe ist ein ernstzunehmendes Problem, das diagnostiziert und behandelt werden sollte, um langfristige Schäden zu vermeiden und den Blutdruck zu normalisieren. WAS DU HEUTE ABEND TUN KANNST: BEOBACHTEN UND HANDELN Der erste Schritt zur Verbesserung deines Schlafs und damit deines Blutdrucks ist die Beobachtung. Erkenne die Muster und Probleme in deinem Schlafverhalten. Mit dieser Erkenntnis kannst du gezielte Veränderungen vornehmen. Hier sind einige wichtige Fragen zur Selbstbeobachtung: Wie viele Stunden schlafe ich wirklich? Notiere, wie viele Stunden du jeden Tag schläfst. Der individuelle Schlafbedarf variiert, aber entscheidend ist, dass du morgens erholt und fit aufwachst und keine Anzeichen von hohem Blutdruck verspürst. Wache ich nachts häufig auf und warum? Achte darauf, wie oft und warum du nachts aufwachst. Ist es der Gang zur Toilette, kreisende Gedanken oder etwas anderes? Schnarche ich? Frage deinen Partner oder verwende eine App/Watch, um dein Schnarchverhalten zu überprüfen, insbesondere hinsichtlich möglicher Atemaussetzer. Fühle ich mich morgens erholt? Dies ist eine essentielle Frage. Ein unzureichender Erholungszustand am Morgen ist ein klares Signal für Schlafprobleme. Grüble ich nachts oder nehme ich grübelnde Gedanken mit ins Bett? Dies können sowohl negative als auch positive Gedanken sein. Eine übermäßige Vorfreude kann ebenso hinderlich sein wie Sorgen. Ziel ist es, wiederkehrende Gedanken zu stoppen. Beobachte deine Gedanken, ohne dich in sie hineinzuziehen. Wenn ein Gedanke dich im Kreis dreht und keine Lösung bringt, tritt auf die Bremse. Schaue ich bis kurz vor dem Schlafengehen auf Bildschirme? Bildschirme strahlen blaues Licht aus, das deinem Gehirn signalisiert: “Es ist Tag, sei wach!” Das ist nicht klug. Vermeide Bildschirmarbeit oder das Ansehen von Fernsehen oder Smartphones mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen. Trinke ich vor dem Schlafengehen Alkohol? Alkohol kann zwar das Einschlafen erleichtern, verschlechtert aber die Schlafqualität und fördert Schlafapnoe. Zudem lässt er den Blutdruck ansteigen, da der Körper bei der Verarbeitung des Alkohols zusätzliche Energie aufwendet. Indem du diese Punkte systematisch überprüfst, kannst du potenzielle Ursachen für deine morgendlichen Blutdruckerhöhungen identifizieren und angehen. Oft liegt die Lösung nicht in komplexen medizinischen Behandlungen, sondern in einfachen Änderungen deiner Schlafroutine. MEDIKAMENTE UND SCHLAF: WAS ZU BEACHTEN IST Medikamente können den Schlaf und den Blutdruck ebenfalls beeinflussen. Betablocker, die zur Blutdruckregulierung eingesetzt werden, sind zum Beispiel bei Schlafapnoe nicht unproblematisch. Sie können die Schlafapnoe verschlimmern. Daher ist es nicht ratsam, Betablocker abends vor dem Schlafengehen oder zum Abendessen einzunehmen, wenn du an Schlafapnoe leidest oder zu starkem Schnarchen neigst. Sprich mit deinem Arzt über den besten Einnahmezeitpunkt. Auch Schlafmittel sind keine Dauerlösung. Medikamente, die das Einschlafen oder Durchschlafen erleichtern sollen, reduzieren oft die Schlafqualität, insbesondere die wichtigen Tiefschlafphasen. Sie vermitteln zwar das Gefühl, nicht wach zu sein, bieten aber nicht die erholsame Wirkung, die für die Regeneration des Körpers notwendig ist. Dein Körper erfährt nicht die “Wartung”, die er braucht. Bei schweren Grübelthemen oder akuten Belastungen können Schlafmittel vorübergehend sinnvoll sein, um aus einer schwierigen Phase herauszukommen. Sie sind jedoch keine Indikation für eine dauerhafte Therapie. Bei Durchschlafstörungen gibt es andere Medikamentengruppen, die unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden sollten. Es ist wichtig, zwischen Einschlaf- und Durchschlafstörungen zu differenzieren und nicht einfach rezeptfreie Schlafmittel zu verwenden, ohne die Ursache des Schlafproblems genau zu kennen. Eine professionelle Abklärung ist hier unerlässlich. FAZIT: HÖRE AUF DEINEN KÖRPER Schlaf ist ein grundlegender, aber oft vernachlässigter Teil deiner Gesundheit. Wir freuen uns auf Urlaube zur Erholung, doch jede Nacht bietet eine Chance zur Regeneration, die stimmen muss. In vielen Fällen musst du deinen Blutdruck nicht bekämpfen. Du musst ihm nur zuhören. Er will dir etwas sagen. Dein Blutdruck ist oft nicht das Problem selbst, sondern ein Indikator dafür, dass etwas in deinem Körper verändert werden muss. Wenn du die Qualität deiner Schlafphasen verbesserst, kannst du deinen Blutdruck senken. Die Ursache für hohe Morgenwerte liegt oft nicht auf deinem Schreibtisch, in deiner Küche oder in deiner Hausapotheke, sondern in den acht Stunden Schlaf, denen du bisher zu wenig Beachtung geschenkt hast. Gönne deiner biologischen Luxuslimousine die notwendige Wartung in der Nacht. Es ist eine Investition in deine Gesundheit, die sich auszahlt. Hinweis: Die hier bereitgestellten Informationen dienen nur zu Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Konsultiere immer einen Arzt oder qualifizierten Gesundheitsdienstleister, bevor du Entscheidungen bezüglich deiner Gesundheit triffst.

💜129 de jun de 202624 min
Portada del episodio Bewegungspausen statt Fitnessstudio

Bewegungspausen statt Fitnessstudio

oder deine Gefäße lieben Bewegungshäppchen STORY VORSCHAU Stellen Sie sich zwei Menschen vor: Der eine hat ein teures Fitnessstudio-Abo, sitzt aber sonst nur herum. Der andere bewegt sich regelmäßig kurz, ohne Kosten. Wer wird langfristig gesünder sein? Diese Episode enthüllt das Geheimnis hinter Stickstoffmonoxid und der wahren Kraft der Bewegung. KAPITELZUSAMMENFASSUNG: 00:00 Zwei Verhaltenstypen im Vergleich 02:26 Die Rolle von Stickstoffmonoxid 07:20 Endothel: Das größte Organ 09:23 Gefährlichster Sport: Dauersitzen 12:44 Einfache Übungen für den Alltag 15:34 Regelmäßige Bewegung im Alltag BESONDERE ZITATE: * “Das Stickstoffmonoxid ist in der Lage, die Muskulatur deiner Gefäße zur Erschlaffung zu bringen.” – Dr. Harald Messner * “Der gefährlichste Sport ist das Dauersitzen.” – Dr. Harald Messner * “Es geht nicht um die Dauer dieser Übung, sondern um die Frequenz dieser Übung.” – Dr. Harald Messner HINTER DER GESCHICHTE: Dr. Harald Messner beleuchtet, wie unser moderner Lebensstil, geprägt von langem Sitzen, unsere Gefäßgesundheit negativ beeinflusst. Er erklärt, dass nicht die Intensität, sondern die Häufigkeit der Bewegung entscheidend ist, um das lebenswichtige Stickstoffmonoxid zu produzieren, das unsere Gefäße entspannt und den Blutdruck senkt. Ein Blick auf das Endothel, das größte Organ unseres Körpers, zeigt, wie wichtig regelmäßige Anreize für dessen Funktion sind. QUICK-REFERENCE ⚡ Kurze Zusammenfassung Regelmäßige, kurze Bewegungen über den Tag verteilt sind effektiver für die Gefäßgesundheit und Blutdrucksenkung als seltene, intensive Workouts. TOP 3 HIGHLIGHTS: Kurze Bewegungen (10-20 Sekunden alle 50 Minuten) aktivieren Stickstoffmonoxid und erweitern die Gefäße. Stickstoffmonoxid ist entscheidend für einen niedrigeren Blutdruck und eine bessere Gefäßflexibilität. Langes Sitzen ist der “gefährlichste Sport”, da es die Produktion von Stickstoffmonoxid hemmt. Schnelle Links: https://runtermitdemblutdruck.de/bewegungspausen-statt-fitnessstudio/ [https://runtermitdemblutdruck.de/bewegungspausen-statt-fitnessstudio/] AKTION AUSFÜHREN: Integrieren Sie ab sofort alle 50 Minuten eine kurze Bewegungspause von 10-20 Sekunden in Ihren Alltag – stehen Sie auf, gehen Sie kurz oder machen Sie eine isometrische Übung. DIESE EPISODE TEILEN: Verbessern Sie Ihre Gefäßgesundheit! Dr. Harald Messner erklärt, warum kurze, regelmäßige Bewegungen den Blutdruck senken und wie Sie Stickstoffmonoxid optimal nutzen. #Blutdruck #Bewegung #Gesundheit #Stickstoffmonoxid

💜515 de jun de 202618 min
Portada del episodio Der wahre Auslöser deines inneren Drucks

Der wahre Auslöser deines inneren Drucks

oder unbewusste dauerhafte Anspannung erhöht deinen Blutdruck EPISODENÜBERSICHT In dieser Folge spreche ich über einen der am meisten unterschätzten Blutdrucktreiber überhaupt: den inneren Stress. Nicht die Welt draußen macht deinen Blutdruck hoch. Nicht die Spülmaschine. Nicht die WhatsApp. Nicht der Chef. Sondern deine innere Bewertung der Situation. Ich erkläre, warum zwei Menschen auf dieselbe Situation völlig unterschiedlich reagieren. Warum dein Nervensystem manchmal Alarm schlägt, obwohl objektiv gar keine Gefahr besteht. Und warum chronischer psychosozialer Stress deinen Sympathikus dauerhaft aktiviert, deine Gefäße eng macht und deinen Blutdruck erhöht. DU LERNST: * was subjektive Stressoren sind * warum Perfektionismus gefährlich werden kann * wie dein Nervensystem Stress speichert * weshalb dein Körper nicht diskutiert, sondern reagiert * wie du deine innere Alarmanlage beruhigen kannst Diese Folge verbindet moderne Stressforschung mit alltagsnahen Beispielen und konkreten Übungen für mehr innere Ruhe. mehr zu der Folge findest du auf meiner Webseite [https://runtermitdemblutdruck.de/der-wahre-ausloeser-deines-inneren-drucks/] Melde dich bei meinem kostenlosen Newsletter [https://runtermitdemblutdruck.de/runter-mit-dem-blutdruck-ganz-ohne-stress/] an, um keine Neuigkeiten mehr zu verpassen! Vielen Dank für deine Zeit! Harald Messner

💜21 de jun de 202616 min
Portada del episodio Osteocalcin - dein unterschätzter Blutdruckhelfer

Osteocalcin - dein unterschätzter Blutdruckhelfer

oder wie dein Knochen als hormonproduzierendes Organ dir nicht nur auf die Beine hilft! HAUPTTHEMA: KNOCHENGESUNDHEIT UND BLUTDRUCKSENKUNG WICHTIGE DISKUSSIONSPUNKTE: DER KNOCHEN ALS HORMONPRODUZENT: Der Knochen ist nicht nur Stütze. Er produziert Osteocalcin. Osteocalcin beeinflusst dein Insulin, deine Insulinsensitivität und Gefäßelastizität. OSTEOCALCIN UND BEWEGUNG: Bewegung aktiviert knochenaufbauende Zellen. Diese Zellen schütten Osteocalcin aus. Zug und Druck auf den Knochen sind wichtig. VORTEILE VON OSTEOCALCIN: Es senkt deinen Blutdruck. Es verbessert deine Insulinempfindlichkeit. Es erhöht die Elastizität deiner Gefäße. Es senkt dein Diabetes-Risiko. EINFACHE ÜBUNGEN REICHEN AUS: 10 Minuten Spazierengehen nach dem Essen genügt. Kniebeugen oder leichtes Gewichtheben hilft. Keine extreme Anstrengung nötig. LANGFRISTIGE VORTEILE: Stärkere Knochen. Vorbeugung von Brüchen und Knochenentkalkung. Bessere Lebensqualität. HANDLUNGSORIENTIERTE ERKENNTNISSE: Gehe regelmäßig spazieren. Mindestens 10 Minuten nach den Mahlzeiten. Integriere leichte Belastungsübungen. Kniebeugen oder Heben von Gewichten sind gut. Bleibe auch im Alter aktiv. Bewegung ist entscheidend für Knochen und Hormone. Betrachte Bewegung als natürliche Medizin. Sie kann deinen Blutdruck und Blutzucker verbessern WAS DU FÜR MICH TUN KANNST: Ich freue mich über ein Like oder einen Kommentar unter dem Video, dem Audio oder überall da, wo du den Podcast hörst!

18 de may de 202611 min