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ESC-Song "Fire": So schreibt man einen Hit

6 min · 12 mei 20266 min
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Am Samstag (16.5.2026) findet das Finale des Eurovision Song Contest in Wien statt. Für Deutschland startet Sarah Engels. Sie hat den Vorentscheid "Das Deutsche Finale 2026" für sich entschieden und geht nun mit dem Song "Fire" ins Rennen. Das Lied wurde schon vor eineinhalb Jahren geschrieben, sagt Jason Ullah aus Metzingen in Baden-Württemberg. Er hat den Song komponiert und produziert. Ein Song mit einem ganz klaren Ziel: ESC Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich erklärt er, wie es sich anfühlt, dass der Titel jetzt vor einem Millionenpublikum performt wird und welche Idee dahinter steckt. Der Song wurde explizit für den ESC geschrieben, verrät Ullah im Interview.

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Schlechte Nachrichten ziehen uns runter – das hilft dagegen

"Bad news are good news" – dieser Satz fällt früher oder später, wenn man sich mit Medienpsychologie beschäftigt. Auch viele Journalisten kennen ihn – gerade, wenn sie beruflich mit Nachrichten zu tun haben. Denn: Vor allem die schlechten Nachrichten über Kriege, Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche schaffen es regelmäßig nach oben. Dass uns vor allen Dingen die schlechten Nachrichten so beschäftigen, hat einen bestimmten Grund, erklärt Neurowissenschaftlerin Maren Urner: "weil unser Gehirn negative Nachrichten immer intensiver, besser und schneller verarbeitet als positive und neutrale." ABWÄRTSSPIRALE: SCHLIMME NACHRICHTEN BEEINFLUSSEN KÖRPER UND GEIST Das ist selbst dann der Fall, wenn uns die Nachrichten gar nicht unmittelbar betreffen. Als Beispiel nennt Urner den Anschlag auf den Boston-Marathon. Beschäftige man sich intensiv mit der Berichterstattung über negativen Ereignissen, wirke das auch intensiver auf Psyche und Körper – und sogar stärker, als wenn man tatsächlich vor Ort dabei gewesen wäre, so Urner im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch. Auch Fake News [https://www.swr.de/leben/verbraucher/fake-news-erkennen-110.html] tragen laut der Neurowissenschaftlerin ihren Teil dazu bei: "Je absurder, desto mehr springt unser Gehirn drauf an". Aus evolutionsbiologischer Sicht sei das durchaus sinnvoll. Denn unser Gehirn soll unser Überleben sichern. Was von der Norm abweicht, wird laut Urner besonders genau begutachtet. MIT SCHLECHTEN NACHRICHTEN UMGEHEN: DIESE TIPPS HELFEN Was man tun kann, um schlechte Nachrichten nicht zu sehr an einen heranzulassen [https://www.swr.de/swraktuell-radio/politik-bad-news-krisen-krieg-angst-ohnmacht-100.html]? Hierbei kann man sich die Tatsache zu Nutze machen, dass unser Gehirn über Wiederholung lernt. > Das heißt, wenn wir uns immer wieder in diese negativen Schleifen rein begeben und dadurch in Angst und Unsicherheit versetzt werden, dann lernt unser Gehirn, genau darauf besonders intensiv zu reagieren. > > > Quelle: Neurowissenschaftlerin Maren Urner So werde man zu "Negativ-Vorhersagern". Keine Lösung ist für Urner, Nachrichten ganz zu vermeiden. Komplettes Zurückziehen widerspreche dem Menschen als soziales Wesen. Stattdessen empfiehlt die Neurowissenschaftlerin gezielte Ruhephasen und Auszeiten von Information und Bildschirmen. Im besten Fall sei man da in Bewegung, etwa in der Natur oder mit anderen Menschen zusammen.

12 mei 20265 min
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Bessere Pflege in Deutschland: Was müsste sich ändern?

Wenig Zeit für Patienten, viel Papierkram und Personalmangel – die Probleme in der Pflege sind seit langem bekannt. Trotz alle dem findet Christina Nestler, in der Pflege zu arbeiten sei ein "wunderbarer Beruf". Sie ist im Vorstand des Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Südwest und organisiert am Tag der Pflegenden den "Walk of Care" in Stuttgart. Das Ziel: Präsenz auf der Straße zeigen – für die Anliegen und Forderungen der Pflegenden. PFLEGEREFORM: WÜRDEN MEHR BEFUGNISSE FÜR PFLEGENDE HELFEN? "Die politischen Rahmenbedingungen machen es uns nicht unbedingt leicht", sagt Nestler im Gespräch mit SWR Aktuell Moderator Andreas Böhnisch. Bei der neuen Gesetzgebung sei wieder über die Pflegenden entschieden worden, statt mit ihnen gemeinsam. Hilfreich wäre aus Sicht von Nestler zum Beispiel, wenn Pflegende mehr Befugnisse hätten, etwa bei der Wundversorgung. Hier würden auch jetzt schon die meisten Pflegenden die Wunde einschätzen und anhand dessen den entsprechenden Verband wählen. Dennoch sei das momentan in der Verantwortung von Ärztinnen und Ärzten. Auch wenn es darum geht, Medikamente zu verordnen, wünscht sich Nestler mehr Befugnisse. Hier könnten Pflegende Folge-Rezepte ausstellen, wenn Patienten zum Beispiel in der Langzeitpflege ein Medikament schon lange einnehmen, so der Vorschlag. Die momentane Regelung führe immer wieder zu Unterbrechungen in der Pflege. Eine Fachkraft müsse ihre Arbeit stoppen, um einen Arzt oder eine Ärztin um eine Unterschrift zu bitten. Was sich aus Sicht von Christina Nestler ändern muss, damit der Beruf attraktiver wird [https://www.swr.de/swr1/leute/christine-vogler-praesidentin-pflegerat-fachkraeftemangel-pflege-100.html] und welche Rolle ausländische Pflegefachkräfte [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/pflegekraefte-aus-armen-laendern-win-win-oder-braindrain-das-wissen-2026-04-28-100.html] spielen, darüber hat sie ebenfalls im SWR Aktuell Interview gesprochen.

12 mei 20266 min
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Resilienz nach Katastrophen: Keine Panik, aber "wir fühlen uns zu sicher"

Wenn der Strom ausfällt, das Internet nicht geht und die Wasserversorgung nicht hinterherkommt, dann ist Geduld angesagt. Und wir wissen mittlerweile kaum noch was es braucht, um solche Situationen zu überstehen. Das bestätigt auch Michéle Knodt, Resilienzforscherin an der TU Darmstadt. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich sagt sie: "Wir fühlten uns jahrelang zu sicher und merken jetzt langsam: Dem ist nicht so." AUCH EIGENE PV-ANLAGE KEIN GARANT FÜR ENERGIEVERSORGUNG Privathaushalte sind oft extrem abhängig von den energie- und wasserversorgenden Unternehmen. Selbst wer eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, könne nicht zwingend eigenen Strom nutzen. Dafür brauche es einen speziellen "inselfähigen" Wechselrichter, der nicht im Standard-Angebot für PV-Anlagen enthalten ist, erklärt Knodt. "Das muss man wirklich extra nachfragen:" Wie es um die Resilienz [https://www.swr.de/swr1/leute/pamela-rath-philologin-ueber-resilienz-und-die-kunst-des-aushaltens-100.html] unserer Infrastruktur, unserer Versorgung und unserer Privathaushalte steht, das erklärt sie im Interview.

Gisteren6 min
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Resilienz: Geheimer Code oder was wollen Politiker damit sagen?

Wir müssen resilienter werden - in regelmäßigen Abständen hören wir das von Politikerinnen und Politikern. Zum Beispiel nach einem größeren Stromausfall, nach Hochwasser oder wenn die Preise bei uns wegen der weltpolitischen Lage steigen. Ursprünglich stammt der Begriff Resilienz vom lateinischen Wort "resilire" ab, das so viel wie "zurückspringen" oder "abprallen" bedeutet. Mehr zur Wortherkunft und wie sich der Begriff in verschiedenen Bereichen - wie Psychologie oder Ökologie - entwickelt hat, hören Sie im Audio. WIDERSTANDSFÄHIG ODER KRISENFEST? WAS POLITIKER MIT "RESILIENZ" WIRKLICH MEINEN Politiker drücken mit dem Begriff "Resilienz" in der Regel etwas anderes aus, erklärt Hauptstadt-Korrespondent Oliver. Im Alltag oder der Psychologie ist damit meist die "persönliche Widerstandskraft" gemeint [https://www.swr.de/swrkultur/wissen/resilienz-und-ihre-grenzen-wie-wir-krisen-bewaeltigen-100.html]. In der Politik dagegen sei der Kontext oft etwas technischer. "Resilient bedeutet da vor allem: Der Staat muss krisenfest sein und sich Situationen anpassen können." Wer jetzt aber denkt, "krisenfest" und "resilient" könnte man synonym verwenden, liegt nicht hundertprozentig richtig, findet Neuroth. > Krisenfest sagt: das System hält durch, ist stabil - und resilient meint darüber hinaus, das System kann sich anpassen und wird vielleicht sogar gestärkt durch eine Krise und geht aus ihr gefestigt hervor. > > > Quelle: Oliver Neuroth, Hauptstadt-Korrespondent Außerdem klinge "Resilienz stärken" erst mal positiv. Deshalb glaubt Neuroth, dass Politiker diesen Begriff bewusst wählen - auch, weil er etwas "unscharf" und "vage" sei. WIRTSCHAFT UND KRITISCHE INFRASTRUKTUR: DAS BEDEUTET RESILIENZ IN DIESEN BEREICHEN Neuroth gibt verschiedene Beispiele, was Resilienz in einem bestimmten Zusammenhang bedeutet: * Bei der Energieversorgung [https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-parlament/resilienz-kritischer-infrastruktur/phoenix/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE3MDM1OQ] ist häufig gemeint: "unabhängig sein von den meisten Lieferanten, eine stabile Versorgung haben". * In der Wirtschaft bedeuten "resiliente Lieferketten", dass sie bei Krisen nicht zusammenbrechen. * Eine resiliente Gesellschaft meint, dass die Menschen "mit krisenhaften Situationen umgehen können - ohne, dass die Gesellschaft quasi kippt". Doch wie resilient ist Deutschland aufgestellt? Zum Beispiel in den Bereichen Sicherheitspolitik, Wirtschafts- und Finanzkrisen oder beim Schutz vor Extremismus. Das schätzt Oliver Neuroth im Gespräch mit SWR Aktuell Moderator Andreas Böhnisch ein.

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