SWR2 Kultur Aktuell
Das Skelett eines Tyrannosaurus Rex wird heute beim Auktionshaus Sotheby's versteigert. Das Exemplar mit dem Spitznamen „Gus“ gilt mit mehr als 60 Prozent Originalknochen als gut erhalten. Aus Sicht von Fossilienpräparator Nils Knötschke sind privat finanzierte Ausgrabungen erforderlich, um solcher Funde noch gewinnen zu können. VERLETZUNGEN ERZÄHLEN VOM LEBEN DER DINOSAURIER Sotheby's hebt besonders die Bissspuren und verheilten Knochenbrüche des Tieres hervor. Für Knötschke sind solche Verletzungen allerdings keine Seltenheit. Viele Dinosaurierfossilien zeigten Spuren eines harten Lebens mit Kämpfen und Jagden, sagt der Präparator in SWR Kultur. Wissenschaftlich interessant seien sie dennoch, weil sie Rückschlüsse auf Verhalten und Lebensweise der Tiere erlaubten. Besonders bemerkenswert sei vor allem der hohe Anteil erhaltener Originalknochen. PRIVATE FINDER ALS WICHTIGE PARTNER DER FORSCHUNG Der Handel mit Dinosaurierskeletten ist unter Forschenden umstritten. Knötschke verweist jedoch darauf, dass viele spektakuläre Funde überhaupt erst durch private Sammler und Ausgrabungsteams geborgen würden. Oft dauerten Ausgrabung und Präparation viele Jahre. Häufig gelangten solche Fossilien später als Leihgaben in Museen und stünden damit auch der Wissenschaft wieder zur Verfügung. Voraussetzung sei eine sorgfältige Dokumentation der Fundstelle und der Präparation.
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