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Mitmach-Ausstellung in Stuttgart: „Echt jetzt?!“ Haus der Geschichte zeigt Manipulation und KI-Fakes von Fotos

7 min · 23 jun 2026
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Spielstationen mit analogen und mit digitalen Tools vermitteln eine Vorstellung davon, wie Fotos früher bearbeitet wurden – und wie foto-realistische Bilder heute erzeugt werden: Von KI-Modellen, die sich derzeit zu einer echten Bedrohung der Menschheit entwickeln. SCHON FRÜHER GAB ES TRICKS DER FOTO-RETUSCHE Bei der Produktion von Fotopostkarten wurden früher viele Motive aufgehübscht. Die schwarz-weiße Ansicht von Ulm ist die fotografische Vorlage einer Postkarte, die aus einem kargen Foto mit leerem Horizont ein farbiges Panorama mit pittoreskem Alpen-Hintergrund macht. PROMPTS STATT PINSEL Was früher mit viel handwerklichem Geschick zusammenkopiert und -gepinselt wurde, kann heute jedermann im Handumdrehen mit Prompts erzeugen: lebensechte Bilder, die aussehen wie Fotos, aber pure KI-Konstruktionen aus dem Rechner sind.

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Christopher Nolans „Odyssee“: Monumentales Kino mit düsterem Grundton

UNTERSCHIEDE ZUR LITERARISCHEN VORLAGE Christopher Nolans mit Spannung erwartete Verfilmung der „Odyssee“ startet in den Kinos und erzählt Homers Epos als psychologisches Drama über einen traumatisierten Kriegsheimkehrer. Filmkritiker Rüdiger Suchsland lobt die erzählerische Anlage des Films: „Er macht es so, dass er schon rafft, aber die Struktur von Homer beibehält. Die Struktur ist nämlich auch schon achronologisch.“ Zugleich sieht Suchsland deutliche Unterschiede zur literarischen Vorlage, denn „die Odyssee ist eine Geschichte, die, würde ich sagen, sehr viel mit dem mittelmeerischen Lebensgefühl, also mit Sonne, blauem Meer, mit einer gewissen Leichtigkeit und Heiterkeit zu tun hat.“ MODERNER BLICK AUF ODYSSEUS Stattdessen präge Nolan den Film mit einem grauen Meer, einer melancholischen Atmosphäre und einem modernen Blick auf Odysseus als nachdenklichen, von Kriegserfahrungen gezeichneten Helden. Mit Matt Damon, Anne Hathaway, Tom Holland, Zendaya und Charlize Theron setzt der Regisseur auf einen hochkarätigen Cast und interpretiert den antiken Stoff als anspruchsvolles Epos für ein heutiges Publikum.

16 jul 20268 min
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Neue Serie „Lucky“ auf Apple TV: Anya Taylor-Joy als Trickdiebin auf der Flucht

Eigentlich ist alles bereit für einen Neuanfang: Lucky und ihr Mann Cary feiern auf dem Dach eines Hotels, ein Koffer voller Geld wartet im Zimmer, die Flucht aus dem alten Leben ist minutiös geplant, was soll da passieren? „Alles läuft so, wie es geplant war“, sagt er. „Solange nichts schiefläuft“, antwortet sie. Die junge Frau mit den glatten roten Haaren und dem scheinbar verträumten Blick spürt es. Und dann läuft so ziemlich alles anders als gedacht. Cary ist am nächsten Tag verschwunden. Lucky findet sich daraufhin auf einer atemlos epischen Flucht: Zum einen vor einer hartnäckigen FBI-Agentin. Und dann vor ihrer hochkriminellen Schwiegermutter, die ihr Geld und ihren Sohn wiederhaben möchte. So gerät Lucky von einer ausweglosen Klemme in die nächste. Und kann sich nur durch ihren Einfallsreichtum daraus befreien – und durch ihr Talent, Leute zu manipulieren. ÜBERLEBENSWILLE DURCH TOXISCHE ELTERN-KIND-BEZIEHUNG Wie genau Lucky in diese Lage gekommen ist, das hat vor allem was mit ihrem Vater John zu tun, der im Gefängnis sitzt. Die Hintergründe erfährt man über klug dosierte Rückblenden im Lauf der Serie. Und noch so einiges mehr über potentiell toxische Eltern-Kind-Beziehungen. Den Leuten etwas vorzugaukeln und sie zu betrügen, das sei keine große Kunst, sagt ihr Vater irgendwann – sondern Natur, reiner Überlebenswille. Und den hat er seiner Tochter von klein auf eingepflanzt. DER FUNFAKTOR IST HOCH Mit diesem Überlebenswillen im Gepäck ist man in der Serie von den ersten Minuten mit hohem Tempo unterwegs: es scheppert bei Autoverfolgungsjagden, Lucky ist im Laufschritt über Trucks unterwegs, taucht blutverschmiert bei einem Kindergeburtstag unter, und sitzt kurz darauf elegant gekleidet in einem neuen Auto. Das hat was von Houdinis Entfesselungskunst und ist zwar hochgradig unrealistisch – treibt den Spannungs- und Funfaktor aber beim Zuschauen ordentlich in die Höhe. Dennoch lässt Serienschöpfer Jonathan Tropper auch immer wieder kurze Momente zum Durchschnaufen, in denen einem klar wird, was die Frauen dieser Serie durch Väter, Vorgesetzte oder Liebhaber erleiden. Und was sie an quasi Unmenschlichem leisten müssen, um sich von Schuldgefühlen zu befreien, von Existenzängsten oder dem ständigen Gefühl benutzt zu werden. ZWISCHEN OPFER UND ZOCKERNATUR Zum feministischen Rolemodel taugt Lucky zwar nur bedingt, aber wie Anya Taylor-Joy auf dem schmalen Grat wandelt zwischen zerbrechlich und berechnend, zwischen Opfer und Zockernatur, das macht den Reiz ihrer Figur aus. Mit Annette Benning als zynischer Schwiergermutter, Timothy Olyphant als Vater oder „Outer Banks“-Star Drew Starkey als ihrem Mann sind auch die anderen Rollen großartig besetzt. Wer darauf Lust hat, darf sich gefasst machen auf eine rasante Fahrt durchs Thrillergenre mit brillanter Optik und überraschenden Wendungen – wobei es sich lohnt, ganz bis zum Ende angeschnallt zu bleiben. Die Serie „Lucky“ ist ab dem 15. Juli auf Apple TV zu sehen

Gisteren3 min
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Fast jeder zweite Jugendliche beneidet die Eltern um ihre Kindheit ohne Social Media

SOCIAL MEDIA ALS HÄUFIGSTE FREIZEITAKTIVITÄT Das Verhältnis von Jugendlichen zur eigenen Social-Media-Nutzung ist ambivalent. Das ist eine zentrale Erkenntnis der JIM-plus-Studie, die der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest untersucht hat. Die Studie untersucht das digitale Wohlbefinden von 14- bis 17-Jährigen in Deutschland. Social Media ist die häufigste Freizeitaktivität von Jugendlichen, sagt Yvonne Gerigk von der Landesanstalt für Kommunikation Stuttgart in SWR Kultur. Nicht nur in der digitalen Welt: Die Plattformen überträfen „auch analoge Freizeitaktivitäten wie Freundinnen und Freunde treffen.“ MÄDCHEN BLICKEN KRITISCHER AUF SOCIAL MEDIA In SWR Kultur erklärt Gerigk die ambivalente Nutzung: „Die Jugendlichen wissen, dass vieles auf Social Media nicht echt ist.“ So seien ihnen die Funktionsweisen von Algorithmen bewusst. Gerade Mädchen würden sich stärker mit anderen vergleichen und einen Druck zur Selbstoptimierung erleben. Etwa die Hälfte der befragten jugendlichen TikTok-Nutzerinnen fühle sich „im eigenen Körper nicht wohl“. Dennoch betonen die Jugendlichen auch den Nutzen von Social-Media-Plattformen und deren Bedeutung für Community-Bildung und Wissensvermittlung. Überraschend: 47 Prozent der Befragten blicken mit Neid auf die Eltern-Generation, die noch ohne Social-Media aufgewachsen sind.

Gisteren8 min