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Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Folgen

55 min · 20 de abr de 202655 min
Portada del episodio Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Folgen

Descripción

Das Kernkraftwerk Tschernobyl war im Ukraine-Krieg schon früh Angriffsziel der russischen Streitkräfte. Das weckte bei vielen Erinnerungen an die Reaktorkatastrophe vom 26.4.1986. Gábor Paál und Miriam Mörtl sprechen über Tonaufnahmen von damals (SWR 2011/2026) Mehr zur Sendung: http://swr.li/tschernobyl-folgen Bei Fragen und Anregungen schreibt uns:  daswissen@swr.de Folgt uns auf Mastodon: @daswissen@ard.social

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Portada del episodio Der "Weiße Wal" im Rhein – Beluga-Fieber in Duisburg | 20.5.1966

Der "Weiße Wal" im Rhein – Beluga-Fieber in Duisburg | 20.5.1966

ZOODIREKTOR WILL DEN WAL ERWISCHEN 1966 schwimmt ein Weißwal – auch Beluga genannt – den damals ziemlich dreckigen und verseuchten Rhein hinauf, bis nach Duisburg. Zwei Rheinschiffer entdecken ihn am 18. Mai 1966. Die Nachricht spricht sich schnell herum, der Wal bekommt den Spitznamen Moby Dick. Der erste Impuls ist aber nicht, dem Wal wieder zurück in die Nordsee zu helfen, im Gegenteil. Der Duisburger Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt versucht ihn zu erwischen, schießt auf ihn mit Betäubungspistolen – ohne Erfolg. Am 20. Mai 1966 taucht der Wal wieder auf. Der WDR berichtet. JAGD AUF BELUGA WIRD ZUM SPEKTAKEL Die Waljagd wird zum Spektakel; Presseboote und sogar Zeppeline begleiten Dr. Gewalt bei seiner Jagd auf den Wal, der immer wieder an neuen Orten gesichtet wird, tendenziell aber wieder rheinabwärts. Gleichzeitig kippt die Stimmung. Naturschützer drängen darauf, den Wal in Ruhe zu lassen. Die Bild-Zeitung greift die Stimmung auf, schreibt von gnadenloser Jagd. Der Kölner Express fordert "Verhaftet Dr. Gewalt". Nach einem Monat, am 16. Juni 1966, findet der Wal in die Nordsee zurück und schwimmt wieder im offenen Meer.

😲130 de abr de 20265 min
Portada del episodio Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter zum Umgang mit der Atom-Angst | 12.12.1986 | Tschernobyl

Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter zum Umgang mit der Atom-Angst | 12.12.1986 | Tschernobyl

IRRGLAUBE: GEFAHREN DURCH TECHNIK BEHERRSCHEN Im Dezember 1986 gab der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter (1923 - 2011) ein Interview im NDR. Er sprach über den Umgang mit der Angst nach der Reaktorkatastrophe. Er warnte vor dem Glauben, alle Gefahren mit dem Fortschritt der Technik beherrschen zu können. APPELL AN POLITIKER: DER ÖFFENTLICHKEIT DIE WAHRHEIT ZUTRAUEN NDR-Reporter Ralph Ludwig (1943 - 2017) sprach im Interview mit dem bekennenden Friedensaktivisten Richter über den Umgang mit der Angst nach einer solchen Umweltkatastrophe. Am wichtigsten sei es, offen miteinander zu sprechen. Das gelte vor allem auch für Politiker, die einen Hang zu Vormundstellung hätten und der Öffentlichkeit nicht die Wahrheit zutrauten. WARNUNG VOR GRÖSSENWAHNSINNIGEM MISSBRAUCH DER TECHNIK Horst-Eberhard Richter glaube an eine "tiefe Fehlhaltung der Menschen", wenn sie glaubten, sie könnten die energiepolitischen Probleme mit der Weiterentwicklung der Technik lösen. Es gehe darum, zu einer anderen Grundhaltung zu finden: > Wenn dieses bescheidene Lebensgefühl, die maßvolle Selbsteinschätzung nicht wieder hergestellt wird, dann wird dieser größenwahnsinnige Missbrauch der Technik nicht aufhören. > > > Quelle: Horst-Eberhard Richter

17 de abr de 202616 min