Mittelweg 36

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Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

53 min · 29 de abr de 2026
Portada del episodio Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

Descripción

Die Kette von Antisemitismus-Skandalen reißt nicht ab. Im öffentlichen Umgang mit ihnen dominieren Schematismus und kulturkämpferische Rhetorik. Umso wichtiger ist soziologische Aufklärung: über Selbst- und Fremdbilder und über den Ort jenseits von Gemeinschaft und Ordnung, den der Antisemitismus den „Juden“ zuweist. Mit Klaus Holz spricht Jens Bisky über eine Soziologie des Antisemitismus, wie Holz sie gemeinsam mit Jan Weyand im Buch „Die Figur des Dritten“ entwickelt hat. Es geht um aktuelle Entwicklungen, verhängnisvolle Traditionen und die Möglichkeiten eines aufgeklärten Anti-Antisemitismus.   Der Soziologe und Antisemitismusforscher Klaus Holz war lange Jahre Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland. „Die Figur des Dritten. Zur Soziologie des Antisemitismus“ erscheint am 11. Mai in der Hamburger Edition. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

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episode Was bremst die Schuldenbremse, Sebastian Huhnholz? artwork

Was bremst die Schuldenbremse, Sebastian Huhnholz?

Die verfassungsrechtliche Schuldenbremse gilt vielen als Garant solider Staatshaushalte. In der Praxis werden jedoch durchaus neue Schulden aufgenommen, etwa über Sondervermögen. Sebastian Huhnholz meint: Staatliche Verschuldung sinkt so nicht, sondern wird anders organisiert – mit weitreichenden Folgen für demokratische Gestaltungsspielräume. Im Gespräch mit Hannah Schmidt-Ott geht es um den Zusammenhang von Finanzpolitik und Herrschaft, die Ideengeschichte der Schuldenbremse, Schattenhaushalte und die Gefahr eines schleichenden Verfassungsumbaus.   Sebastian Huhnholz ist Politikwissenschaftler im Bereich der Politischen Theorie und Ideengeschichte und forscht zu Fragen demokratischer Staatsfinanzierung. Er ist Gastprofessor an der Freien Universität Berlin sowie Fellow am Hamburger Institut für Sozialforschung.   Literatur Sebastian Huhnholz: Der andere Ökonom. Max Webers Spätwerk und die fiskalische Verfassung einer neuen deutschen Demokratie, Duncker & Humblot 2025. Sebastian Huhnholz, Aaron Sahr und Eva Weiler (Hrsg.): Politische Theorien öffentlicher Finanzen. Zur (De-)Politisierung von Geld, Eigentum und Steuern, Leviathan-Sonderband 43, Nomos 2025. Sebastian Huhnholz und Philip Manow: „Fiskalischer Konstitutionalismus. Von Aufgaben, Ausgaben und Ausnahmen“, in: Huhnholz, Sahr, Weiler (Hrsg.), Politische Theorien öffentlicher Finanzen, S. 159–184. Sebastian Huhnholz: „Nach den Sondervermögen ein Sondervotum. Das Karlsruher Urteil zum Solidaritätszuschlag“, in: Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, 79 (2025), 913, S. 29–42. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

27 de may de 202640 min
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Wie analysiert die Soziologie Antisemitismus, Klaus Holz?

Die Kette von Antisemitismus-Skandalen reißt nicht ab. Im öffentlichen Umgang mit ihnen dominieren Schematismus und kulturkämpferische Rhetorik. Umso wichtiger ist soziologische Aufklärung: über Selbst- und Fremdbilder und über den Ort jenseits von Gemeinschaft und Ordnung, den der Antisemitismus den „Juden“ zuweist. Mit Klaus Holz spricht Jens Bisky über eine Soziologie des Antisemitismus, wie Holz sie gemeinsam mit Jan Weyand im Buch „Die Figur des Dritten“ entwickelt hat. Es geht um aktuelle Entwicklungen, verhängnisvolle Traditionen und die Möglichkeiten eines aufgeklärten Anti-Antisemitismus.   Der Soziologe und Antisemitismusforscher Klaus Holz war lange Jahre Generalsekretär der Evangelischen Akademien in Deutschland. „Die Figur des Dritten. Zur Soziologie des Antisemitismus“ erscheint am 11. Mai in der Hamburger Edition. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

29 de abr de 202653 min
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Wie fake sind Stablecoins, Aaron Sahr?

Ob von Unternehmen wie Tether, Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Staaten wie Kirgisistan: Stablecoins werden derzeit von diversen Emittenten ausgegeben, sie sind der neueste Hype in der Welt der Digitalwährungen. Was steckt dahinter? Und was bedeuten Begriffe wie Krypto, Blockchain, Token, Bitcoin, Shitcoin? Mit Aaron Sahr spricht Hannah Schmidt-Ott über sein neues Buch „Fake Coins“, die Versprechen und Fallstricke digitaler Währungen und die Relevanz monetärer Freiheit.   Aaron Sahr ist Wirtschaftssoziologe und forscht vor allem zu Geldtheorie und Geldgeschichte. Am Hamburger Institut für Sozialforschung leitet er die Forschungsgruppe „Monetäre Souveränität“. Sein Buch „Fake Coins. Digitales Geld und Analoge Freiheit“ erschien 2026 in der Hamburger Edition. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

25 de mar de 202644 min
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Wie polarisiert sind die USA, Nils Kumkar?

Seit Donald Trump vor dreizehn Monaten ins Amt eingeführt wurde, hat er mit seiner „Clown-Show“ (Obama) alle Welt in Atem gehalten. Der Soziologe Nils Kumkar war im Januar 2025 in Los Angeles und ist nun für einige Wochen ans Thomas-Mann-Haus in Pacific Palisades zurückgekehrt. Jens Bisky spricht mit ihm über wesentliche Momente und das andauernde Spektakel dieser Präsidentschaft, über Polarisierung, die Epstein-Files, „wirklich wichtige Themen“ – und schließlich die Frage, was aus all dem für bundesrepublikanische Verhältnisse zu lernen wäre.   Nils Kumkar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am SOCIUM der Universität Bremen. 2025 erschien im Suhrkamp Verlag sein Buch „Polarisierung. Die Ordnung der Politik“. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

25 de feb de 202646 min
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Was interessiert die Literatursoziologie, Christine Magerski?

Das erste Mal begegnete Christine Magerski der Literatursoziologie während ihrer Schulzeit in der DDR. Ihre intellektuellen Interessen führten sie letztlich nach Kroatien, an den Gründungsort der Zagreber Schule, und zum Begriff der Form. Mit Hannah Schmidt-Ott spricht sie am Beispiel von Dorothee Elmigers preisgekrönten Buch „Die Holländerinnen“ über die Form des Gegenwartsromans, die Relevanz von Gesellschaftstheorie für die Literatursoziologie und das Ende gesellschaftlicher Gestaltbarkeit. Christine Magerski ist Professorin für neuere deutsche Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Zagreb.   Literatur Andreas Reckwitz: „Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne“, Suhrkamp 2019. Dorothee Elmiger: „Die Holländerinnen“, Hanser 2025. Moritz Baßler: „Populärer Realismus. Vom International Style gegenwärtigen Erzählens, C.H.Beck 2022. ---------------------------------------- Hosted on Acast. See acast.com/privacy [https://acast.com/privacy] for more information.

28 de ene de 202638 min