ERF Plus - Wort zum Tag
Haben Sie einen richtig guten Freund? Einen, der auch bei Ihnen ist, wenn es richtig brenzlig wird? In der Bibel steht eine Geschichte von drei Freunden. Alle drei sind Juden und leben in einem anderen Land, in Babylonien. Sie halten zusammen. Sie haben es geschafft - trotz Migrationshintergrund - in eine hohe politische Stellung zu kommen. Sie sind vom König hochgeschätzt. Aber es gibt Neider, die versuchen, sie loszuwerden. Sie schlagen dem König vor, ein Bild aufzustellen, das alle anbeten sollen. Und - wer es nicht tut, der soll in einen heißen Ofen geworfen werden. Daran soll man sehen, wer wirklich Respekt vor dem König hat. Wenn dann alles nach Plan läuft, sind sie die drei jüdischen Männer in Kürze los. Denn das wissen sie: Juden beten nur ihren Gott an. Und tatsächlich: Der König meint, das sei eine gute Idee. Und wie vermutet, werfen sich die drei Männer nicht vor dem Bild nieder. Der König lässt sie zu sich rufen und gibt ihnen noch eine Chance. So sagt er: „Werft euch vor dem Bild nieder! Sonst werdet ihr in den glühenden Feuerofen geworfen!“ und er schiebt noch hinterher: „Lasst sehen, wer der Gott ist, der euch aus meiner Hand erretten könnte!“ Doch die drei Männer stehen mutig vor ihm und sagen: „Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er's nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden.“ - Diese Worte der drei Männer stehen im Buch Daniel, Kapitel 3 Verse 17 und 18. Es ist die heutige Tageslosung der Herrnhuter Brüdergemeine. Doch bevor ich anschaue, wie die Geschichte weitergeht, lassen Sie mich einen Moment bei dieser Aussage stehen bleiben. Noch einmal diese Worte der drei Männer: „Unser Gott, den wir verehren, kann uns erretten aus dem glühenden Feuerofen. Und wenn er's nicht tut, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild nicht anbeten werden.“ Beides ist möglich: Gerettet werden - und: Nicht aus dem Ofen gerettet werden. Ich finde es spannend: Sie vertrauen Gott, sehen aber beide Möglichkeiten. Oft höre ich aus den Erfahrungen verschiedener Menschen, dass sie meinen: Gott hätte doch so vieles anders machen können. Gott hätte doch meine Krankheit verhindern können. Gott hätte doch den frühen Tod eines geliebten Menschen verhindern können. Gott könnte doch dafür sorgen, dass es keine Kriege und Katastrophen mehr gibt. Die drei jüdischen Männer denken anders. Sie sagen: Vielleicht tut Gott ein Wunder. Vielleicht auch nicht. Aber wir halten an ihm fest. Egal, was Gott tut. Wir vertrauen ihm auch in dieser schweren Situation. Ich möchte mir diese Haltung zum Vorbild nehmen. Ich möchte in Situationen, die sich wie ein Feuerofen anfühlen - so auf Gott vertrauen. Tatsächlich hat Gott in der Situation der drei Freunde ein Wunder getan. Er hat sie gerettet und war mit ihnen im Ofen. So, dass sogar der König einen vierten Mann mitten im Ofen gesehen hat. Gott war dabei. Ja, es ist gut, wenn wir in Schwierigkeiten Freunde an unserer Seite haben. Es gilt: Auch wenn Gott kein sichtbares Wunder tut - er ist da. Mitten im Feuer meines Lebens. Ich weiß: Ich bin nicht allein. Autor: Sigrun Teßmer ---------------------------------------- Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden [https://www.erf.de/online-spenden/26?reset=1&projekt=4443&restrict=1] [https://feedpress.me/link/19269/17337579.gif]
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