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Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

45 min · 16. april 202645 min
episode Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263 cover

Beskrivelse

Falk Fuhrmann ist Agentururgestein und Gründer der chinesischen Agentur wuela! Falk Fuhrmann sitzt in Shanghai. Nicht zufällig, nicht als Expat auf Abruf, sondern als jemand, der verstanden hat, dass man einen Markt nur wirklich begreift, wenn man in ihm lebt. Vor fünf Jahren hat er Wuela gegründet, eine Brand Innovation Consultancy, deren chinesischer Name so viel bedeutet wie "einen anderen Weg finden, um sein Ziel zu erreichen." Im Gespräch mit Podcast Host Oliver Kemmann erzählt Falk, wie er von Ostdeutschland über mehrere Stationen in der großen Agenturnetzwerkwelt nach Shanghai gekommen ist. Wie das Ende der bezahlten Expat-Zeit ihn dazu gebracht hat, sich selbstständig zu machen. Und was er in zwölf Jahren Asien über Märkte, Kulturen und die Grenzen westlicher Perspektiven gelernt hat. Er spricht darüber, warum Kreativagenturen seit dem Ende der Media-Provisionen nie wieder ein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell hatten. Darüber, was KI im Bereich Strategie und Markenarbeit kann und wo sie, auch chinesische Modelle, noch erschreckend blind ist für kulturelle Nuancen. Und über den methodischen Ansatz, den Falk "Investigative Anthropology" nennt: qualitative Marktforschung, die wirklich in die Tiefe geht, statt nur Daten zu aggregieren. Der ehrlichste Teil des Gesprächs handelt von China selbst. Nicht als Zukunftsmärchen, nicht als Systemkritik, sondern als komplexe Realität, die einen ausgeglicheneren Blick verdient, als ihn die meisten mitbringen, die für zwei Wochen einreisen und danach alles zu wissen glauben. Falk Fuhrmann auf LinkedIn: linkedin.com/in/falkfuhrmann Wuela: wuela.com

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269 Episoder

episode Female Future: Warum wir Rocketfuel zehn Folgen lang kapern! Mit Daniela Bublitz & Sarah Kübler! - Episode 0.267 cover

Female Future: Warum wir Rocketfuel zehn Folgen lang kapern! Mit Daniela Bublitz & Sarah Kübler! - Episode 0.267

Dani Bublitz, Host von "Mehr Rock auf der Bühne" übernimmt die Einführung unseres Specials "Female Future" Female Future: Warum wir Rocketfuel zehn Folgen lang kapern Eine Spezialserie. Zehn Folgen. Zehn Frauen, die über Zukunft sprechen, über Wirtschaft, Führung und darüber, was sich endlich ändern muss. Anlass war ein OMR-Podcast zum Jahresauftakt: 35 Zukunftsthesen, 33 davon von Männern, zwei von Frauen, beide prominent. Sarah Kübler, Gründerin der Social-Media-Agentur Hitchon und der Investment-Plattform Next Gen Innovators, hat sich darüber geärgert, wo bleibt die weibliche Sicht auf die Dinge, daraus hat sie einen LinkedIn-Post gemacht, Oli hat den gelesen und ist draufgesprungen, warum den fehlenden Perspektiven nicht eine Bühne bieten und eine Rocketfuel Spezialserie machen. So entstand "Female Future", das ist Episode 0. Diese Auftaktfolge moderiert niemand anderes als Daniela Bublitz, Veranstaltungsmoderatorin und Host des Podcasts "Mehr Rock auf der Bühne", der seit fünf Jahren weibliche Stimmen sichtbarer macht. Sarahs LinkedIn-Post wurde eine Welle. Viele Frauen haben in den Kommentaren ihre eigenen Thesen geteilt, der zuständige Redakteur des OMR-Podcasts hat sich gemeldet und Besserung gelobt. Sarah selbst hatte binnen zwei Tagen vierzehn bis fünfzehn Frauen für die Reihe angefragt, alle haben zugesagt. Oli stellt sich im Gespräch trotzdem die Frage, warum es bei Rocketfuel mit der weiblichen Perspektive nicht so läuft, wie er sich das wünscht. Daniela ordnet ein: Frauen sagen zu, sie wollen nur vorher wissen, worum es geht. Vorgespräche sind keine Unsicherheit, sondern Qualitätssicherung. Im Gespräch geht es auch um die Zahlen, die erklären, warum diese Reihe nötig ist. Zweiunddreißig Prozent Frauenanteil im Bundestag. Dreißig Prozent Professorinnen an deutschen Hochschulen, ein Wert, der sich in zwanzig Jahren immerhin verdoppelt hat, aber immer noch zu niedrig ist. Im Journalismus, vor allem in Regionalzeitungen und Online-Medien, sinkt der Frauenanteil dagegen das zweite Jahr in Folge. In der Investorenszene sind zwei Prozent (!!!) der VC-Partnerinnen Frauen, ein Prozent des Risikokapitals fließt an rein weibliche Gründerteams. Sarah kennt Räume, in denen sie die einzige Frau unter hundert Männern ist. Daniela bringt einen Punkt ins Spiel, der durch die ganze Episode trägt: der Backlash. Zuckerbergs Ruf nach mehr maskuliner Energie, die zurückgefahrenen Diversitätsprogramme in den USA, das leise Aufatmen in Gremien, wenn die Quotenfrage wieder weggeschoben werden kann. Oli bestätigt das aus eigener Erfahrung in Aufsichtsgremien und beschreibt, wie bequem es ist, das Thema auszusitzen. Sarah setzt dem ein anderes Argument entgegen, eines, das sie für nachhaltiger hält: gemischte Teams liefern bessere Ergebnisse. Möge die bessere Idee gewinnen, formuliert Daniela später. Die Reihe wird branchenübergreifend, Investorinnen, Intendantinnen, Gründerinnen, Frauen aus Medienhäusern und Konzernen, alle mit der Frage, wie ihr Blick auf die Zukunft aussieht. Sarah will Vorbilder sichtbar machen, ohne sie auf ein Podest zu heben, das andere abschreckt. Beide hoffen, dass am Ende vor allem Männer zuhören und daraus etwas mitnehmen. Daniela schließt mit einer Mahnung: Nicht naiv werden. Nicht denken, das ergibt sich schon. Aufmerksam bleiben, wer auf den Bühnen sitzt, wer spricht, wer repräsentiert wird. Und einander supporten. Über das Rocketfuel Female Future Spezial Rocketfuel ist der Podcast von Oliver Kemmann über Transformation, Change und das, was Organisationen und Menschen in Bewegung bringt. Female Future ist eine Sonderreihe innerhalb von Rocketfuel, zehn Folgen lang, in Zusammenarbeit mit Sarah Kübler. Ziel ist es, Zukunftsperspektiven von Frauen aus Wirtschaft, Medien, Investment und Wissenschaft sichtbar zu machen, neue Folgen erscheinen sonntags früh. Wenn du auch findest, dass es Zeit für diesen Blick wird: hör rein, abonniere die Reihe, tagge uns mit deinen Gedanken. Sag uns, welche Frauen wir unbedingt einladen sollten. Wenn dir die Episode gefällt, teile sie mit jemandem, der sich hier wiederfinden würde oder wiederfinden sollte. Am 28. Oktober ist unsere Zukunftskonferenz Spacewalk Talks, Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026. https://www.spacewalktalks.de [https://www.spacewalktalks.de] Links Sarah Kübler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/sarahkuebler [https://www.linkedin.com/in/sarahkuebler] Hitchon: https://hitchon.de [https://hitchon.de] Next Gen Innovators: https://nextgeninnovators.com [https://nextgeninnovators.com] Daniela Bublitz auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/danielabublitz [https://www.linkedin.com/in/danielabublitz] Podcast Mehr Rock auf der Bühne: https://mehrrockaufderbuehne.de [https://mehrrockaufderbuehne.de] Sarahs LinkedIn-Post, der die Reihe ausgelöst hat https://www.linkedin.com/posts/sarah-k%C3%BCbler-hitchon_%F0%9D%97%94%F0%9D%98%82%F0%9D%97%B3-%F0%9D%97%B1%F0%9D%97%B6%F0%9D%97%B2%F0%9D%98%80%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%BA-%F0%9D%97%95%F0%9D%97%B6%F0%9D%97%B9%F0%9D%97%B1-%F0%9D%98%80%F0%9D%98%81%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%B5%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%BB-activity-7418947141299036161-dXV9/?originalSubdomain=de [https://www.linkedin.com/posts/sarah-k%C3%BCbler-hitchon_%F0%9D%97%94%F0%9D%98%82%F0%9D%97%B3-%F0%9D%97%B1%F0%9D%97%B6%F0%9D%97%B2%F0%9D%98%80%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%BA-%F0%9D%97%95%F0%9D%97%B6%F0%9D%97%B9%F0%9D%97%B1-%F0%9D%98%80%F0%9D%98%81%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%B5%F0%9D%97%B2%F0%9D%97%BB-activity-7418947141299036161-dXV9/?originalSubdomain=de]

I går48 min
episode Warum brauchen junge Menschen eine eigene politische Infrastruktur, Leon Pelikan? - Folge 266 cover

Warum brauchen junge Menschen eine eigene politische Infrastruktur, Leon Pelikan? - Folge 266

Leon ist Gründer von Political X Change und Vorsitzender des Vereins Future Politics. Politische Bildung in der Schule, das sind zwanzig Seiten Text und ein bis zwei Wochen Kommunalpolitik in der gesamten Schullaufbahn. Dazu Social-Media-Algorithmen, die Jugendliche in die Extreme zieht. Leon Pelikan baut dagegen etwas Eigenes. Achtzig Prozent von befragten Schülerinnen und Schüler fühlen sich von Kommunalpolitik nicht vertreten. Neunzig Prozent haben kein Vertrauen in die Politik. In dieser Episode spricht unser Host Oliver Kemmann mit Leon Pelikan, 20 Jahre alt, Gründer von Political X Change und Vorsitzender des Vereins Future Politics. Vor sieben Tagen hat Leon sich exmatrikuliert, um Vollzeit an seiner Plattform für kommunale Jugendbeteiligung zu arbeiten. Ein Start-up als Ausweg Leons unternehmerischer Weg beginnt früh und unspektakulär. Mit vierzehn macht er Social-Media-Werbung für Gastronomie, kurz darauf vermittelt er Nachhilfe. Nichts davon ist gegründet, vieles ist Spielerei neben der Schule. Aber das, was passiert, hat eine doppelte Funktion: Es bringt ihm sein Thema näher und es bringt ihn aus einer schwierigen Mittelstufe heraus, in der er stark unter Mobbing leidet. "Start-ups haben mich da rausgeholt", sagt er. Ein Fokus, eine Beschäftigung, eine Identität. Mit dem Wechsel in die Oberstufe wird aus dem Drumherum eine Richtung. Schulsprecher, Engagement auf Kreis- und Landesebene, der wiederkehrende Befund: Junge Menschen werden nicht gehört, Adultismus ist kein Randthema. Daraus entsteht Political Exchange. Keine weitere App im App Store, sondern eine digitale Infrastruktur, die in jeder einzelnen Kommune als eigene Landingpage eingerichtet wird. Schülerinnen und Schüler melden sich im Unterricht an, treten mit Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern aus ihrer Region in Austausch, starten eigene Initiativen. Beitragsforen, Umfragetools, ein KI-Debattentrainer, digitale Wahlen jenseits der Juniorwahl. Die Kommune finanziert, die Schule wendet an, drei- bis fünftausend Euro im Jahr inklusive Moderation und kostenlosen Workshops. Die Plattform sitzt damit genau an der Stelle, an der heute nichts ist. Soziale Netzwerke werden Jugendliche nicht verlassen, das weiß Leon. Aber TikTok und Instagram sind keine Räume für demokratischen Dialog, sie sind Verstärker. Wer ein Weidel-Video zu Ende schaut, bekommt zehn weitere. Wer in der Mitte steht, wird sofort einsortiert. Lehrkräfte wissen oft selbst nicht, wie sie damit umgehen sollen. Achtzig Prozent der von Leon befragten Schülerinnen und Schüler fühlen sich von Kommunalpolitik nicht vertreten. Neunzig Prozent haben kein Vertrauen in die Politik. Wenn Jugendliche im Workshop sortieren sollen, wer für Bildung zuständig ist, stellen sich fast alle auf die Bundes-Seite. Niemand auf Landes. Zwei auf Kommunal. Genau dort, wo der eigene Sportplatz, der eigene Bus, die eigene Schulbank verhandelt werden, ist die Verbindung gekappt. Leon will sie wieder aufbauen. Die Wartelist an Kommunen ist da, die Pilotphase startet in Hessen, ein Co-Founder im Tech-Bereich wird gerade gesucht, Investorinnen und Investoren ebenfalls, ausdrücklich überparteilich, ausdrücklich Social Impact statt Portfolio. Sein Glaube an Demokratie ist intakt. Sein Geduldsfaden mit denen, die ihn auf LinkedIn als faulen Sack bezeichnen, weil er mit zwanzig schon etwas baut, auch. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast über Transformation, Change und das, was Organisationen und Gesellschaft in Bewegung bringt. Wenn dich Leons Arbeit interessiert: Schreib ihm auf LinkedIn. Er sucht Kommunen, die mitmachen wollen, einen Co-Founder oder eine Co-Founderin im Tech-Bereich, und Investorinnen und Investoren, die Social Impact ernst meinen. Und merk dir den 28. Oktober vor: An diesem Tag finden in Mainz die Spacewalk Talks statt, unsere Zukunftskonferenz zu Transformation und Wandel. Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026. Wenn dir diese Folge etwas gegeben hat, teile sie, am besten mit jemandem aus der Kommunalpolitik. Oder mit einer Lehrkraft. Links aus dem Podcast Leon Pelikan auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/leon-pelikan/ [https://www.linkedin.com/in/leon-pelikan/] Political Exchange: https://political-exchange.de [https://political-exchange.de] Future Politics e.V.: https://futurepolitics.de [https://futurepolitics.de] Sabine Buch auf LinkedIn (Advisory Board, Reverse Mentoring): https://www.linkedin.com/in/sabinebuch/ [https://www.linkedin.com/in/sabinebuch/] Join Politics: https://joinpolitics.de [https://joinpolitics.de]

14. mai 202650 min
episode Was macht die OMR zum größten Digital-Event Europas? - Folge 265 cover

Was macht die OMR zum größten Digital-Event Europas? - Folge 265

OMR26 in Hamburg: 70.000 Menschen, eine Industrielle Revolution auf Speed und ein Bumsauto von Porsche Reportage-Spezial von d OMR26 aus Hamburg. Eine Branche, die sich gerade neu sortiert, eingefangen zwischen Masterclass, Side-Event und Autoscooter. Diesmal kein Studiogespräch, sondern unser Host Oliver Kemmann mit dem Mikro mittendrin. An seiner Seite Filmemacher und Keynote Speaker Alex De Vito. Dazu Stimmen von Frederik Peters, Stefanie Fahr von Field Ads, Nico Rehmann, CEO von Asioso, Robin Willert von Bauer Joghurt, Rönke von der Heide von Take-Aw.ai, Tim Reusch von Vitra und Christian Schöffel, Projektleiter Elektromobilität bei Porsche. Frederik vom SWR liefert das stärkste Bild: Die ersten zehn Reihen bei Philipp Klöckners 172-Slides-Marathon lassen ihre AI mitschreiben und kriegen alles auf fünf Bullets gebrannt. Sein Punkt: Viele Unternehmen scheitern nicht an KI, sondern an versäumter Digitalisierung. Alle wollen den Sixpack, niemand hat Bock auf zwei Jahre Disziplin. Nico bestätigt das aus Agentursicht. Mit Asioso berät er zum digitalen Produktpass, einer EU-Verordnung, die nach Bürokratie klingt und einen ganzen After-Sales-Markt eröffnet. Rönke hat mit Take-Aw.ai ein Tool gebaut, das 500 Konferenzgäste gleichzeitig laut denken lässt und daraus in Sekunden Slides für die Bühne macht. Tim Reusch von Vitra setzt eine unbequeme Diagnose drauf: Uns fehlt nicht die Erkenntnis, uns fehlt die Handlungsfähigkeit. Zwischendurch Bumsauto bei Porsche, GPS-Traktoren, die Werbung in Felder säen, und 30.000 Becher Joghurt am Bauer-Stand. Familientreffen, Branchenseismograph und Stadtfest in einem. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast über Transformation, Change und alles, was Organisationen wirklich in Bewegung bringt. Wenn du das Networking-Argument aus dieser Episode ernst nimmst, kommen wir am 28. Oktober mit den Spacewalk Talks genau dafür zusammen. Format und Tiefe statt Reizüberflutung. Early-Bird-Tickets bis Ende Mai 2026: https://spacewalk-talks.com [https://spacewalk-talks.com] Teil die Episode gern mit Menschen, denen die Veränderung gerade den Atem nimmt. Links Alex De Vito: https://www.alexdevito.film/ [https://www.alexdevito.film/] Frederik Peters auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/frederik-peters-39400738/ [https://www.linkedin.com/in/frederik-peters-39400738/] Stefanie Fahr / Field Ads: https://field-ads.de/ [https://field-ads.de/] Nico Rehmann / Asioso: https://www.asioso.com/ [https://www.asioso.com/] Bauer Joghurt: https://www.bauer-natur.de/ [https://www.bauer-natur.de/] Rönke von der Heide / Take-Aw.ai: https://www.linkedin.com/in/r%C3%B6nke-von-der-heide-a8066133/ [https://www.linkedin.com/in/r%C3%B6nke-von-der-heide-a8066133/] Vitra Beta: https://www.vitra.com/de-de/professionals [https://www.vitra.com/de-de/professionals] Porsche: https://www.porsche.com/germany/ [https://www.porsche.com/germany/] OMR Festival: https://omr.com/ [https://omr.com/]

10. mai 202649 min
episode Wie kann KI Opfern von Verbrechen helfen, Bianca Biwer? - Folge 264 cover

Wie kann KI Opfern von Verbrechen helfen, Bianca Biwer? - Folge 264

Bianca Biwer ist Wirtschaftsrechtlerin und seit 12 Jahren Geschäftsführerin des Weißen Ring e.V.! Eine Organisation, die seit 1976 Opfern von Straftaten hilft, trifft auf eine Welt, in der sich Kriminalität, Kommunikation und Zivilgesellschaft schneller verändern als jede Vereinsstruktur. Wie führt man da eigentlich noch? "Wenn alle hinter dem Täter herlaufen, wer bleibt dann eigentlich beim Opfer?" In dieser Folge spricht unser Host Oliver Kemmann mit Bianca Biwer, Juristin und seit über zwölf Jahren Bundesgeschäftsführerin des Weißen Rings, über Opferschutz, NGO-Realität und den Moment, in dem man merkt, dass der nächste Schritt ansteht. Biancas Weg ist kein gerader. Wirtschaftsrecht, Deutscher Industrie- und Handelskammertag in Berlin und Brüssel, dann mit Anfang dreißig IHK-Geschäftsführerin in Mainz. Nach fast sieben Jahren kippt das Gefühl: die Zyklen wiederholen sich, die Gestaltungsgrenzen sind abgesteckt. Ihr Ausweg ist kein Bruch, sondern ein Ehrenamt. Sonntags beim Weißen Ring, am Opfertelefon. Drei Jahre später, als eine Geschäftsführung frei wird, greift das, was sie ihr Motto nennt: Preparation meets Luck. Der Weiße Ring ist für sie mehr als eine NGO. Eduard Zimmermann, der Aktenzeichen-XY-Gründer, hat ihn 1976 aus einer unbequemen Frage heraus gebaut und bis heute steht dahinter eine außergewöhnliche Architektur: 18 Landesverbände, rund 3.000 Ehrenamtliche, dazu etwa 120 Hauptamtliche in der Zentrale und den Landesverbänden. Finanziert ausschließlich privat, ohne staatliche Mittel. Geholfen wird in drei Säulen: vor Ort, am Opfertelefon und seit einigen Jahren auch in einer Online-Beratung, die Bianca aufgebaut hat. Die Fälle reichen von Einbruch bei einer alleinstehenden älteren Dame über Trickbetrug und Cyberkriminalität bis zu Sexualstraftaten und häuslicher Gewalt. Anzeige ist keine Voraussetzung. Das ist Teil des Punkts. Spannend wird es, wo Bianca über die Organisation selbst spricht. Die Gesellschaftsform des eingetragenen Vereins ist basisdemokratisch, gründlich und …. langsam. Die Welt draußen ist es nicht mehr. Kommunikation-Kanäle, die früher nur einer, und zwar der von Eduard Zimmermann im Fernsehen war, zersplittert heute in Altersgruppen im Fünfjahresabstand, Gaming-Szene, Influencer, "Tatort"-Promis als Testimonials. Die Bedarfe der Betroffenen ändern sich, die Digitalisierung spaltet die Ehrenamtlichen zwischen 18 und 80, Dokumentationspflichten wachsen, das Personal nicht. Dazu kommt ein neuer Außendruck: NGOs sind plötzlich nicht mehr per Definition "die Guten", sondern werden politisch in Frage gestellt, und auf dem Spendenmarkt brechen erstmals spürbar Zahlen ein. Biancas These: Organisationen verändern sich meistens erst, wenn der Schmerz groß ist. Genau das reicht heute nicht mehr. KI sieht sie dabei nüchtern. Auf der einen Seite professionalisiert sie Straftaten, vom Enkeltrick per WhatsApp bis zu Deepfake-Pornografie. Auf der anderen Seite wird sie der einzige realistische Hebel sein, wachsende Bürokratie, Ermittlungen und Hilfeprozesse überhaupt noch zu bewältigen. Bianca nennt es das Star-Wars-Prinzip: Jedi-KI gegen Darth-Vader-KI. Über Rocketfuel Rocketfuel ist der Podcast über Transformation, Change und alles, was Organisationen wirklich in Bewegung bringt. Wenn du dich selbst engagieren oder den Weißen Ring unterstützen willst: Ehrenamt und Spenden gehen niedrigschwellig über weisser-ring.de, gebraucht werden beide. Und merk dir den 28. Oktober vor, da läuft unsere Zukunftskonferenz Spacewalk Talks. Early-Bird-Tickets gibt es noch bis Ende Mai 2026. Wenn dir diese Folge gefallen hat, teile sie mit jemandem, der sie hören sollte. https://www.spacewalkstalks.de [https://www.spacewalkstalks.de] Links * Bianca Biwer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/bianca-biwer-2783041/ [https://www.linkedin.com/in/bianca-biwer-2783041/] * Weißer Ring e.V.: https://weisser-ring.de [https://weisser-ring.de] * Opfer-Telefon des Weißen Rings: 116 006 (täglich 7 bis 22 Uhr, kostenfrei) * Online-Beratung des Weißen Rings: https://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung [https://weisser-ring.de/hilfe/onlineberatung]

22. april 202642 min
episode Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263 cover

Wie funktionieren Agenturen in China, Falk Fuhrmann? - Folge 263

Falk Fuhrmann ist Agentururgestein und Gründer der chinesischen Agentur wuela! Falk Fuhrmann sitzt in Shanghai. Nicht zufällig, nicht als Expat auf Abruf, sondern als jemand, der verstanden hat, dass man einen Markt nur wirklich begreift, wenn man in ihm lebt. Vor fünf Jahren hat er Wuela gegründet, eine Brand Innovation Consultancy, deren chinesischer Name so viel bedeutet wie "einen anderen Weg finden, um sein Ziel zu erreichen." Im Gespräch mit Podcast Host Oliver Kemmann erzählt Falk, wie er von Ostdeutschland über mehrere Stationen in der großen Agenturnetzwerkwelt nach Shanghai gekommen ist. Wie das Ende der bezahlten Expat-Zeit ihn dazu gebracht hat, sich selbstständig zu machen. Und was er in zwölf Jahren Asien über Märkte, Kulturen und die Grenzen westlicher Perspektiven gelernt hat. Er spricht darüber, warum Kreativagenturen seit dem Ende der Media-Provisionen nie wieder ein wirklich funktionierendes Geschäftsmodell hatten. Darüber, was KI im Bereich Strategie und Markenarbeit kann und wo sie, auch chinesische Modelle, noch erschreckend blind ist für kulturelle Nuancen. Und über den methodischen Ansatz, den Falk "Investigative Anthropology" nennt: qualitative Marktforschung, die wirklich in die Tiefe geht, statt nur Daten zu aggregieren. Der ehrlichste Teil des Gesprächs handelt von China selbst. Nicht als Zukunftsmärchen, nicht als Systemkritik, sondern als komplexe Realität, die einen ausgeglicheneren Blick verdient, als ihn die meisten mitbringen, die für zwei Wochen einreisen und danach alles zu wissen glauben. Falk Fuhrmann auf LinkedIn: linkedin.com/in/falkfuhrmann Wuela: wuela.com

16. april 202645 min