The State of Innovation

#55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist

42 min · Ayer
Portada del episodio #55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist

Descripción

Wie gestaltet man Innovation in einem der komplexesten Mobilitätssysteme Europas – und warum ist Bahnfahren eigentlich ein Designproblem? In dieser Episode spreche ich mit Peter Schindlecker [https://www.linkedin.com/in/peterschindlecker/], Head of Innovation bei der ÖBB, den österreichischen Bundesbahnen. Seine zentrale Überzeugung aus Jahren im Innovationsmanagement: Wer wirklich etwas verändern will, muss aufhören, Produkte zu denken – und anfangen, Systeme zu gestalten. In dieser Episode erfahren Sie: * Warum Industriedesign und Innovationsmanagement mehr gemeinsam haben, als man denkt – und was es bedeutet, „wünschbare Zukünfte zu designen" * Wie das Open Innovation Team der ÖBB als internes Consulting arbeitet: dort einsteigen, wo ein Problem noch keine Lösung hat, und den Weg von der Ursache bis zur Pilotphase gemeinsam beschreiten * Warum KI das Prototyping revolutioniert hat – und weshalb Prozesskompetenz trotzdem wichtiger denn je ist * Wie aus einer Innovationsinitiative ein vollständig neues Geschäftsmodell entstand: ÖBB 360 als integriertes Mobilitätsangebot für Unternehmen und Gemeinden Drei zentrale Takeaways: 1. System statt Produkt: Innovation in der Mobilität bedeutet nicht, ein neues Feature zu bauen – sondern zu verstehen, wie man ein komplexes System mit gezielten Interventionen anregt, sich weiterzuentwickeln. 2. Nah am Business bleiben: Wer Innovation nur von außen denkt, wird vom Immunsystem des Unternehmens ausgestoßen. Der Schlüssel liegt darin, Outside-In-Perspektive und interne Stakeholder-Logik zu verknüpfen. 3. Komplexität und Kompliziertheit sind nicht dasselbe:Wer den Unterschied versteht, trifft bessere Entscheidungen – schneller. Peter Schindlecker zeigt am Beispiel der ÖBB, wie Innovation in einem Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag, kritischer Infrastruktur und einem System voller Abhängigkeiten tatsächlich gelingt. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt – und trotzdem schneller ist.

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Portada del episodio #55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist

#55 Warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt und schneller ist

Wie gestaltet man Innovation in einem der komplexesten Mobilitätssysteme Europas – und warum ist Bahnfahren eigentlich ein Designproblem? In dieser Episode spreche ich mit Peter Schindlecker [https://www.linkedin.com/in/peterschindlecker/], Head of Innovation bei der ÖBB, den österreichischen Bundesbahnen. Seine zentrale Überzeugung aus Jahren im Innovationsmanagement: Wer wirklich etwas verändern will, muss aufhören, Produkte zu denken – und anfangen, Systeme zu gestalten. In dieser Episode erfahren Sie: * Warum Industriedesign und Innovationsmanagement mehr gemeinsam haben, als man denkt – und was es bedeutet, „wünschbare Zukünfte zu designen" * Wie das Open Innovation Team der ÖBB als internes Consulting arbeitet: dort einsteigen, wo ein Problem noch keine Lösung hat, und den Weg von der Ursache bis zur Pilotphase gemeinsam beschreiten * Warum KI das Prototyping revolutioniert hat – und weshalb Prozesskompetenz trotzdem wichtiger denn je ist * Wie aus einer Innovationsinitiative ein vollständig neues Geschäftsmodell entstand: ÖBB 360 als integriertes Mobilitätsangebot für Unternehmen und Gemeinden Drei zentrale Takeaways: 1. System statt Produkt: Innovation in der Mobilität bedeutet nicht, ein neues Feature zu bauen – sondern zu verstehen, wie man ein komplexes System mit gezielten Interventionen anregt, sich weiterzuentwickeln. 2. Nah am Business bleiben: Wer Innovation nur von außen denkt, wird vom Immunsystem des Unternehmens ausgestoßen. Der Schlüssel liegt darin, Outside-In-Perspektive und interne Stakeholder-Logik zu verknüpfen. 3. Komplexität und Kompliziertheit sind nicht dasselbe:Wer den Unterschied versteht, trifft bessere Entscheidungen – schneller. Peter Schindlecker zeigt am Beispiel der ÖBB, wie Innovation in einem Unternehmen mit gesellschaftlichem Auftrag, kritischer Infrastruktur und einem System voller Abhängigkeiten tatsächlich gelingt. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warum Innovation auf Schienen langsamer wirkt – und trotzdem schneller ist.

Ayer42 min
Portada del episodio #54 Vom Traditionsblatt zum Innovationstreiber: Die Wiener Zeitung im Wandel

#54 Vom Traditionsblatt zum Innovationstreiber: Die Wiener Zeitung im Wandel

Wie transformiert man eine der ältesten Tageszeitung der Welt – gegründet 1703 – in eine digitale Medienorganisation des 21. Jahrhunderts? Und was passiert, wenn der Gesetzgeber von heute auf morgen das Geschäftsmodell grundlegend verändert? In dieser Episode spreche ich mit Martin Mair [https://www.linkedin.com/in/mamair/], Chief Information Officer und Member of the Board der Mediengruppe Wiener Zeitung. Seine zentrale Erkenntnis aus über sieben Jahren mitten in dieser Transformation: Innovation entsteht nicht durch Abwarten auf perfekte Informationen – sondern durch den Mut, mit dem zu entscheiden, was man jetzt weiß. Und dann: anpassen. In dieser Episode erfahren Sie: * Warum der Shift von Output- zu Outcome-Orientierung der eigentliche Gamechanger in der Transformation der Wiener Zeitung war * Wie ein Bundesunternehmen mit 300-jähriger Geschichte lernt, agile Teams aufzubauen, die selbstorganisiert Entscheidungen treffen – und warum das funktioniert * Weshalb Unsicherheit kein vorübergehender Zustand mehr ist, sondern die neue Normalität – und wie man als Organisation damit umgeht * Wie die Wiener Zeitung vom reinen Medienhaus zum Partner der gesamten österreichischen Medienlandschaft wird: mit einem Media Innovation Lab, einem Journalistinnen-Traineeship und einem Zentrum für Medienwissen Drei zentrale Take-aways: 1. Einfach machen: Nicht auf alle Informationen warten – die kommen nie vollständig. Kleine Dinge ausprobieren, direkt zu den Betroffenen gehen und lernen. 2. Entscheidungen gehören dorthin, wo die Arbeit passiert: Teams, die täglich mit Kunden, Startups und Nutzern arbeiten,treffen die besseren Entscheidungen – wenn man sie lässt. 3. Raus aus der Komfortzone –wirklich: In einerZeit, in der eine Krise die nächste ablöst, reüssieren jene, die Risiken eingehen und aktiv gestalten statt zu jammern. Martin Mair zeigt am Beispiel der Wiener Zeitung, wie echte organisationale Transformation gelingt: nicht als einmaliges Projekt, sondern als permanente Haltung. Eine Episode für alle, die verstehen wollen, wie Innovation unter öffentlichem Druck, gesetzlichem Auftrag und gesellschaftlicher Verantwortungtatsächlich funktioniert – und warum das Motto „Einfach machen" mehr ist als eine Floskel.

16 de jun de 202642 min
Portada del episodio #53 Open Innovation - Kundennnähe statt Bauchgefühl

#53 Open Innovation - Kundennnähe statt Bauchgefühl

Warum innovieren viele Unternehmen am Kunden vorbei?Weil sie auf ihre eigenen Kompetenzen schauen – statt auf die Probleme, die ihr /eKund:in wirklich lösen will.  In dieser Episode spreche ich mit Christoph Knogler [https://www.linkedin.com/in/christoph-knogler/] über Open Innovation als Überlebensstrategie. Als CEO der KEBA Gruppe verantwortet er ein internationales Technologieunternehmen mit 28 Standorten in 16 Ländern. Seine klare These: Innovationohne Kundeneinbindung ist Glücksspiel. Wer echte Zukunfts-Fitness will, muss raus aus der eigenen Komfortzone – rein in den Dialog mit Kunden, Partnern und Märkten, die man noch gar nicht kennt.  In dieser Episode erfahren Sie:  * Warum Innovation kein Selbstzweck ist, sondernkonsequentes Risikomanagement für die Zukunft  * Wie KEBA aus bestehenden Technologie-Bausteinen immer wieder neue Märkte erschlossen hat – von Bankautomaten über Paketstationen bis zu KI-gestützter Überwachung  * Was es bedeutet, Open Innovation nicht als Methode,sondern als gelebtes System mit bis zu 80 Partnern gleichzeitig zu betreiben  * Warum der erste Schritt in unbekanntes Terrain immermit einem bekannten Kunden beginnen sollte – und wie man dann ins offene Meer springt  Drei zentrale Takeaways:  1.  Innovation braucht einen Ort: Damit Open Innovation wirklich funktioniert, braucht es physische Räume für fokussierten Austausch – wie KEBAs eigenen InnoSpace in Linz.  2. Bekannte Partner, neue Ideen: Die erfolgreichsten Innovationen entstanden bei KEBA aus bestehenden Kundenbeziehungen heraus – als Sprungbrett in völlig neue Märkte.  3. „Innovation muss man nicht nur denken – man muss sieauch erleben können."  Eine Episode für alle, die verstehen wollen, warumKundennähe keine Soft Skill ist – sondern der härtesteWettbewerbsvorteil, den ein Unternehmen haben kann.

26 de may de 202637 min
Portada del episodio #52 Artificial Intelligence im Verlag

#52 Artificial Intelligence im Verlag

Warum scheitern KI-Projekte nicht an fehlender Technologie, sondern daran, dass wir zu viele starten und zu wenige zu Ende bringen?   In dieser Episode spreche ich mit Vivienne Goizet [https://www.linkedin.com/in/vivienne-goizet/] über KI-Innovation im größten deutschen Boulevardmedium. Als Project Lead Editorial AI bei BILD verantwortet sie die Schnittstelle zwischen Newsroom und Technik – und kennt beide Welten von innen. Ihre nüchterne Erkenntnis nach zwei Jahren KI-Aufbau: Nicht wer die meisten Initiativen startet, gewinnt. Sondern wer den Mut hat, konsequent loszulassen.   In dieser Episode erfahren Sie: * Wie BILD aus über 125 KI-Ideen ein schlankes Portfolio von 8 konkreten Projekten formte – und was auf diesem Weg verworfen, gescheitert und gelernt wurde * Warum ein halbes Jahr Entwicklung an automatisierten Spielberichten mit einer klaren Grundsatzentscheidung endete: Kein Text bei BILD geht ohne einen Menschen online * Wie das AI-Lab mitten im Newsroom funktioniert – als physischer Ort, an dem Redakteure Ideen einbringen und sofort auf KI-Kompetenz zugreifen können * Warum Reichweite, Qualität und Effizienz die drei Kriterien sind, an denen sich jede KI-Initiative bei Axel Springer beweisen muss   Drei zentrale Takeaways:   1. Loslassen ist eine Strategie: Wer zu lange an nicht funktionierenden Projekten festhält, verliert den wertvollsten Rohstoff der KI-Ära – Zeit. 2. Fokus schlägt Vollständigkeit: Eine Aufwands-Impact-Matrix ist kein Tool, sondern eine Haltung. Wenige Projekte, konsequent umgesetzt. 3. „Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert werden." – Die Frage ist nicht ob, sondern wie man dabei die Qualität sichert.   Eine Episode für alle, die KI nicht nur ausprobieren, sondern wirklich implementieren wollen – und verstehen möchten, wie Innovation zwischen Fokus und Loslassen gelingt.

5 de may de 202639 min
Portada del episodio #51 Führen in Komplexität: Systemisch statt kontrollierend.

#51 Führen in Komplexität: Systemisch statt kontrollierend.

Stell dir vor, du führst ein Team durch einen Markt, der sich schneller verändert, als du Roadmaps schreiben kannst. Genau das ist der Alltag von Julia Steinacker [https://www.linkedin.com/in/juliasteinacker/].   In dieser Episode spreche ich mit Julia Steinacker über systemische Führung in einem der dynamischsten Märkte Deutschlands. Als Head of Product Management und CustomerCare bei der smartlab Innovationsgesellschaft mbH verantwortet sie die Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und direktem Kundenkontakt – bei einem der führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur-Lösungen in Deutschland.   Ihre zentrale Erkenntnis: Wer in einem wachsenden, komplexen Umfeld wirklich etwas bewegen will, muss nicht alle Antworten haben – sondern die richtigen Fragen stellen.   Erkenntnisse dieser Episode: * Warum Fokus in der E-Mobilität wichtiger ist als die nächste Innovation – und wie man lernt, strategisch Nein zu sagen * Was systemische Führung konkret bedeutet und welche Fragetechniken Julia im Alltag einsetzt * Wie KI im Produktmanagement sinnvoll eingesetzt wird – und wo der menschliche Kontakt unersetzbar bleibt * Warum Entscheidungen unter Unsicherheit eine klare Struktur brauchen, aber keine Perfektion   Drei zentrale Takeaways: 1. Ziel vor Maßnahme: Wer mit einem klaren Ziel in den Raum geht – egal ob Meeting, Roadmap oder Strategie – findet bessere Lösungen. Immer. 2. Handlungsstärke statt Kontrolle: Führung bedeutet nicht, die beste Antwort zu liefern, sondern Menschen zu befähigen, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen. 3. „Mit mehr Ruhe und Präsenz in Termine reingehen" – Julias persönlicher State of Innovation ist kein Tool, kein Framework. Es ist eine innere Haltung.   Julia zeigt am Beispiel der Ladeinfrastruktur, wie systemisches Denken aus der Coaching-Ausbildung in den Führungsalltag übertragen werden kann: pragmatisch, menschlich und wirksam. Eine Episode für alle, die in komplexen Umfeldern nicht nur funktionieren, sondern wirklich führen wollen.

14 de abr de 202630 min