SWR2 Kultur Aktuell

Ludwig Museum Koblenz. „A Breath Held Long“ – So sieht der Künstler Sudarshan Shetty seine Heimatstadt Mumbai

3 min · 11 de jun de 2026
Portada del episodio Ludwig Museum Koblenz. „A Breath Held Long“ – So sieht der Künstler Sudarshan Shetty seine Heimatstadt Mumbai

Descripción

Einen großen Teil seiner Inspiration zieht Sudarshan Shetty aus seiner Heimatstadt Mumbai – der Stadt, in der er seit 40 Jahren lebt, die ihn und seine Kunst geprägt hat. Shetty: „Es geht eher um das Leben in der Stadt. Vieles davon kommt eben aus meiner biografischen, persönlichen Erfahrung dieser Stadt.“ Das zeigt sich auch in Shettys Film „A Breath Held Long – ein lang angehaltener Atemzug“, der zentraler Teil seiner aktuellen Ausstellung ist. Gedreht auf 16-Millimeter-Film in Schwarz-Weiß, zeigt der Film Eindrücke aus der 20-Millionen-Metropole Mumbai. Menschen dicht an dicht in einem Bus, die gemeinsam anfangen zu singen, Menschen unterwegs, Eindrücke von Straßenzügen.  Immer wieder präsentieren Schauspieler Texte von Sudarshan Shetty, in denen er, ohne Punkte und Komma, minutenlange Sätze verfasst hat. Die Sätze sind so lang, dass den Sprechern fast die Luft wegbleibt.

Comentarios

0

Sé la primera persona en comentar

¡Regístrate ahora y únete a la comunidad de SWR2 Kultur Aktuell!

Empezar

2 meses por 1 €

Después 4,99 € / mes · Cancela cuando quieras.

  • Podcasts exclusivos
  • 20 horas de audiolibros / mes
  • Podcast gratuitos

Todos los episodios

10846 episodios

Portada del episodio Generation Z zwischen Angst, Orientierungssuche und Rechtsruck

Generation Z zwischen Angst, Orientierungssuche und Rechtsruck

ÜBERBEHÜTUNG UND VERUNSICHERUNG ALS URSACHEN Maas sehe einen Grund für das Interesse junger Menschen an rechtspopulistischen Positionen darin, dass diese Generation in vergleichsweise sicheren Verhältnissen aufgewachsen sei. Deshalb habe sie weniger gelernt, mit Krisen und Widerständen umzugehen, sagt SWR-Redakteurin Ines Kunze zu dem Buch. Hinzu komme der Einfluss sozialer Medien, deren Algorithmen oft extreme und emotionale Inhalte bevorzugten. Viele junge Menschen seien deshalb besonders anfällig für einfache politische Antworten auf komplexe Probleme. MEHR DIALOG STATT SCHNELLER URTEILE Gegen den Rechtsruck empfiehlt Maas hauptsächlich Gespräche statt Ausgrenzung. Wer mit problematischen politischen Ansichten konfrontiert werde, solle zunächst nachfragen und versuchen, Hintergründe und Unsicherheiten zu verstehen. Seine Analyse stößt bei Ines Kunze allerdings auch auf Kritik. So bemängelt sie pauschale Zuschreibungen und hält den provokanten Titel „Generation Rechts“ für nur bedingt treffend. Ihr Fazit: Das Buch liefere einzelne interessante Denkanstöße, sei insgesamt aber mit Vorsicht zu lesen.

Ayer10 min
Portada del episodio Klein, arm, besser? – Was bietet die FIFA-Alternative CONIFA?

Klein, arm, besser? – Was bietet die FIFA-Alternative CONIFA?

DIE CONIFA WILL ANDERS SEIN ALS DER GROSSE FUSSBALLWELTVERBAND FIFA In der ersten Juniwoche 2026 fand in Norditalien eine alternative Europameisterschaft statt. Mit dabei: Grönland, Nordzypern, die französische Provence, die italienische Region Padanien und die Schweizer Kantone Tessin und Graubünden. Veranstalter war die CONIFA, die Konföderation unabhängiger Fußballverbände, gegründet 2013 für nicht anerkannte Staaten, Minderheiten oder historische Regionen. CONIFA zählt etwa 40 Mitgliedsverbände weltweit und will dabei ganz anders sein als der große Fußballweltverband FIFA. „Es geht um eine weite Repräsentation von Territorien, Menschen, Ethnien und Indigenen. Das ist die Essenz von CONIFA“, sagt der Schwede Per-Anders Blind, Mitbegründer und Präsident der CONIFA, die sich durch die 500 Euro Jahresbeitrag der Mitgliedsverbände finanziert. 20.000 Euro Jahresbudget für eine FIFA-Alternative. DIE MITGLIEDER: ETHNIEN, INDIGENE VÖLKER, SPORTLICH ISOLIERTE REGIONEN Die Beitrittsregeln sind bewusst niedrigschwellig und offen – und folglich divers sind die Mitglieder: Der grönländische Verband ist über 50 Jahre alt und von großer administrativer Bedeutung für den Fußball auf der Insel. Die Schweizer Kantone mit ihren Teams sind eher folkloristisch, Verbände aus Nordzypern, Kurdistan, Kashmir oder Tibet wiederum politisch brisant. „Wir nehmen Ethnien oder indigene Völker auf, aber auch sportlich isolierte Regionen“, erklärt Blind. „Manche sind wegen akuter politischer Umstände von der internationalen Sportbühne ausgeschlossen. Wir sind aber eine Plattform, damit alle Fußball spielen.“ DIE CONIFA SIEHT SICH EHER ALS MENSCHENRECHTSORGANISATION Früher waren auch die so genannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk dabei. Die norditalienische Region Padanien wiederum – stark verbunden mit der Agenda der rechtspopulistischen, einst als Separatistenpartei gegründeten, Lega Nord – hat man laut Blind erst zugelassen, als sich die Fußballer von der Partei vollständig distanzierten. Blind zufolge geht es der CONIFA gar nicht um Politik: „Oft versucht man von außen, CONIFA zu politisieren, aber wir selbst interessieren uns nicht für die politische Agenda der Verbände. Wir selbst sehen uns eher als Menschenrechtsorganisation.“ Nur ist ja selbst die Aufnahme bestimmter Mitglieder ein politisches Statement. DIE LEUTE SIND GENERVT DAVON, WIE GIERIG DIE FIFA GEWORDEN IST Der Fußball soll also im Vordergrund stehen – unpolitisch und vor allem auch antikommerziell. Denn, so Blind: „Die Leute sind genervt davon, wie gierig die FIFA geworden ist. Es muss etwas geben, das den Sport wieder zurück in den Fokus bringt. Und das sind wir!“ Kann die CONIFA das wirklich bieten? Immerhin repräsentiert CONIFA laut eigenen Angaben etwa 600 Millionen Menschen. Gleichzeitig wird auf der Homepage eine „Weltrangliste“ seit sechs Jahren nicht aktualisiert, zuletzt musste ein Drittel der weltweiten Mitgliedsverbände wegen Inaktivität ausgeschlossen werden. KRITIK AN DER CONIFA: WILLKÜRLICHE AUFNAHMEKRITERIEN, ABSAGEN GEPLANTER TURNIERE Alberto L'Episcopo von der sizilianischen Fußballföderation kritisiert die CONIFA. Sein Verband ist nach einer kurzen Mitgliedschaft wieder ausgetreten. Aufnahmekriterien seien willkürlich, immer wieder käme es zu Absagen geplanter Turniere, sagt er: „‘Ernstzunehmende‘ Auswahlmannschaften wie Katalonien, das Baskenland oder Korsika haben sich CONIFA niemals auch nur genähert.“ Es gibt nämlich durchaus große Verbände, die kein FIFA-Mitglied sind und auf selbstorganisierte Spiele außerhalb der FIFA setzen. So etwa Katalonien oder das Baskenland, das vor zwei Jahren ausschließlich mit Profifußballern vor über 35.000 Zuschauern gegen die Nationalmannschaft Uruguays spielen konnte. „Wir haben alle das Bedürfnis nach einer Institution, die die unterschiedlichen Fußballverbände zusammenführen kann. Aber CONIFA kann das nicht sein“, so der sizilianische Sportfunktionär. „DIE FIFA IST WOHLHABEND, CONIFA IST GESUND!“ CONIFA-Präsident Blind ist sich mancher organisatorischen Schwächen der Konföderation bewusst. Er sieht aber auch ihre Stärke und ihr Alleinstellungsmerkmal im gegenwärtigen, teilweise umstrittenen Weltfußball: „Ich sage immer: Die FIFA ist wohlhabend, CONIFA ist gesund!“

Ayer3 min
Portada del episodio Vor 50 Jahren: Dagmar Berghoff als erste Sprecherin in der Tagesschau

Vor 50 Jahren: Dagmar Berghoff als erste Sprecherin in der Tagesschau

DAGMAR BERGHOFF BEIM SWF IN BADEN-BADEN Die Spurensuche beginnt eher unglamourös: Auf einem betonierten Parkplatz auf dem SWR-Gelände. Es nieselt. Zusammen mit Bettina Reiss gehe ich über den Parkplatz, oben am Haus des Hörfunks. Bettina Reiss arbeitet im Fotoarchiv des SWR. Sie hat ein altes Bild von Dagmar Berghoff aus deren Zeit beim Südwestfunk mitgebracht. Es zeigt Berghoff, die an einem weißen Auto steht. Bettina Reiss und ich stehen am Waldrand und lassen das Foto auf uns wirken: Die Berghoff von damals trägt ein elegantes schwarzes Kleid und lacht in die Kamera. Es ist das Jahr 1975 – ihr letztes Jahr in Baden-Baden. Dass sie nur ein Jahr später eine eiserne Regel in der damals noch männerdominierten ARD brechen wird – das weiß Berghoff im Moment der Aufnahme noch nicht. DURCH EINEN ZETTEL AM SCHWARZEN BRETT ZUM SÜDWESTFUNK Spulen wir zurück ins Jahr 1967. Da heuert Berghoff beim Südwestfunk an. > Bei mir war's so: Ich habe drei Jahre lang eine Schauspielschule besucht. Dann hing bei uns ein Zettel am Schwarzen Brett, auf dem stand: Südwestfunk sucht junge Dame, die Fernsehansagen machen will, Rundfunksprecherin sein möchte und im Hörspiel, Fernsehspiel tätig sein will. > > > Quelle: Dagmar Berghoff VOM „TELEFONFRÄULEIN“ IM HÖRSPIEL BIS ZUR FERNSEHANSAGERIN Auf der Suche nach Berghoffs ersten Sprechversuchen tauche ich mit Hörfunk-Archivarin Katharina Stephan ab in die Katakomben des SWR. Über hundert Regalreihen gibt es. Bei Regalreihe 49 biegen wir links ab. Katharina Stephan zieht ein gebundenes Buch mit vergilbten Manuskripten aus dem Jahr 1968 heraus: „Duell im Stile der Zeit“, ein Hörspiel von Charles Cohen. Dagmar Berghoff spielt darin ein „Telefonfräulein“. Ihr Einsatz kommt bei Minute 8: „Zentrale“, sagt sie. Auf die Frage des Anrufers, ob sie ihn verbinden könne, antwortet sie: „Das ist leider nicht möglich.“ In ihren neun Jahren beim SWF in Baden-Baden werden die Aufträge größer. Berghoff moderiert Musiksendungen, sagt das Programm im Fernsehen an. ZUM ABSCHIED DANN DOCH NOCH DIE NACHRICHTEN Eine Aufgabe blieb ihr dort jedoch fast bis zum Schluss verwehrt: Das Nachrichtensprechen. Frauen galten als „zu emotional“ – man befürchtete, sie könnten in Tränen ausbrechen. An Berghoffs letztem Tag beim SWF kam es jedoch zu einem Vorfall, der sie schon sanft anklingen ließ: die „neue“ Ära. > Ich saß im Studio, da kam ein hochroter Redakteur rein und sagte: „Unser Nachrichtensprecher ist nicht da!“ Da sag ich: „Ja hier dürfen Frauen nicht Nachrichten sprechen – das müssen Sie machen!“ Sagt er: „Ich?? Nein, auf keinen Fall!“ Da hab ich mich dann vom Südwestfunk tatsächlich mit Nachrichten verabschiedet – im Bild. Zum ersten Mal eine Frau dort. Das war im Nachhinein dann so zeichengebend. > > > Quelle: Dagmar Berghoff In der Tat. 1976 zieht die gebürtige Berlinerin nach Hamburg und wird schließlich vom damaligen Tagesschau-Chefsprecher Karl-Heinz-Köpcke als erste Frau ins Sprecherteam aufgenommen. > Das war Stress für mich. Ich dachte, wenn ich jetzt versage – dann ist dieser Beruf für uns Frauen auf lange, lange Zeit verloren. Ich wusste: Ich musste auf Anhieb gut sein. > > > Quelle: Dagmar Berghoff Und das ist sie: Am 16. Juni 1976 spricht Berghoff fehlerfrei und in der für sie typischen preußisch-zurückhaltenden Art ihre erste Ausgabe – „wundersamerweise“ ohne Tränen. 1995 wird sie noch für ein paar Jahre Chefsprecherin, um sich schließlich am 31. Dezember 1999 aus dem Beruf zu verabschieden. Und wenn man hier ganz genau hinschaut, dann kann man sich durchaus einbilden, dass sie beim allerletzten Satz, den sie vor dem ikonischen blauen Hintergrund sagt, feuchte Augen bekommt. > Ja, meine Damen und Herren – das war's für mich für's Erste. Ich danke Ihnen, dass Sie immer wieder unsere 20-Uhr-Tagesschau als Ihre Nachrichtensendung gewählt haben. [...] Und damit tschüss von diesem Platz. > > > Quelle: Dagmar Berghoff

Ayer11 min
Portada del episodio Kinofilm „Sechswochenamt“ – Ein zarter Film über den richtige Umgang mit dem Tod

Kinofilm „Sechswochenamt“ – Ein zarter Film über den richtige Umgang mit dem Tod

ALLEINE MIT DEM TOD DER MUTTER Lore ist die Einzige, die die krebskranke Mutter vor ihrem Tod begleitet hat. Und die Mittzwanzigerin ist jetzt auch auf sich allein gestellt, wenn es darum geht, die anstehenden Formalitäten zu erledigen, die Wohnung der Mutter auszuräumen und die Beerdigung zu organisieren. Lores Mutter hat verfügt, dass ihre Asche im Meer verstreut werden soll, obwohl das in Deutschland verboten ist. Die Tochter will ihr diesen letzten Wunsch dennoch erfüllen. Ihre Familie in der niederrheinischen Provinz erweist sich dabei als wenig hilfreich. Ihre Großmutter pocht auf Konventionen. Und auch Lores Onkel ist genervt, dass seine schon zu Lebzeiten unangepasste Schwester sogar noch nach ihrem Tod durch Extravaganzen auffällt. Von Lores eigener Schwester Sophie ist sowieso keine Hilfe zu erwarten.  KINODEBÜT MIT DOKUMENTARISCHER ANMUTUNG „Sechswochenamt“ ist ein dokumentarisch anmutender Film, in dem Regisseurin Jacqueline Jansen die Zeit nach dem Tod ihrer eigenen Mutter verarbeitet hat. Ihr Alter Ego im Film ist die großartige Magdalena Laubisch. Innerlich aufgewühlt, aber äußerlich meist unbewegt, bringt Laubisch Lores Emotionen mit Blicken und kleinen Gesten zum Ausdruck: wie sie sich in ihrer Trauer alleingelassen fühlt, überfordert von all den Entscheidungen, die sie treffen muss in einem Moment, in dem sie sich eigentlich nur zurückziehen und weinen will. DER RICHTIGE UMGANG MIT DEM TOD Für einen würdigen Abschied von ihrer Mutter kämpft Lore gleich an mehreren Fronten: gegen die Bestattungsbürokratie, die Bedürfnisse der Familie und auch gegen gesellschaftliche Erwartungen über den richtigen Umgang mit dem Tod. Jansen siedelt den Tod von Lores Mutter wenige Tage vor Beginn des ersten Corona-Lockdowns im März 2020 an. So werden die Pandemiemaßnahmen – von geschlossenen Geschäften über Abstandsregeln bis zu Plastiktrennwänden – zum Sinnbild für Lores zunehmende Isolierung. Trotz seiner Traurigkeit hat der Film durchaus auch bitterkomische Momente, zum Beispiel wenn der Pfarrer sich weniger dafür interessiert, Lore Trost zu spenden als dafür, welche Möbel sie für die Gemeinde spenden könnte und bei nächster Gelegenheit auch gleich mit dem Transporter vorfährt. KEINE FILMFÖRDERUNG WOLLTE DIESEN FILM Der kleine, leise Film „Sechswochenamt“ rührt in seiner rohen Authentizität an. Realisiert hat ihn Jacqueline Jansen mit dem Mini-Budget von 96.000 Euro aus Spenden. Alle Filmförderungsstellen hatten ihren Antrag zuvor abgelehnt. Umso schöner, dass der Film mittlerweile mehrere Preise auf Festivals gewonnen hat und jetzt auch endlich ins Kino kommt. TRAILER „SECHSWOCHENAMT“. DER FILM STARTET AM 18.6. IM KINO

Ayer3 min