Kanzleifunk
Ausbildung in der Kanzlei SHOWNOTES AUSBILDUNG IN KANZLEIEN: HERAUSFORDERUNGEN UND HALTUNG * Wahrnehmung: Mitarbeitende haben wenig Lust, Azubis zu betreuen; Teufelskreis aus schlechter Betreuung und resultierendem Fachkräftemangel. * Eigene Lage: Aktuell keine Ausbildung im Unternehmen wegen fehlender Kompetenzen/Strukturen für eine systematische Betreuung. * Generationsunterschiede: Heute stärkere Ausrichtung auf Selbstverwirklichung und Ablehnung einfacher Tätigkeiten; früher stärkeres Dienstleistungsverständnis, Demut. * Lernkurve und Ausdauer bei Azubis * Lernkurve: Anfänglich hoher Betreuungsaufwand bei geringem Fortschritt; überproportionale Wissenssprünge erst später. * Autopilot: Tätigkeiten erfordern sehr häufige Wiederholung (Daumenregel „tausendfach“) und mindestens 2 Jahre, bevor eine belastbare Beurteilung möglich ist. * Empfehlung: Dranbleiben; Urteile nach 0,5 Jahren sind oft verfrüht, nach 2 Jahren deutlich belastbarer. * Kommunikation der Rollen und Erwartungen BOTSCHAFTEN AN AZUBIS 1. Azubis wollen etwas von der Kanzlei; nicht umgekehrt. 2. Ausbildung ist ein wertvolles Angebot, das Zeit und Geld kostet. 3. Social-Media-Idealbilder (5 Stunden Arbeit, 10k netto) sind unrealistisch. Ziel: Realistische Erwartungen fördern, um Zufriedenheit und Leistungsbereitschaft zu erhöhen. AUSBILDER-RESSOURCEN UND STRUKTUR * Ressource: Ausbilder mindestens 25% von operativen Tätigkeiten entlasten, um Coaching/Betreuung zu ermöglichen. * Strukturierte Betreuung: 1. Wöchentlich 1 Stunde: Schulstoff/Hausaufgaben/Tests gemeinsam durchgehen. 2. 1 Stunde: Programme/Praxis neu erlernen. 3. 3–5 Stunden: Kontrolle und Besprechung der Arbeitsergebnisse. * Nutzung externer Inhalte/Technik: Azubi-Akademie (VIP Steuerköpfe, Olli Moltan) für Fachtraining und Tests zur Lernfortschrittskontrolle. KONZEPTION EINES INTERNEN AUSBILDUNGSMODELLS 1. Personal: Eine Mitarbeiterin (30 Stunden) betreut ausschließlich Azubis. 2. Umfang: Ziel sind 3 Azubis pro Jahr; perspektivisch insgesamt 9 mit Überleitsystem. 3. Praxis: Azubis bearbeiten eigene Mandate unter Schirmherrschaft der Betreuerin; Aufgabenübergaben zwischen Lehrjahren (3. an 1. etc.). 4. Wirtschaftlichkeit: Gute Azubis tragen sich ab dem 2. Lehrjahr, im 3. erzeugen sie Wert; die 25%-Investition rechnet sich über Jahre. 5. Umgang mit Betreuungsunlust und schwierigen Fällen 6. Freiwilligkeit: Nur Mitarbeitende einsetzen, die ausbilden wollen. 7. Eskalation: Bei fehlender Mitarbeit des Azubis Meldung an Teamleitung/Kanzleileitung; Sanktionen möglich (gelbe Karte bis Beendigungsoption). 8. Klarheit: Will niemand betreuen, ehrliche Konsequenzen bis hin zur Trennung erwägen. 9. Veröffentlichung und Evaluierung des Konzepts 10. Plan: Konzept ein Jahr testen; anschließend Erfahrungsbericht und ggf. Bereitstellung für VIP Steuerköpfe inklusive Live-Erfahrungen der Betreuerin. 11. Ehrlichkeit: Aktuell noch keine Azubis eingestellt; Fokus auf saubere Umsetzung und Ergebnisorientierung. BESSER ALS MENTOR ERLAUBT: KATZENBASAR Der Katzenbasar ist unbezahlte und unbezahlbare Werbung für Firmen und Produkte für die Steuerszene. Man kann um einen Auftritt in Mentors Katzenbasar bitten [winkekatze@steuerkoepfe.de], ihn aber nicht erkaufen. Denn die VIP-ler verkaufen ihr Publikum nicht. Albanerindianerehrenwort! Alle vier Wochen wird der Katzenbasar durch den nächsten ersetzt."
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