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OMG 11 Die Havelländische Malerkolonie in Ferch am Schwielowsee

15 min · 5 de jun de 2026
Portada del episodio OMG 11 Die Havelländische Malerkolonie in Ferch am Schwielowsee

Descripción

Die Havelländische Malerkolonie war in den 1920er Jahren rund um den Maler Karl Hagemeister entstanden der aus dem nahen Werder stammte und seit den 1870er Jahren das damals sehr abgelegene Fischerdorf Ferch besuchte, um hier zu arbeiten. Wenig später lud er dazu zunächst seinen Freund Carl Schuch aus Wien ein. Viele der folgenden Malerinnen und Maler der Kolonie gehörten zur Landschaftsklasse an der Berliner Akademie der Künste. Ihnen allen ging es darum, unabhängig von akademischen Vorgaben Landschaftsbilder zu malen: den Schwielowsee, Dörfer, Wälder und Felder sowie das Bauern- und das Fischer-Leben, bei Sonnenaufgang und -untergang, in der Dämmerung und bei Nebel. Viele siedelten sich in Ferch an. Um diese Zeit herum entstanden übrigens in ganz Deutschland rund 30 Malerkolonien, auch in Ahrenshoop an der Ostsee und auf der Insel Hiddensee, so gut wie immer in romantischer ländlicher Umgebung als Gegenpol zum städtischen Leben. Spuren der Havelländischen Malerkolonie sind in Ferch bis heute erhalten.

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OMG 11 Die Havelländische Malerkolonie in Ferch am Schwielowsee

Die Havelländische Malerkolonie war in den 1920er Jahren rund um den Maler Karl Hagemeister entstanden der aus dem nahen Werder stammte und seit den 1870er Jahren das damals sehr abgelegene Fischerdorf Ferch besuchte, um hier zu arbeiten. Wenig später lud er dazu zunächst seinen Freund Carl Schuch aus Wien ein. Viele der folgenden Malerinnen und Maler der Kolonie gehörten zur Landschaftsklasse an der Berliner Akademie der Künste. Ihnen allen ging es darum, unabhängig von akademischen Vorgaben Landschaftsbilder zu malen: den Schwielowsee, Dörfer, Wälder und Felder sowie das Bauern- und das Fischer-Leben, bei Sonnenaufgang und -untergang, in der Dämmerung und bei Nebel. Viele siedelten sich in Ferch an. Um diese Zeit herum entstanden übrigens in ganz Deutschland rund 30 Malerkolonien, auch in Ahrenshoop an der Ostsee und auf der Insel Hiddensee, so gut wie immer in romantischer ländlicher Umgebung als Gegenpol zum städtischen Leben. Spuren der Havelländischen Malerkolonie sind in Ferch bis heute erhalten.

5 de jun de 202615 min
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OMG 10 „Die Spinner Gottes“: Warum der Priester Lorenzo Milani trotz Verbots die Schule von Barbiana gründete

Das Dorf Barbiana liegt weit oben in den Bergen in der Toskana in Italien, knapp 40 Kilometer nordöstlich von Florenz. Wahrscheinlich wäre es heute so gut wie unbekannt, wenn es nicht die „Schule von Barbiana“ gegeben hätte. Und den, der diese Schule sozusagen erfunden hat: der katholische Priester Lorenzo Milani. Weil er sich in den 1950er Jahren auf seiner ersten Stelle als Lehrer betätigt hatte, wurde er von der Kirche „strafversetzt“, so muss man es sagen. Wegen seiner Erfolge als Lehrer in Barbiana kommen heute der italienische Staatspräsident und sogar der Papst hierher, um ihn zu ehren. Diese Geschichte hatte ich für den Deutschlandfunk erzählt. Link auf den Beitrag im Deutschlandfunk-Archiv: https://www.deutschlandfunk.de/die-spinner-gottes-der-priester-lorenzo-milani-und-seine-schule-von-barbiana-dlf-e3014f0c-100.html [https://www.deutschlandfunk.de/die-spinner-gottes-der-priester-lorenzo-milani-und-seine-schule-von-barbiana-dlf-e3014f0c-100.html]

16 de may de 20261 min
episode OMG 09 So hat der italienische Radrennfahrer Gino Bartali im Krieg Juden gerettet artwork

OMG 09 So hat der italienische Radrennfahrer Gino Bartali im Krieg Juden gerettet

Gino Bartali war ein berühmter italienischer Radrennfahrer. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs hatte er schon zweimal die Tour de France und einmal den Giro d’Italia gewonnen. Nach seinem Tod im Jahr 2000 wurde er noch berühmter. Man erfuhr, dass Bartali In der Zeit der deutschen Besatzung Mitglied einer katholischen Widerstandsgruppe war, die verfolgten Juden zur Flucht verhalf. 13 Jahre nach seinem Tod wurde er dafür von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als „ Gerechter unter den Völkern“ geehrt. 2018 startete der Giro d’Italia erstmals in seiner 101-jährigen Geschichte außerhalb Europas: Die erste Etappe fand in Jerusalem statt und war Bartali gewidmet. Bei dieser Gelegenheit wurde Bartali posthum die israelische Staatsbürgerschaft verliehen. Seit wenigen Jahren halten italienische Historiker den Bartali-Mythos aber für erfunden. Was stimmt nun? Diese Geschichte hatte ich für den Deutschlandfunk erzählt. Link auf den Beitrag im Deutschlandfunk-Archiv: https://www.deutschlandfunk.de/radrennfahrer-und-fluchthelfer-gino-bartali-held-oder-erfindung-dlf-256f7012-100.html [https://www.deutschlandfunk.de/radrennfahrer-und-fluchthelfer-gino-bartali-held-oder-erfindung-dlf-256f7012-100.html]

2 de may de 20261 min