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Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

6 min · 8 de jun de 2026
Portada del episodio Gottes „Muss“ hat göttliche Ziele!

Descripción

Die Bibelstelle Apostelgeschichte 27,23-24 – ausgelegt von Gerhard Weinreich. Vielleicht sind Sie eben darüber gestolpert, dass der Engel Gottes zu Paulus sagte: „Du musst vor den Kaiser gestellt werden!“ Und haben sich gefragt: “Gibt es denn so ein göttliches Muss?“ Menschen beklagen sich oft: „Warum musste gerade ich so schwer erkranken?“ Oder: "Warum musste gerade ich so einen herben Verlust erleiden?" Es gibt ähnliche Fragen – meistens ohne Antwort. Ich bekam eine für mich als 25-jähriger Vikar beim ersten Hausbesuch in meiner ersten Gemeinde: einem alten Ehepaar, das in erbärmlichen Verhältnissen lebte! Die Frau klagte mir auch gleich ihre Not: „Wenn unser Sohn noch lebte, ginge es uns jetzt besser! Aber der wurde ja noch kurz vor Kriegsende mit seinem Flugzeug abgeschossen!" Ich versuchte, sie mit Worten der Bibel und des Glaubens zu trösten. Doch sie unterbrach mich bald: „Ach, Sie junger Spund, was verstehen denn Sie vom Leben!“ Daraufhin erzählte ich ihr, dass ich mit „17“ innerhalb von drei Wochen meine Eltern und viele Jahre zuvor meinen einzigen Bruder verloren habe. Sagte ihr, dass ich ohne Gottes Trost und Jesu Hilfe heute nicht bei ihr sitzen würde. Worauf sie zunächst lange schwieg, dann aber sagte: „Herr Vikar, jetzt glaube ich Ihnen auch, was sie mir von Gott und Jesus sagten!“ Im nächsten Moment ging mir auf: "Gerhard, deshalb musstest Du das Sterben dreier geliebter Menschen erleben, damit Du einmal Menschen in ihrer Trauer überhaupt verstehen und dann versuchen kannst, sie zu trösten!“ Was für ein Beginn meiner Vikarszeit! Jetzt verstand ich, dass Paulus in einem seiner Briefe schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“ Was Paulus von Gott erkannte, mit ihm erlebte und dann seelsorgerlich tun konnte, hat mein Pfarrersleben geprägt. Mich auch den Satz des Philosophen Sören Kierkegaard begreifen lassen: „Verstehen kann man das Leben nur rückwärts!“ Also erst im Rückblick auf finstere Täler oder herbe Einschnitte im Leben: ob sie mir nicht auch eine neue Sicht vom Leben schenken! Ich denke an eine Cousine. Sie lag nach einem komplizierten Wadenbeinbruch wochenlang im Krankenhaus. Als ich sie besuchte, meinte sie: „Was mir bis jetzt enorm wichtig war, wurde mir auf einmal völlig nebensächlich. Und was für mich bisher total unwichtig war, bekam auf einmal einen hohen Stellenwert.“ Doch Sören Kierkegard sagte nicht bloß: „Verstehen kann man das Leben nur rückwarts“ sondern auch: „Leben muss man es aber vorwärts!“ Meine Mutter fiel mir ein, die 13 Jahre nach dem Tod meines Bruders sagte: „Jetzt bin ich über ihn hinweg. Ich suche meinen Jungen nicht mehr 1,60 Meter unter der Erde, sondern oben bei Gott! Wer weiß, wovor er mein Kind bewahren wollte.“ Was für eine Lektion, die meine Mutter damit von Gott lernte! So manche Lektionen von Gott lernte auch meine Frau in den Höhen und Tiefen ihrer jahrelangen Krebserkrankung. Sie lebte mir dabei vor, was das Leben „vorwärts leben“ heißt. Nämlich, je länger umso mehr mit dem Satz des Paulus im Herzen: „Ich vergesse, was dahinten ist und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.“ Dem Erreichen göttlicher Ziele soll jedes „Muss Gottes“ im Leben dienen! Paulus hat das erlebt. In Rom wurde er nur zu einem Hausarrest in eigener Wohnung verurteilt, konnte aber trotzdem ungehindert das Evangelium von Jesus Christus verkündigen! Und danach bekam Paulus vermutlich von Gott sogar einen langersehnten Wunsch erfüllt: nämlich nach Spanien reisen und auch dort missionieren zu dürfen! Einen Philipp Friedrich Hiller ließ das dichten: „HERR, was sind wir, dass du Engel uns zu unsern Wächtern gibst? Menschen sind wir voller Mängel, Menschen, die du dennoch liebst. Engel, die dich allzeit sehn, sollen uns zu Diensten stehn. Engel hüten uns als Kinder, heilge Engel schützen Sünder.“  (Lied: Herr Gott, dessen starke Rechte) Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer i. R. Gerhard Weinreich ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17356555.gif]

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episode Die Richtschnur meines Lebens artwork

Die Richtschnur meines Lebens

Die Bibelstelle 5. Mose 5,32 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Je älter meine Mutter wurde, umso mehr lebte sie in der Vergangenheit. Sie hatte die Kriegsjahre noch bewusst miterlebt, wurde ausgebombt und musste bei Null anfangen, sich ihr Leben aufzubauen. Immer wieder erzählte sie davon. Ich weiß, dass es mich lange genervt hat, immer die gleichen Geschichten zu hören. Aber je älter ich wurde, umso wichtiger wurden sie mir. Sie erklären mir, welcher Motor hinter dem Handeln meiner Mutter steckte, warum meine Mutter zu der Persönlichkeit wurde, die ich kannte und die mich prägte. Wenn ich zurückschaue, kann ich vieles besser verstehen, was im Heute ist. Es hat mich berührt, dass auch in der Bibel ein ganzes Buch einer Rückschau gewidmet ist, das 5. Buch Mose. Das Volk Israel wurde von Mose aus der Sklaverei in Ägypten herausgeführt. Sie wollten in ein Land gehen, das Gott ihnen versprochen hatte, in das Gelobte Land. Diese Wanderung dauerte 40 Jahre. Und so waren viele der Menschen, die seinerzeit in Ägypten aufgebrochen waren, schon gestorben, als das Volk endlich an der Grenze dieses verheißenen Landes stand. Mose, ihr Anführer vom ersten Tag an, lebte noch. Aber er spürte, dass sein Ende nahe war. Und darum wollte er den Nachgeborenen noch einmal erzählen, wie es zu dem Aufbruch gekommen war, welche Hindernisse ihnen im Weg lagen, welche Kämpfe gegen andere Völker sie bestehen mussten. Vor allem wollte er ihnen von dem erzählen, der zu dem Aufbruch aufgerufen hatte: von Gott. Gott hatte einen Bund mit diesem Volk geschlossen. Es stand unter seinem besonderen Schutz. Im Gegenzug dazu musste das Volk versprechen, nur diesen einen Gott anzubeten und bestimmte Regeln des Miteinanders einzuhalten. Zehn Gebote waren es, die Gott vorgab und Mose auf zwei Steintafeln diktierte. Ganz eindringlich wiederholt Mose in seiner Rede an das Volk diese Gebote und endet mit den Worten: „So habt nun acht, dass ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch zur Linken.“ (5. Mose 5,32 [https://www.bibleserver.com/LUT/5.Mose5%2C32]) Er will damit sagen: vor euch liegt eine schwierige Zeit, wenn ihr in das neue Land kommen werdet. Wahrscheinlich wird es zu Kämpfen kommen mit den Menschen, die jetzt dort leben. Aber Gott hat es so gewollt, Er hat euch dieses Land versprochen. Und er wird euch begleiten, wenn ihr euch an seine Gebote haltet. Dann bleibt ihr unter seinem besonderen Schutz! Die Zehn Gebote hatten ihre Gültigkeit nicht nur für das Volk Israel damals, sie gelten auch heute noch. Teilweise sind sie sogar in unsere Verfassung eingeflossen. In ihrer tiefen Wahrheit geben sie mir vor, wie ich mich Gott und meinen Mitmenschen gegenüber verhalten soll, so dass Friede zwischen den Menschen bleibt. Und der Friede wird verlässlicher, je weniger ich davon abweiche, nicht nach rechts und nicht nach links. So sehr mich die Erfahrungen meiner Mutter geprägt haben, noch mehr haben mich die 10 Gebote geprägt, die für mich in meinem Leben zu einer verbindlichen Richtschnur wurden und durch die ich mich unter dem Schutz Gottes weiß. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373518.gif]

5 de jul de 20264 min
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Allein

Die Bibelstelle Psalm 22,11 – ausgelegt von Dorothee Döbler. Kennen Sie das Lied “Allein” von Reinhard Mey? In der ersten Strophe geht es um einen Jungen, der allein auf dem Pausenhof steht, mit den Tränen kämpfend. Der Schulranzen liegt offen auf dem Boden, der Inhalt verstreut. Warum machen das die anderen Kinder? Warum grenzen sie ihn so aus? Weil er schlechte Noten hat? Oder weil er altmodische Kleidung trägt? Oder weil seine Haare ihnen nicht gefallen? Wie sehr hätte er sich jetzt jemanden gewünscht, der ihm beisteht, der ihn tröstet, der ihm einfach nur hilft, die Sachen einzusammeln. Mich berührt das Bild dieses Jungen bei jedem Hören des Liedes aufs Neue. Nein, genau so ist es mir nicht passiert. Aber dieses Gefühl, von allen verlassen worden zu sein, das kenne ich auch. Ein wohlgemeintes Schulterklopfen “Das wird schon wieder” macht es auch nicht besser. Die Wunde in der Seele heilt zwar, aber die Narbe bleibt. “Allein, wir sind allein. Wir kommen und wir gehen ganz allein….”, heißt es im Refrain. “Wir mögen noch so sehr geliebt, von Zuneigung umgeben sein. Die Kreuzwege des Lebens geh’n wir immer ganz allein.” Im letzten bin ich doch auf mich selbst zurückgeworfen - das ist die Botschaft dieses Liedes. Traurig, aber wahr. Traurig, aber wahr? Ja, weil jeder Mensch anders ist, weil jeder Mensch anders denkt und fühlt, darum wird er in der Tiefe von keinem anderen Menschen verstanden, auch nicht von Eltern, Partnern, besten Freunden. Mich bewegt ein Wort aus der Bibel. Ein Psalmbeter spricht: „Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter. Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Gott von meiner Mutter Schoß an.“ (Psalm 22,10-11 [https://www.bibleserver.com/LUT/Psalm22%2C10-11]). Und er will damit sagen: Gott, du kennst mich, seit ich den ersten Atemzug getan habe. Du hast dafür gesorgt, dass ich mich bei meiner Mutter geborgen fühlen durfte. Du warst bei mir, seit mein Leben begann. Von meiner Geburt an warst du bei mir und hast für mich gesorgt. Wenn ich das annehme, dann bin ich nicht mehr allein, auch nicht in Augenblicken des Lebens, in dem andere Menschen mich verlassen. Und gerade die Kreuzwege des Lebens gehe ich nicht mehr allein. Denn an den Kreuzwegen steht Jesus Christus mit seinem Kreuz und spricht mir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis an der Welt Ende. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Dorothee Döbler ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17373113.gif]

Ayer3 min
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Nachfolger gesucht

Die Bibelstelle Jesaja 6,8 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Haben Sie ihre Nachfolge schon geregelt? Welche Nachfolge? Diese Frage kann sich auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche beziehen. Es gehört zum Lauf des Lebens, dass ein Engagement zum Beispiel in einem Verein, in der Gemeinde oder im Beruf endet und eine Nachfolgerin und ein Nachfolger gebraucht werden. „Keiner ist unersetzlich“, sagt man. Aber es ist gut, wenn ein geeigneter Mensch gefunden wird, und die Nachfolge rechtzeitig geregelt werden kann. Und es ist gut, wenn jemand, der Verantwortung getragen und sich engagiert hat, auch aufhören kann. Vermutlich haben Sie jetzt einige Beispiele vor Augen. Ich möchte mit Ihnen einmal die Blickrichtung wechseln, in den Spiegel – den aus Glas – schauen. Vielleicht kommt das jetzt für Sie überraschend. Im Vertrauen gefragt: wären Sie bereit, sich auf ein neues Engagement einzulassen, wenn Sie gefragt würden? Oder wenn Sie sehen, dass irgendwo jemand dringend gebraucht wird?        Und Sie das auch von Ihren Möglichkeiten und Begabungen könnten? Bzw. andere es Ihnen zutrauen? Manchmal geht es um Verantwortung in einem kleinen Bereich, der aber wichtig für eine Familie, für die Nachbarschaft, für eine Gemeinde, einen Verein, oder für das soziale Umfeld sein kann. Vermutlich haben Sie auch Situationen erlebt, in denen eine Frage, eine Bitte um Hilfe im Raum stehen, und die Anwesenden den Blick senken oder sich eine gewisse Schwerhörigkeit auszubreiten scheint. Eltern von schulpflichtigen Kindern kennen die peinliche Stille, die auftreten kann, wenn es um Verantwortungsübernahme in der Elternversammlung geht. Verantwortung, das ist das Stichwort. „Antwort“ steckt darin. Voran steht eine Frage. Dann geht es um eine Reaktion. U.A.w.g.  - um Antwort wird gebeten, steht auf besonderen Einladungen. Wer nicht reagiert, wird vielleicht irgendwann nicht mehr gefragt. Manchmal kommen überraschende Anfragen. So geschehen bei einem jungen Mann in Israel, vor 2500 Jahren. Von ihm wird im Buch Jesaja in der Bibel berichtet: „Ich hörte die Stimme des HERRN, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? - Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“ Jesaja reagiert auf Gottes Frage. Seine Berufung wurde seine Mission. Jesus nimmt das mit einem Bild aus der Landwirtschaft auf. Er sagt: „Die Ernte ist groß. Bittet den Herrn, dass er Arbeiter in die Ernte sendet.“ Mitarbeiter gesucht. Nachfolger! Dabei geht es ja nicht darum, Jesus zu ersetzen, sondern in seiner Spur zu gehen. Er hat auf die Herrschaft Gottes hingewiesen, die uns nahe ist. Es gibt viel zu tun. Moment, sagen Sie vielleicht jetzt. Was habe ich damit zu tun? Ich bin weder Prophet noch Jünger. Mag sein, aber Gott fragt nach uns allen. Adam, Mensch, wo bist Du? Diese Frage gilt auch Ihnen. Sie sind ein reichhaltig begabter und von Gott gefragter Mensch. Mit Ihrem Leben geben Sie jeden Tag praktisch eine Antwort. Wie sieht sie aus? Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372450.gif]

3 de jul de 20264 min
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Befreit durch Jesus

Die Bibelstelle Markus 7,34-35 – ausgelegt von Hans-Georg Filker. Heute möchte ich Ihnen von einer befreienden Erfahrung berichten. Eine Befreiung, die eine neue Lebensperspektive öffnete, die man sich vorher gar nicht vorstellen konnte. Und das hat mit Jesus von Nazareth zu tun. Jesus war schon ein besonderer Mensch. Er wurde von seinen Freunden „Christus“ genannt, der von Gott besonders Berufene. Und so hat er sich auch selbst verstanden. Mal kurz angemerkt: ich finde es manchmal befremdlich, wie oft vom „Christlichen“ geredet wird, „christlicher Glaube, christliches Abendland, christliches Verhalten“, aber irgendwie taucht Jesus gar nicht mehr dabei auf. Er scheint vielen fremd zu sein, unbekannt, obwohl er dem Ganzen, dem Christentum, den Namen gegeben hat. Weihnachten ist zwar noch weit weg, aber ich habe den Eindruck, wir feiern diesen Geburtstag Jesu zunehmend ohne das Geburtstagskind. Kein Wunder, wenn dann wirklich Erfahrungen mit ihm fehlen, in dem Gott uns menschlich begegnet. Statt irgendwie fester oder weniger stark an „etwas“ zu glauben, lade ich Sie ein, mehr darauf schauen, wie ER, Jesus, Menschen begegnet. Davon berichtet die Bibel im Neuen Testament. Diese Begegnungen finden an unterschiedlichen Orten mit ganz unterschiedlichen Menschen statt. Jesus ist viel unterwegs. Er trifft auf Leute in ihrem Alltag, wo das schöne und manchmal auch das ungeschönte Leben stattfindet. Einmal bringen Leute einen Menschen zu Jesus, der viele Einschränkungen hatte. Er konnte weder hören noch kaum sprechen. Damit war seine Teilhabe am Leben stark eingeschränkt. Aber er hatte Menschen um sich, denen er nicht egal war. Sie bringen ihn zu Jesus und bitten: Lege doch unserem Bekannten die Hand auf. Sie wagen Vertrauen und Hoffnung. Was macht Jesus? Menschliche Not verdient kein Spektakel. Er führt den zu ihm Gebrachten etwas abseits und wendet sich ihm zu, berührt ihn und spricht ihn an. Und das Wunder geschieht. Es heißt: „…sogleich taten sich seine Ohren auf, und die Fessel seiner Zunge wurde gelöst und er redete richtig.“ Eine Demonstration seiner, Jesu, Fähigkeiten? Eher seiner Liebe, die den Kranken nicht zum Objekt seines Handelns macht. So bittet Jesus die, die diese Befreiung miterlebt haben, daraus kein Kapital zu schlagen. Es geht Jesus um den Menschen, nicht um spektakuläre Erfahrungen. Wer in die Nähe Jesu kommt oder gebracht wird, sei es durch Freunde, durch die Teilnahme an einem Gottesdienst, durch das Lesen in der Bibel, kann solche Erfahrungen machen. Ich habe das in meinem Leben immer wieder einmal erfahren, dass Jesus mich anspricht, innerlich berührt und das sich daraus für mich neue Perspektiven ergeben haben, die ich mir vorher überhaupt nicht vorstellen konnte. Gut, dass ich Menschen hatte, die mich als Jugendlichen in die Nähe Jesu gebracht haben. Das hat mir befreiende Perspektiven gegeben, die ich gerne teile, auch mit Ihnen. Und dann lassen sie uns solche Freunde sein, die das auch anderen ermöglichen. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Pfarrer Hans-Georg Filker ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17372105.gif]

2 de jul de 20264 min
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Begabt und doch zu allem fähig

Die Bibelstelle 5. Mose 9,26 – ausgelegt von Gudrun Siebert. Das Volk Israel [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Israel/18] befindet sich nach langer Wüstenwanderung am Jordan. Doch bevor sie den Fluss überqueren, hält ihr Führer Mose [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Moses/24] eine lange Rede. Er erinnert an verschiedene Stationen der langen Wanderung. Dabei gab es viel Gutes und viel Hilfe von Gott. Mose erinnert aber auch an so manche Zeiten, in denen die Menschen gemurrt, gegen Gott rebelliert und gesündigt [https://www.bibleserver.com/video/ADP/S%C3%BCnde/53] haben. Und immer wieder hat Gott vergeben und dem Volk Israel einen Neuanfang ermöglicht. Der Mittler zwischen dem Volk und Gott ist Mose. Er erinnert in seiner Rede an den Ungehorsam und daran, dass er einmal vierzig Tage und Nächte zu Gott um Erbarmen und Vergebung gebetet [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Beten/38] hat. Da war Mose vom Berg mit den Tafeln des Gesetzes [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Gesetz/8] heruntergekommen und erlebte, wie das Volk sich ein goldenes Kalb gegossen hatte. Er war sehr zornig darüber und wusste, dass auch Gott das nicht dulden würde. Aber dann betete er und sagte, so wie es in der Losung der Herrnhuter Brüdergemeine von heute steht: „HERR, verdirb dein Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Kraft erlöst hast.“ Ja, Gott hatte das Volk errettet und befreit aus der Hand aller ihrer Feinde. Deshalb sind die Worte von Mose mehr als nur eine Bitte. Sie sind eine Anerkennung der treuen und rettenden Liebe [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Liebe/22] Gottes. Mose hebt hervor, dass es Gott ist, der das Volk errettet, erlöst hat. Gott hat immer zu seinem Volk gehalten und ihm so viel Gutes getan. Und da kann er die Menschen doch jetzt nicht vernichten, oder? Ja, wir Menschen machen es dem Schöpfer [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Sch%C3%B6pfung/51] wirklich nicht leicht. Jede und jeder von uns ist nicht nur von Gott begabt, sondern auch zu allem fähig – auch zum Schlimmsten. Aber zu unserem Glück will Gott nicht vernichten, sondern retten. Daran erinnert Mose. Seine Geschichte mit dem Volk Israel hat damals erst richtig Fahrt aufgenommen. Und seine Geschichte mit uns, mit Ihnen und mir, ist noch lange nicht zu Ende. Seine Gnade [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Gnade/12] ist unverdient, und seine Treue hat sich immer wieder gezeigt, obwohl wir Menschen oft gegen Gottes Gebote [https://www.bibleserver.com/search/LUT/gebot] verstoßen. Aber Gottes Gnade ist größer als sein Zorn – damals und heute. In seiner Treue geht Gott ja noch einen weiteren Schritt, indem er seinen Sohn auf die Erde schickt. Gottes Rettung durch Tod und Auferstehung [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Auferstehung/37] von Jesus Christus [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Jesus/19] ist unser Fundament des Glaubens [https://www.bibleserver.com/video/ADP/Glaube/11]. Ich darf immer wieder neu anfangen, wenn ich gesündigt habe. Gott ist gnädig, so wie er damals seinem Volk gnädig war. Vielleicht ist dieses Bibelwort ein Anstoß, sinnbildlich am Jordan zu stehen und zu überlegen, wann und wie Gott Ihnen in Ihrem Leben schon geholfen hat. Denn so wie der Jordan damals für das Volk Israel einen neuen Lebensabschnitt bedeutete, gibt es bei Ihnen doch auch immer mal wieder neue Abschnitte, Wendepunkte. Beim Nachdenken sollte ich aber auch ehrlich zu mir selbst sein: Bin ich dankbar dafür, was Gott in meinem Leben getan hat? Bewahre ich die Gaben, die ich durch ihn habe? Oder lasse ich Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit zu? Solch ein Nachdenken eröffnet die Möglichkeit, Gott zu danken für alles bisherige Durchtragen. Bei solcher Dankbarkeit kann ich mich getrost weiter in Gottes Hände begeben. Bibellesen unter bibleserver.com [https://www.bibleserver.com/] Autor: Gudrun Siebert ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17371341.gif]

1 de jul de 20264 min